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Mehr Liberalisierung bei Ladenöffnungszeiten unverantwortlich?
Wirtschaftsminister Bartenstein bringt demnächst einen Antrag ein, der vorsieht die Ladenöffnungszeiten auf 72 Stunden auszuweiten. Nicht einmal die Handelsabteilung der Wirtschaftskammer scheint davon angetan, aber über die grundlegende Sinnhaftigkeit einer weitergehenden Deregulierung soll anderswo besprochen werden.
Eindrucksvoll demonstriert derweilen KiK, ein nicht unbedeutender Händler, warum man der Wirtschaft in arbeitsrechtlichen Fragen einfach nicht das für eine weitere Liberalisierung notwendige Vertrauen entgegenbringen kann. Da kann der Handelsverband noch so viele lächerliche Unterschriftenaktionen starten, wenn Kandidaten zur Betriebsratswahl in Österreich entlassen und bedroht werden, wäre jeder weitere Schritt verantwortungslos.
Hat dir der Eintrag gefallen? Hilf ihn zu verbreiten!derStandard.at: Zwei Tage zuvor waren die Listen zur Betriebsratswahl ausgehängt worden. Wollte man mit Ihrem Rausschmiss ein Exempel setzen?
Fillei: Die Signalwirkung an die Mitarbeiter muss man wohl nicht beschreiben. Einmalig ist auch, dass alle Mitarbeiter österreichweit von meiner Kündigung schriftlich informiert wurden. Mir selbst drohte Seebacher mit ‘Klagen bis ans Lebensende’, sollte ich je wieder Kontakt zu einem Filial-Mitarbeiter aufnehmen.
derStandard.at: Private Freundschaften über die Firma mit eingeschlossen?
Fillei: Es sieht so aus, als ob private Telefongespräche in Österreich verboten wären.
derStandard.at: Wie geht es Ihnen persönlich mit dieser Vorgehensweise?
Fillei: Die Machtdemonstration ist beklemmend.
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Eine Reaktion bisher
Dass ausufernde Ladenöffnungszeiten den KMUs schaden und die Handelsangestellten, durch Flexibilisierung sowieso schon benachteiligt, die größte Last zu tragen haben, ist ja schon hinlänglich bekannt. Die einzigen, die einen Vorteil davon haben, sind die großen Handelsketten. Und auf welcher Seite der Wirtschaftsminister steht, weiß man ja auch nicht erst seit gestern..
Traurig dabei ist nur, dass die Sozialpartnerschaft nunmehr recht ungleichgewichtig geworden ist, weil die Gewerkschaft jetzt vollkommen damit ausgelastet scheint, sich mit sich selber zu beschäftigen…
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!!! | 18. February 2007 | 09:01
Jetzt sag doch was!