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Homepage-Affäre-Yachtausflug-Abstinenz

Was haben Wolfgang Schüssel, Erwin Pröll und Willi Molterer gemeinsam? Ok, alle drei sind hochrangige ÖVP-Politiker. Da gibt’s aber noch eine Gemeinsamkeit. Ja, stimmt schon: Sie nehmen es von Berufswegen ab und an nicht ganz so genau mit der Wahrheit. Darauf wollte ich aber ebenfalls nicht hinaus. Na, klingelt’s jetzt?

Richtig! Pröll, Schüssel und Molterer drückten gleichsam ihr tiefstes Bedauern aus, als Karl-HeinzGrasser der österreichischen Politik im Endspurt der Koalitionsverhandlungen abhanden kam. Ein Trauertag für Österreich war das: KHG sagt der Politik adieu, um sich fortan noch intensiver mit seiner herzallerliebsten Klunker-Fiona beschäftigen zu können. Ein großartiger Politiker sei Österreich abhanden gekommen, konstatierte Pröll und attackierte sogleich jene Parteimitglieder, die sich bei der entscheidenden parteiinternen Abstimmung gegen den „großartigen und zukunftsträchtigen Plan“ (O-Ton Molterer und Schüssel) gestellt hatten, Grasser als Finanzminister und Vizekanzler zu installieren.

Heute ist einer jener Tage, an denen man nicht genug darüber jubeln kann, dass Grassers Homepage-Yachtausflug-Seitenblicke-Gschichtln nicht mehr von innenpolitischen Belangen sind. Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich darüber bin, dass dieser Heuchler nicht mehr im Finanzministerium oder in irgend einer anderen politischen Funktion sein Unwesen treibt. Angesichts der heute bekannt gewordenen Aktivitäten unseres Ex-Finanzministers, die er im Zuge der Untersuchung der Rolle der Finanzmarktaufsicht im Bawag-Skandal gesetzt hat, überwiegt aber dennoch die Wut darüber, dass dieser gefährliche Kasperl sechs Jahre lang die zweitwichtigste bundespolitische Position in unserem schönen Land innehaben durfte.

“Ziel – Keine Verfehlungen der Behörden; Netzwerk der SPÖ verantwortlich für den Schaden in der Bawag und im ÖGB; ÖVP/BZÖ-Regierung rettet die Bawag und 1,3 Mio. Menschen vor der Pleite.”

Noch Fragen?

PS: Endlich ist Grasser wieder dort, wo er hingehört: im medialen Rampenlicht. Halbnackt-Fotos im “Vanity Fair” tun dem Inszenierungsbedürfnis ja ohnehin nicht Genüge.

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| 3. March 2007

Eine Reaktion bisher

    kritikus sagt:

    Na, so hart hättest Du nicht mit dem Ex-Minister ins Gericht gehen müssen. Schließlich hat er sich ja für unser Land aufgeopfert – ja, er hat sogar sein Privatleben der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt :) .

    So ein Skandal ist die Profil-Aufdeckung aber wohl an sich nicht. So etwas wird meiner Meinung nach von allen Parteien, so sie eine Gelegenheit dazu haben, gemacht. Damit rechnet ja ohnehin jeder, der mitdenkt…

    Bemerkenswert ist aber, dass man anscheinend so “schlau” war, in so einer Sache schriftliche Fragebögen zu versenden (normaleweise werden solche Aufträge wohl mündlich und zweideutig erteilt :) ). So gesehen dürfte es wirklich besser sein, dass solche Leute nicht mehr in die Führung unseres Landes eingebunden sind…

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    !!! | 3. March 2007 | 18:06

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