Uncategorized

Lesezeit:

0.6

Minuten

SPÖ und Eurofighter?

Wr habens alle gehört: die Firma EADS hat irgendwas bei Rapid Wien gesponsort. Dort ist SPÖ-Politiker Edlinger an der Vereinsspitze und Verteidigungsminister Darabos hat auch was mit dem Verein zu tun. Die ÖVP wittert einen Befreiungsschlag und beginnt mit einem Gegenangriff. Nach den vielen Gnackwatschn der letzten Zeit in diesem Thema, will man auch mal wieder etwas zu lachen haben. Und dabei hat man nicht viel Angst davor, sich selbst lächerlich zu machen. Denn was die Finanzen eines der damaligen Opposition nahen Fußballklubs mit dem Ankauf von nutzlosen Kampfjets durch die Regierung zu tun haben sollen, ist nicht ganz klar. Und überhaupt: Warum wettert die SPÖ seit Jahren gegen die Flieger? Warum will gerade der hier mit schmutzigen Tricks attackierte Verteidigungsminister Darabos sie unbedingt loswerden?

Ich schlage vor, wir bleiben bei der Suche nach Korruption doch eher im Umkreis von ÖVP-BZÖ – die haben die Eurofighter nämlich unter äußerst dubiosen Umständen gekauft und wollen das bis heute nicht ändern. Dass Frau Fekter im Untersuchungsausschuss zur Ablenkung nun Rapid überprüfen will, kann dem Zweck des Instruments nur verfehlen. Die Politik muss sich nicht unbedingt genauso lächerlich machen, wie es der österreichische Fußball tut…

Hat dir der Eintrag gefallen? Hilf ihn zu verbreiten!
 
| 17. April 2007

4 Reaktionen bisher

    thomas sagt:

    Ich bin wirklich der letzte, der die VP oder das BZÖ aus der eventuellen Verantwortung entlassen wollen würd, um es mal nett auszudrücken.

    Aber das würd mich wirklich interessieren: Warum sponsort ein Unternehmen wie die EADS den Nachwuchs von einem österr. Fußballverein OHNE GEGENLEISTUNG! Ok, wenn die 12 Jährigen mit Eads Leibchen herumgerannt wären, oder Banden mit der Eads Aufschrift bei den Nachwuchsspielen zu sehn gewesen wären, oder IRGENDWAS, dann würd ich das verstehn. Aber ohne Gegenleistung? Ein Rüstungsunternehmen gibt Geld wohltätig an ein Nachwuchsprojekt ohne in der Öffentlichkeit als Wohltäter dastehen zu wollen? Also, da ist meine Phantasie schon sehr überbeansprucht, muß ich sagen.

    Ok, der Zusammenhang mit dem Edlinger oder der SPÖ ist natürlich absolut absurd, kein normaler Mensch kann ernsthaft hier irgendwas erkennen. Aber Rapid hat soviele Mitglieder oder Sympathisanten, dass ich schon gern wüsste, ob irgendeiner der 7000 Mitglieder bei der Beschaffung irgendwas zu sagen gehabt hat.

    Like! Thumb up 0

    !!! | 17. April 2007 | 14:06
    David sagt:

    Wäre die Sache viel anders abgelaufen, wenn die Eurofighter von einer großen Koalition gekauft würden? Funktioniert das System überhaupt ohne Korruption?

    Like! Thumb up 0

    !!! | 18. April 2007 | 09:17
    Tom Schaffer sagt:

    natürlich funktioniert das system auch ohne korruption. darum muss den korrupten auch erbarmungslos auf die finger gehaut und in den arsch getreten werden. es achselzuckend als normal zu akzeptieren würde es tatsächlich normal machen…

    obs eine große koalition anders gemacht hätte, ist hier nicht die frage. ich glaubs ja nicht. aber fakt ist, dass es nunmal vp-bzö-fpö waren, die hier die verantwortung tragen/trugen – nicht die spö.

    PS: ich bitte dich hier keine sex-seiten zu verlinken. ich habe deine angegebene URL editiert.

    Like! Thumb up 0

    18. April 2007 | 11:24
    Philipp Heimberger sagt:

    Peter Michael Lingens bringt in seinem Kolumnen-Beitrag im aktuellen profil auf den Punkt, was ich mir von Anfang an gedacht habe: Wir brauchen die Eurofighter in Wirklichkeit gar nicht; der Ankauf wurde mit dem Argument, die Sicherung einer flächendeckenden Luftraumüberwachung sei unabdingbar, um Österreichs Status als neutrales Land nicht zu torpedisieren.

    In Wahrheit ist das Neutralitäts-Argument nichts anderes als eine selbstrechtfertigende Ausrede, um einen sündteuren und in seinem Ausmaß vollkommen stumpfsinnigen Deal zu argumentieren, der gewissen Entscheidungsträger und Beteiligten die übliche Korruptions-Pauschale oder sogar noch ein bisschen mehr einbrachte.

    Aber Lingens hat wohl auch recht, wenn er konstatiert, dass man seitens der SPÖ schon zupacken sollte, wenn eine Kostenreduktion im Raum steht. Denn abgesehen davon, dass noch nicht einmal fest steht, ob ein Ausstieg tatsächlich möglich wäre, brächte ein solcher, sollte er einseitig vorgenommen werden, auch Unannehmlichkeiten mit sich, die sich wohl kein einfacher Beobachter des politischen Geschehens wünschen wird.

    Hier der Link: http://www.networld.at/profil/

    Like! Thumb up 0

    18. April 2007 | 12:13

Jetzt sag doch was!

Registrierte UserInnen surfen hier ohne Werbung!