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Oppositionspartei SPÖ?!?
Einen ebenso peinlichen wie vielsagenden Fauxpas leistet sich die Tageszeitung „Die Presse“ in ihrer heutigen Print-Ausgabe (06.04.2007, Seite 2; „Für Homosexuelle oder doch für alle? Zankapfel Ehe light“). Am Ende der Nachricht über den innerhalb der ÖVP brandenden Streit um die rechtliche Stellung von Homosexuellen – Stichwort: Eingetragene Partnerschaft – konstatieren die Autoren:
[…] Die Opposition erfreut sich an der Uneinigkeit in der ÖVP: SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina ortet „Chaos“, das BZÖ kürte die ÖVP zur „Streitpartei“, den Grünen gehen die ÖVP-Vorstellungen alle zu wenig weit. […]
Der ein oder andere politisch schwarz orientierte Wähler, der auf den Fehler aufmerksam wurde, wird sich insgeheim wohl ins Fäustchen gelacht haben. Ganz nach dem Motto: Die letzten Wochen und Monate machten deutlich, wer innerhalb der Regierung den Ton angibt; schließlich rang die ÖVP der SPÖ regelmäßig die Themenführerschaft ab. Im Zusammenhang mit den oftmals plumpen, unglaubwürdigen und kindlich-beleidigten SP-Gegenrufen a la „mit der ÖVP ging’s halt nicht anders“, die nach bitteren innerkoalitionären Niederlagen die Regel waren, führte dies zur Erweckung des Anscheins, die SPÖ agiere weiterhin in ihrer lang geübten und maßgeschneiderten Rolle als Oppositionspartei: viel meckern und kritisieren, aber wenig bis gar nichts umsetzen.
Ein Freud’scher Verschreiber der verantwortlichen „Presse“-Journalisten?
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