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Blogger am Parteitag – Was bringts?

Kollege Philip Steiner, der bedauerlicherweise nicht selbst eingeladen wurde, hat sich nach Beobachtung unserer bisherigen Berichte die Frage gestellt, was dieser heutige erste Schritt der Blog-Szene denn bringen wird? Er fürchtet, dass Streits rund um uns neue Medienschaffende entstehen könnten und fordert eine Einbindung von Blogs in herkömmliche Medien.

Dem muss ich widersprechen. Man sollte als Blogger keine Angst vor Streits haben. Im Gegenteil: eine gesittete Streitkultur ist uns nur zu wünschen. Konflikte sind interessant und machen dementsprechend auch nicht interessant. Man soll sie natürlich nicht erzwingen, aber auch nicht um jeden Preis vermeiden. Wir fünf, die hier am Parteitag sitzen, haben uns dazu entschlossen, diesen neuen Weg auszuprobieren, der unserer Meinung nach die Szene weiterbringt. Es ist nur legitim, dass andere das skeptischer sehen. Es ist nur erfreulich, wenn sie mit uns in Kontakt treten und mit uns darüber sprechen.

Was die Einbindung in herkömmliche Medien betrifft, bin ich glaube ich ebenfalls teilweise anderer Meinung. Freilich ist es immer schön für einen Blogger, seine Beiträge auch in Zeitungen oder großen Online-Medien wiederzufinden. Freilich ist es wünschenswert, wenn das forciert und mittelfristig auch finanziell vergütet werden könnte. Jedoch sollte man vielmehr das Ziel haben, sich als eigenständiges Medium zu etablieren.

Was der heutige Tag bringen wird, das wird sich erst zeigen. Ich weiß auf jeden Fall schon die ein oder andere Sache, die ich zukünftig anders machen würde. Und nach einer kurzen Reflektionsphase werde ich das auch hier niederschreiben. Was ich sicher schon sagen kann ist, dass die Vernetzung über andere Blogs relativ enttäuschend ist. Das soll kein Vorurf an andere sein, aber es sind mit wenigen Ausnahmen die üblichen Verdächtigen, die hier heute auf meine Berichterstattung verwiesen haben. Es scheint also auch in der Blogszene selbst noch viel Diskussion nötig zu sein, um die Leute von den Vorteilen dieser “Professionalisierung” zu überzeugen.

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| 21. April 2007

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