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Homosexuellen-Ehe
Wenn man sich den ÖVP-Kurs zur Homosexuellen-Ehe ansieht, muss man sich fragen: woher nehmen manche Leute eigentlich die Energie, sich für etwas dermaßen zu engagieren, was sie eigentlich einen feuchten Furz angeht oder betrifft? Wenn Homosexuelle heiraten und sogar Kinder bekommen dürften – wem würde das weh tun? Die Antwort: niemandem. Darum dürfte die Debatte zum Thema kaum mehr für die ÖVP sein, als es die Islamisierungs-Überfremdungs-Thematik für die FPÖ ist: stumpfer Populismus zum Bedienen von erzkonservativer Klientel – natürlich auch von Leuten, die das nicht nur instrumentalisieren sondern wirklich intolerant genug sind, um diese Standpunkte zu vertreten.
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4 Reaktionen bisher
Hallo Herr Schaffer,
ich bin soeben auf ihren Blog gestoßen und habe mir diesen nun schon etwas in die Jahre gekommenen Artikel zu Gemüte geführt. Denken Sie nach nunmehr genau 3 Jahren noch genau so über die Thematik? Ich gehe davon aus, dass Sie das tun.
Meiner Meinung nach geht es uns Menschen (die nicht homosexuell sind) sehr wohl etwas an, wenn neue Gesetze erlassen werden.
Was Ihre Frage angeht, wem ein solches Gesetz schaden würde und Ihre sofortige eigene Antwort darauf, so muss ich Ihnen widersprechen denn es ist meiner Meinung nach ein großer Nachteil den Sie nicht beachtet haben. Dieser betrifft die Kinder, die diese Ehe hervorbringen wird.
Sie stimmen mir sicher zu, dass Mann und Frau unterschiedlich sind. Von Natur aus. Ich denke es lässt sich leicht schlussfolgern, dass dadurch auch unterschiedliche Werte/Eigenschaften/Fähigkeiten vermittelt werden in der Erziehung. Meiner Meinung nach fehlt ein entscheidender Teil in dieser Erziehung bei einer Homosexuellen Ehe.
Ich freue mich auf einen Diskurs.
Mit freundlichen Grüßen und Segenswünschen
Asha
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!!! | 9. April 2010 | 08:54
Ich denke natürlich noch genauso.
Dass ein Kind wirklich Vater und Mutter in Form von Mann und Frau braucht, glaube ich tendentiell nicht. Ich halte es nur für entscheidend, dass es Menschen gibt, die gewisse Rollen im Leben eines Kindes einnehmen. Und das Allerwichtigste ist, dass Kinder geliebt und erzogen werden. All das können imo auch Homosexuelle.
Außerdem solltest du sehr vorsichtig sein: Mit deiner Argumentation, dass Kinder nur in idealen Bedingungen erlaubt sind (und der Annahme, dass die Bedingungen nur eine heterosexuelle Ehe bieten kann) müsstest du alleinerziehenden Heteros die Kinder auch verbieten – schließlich fehlt da noch viel eher etwas. Und was ist mit Leuten in schlecht geführten Ehen – sollen die auch das Sorgerecht verlieren? Geschiedene und wiederverheiratete? Und was ist mit Leuten, die ihre Kinder in Internate schicken, wo sie als Eltern überhaupt keine Rolle spielen? Und sollen Kinder auch lieber in Waisenhäusern aufwachsen, als bei homosexuellen Paaren?
In all diesen Fällen sehe ich wesentlich problematischere Zustände für die Entwicklung, als in einer Homo-Ehe. Und keiner davon rechtfertigt für mich, dass man den Leuten die Kinder wegnimmt.Du hättest ganz schnell volle staatliche Erziehungsheime, wenn du allen Menschen die Kinder wegnimmst, wo etwas am Papier vielleicht nicht ideal ist.
Natürlich geht es uns als Gesellschaft etwas an, wenn Kinder schlecht behandelt werden. Aber ein homosexuelles Paar ist eben nicht per se schlecht für das Kind. Im Gegenteil: Das sind doch normalerweise gerade Leute, die das Kind wirklich haben wollen und lieben (eben weils schon ihre eigenen sind, oder sie sie adoptieren möchten – Homosexuellen kann ein Kind ja z.B. nicht so einfach “passieren”).
Selbst wenn homosexuelle Eltern entwicklungspsychologisch nicht ideal sein SOLLTEN (was ich nicht so einfach glaube, nur weil das der ungewohnte Zustand ist), akzeptieren wir (in vielen Fällen mit Recht) doch wesentlich schlimmere Dinge in unserer Gesellschaft. Wie willst du das rechtfertigen?
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9. April 2010 | 11:54
Hallo,
ich habe leider nur kurz Zeit gerade aber möchte noch schnell einen wesentlichen Punkt loswerden, an dem du deine Argumentation vielleicht noch einmal überdenken kannst.:
ih habe mit keinem Wort gesagt, dass ich dafür bin es diesen Menschen zu verbieten Kinder zu erziehen.. ich sage nur, dass ich es nicht gut bzw. nicht für die beste Art halte Kinder zu erziehen und zu begleiten. Das gilt natürlich ebenso für heterosexuelle Alleinerziehende. Mir ging es lediglich darum, dass Du meintest, es schadet >niemandem<. Das sehe ich nicht so.
ich werde versuchen mich heute Abend noch einmal zu melden. Vielen Dank für die schnelle Antwort
MfG
Asha
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!!! | 9. April 2010 | 12:07
Reden wir ausschließlich von Kindern, oder auch von Säuglingen (welche Altersgruppe)?
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!!! | 9. April 2010 | 16:26
Jetzt sag doch was!