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Die Grünen für mehr Nichtraucherschutz

Juhuu! Zuletzt hatte ich mir da schon etwas Sorgen gemacht, als ich partout keine Haltung der Grünen zur Rauch-Frage gefunden hatte, als die Frage bei Dominik Bartenstein in den Kommentaren aufgeworfen wurde. kritikus war aber so nett, seine Anfrage an die Grünen zu veröffentlichen:

Ist Ihre Partei mit der jetzt momentan betriebenen Politik gegen die Raucher einverstanden? Wenn nein – gehörte für Sie mit den Rauchern liberaler oder restriktiver umgegangen?
nein – der Schutz der NichtraucherInnen steht bei uns im Vordergrund

Wird Ihre Partei im Falle einer Regierungsbeteiligung ein allgemeines Rauchverbot in Lokalen befürworten?

ja

Wird Ihre Partei im Falle einer Regierungsbeteiligung ein von der EU diktiertes allgemeines Rauchverbot in Lokalen bekämpfen?
nein

Wird Ihre Partei im Falle einer Regierungsbeteiligung die Mindestpreise für Zigaretten aufheben?
nein

Wird Ihre Partei im Falle einer Regierungsbeteiligung die monströse Besteuerung von Tabakwaren überdenken und eventuell auch eine Senkung oder Einfrierung der Tabaksteuer in Erwägung ziehen?
nein

Ist sicher kein Wahlkampfthema, und ein paar Ego-Tripp Raucher werden sich sicher darüber aufregen, aber jeder der wie ich durch den Rauch von Lokalbesuchen abgehalten wird (lange Geschichte), jubelt darüber.

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| 18. September 2006

10 Reaktionen bisher

    www.rauchfreistudieren.at sagt:

    Ich hab die grüne Position auch im Kritikus-Blog gelesen und gleich darauf eine E-Mail an das Dialog-Büro der Grünen geschickt (bis jetzt keine Antwort).

    ja/nein-Antworten auf private E-Mails SIND ZUWENIG. Ich glaube nicht, dass das schon ein Grund zum Jubeln ist, wer sagt denn, dass die Grünen überhaupt in die Regierung kommen. Politik machen heißt Öffentlichkeit schaffen: Presseaussendungen, Gesetzesentwürfe, Stellungnahmen, Pressekonferenzen, Initiativanträge im Nationalrat, Mißtrauensanträge im Parlament, usw. (und nicht hoffen, dass wer anderer das macht). In Deuschland haben das die Grünen gemacht (sogar ein eigener Gesetzesentwurf).

    Von den österreichischen Grünen habe ich bis dato davon nichts gemerkt, es wird nicht aktiv ein generelles Rauchverbot verlangt, wie es die Ärztekammer fordert.

    Rauch-Kallat hätte genauso gesagt, dass der NichtraucherInnenschutz für sie im Vordergrund steht. Aber was sie getan hat, ist eindeutig Tabakwirtschaftsfreundlich und da sie kaum etwas für NichtraucherInnen und gegen das Rauchen getan hat, hat Österreich in der EU die traurige letzte Position in der Tabakpolitik eingenommen.

    Aber ich lasse mich gerne von den Grünen überraschen, es sollte nur bitte bald sein. Inzwischen tu ich aber etwas, damit was weitergeht, weil das wirklich ein aktutes Problem ist, siehe die neuen Studien des deutschen Krebsforschungszentrums: http://www.tabakkontrolle.de

    lg
    rauchfreistudieren.at@gmail.com
    http://rauchfreistudieren.blogspot.com
    http://www.rauchfreistudieren.at
    http://www.generellesrauchverbot.at
    http://rauchfrei.meduni.com/

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    !!! | 19. September 2006 | 12:03
    Tom Schaffer sagt:

    ich bin da völlig bei dir – ich hab erst kürzlich in einem gespräch wieder festgestellt, dass gegen diese raucherei in öffentlichen einrichtungen etc dringend etwas getan gehört.

    warum die grünen das thema aber nicht groß kommunizieren dürfte klar sein. die haben sich schon mit den autofahrern eine emotionale sache aufgeladen, die leichter zu diskreditieren als zu erklären ist (sowie einige andere themen auf die das zutrifft). wenn man sich nun noch im wahlkampf herstellt und den rauchern auf die schuhe pisst, könnte man gleich auf die kandidatur verzichten.

    für mich sind die grünen auch die einzige partei die mir glaubwürdig erklären kann, dass sie sich für das rauchverbot engagieren werden. das bzö, dass du bei bartenstein lobend erwähnt hast, hatte ja jetzt eigentlich 6 jahre die chance dazu und ist den vor langer zeit gestarteten internationalen vorreitern in diesem bereich nicht einmal ansatzweise nachgezogen. die övp hatte dieselbe chance, die fpö will nicht regieren und aus der spö hab ich bisher genausowenig zu dem thema gehört, wie öffentlich von den grünen. das ist einfach kein gutes wahlkampfthema.

    die auskunft aus dem grünen dialogbüro (die ja nur deshalb so kurze antworten enthält, weil kritikus das explizit so gefordert hat) kann man dementsprechend sehr wohl als parteilinie akzeptieren.

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    !!! | 19. September 2006 | 14:01
    www.rauchfreistudieren.at sagt:

    Naja, also ich glaube die Grünen wollen auch nicht den linken Rand beleidigen. Es gibt ja Signale wie Cannabis-Freigabe, oder dass man einen Schüler, der mit Haschisch erwischt wird, nicht kriminalisieren sollte.

    Ich will das gar nicht bewerten. Aber da kann man scheinbar nicht damit kommen, “bußgeldbewehrte Maßnahmen” (= 0-Toleranz) für RauchsünderInnen zu fordern, obwohl das eigentlich notwendig wäre (vor allem laut Ärtzekammer). Ich glaube also, dass sich die österreichischen Grünen damit auch nach der Wahl schwer tun werden, weil sie das ihrem linken Rand erst beibringen müssen.

    Ich weiß das von den Grünen an der Uni. Wer eine Webseite über Cannabis betreibt (ich weiß gar nicht, ob es die noch gibt), kann scheinbar nicht gegen Tabak an der Uni eintreten, ja kann das nichteinmal thematisieren, weil sonst eine Diskussion in den eigenen Reihen entsteht die man leider nicht zu wollen glaubt und die – wie man glaubt – Stimmen kostet, vor allem jene, die an der Uni immer wählen gehen ;)

    Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ich glaube an die emanzipativen und progressiven Kräfte bei den Grünen ;) Ich werde mich jedenfalls weiter engagieren und Überzeugungsarbeit leisten. Auf jeden Fall wirst du das im Herbst an der Uni Wien sehen ;)

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    !!! | 21. September 2006 | 13:41
    Tom Schaffer sagt:

    der “linke rand” hat keineswegs das monopol darauf zu rauchen. die grünen sind nicht für die cannabis freigabe, sondern für eine entkriminalisierung des konsums – das sind 2 verschiedene baustellen.

    die grünen sind nicht für bußgeld für rauchen, sondern ganz normal für strafen, wenn jemand an orten raucht, an denen das verboten ist. das muss man klar differenzieren und das ist vernünftig. es soll ja nicht das rauchen, sondern das öffentliche rauchen und damit das schädigen anderer verboten werden.

    wenn das mit sich bringt, was es theoretisch bedeutet, nämlich dass nach einer vorlesung nicht durch die geöffneten türen ganze rauchwolken aus dem gang in den vorlesungssaal strömen weil die leute zu deppert sind vor die tür zu gehen, und in den öbb zügen nicht 50% aller abteile raucherabteile sind, in die kein nichtraucher sich noch setzen kann, ist das schon ein guter schritt nach vorne.

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    !!! | 21. September 2006 | 14:02
    www.rauchfreistudieren.at sagt:

    Breaking News: Strache folgt FDP-Vorbild und nennt öffentliches Rauchverbot (wie in Irland und Italien) eine “Zumutung”:
    http://www.orf.at/ticker/230415.html

    Ob die Grünen weiter schweigen werden?

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    !!! | 21. September 2006 | 14:36
    Tom Schaffer sagt:

    nochmal, das ist kein wahlkampfthema. es gibt genug andere dinge mit denen man strache panieren kann, da wird man sich nicht unbedingt das für den angreifer schlechteste rauspicken. du kennst die haltung der grünen – es is völlig irrelevant ob sie straches wahnwitz da noch einer antwort würdigen.

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    !!! | 21. September 2006 | 16:26
    www.rauchfreistudieren.at sagt:

    Ok, eben hat Van der Bellen im Ö3-Interview auf eine entsprechende Frage geantwortet. Es wird wohl ein generelles Rauchverbot geben müssen, obwohl er nicht genau sagen konnte oder wollte, wie und ob die Grünen das fordern werden.

    Zuerst hat er sich noch gewunden und gemeint, dass er sich nicht sicher ist, ob man soweit wie in Italien gehen sollte, dass “man praktisch nur mehr im Park alleine rauchen darf”. Aber wenn eine Trennung in der Gastronomie nicht möglich ist, wird das kommen. Er selber als Raucher will auf jeden Fall die anderen nicht schädigen, also z.B. nur am einsamen Berggpifel rauchen, wenn nur die Dohlen über ihm kreisen.

    Nächste Frage ist gerade über Cannabis ;) Nicht legalisieren, aber nicht bei einem Joint kriminalisieren.

    Passt!

    Ist also doch ein “Thema”, am vormittag wurde noch Schüssel auf Radio Wien befragt, er meinte noch “Österreicher brauchen den Vater Staat nicht”, Nichtraucherzonen würden funktionieren und es müssten angeblich auch Lüftungen eingebaut werden. Was nicht stimmt.

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    !!! | 22. September 2006 | 13:39
    Markus Gansterer sagt:

    soweit ich mich erinnere, hat kritikus vom dialogbüro ausdrücklich antworten im ja/nein-schema verlangt. überlichweise gibt es recht ausführliche antworten.
    lg

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    !!! | 13. February 2007 | 13:51
    Tom Schaffer sagt:

    nunja. die antwort “ja” zur frage “wird ein allgemeines rauchverbot in lokalen befürwortet”, lässt keine interpretation zu.

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    13. February 2007 | 14:06

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