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Hillary Clinton als “Big Brother”
Die Welt rückt immer näher zusammen; die Vernetzung schreitet auf allen Ebenen voran. Hierbei spielt auch das Internet eine entscheidende Rolle. Viele Menschen sind nicht nur von Berufswegen von der immer stärkeren Vernetzung abhängig, sondern wickeln im World Wide Web faktisch ihr ganzes Leben ab: Bezahlungen werden per Netbanking erledigt, Bestellungen über diverse Websites abgewickelt; und private Kontakte pflegt man über E-Mail oder einen Messenger. Auch gesellschaftliche und politische Neuigkeiten und Informationen werden immer weitgreifender übers Internet eingeholt.
2008 stehen in den USA Präsidentschaftswahlen an. Die Amerikaner werden zu entscheiden haben, wer in Zukunft das wohl mächtigste politische Amt Welt bekleidet – und das schwierige Erbe des viel gescholtenen George W. Bush antritt, dessen zweite und letzte Amtsperiode langsam aber sicher auf die Zielgerade geht. Die kandidierenden Politiker werben bereits für Wahlkampfspenden und Wählerstimmenzuspruch. Im beinharten Kampf gegen inner- und gegnerparteiliche Konkurrenten liegt es auf der Hand, dass auch das Internet immer stärker als breitenwirksame Plattform genutzt wird. Unzählige Blogger werben für ihren persönlichen Spitzenkandidaten; je einflussreicher der Werber, desto besser für den jeweiligen Politiker. Jeder, der Anspruch auf das Amt des amerikanischen Präsidenten erhebt, ist förmlich dazu genötigt, im Internet Präsenz auszustrahlen.
Ein exzellentes Beispiel für gezielte und effektive Einflussnahme über das Medium Internet ist ein Werbespot, der auf youtube mittlerweile über 1,9 Millionen Mal aufgerufen wurde. Die Darstellung der Szenerie ist beklemmend und soll an George Orwells dunklen Krieg-Diktator-Propaganda-Überwachungs-Roman „1984“ erinnern: Indoktrinierte Menschen lauschen gebannt den von einer riesigen Leinwand herabschallenden Ausführungen und Anweisungen ihres „Führers“. Der totalitäre Diktator, der die Menschen manipuliert und in Angst und Schrecken versetzt, ist in besagtem Video jedoch nicht wie bei Orwell „Big Brother“, sondern Hillary Clinton, die neben Barack Obama als aussichtsreichste Kandidatin der Demokraten gilt. Die Quintessenz der düsteren und abschreckenden Nachricht: Wählt den weltoffenen Obama; versagt der machtgierigen Clinton eure Stimme.
Ein Mitarbeiter einer Beratungsfirma, zu deren Kunden auch Obama zählte, outete sich mittlerweile als Ersteller der Videobotschaft, nachdem lange gerätselt worden war, wer der Urheber sei. Er gab zwar an, im Alleingang agiert zu haben. Wer fest daran glaubt, dass Obamas Wahlkampf-Team nichts mit der Sache zu tun hat, fällt jedoch wahrscheinlich der eigenen Naivität zum Opfer. Denn das Internet bietet nun einmal bei geschickter Handhabung Anonymität. Und stellt damit die perfekte Wahlkampfbühne dar: Denn online können auch schmutzige Asse bedenkenlos aus dem Ärmel geschüttelt werden.
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Eine Reaktion bisher
Falls es jemand interessiert:
http://www.youtube.com/watch?v=OYecfV3ubP8
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!!! | 23. March 2007 | 08:08
Jetzt sag doch was!