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Verhütung bei Jugendlichen in Österreich

Über die Freude über Kdolskys Kondom-Kampagne habe ich mich ja bereits geäußert. Eine neue Studie des Instituts für Sexualpädagogik unterstreicht nun noch einmal den Handlungsbedarf in jugendlicher Aufklärung, den ich auch bereits im Zuge meiner geforderten Unterrichtsreform angesprochen habe. Der Erhebung zufolge verhüten nur etwa ein Drittel der Jugendlichen (13-20 Jahre) beim Sex mit dem Kondom (das wie wir wissen, als einziges Verhüterli gegen Krankheiten schützt) – alle anderen Präservative stehen noch schlechter da. Insgesamt verhüten zwar rund 86% regelmäßig (leider aus der Meldung nicht ersichtlich, ob das “jedes Mal” bedeutet – man zweifelt), 14% scheinen sich der Gefahren einer Schwangerschaft aber überhaupt nicht ansatzweise ausreichend bewusst zu sein (6% verhüten anscheinend gar prinzipiell nicht). Wo in einem modernen Bildungssystem an mehr als jeden zehnten Schüler nicht vermittelt werden kann, wie wichtig Verhütung ist (und sich nur einer von drei der Gefahr von Geschlechtskrankheiten ausreichend bewusst zu sein scheint), sollten die Alarmglocken läuten. Beim aktuellen Zustand der Klassen in Österreich sitzen in jeder Schulklasse zwei bis drei potentielle Elternteile.

PS: Die Kirche plädiert auf ein Propagieren von klassischen Werten als Gegenmittel (“Treue” – soll ja angeblich sehr gegen Schwangerschaften schützen; “Enthaltsamkeit” – das ist wiederum besonders realitätsnah) und kritisierte Kdolsky kürzlich für ihren Vorstoß. Viel mehr muss man zum Wesen der Institution wohl auch gar nicht mehr sagen.

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| 27. March 2007

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