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Sündenfall Rot-Grün-Blau? Eine kurze Replik.
Gerfried Sperl, Chefredakteur der österreichischen Qualitätszeitung “Der Standard”, schreibt in der heutigen Ausgabe vom “Sündenfall Rot-Grün-Blau”. Man könne den Grünen politisch nicht mehr trauen, weil sie (wie die ÖVP 2000) die weitrechten Straches und Stadlers salonfähig machen würden, so Sperl.
Das ist schlichtweg falsch. Die Grünen und Roten verbünden sich am heutigen Tag beim Bestellen zweier Untersuchungsausschüsse in keinster Weise mit rechtem Gedankengut. Alle drei Parteien lösen eines ihrer (medienwirksamsten) Wahlversprechen ein. Das ist eher das Gegenteil eines Vertrauensbruches gegenüber grünen Wählern, und mit einer Regierungsbildung mit einer rechtspopulistischen Partei sicher nicht zu vergleichen.
Punktuelle Gemeinsamkeiten sind keine Koalition. Das ist Parteiendemokratie. Sich der kindischen Argumentation von Westenthaler, Molterer und Co. anzunehmen, ist unnötig – anders als die es behaupten, gibt es keine Annäherung zwischen Grün und Blau. Ich mache mir da keine Sorgen, ob eine derartige Regierung oder sonstige beständige Gemeinsamkeit zustande kommen könnten.
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Eine Reaktion bisher
Ich würd sogar noch weitergehn. Die Argumentation ist nicht nur kindische und falsch, sondern fetzendeppert und in Wirklichkeit eine Verarschung eines jeden denkenden Menschen.
Wenn die FPÖ fordern sollte: “Alle Menschen sollen gleiche Rechte haben”, müssen dann nach Molterer/Lopatka/Hojac die roten und grünen sagen: “Nein! Also zumindest die Homosexuellen müssen diskriminiert werden!!!”?
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!!! | 31. October 2006 | 08:22
Jetzt sag doch was!