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Böse Nichtraucherschutz-Befürworter
Ich erachte es als durchaus verständlich, dass viele überzeugte Raucher kategorisch jegliche (gesetzliche) Einschränkung ihrer Bofel-Aktivität in der Öffentlichkeit ablehnen. Kaum verwunderlich also, dass politischen Vorhaben in Sachen staatlicher Nichtraucherschutz in der Öffentlichkeit erzürnter Widerstand aus der Raucherecke entgegenschlägt. Menschlich ist es bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, dass so manchen Nikoton-Konsumenten die blanke Angst ergreift, wenn es um ernsthafte Gedanken über eine Aufhebung der ungestraften öffentlichen Raucherei geht. Dass die Argumentation der rauchenden Widerstandskämpfer nicht gerade durch Stringenz besticht, sondern vielmehr genüsslich an den Haaren herbeigezogen wird und somit die Hilflosigkeit des Versuchs zu einer Bewahrung der uneingeschränkten Raucherlaubnis in der Öffentlichkeit offenbart, ist evident. Wirkliches Unverständnis beginnt jedoch erst zu keimen, wenn auch deklarierte Nichtraucher (unter dem Deckmantel des Liberalismus) anprangern, dass ein Rauchverbot im öffentlichen Raum eine Verletzung der menschlichen Grundfreiheit darstellte.
Es ist ja beinahe niedlich, mit welcher Vehemenz so mancher selbsternannte Liberale die angebliche Unmenschlichkeit von öffentlichen Rauchverboten geißelt. Besagte Personen – ich hatte erst unlängst wieder das Vergnügen, mit einer solchen eine bisweilen amüsante Diskussion über das leidige Raucher-Thema führen zu dürfen – echauffieren sich nicht selten so sehr, dass man leicht den Eindruck gewinnen könnte, sie würfen im Augenblick der uneingeschränkten Aufregung auch noch den allerletzten liberalen Grundsatz über Bord, der ihnen in den Tiefen ihres Herzens innewohnen mag. Ein „Freiheitshetzer“ sei man, wenn man gegen öffentliches Rauchen eintrete. Wie eine willfährige Marionette ergebe man sich dem dummen Mainstream, wenn man den ach so armen Rauchern in Lokalen oder an öffentlichen Plätzen den Glimmstängel verbieten wolle. Mit dem Übermut des Anprangerns wird suggeriert, die Raucher würden im wirren öffentlichen Anti-Raucher-Treiben in die Aussätzigkeit getrieben. Die Rage gegen die bösen Nichtrauch-Befürworter bläht sich nicht selten zu einem zürnenden Schimpf-Monster auf, das Jagd auf die Niedertracht der heimtückischen Anti-Menschenrechtler aus der Abteilung Nichtraucherschutz macht.
Es ist freilich mäßig reizvoll, weil vollkommen sinnlos, gegen derartig stumpfsinnige Rabulistik anzureden. Darum will ich es auch einfach sein lassen. Mit dem Versuch einer sachlichen Diskussion kommt man bei vielen Verweigerern des Nichtraucherschutzes ohnehin nicht weit; damit habe ich mich mittlerweile abgefunden. Denn die sinnvollen, nachhaltigen und überzeugenden Argumente dürfen getrost die Befürworter von öffentlichen Rauchverboten auf ihrer Seite wähnen. Das Totschlag-Argument, man sei ein Feind der menschlichen Freiheit, wenn man dem Menschen in der Öffentlichkeit das Recht verwehre, sich die Lunge schwarz zu rauchen, (und dabei andere Menschen ebenfalls zu beeinträchtigen) ist jedenfalls – mit Verlaub – Nonsens. Niemand will der Menschheit grundsätzlich den Griff zur Zigarette verbieten. Wer das tatsächlich will, ist ebenso verblendet wie jene, die in Sachen Nichtraucherschutz ihrer Vernunftbegabung abschwören.
Und zur Deklaration: Das alles sage ich im bekennenden Bewusstsein, früher im Lokal – im Beisein einer dem Rauchen nicht abgeneigten Runde – auch gerne mal zur Genusszigarette gegriffen zu haben. Denn ja: Rauchen kann, sofern Stimmung und Umfeld es zulassen, auch Genuss bedeuten; davon bin ich überzeugt. Die gesellschaftliche Etabliertheit des Rauchens darf nicht vom Tisch gewischt werden, wenn über Nichtraucherschutz diskutiert wird. Ebenso wenig sollte man die Zigarette als mordenden Dämon verbildlichen. Denn, auch wenn’s eine Binsenweisheit ist: Die Dosis macht das Gift.
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18 Reaktionen bisher
Was ist liberaler?
Eine Lösung die Raucher wie auch Nichtraucher die Möglichkeit gibt ihrem jeweiligen Wunsch nachzugehen (mit Rauchverbot möglich) oder ein Atemverbot das Nichtraucher ausschließt und Rauchern die Freiheit gibt?
Gerade aus der “liberalen” Ecke wird immer wieder gegen ein Rauchverbot argumentiert, jedoch vergisst man dort das es weder um ein Rauchverbot- noch um ein Tabakverbot geht, sondern lediglich um den Schutz der Nichtraucher – weitergeraucht werden kann ja weiterhin, aber eben nur dort wo die Freiheit der Anwesenden (die nicht ausweichen können) zu sehr eingeschränkt wird, wie in Büros, Zügen oder Arbeitsplätzen wie Gaststätten.
Liberalität heißt Selbstbestimmung. Genau das ist in Italien oder Irland der Fall. Kein Liberaler wird das Trunkenheitsverbot am Steuer geißeln, weil dadurch die Freiheit für Alkoholiker eingeschränkt wird.
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!!! | 23. May 2007 | 11:07
meine rede martin.
finde es immer lustig, wenn mir jemand mit dem liberalismus-argument kommt und gleichzeitig keinerlei verständnis für liberale werte hat. liberal zu sein heißt, die größtmögliche freiheit und selbstbestimmung aller anzustreben.
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23. May 2007 | 11:48
Liberalinaustria hat es schon ganz gut getroffen. Ein Indiz dafür ist der gegenständliche Beitrag – der wäre nämlich ansonsten gar nicht erforderlich gewesen
Was spräche denn wirklich dagegen, wenn es in einem öffentlichen Gebäude einen Raucherraum (separat belüftet mit automatischem Türschließer – von mir aus auch mit Luftschleuse) geben würde? Ich würde sagen – nichts! Es würde niemand belästigt werden und jemand, der Rauch nicht mag, müsste da auch nicht hineingehen. Wenn man das im normalen Leben irgenwo anspricht, hat eigentlich nie wer was dagegen. Wann man das aber in einem Forum anspricht, ist der Tenor “die Stinker sollen auf der Straße stehen”. Es schaut so aus, als ob es vielen nur darum gehen würde, die Raucher zu “bestrafen”, weil sie Jahrzehnte die Nichtraucher belästigt haben (die Rache der Gerechten
).
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!!! | 23. May 2007 | 12:27
Lieber Kritikus,
Niemand hat etwas gegen abgetrennte, unbediente, und selbstschließende Raucherräume – genau die sind aber auch im Gesetz vorgesehen, aber eben und unbedient, und nur dort wo Platz ist!
Also wenn ich mich im “normalen” Leben umgucke sehe ich das selbst Raucher nichts gegen Rauchverbote haben, selbst die Wirte nicht! In den Medien wird das ganze Thema nur hochpeputscht, und so getan, als wären Massen von Rauchern und Wirten gegen ein Rauchverbot (was in der Realität ja nicht so ist).
Aber logischweise wird in der Praxis sich kein NR äußern, da er damit eh nichts bewegt, entweder rausfliegt, angeschnauzt wird, oder – auch nicht selten – vom Raucher Prügel angedroht kriegt (selbst wenn dieser in der NR-Zone gequalmt hat).
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!!! | 23. May 2007 | 12:49
@kritikus, gegen einen abgetrennten raum hat keiner was – ein raucherkammerl halt (ein raucherkammerl ist allerdings etwas anderes, als ein raucherabteil im zug oder ein raucherzimmer im pub). aber ein solches kammerl ist kein recht der raucher, das wäre ein entgegenkommen der jeweiligen betreiber.
und nein, liberalinaustria geht auf all unsere argumentation nicht ein. ein befürworter von rauchverboten ist mitnichten weniger liberal, in manchen fällen sogar liberaler, sofern man hinter diesem wort ein funktionales gesellschaftskonzept und nicht nur die totale willkür versteht. ich würde mir nämlich nie das recht herausnehmen die wissentliche schädigung und ausgrenzung anderer als freiheit zu bezeichnen.
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23. May 2007 | 13:03
Irgendwie dreht sich die Diskussion wieder im Kreis. Der Kernpunkt dürfte aber der sein, dass jemand für sein Wohlbefinden auch selber was tun bzw auf etwas verzichten muss. Ich akzeptiere jedes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, Büros und Arbeitsstätten (das dort ist Sache des Betreibers) oder öffentlichen Verkehrsmitteln – Flugzeug, Bahn, Bus, U-Bahn – (ist eine geschäftliche Sache). Außerdem unterliegt man einem gewissen Zwang, diese Dinge zu nutzen. Wenn man aber totale Rauchverbote in allen Lokalen einführt, schießt man übers Ziel hinaus, weil man von einem mit normalem Verstand ausgestatteten Menschen schon verlangen können müsste, die “Gefahr” zu erkennen und dort eben nicht hinzugehen. Niemand wird gezwungen, in eine verrauchte Bar zu gehen. Bitte kommt mir jetzt nicht mit dem Argument, dass, wenn Raucher in der Gruppe sind, auch die Nichtraucher reingehen werden, weil sie immer nachgeben würden. Dafür können die rauchenden Mitbürger nichts. Da muss dann schon jeder für sich abwägen, was ihm wichtiger ist – ist ja bei vielen Dingen im Leben so. Der Staat kann ja nicht auch noch den Freundeskreis von Nichtrauchern gesetzlich regeln
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!!! | 23. May 2007 | 14:23
Lieber Kritikus,
KEIN Raucher wird gezwungen in einem Lokal zu rauchen, die Angestellten hingegen müssen dort arbeiten, genau wie auch in Büros Rauchverbote herrschen.
Es gilt ein Trunkenheitsverbot in ALLEN Autos – warum das? Warum nicht nur in einigen?
Das Argument mit dem “nicht hingehen müssen” ist ein sehr schwaches, zumal es die eigene Freiheit massiv untergräbt. Das hieße ja dann daß ich mich in ein Lokal setzen könnte, dort wild um mich schlagen, und jedem der sich darüber beschwert das er getroffen wird, teile ich mit, das er ja woanders hingehen könne um der “Gefahr zu entgehen”.
Der simple und entscheidende Unterschied ist das NR ihre Lungen nicht draussen lassen können, Raucher ihre Zigaretten hingegen schon.
Also simple Lösung:
wer sich so stark an der Rauchfreiheit in Bars stört wie du, hat die freie Wahl nach dem Rauchverbot schlicht und einfach keine Bar aufzusuchen. Das ist deine freie Entscheidung!
Und nochmal: Gaststätten sind öffentlich, nicht privat. Niemand wird gezwungen in einer Bar zu rauchen – wieso sollte ein einziger Raucher alle anwesenden seinen willen in der Bar aufzwingen? Warum nicht eine Lösung für Raucher UND Nichtraucher, wo der Raucher zu seinem Recht (rauchen) kommt, und der Nichtraucher ebenfalls (nichtraucher)? Diese Lösung ist ein simples Rauchverbot an allen Arbeitsplätzen (Büros, Flughäfen, Kneipen, Bars), wobei jeder die Freiheit hat bei Bedarf kurz vor die Tür zu gehen!
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!!! | 23. May 2007 | 17:47
Danke, Martin. Du hast es inhaltlich auf den Punkt gebracht.
Die fadenscheinigen “Argumente”, mit denen du, lieber Kritikus – und deine Beiträge sind ja abgesehen vom Raucher-Thema durchaus vernünftig und absolut brauchbar -, und viele andere Gegner des Nichtraucherschutzes in die Debatte ziehen, halten in keiner sachbezogenen Diskussion Stand.
Die Rauchverbot-Gegner sind es, die mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend laufen und die bösen Nichtraucherschützer an den Pranger stellen. Die Behandlung der Nichtraucher als gesellschaftliche Aussätzige muss endlich ein Ende haben. Der Versuch einiger Unverbesserlicher, sich als Opfer einer menschenrechtsverletzenden Nichtraucherschutz-Propaganda zu inszenieren, wird hoffentlich in letzter Konsequenz erfolglos bleiben – im Sinne der menschlichen Vernunft.
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23. May 2007 | 19:39
“Die Freiheit des Einzelnen geht nur soweit wie sie die Freiheit Anderer nicht einschränkt.” Raucher in einer Bar schränken die Freiheit der Nichtraucher (wobei gesunde Atemluft eigentlich eine Notwendigkeit ist) ein, da es ein öffentlicher Ort ist – umso schlimmer.
Ist das Lokal große genug, und der Wirt in der Lage eine sinnvolle räumliche Trennung zu schaffen (eben ein eigener, abgeschlossener Raum, der nicht erst durchquert werden muss), sieht das schon anders aus. Bedenkt man jedoch, dass die Wahlfreiheit des Personals keine echte ist – denn die Arbeitnehmer stehen heutzutage unter mehr Druck als die meisten -geber und werden es sich in diesem Fall schwer aussuchen können – ist auch diese Maßnahme zu hinterfragen. Soll man nun für solche Räume eigens einen eigenen Kellner einstellen, der dezidierter Raucher ist. “Raucher” als Einstellungskriterium wäre ja mal wirklich absurd.
Ist das Lokal zu klein oder dem Wirt ein Umbau nicht möglich, muss es mMn eine Nichtraucherkneipe werden. Die Argumentation ist so einfach wie punktuiert: Durch Rauchen werden sowohl Raucher als auch umgebende Nichtraucher kränker. Gesteigertes Risiko diverser Krebsarten, Arterienverengung etc, diese Bescheide sind dir wohl bekannt, Kritikus. Durch das Nichtrauchen, bzw. das Rauchen vor der Tür – was keine sonderlich kolossale Einschränkung ist – bleibt die Gesundheit des Nichtrauchers geschont, und der Raucher lebt nicht ungesünder als er es sonst tun würde. Wenn ihm der Weg vor die Tür nicht behagt, verringert er vielleicht sogar seine Konsumfrequenz, wovon er letztendlich profitieren würde.
Rauchen kann Genuß sein, ja. Wenn man zu einem schönen Anlass zwei-drei Mal im Jahr einen Zigarillo anzündet schreit auch der Körper nicht soo laut Alarm. Was der zwangsverregelmäßigte Konsum von billig abgepackten, schon lieblos und nach Massenprodukt aussehenden Zigaretten zum Pauschalpreis mit Genuß zu tun hat, will mir jedoch nicht klar werden. Man wird das geistige und körperliche Verlangen (Unruhesymptome, Konzentrationsverlust, etc.) temporär los. Das nennt sich bei mir Suchtbefriedigung oder Symptomsverschleppung. Doch keinesfalls Genuß.
Auch aus diesem Grund sehe ich nicht ein, warum andere für das Suchtverhalten Einzelner büßen sollen. Von Freiheit ist das soweit entfernt wie Guantanamo Bay.
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!!! | 23. May 2007 | 22:06
wenn schon das beispiel mit dem alkoholiker und dem auto immer gebracht wird sollte man sich durchaus eines zu herzen fuehren. betrunken am lenkrad wird dort viel mehr gefahren, wo leute wenig und vorallem teure alternativen ahben. in wien zb wird sich kaum jemand betrunken ans steuer setzen, weil er ohnehin taxi, ubahn oder nachtbus hat. hingegeben am land ist diese situation und die abhaengigkeit zum auto durchaus anders.
und zum rauchverbot an oeffentlichen plaetzen sollte man sich zumindest die umgebung ansehen. selbst als nichtraucher stoert es mich, dass bei uns an der uni, den rauchern saemtliche aschenbecher abmontiert wurden, seitdem wird nicht mehr im gebaeude geraucht, sondern vor der tuer und da der aschenbecher weg ist, fliegt der stummel schlichtweg auf die strasse. dort wo raucherraeume sind, ist die situation natuerlich ganz anders, da dort genuegend aschenbecher stehen und ebenso wichtig, der rauch stoert auch die nichtraucher nicht, weil der raum ja gut gemieden werden kann.
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!!! | 23. May 2007 | 23:56
Zum Vorschlag der Gaststätten Raucherlokale zu “Kennzeichnen”, um dem Gast die Wahlfreiheit zu lassen
Warum darf ich dann nicht mein eigenes (!) Auto kennzeichnen mit “Achtung, Geisterfahrer”, dann kann ja jeder der im Straßenverkehr teilnehmen will, “frei entscheiden” ob er sich dieser Gefahr aussetzen will.
Zur Wahlfreiheit:
Ich habe beobachtet das selbst wenn 90% der Gäste Nichtraucher sind, aber ein Gast rauchen will, dies der Wirt niemals ablehnt, und so die Gaststätte zum Raucherlokal wird obwohl kaum ein Gast mitrauchen oder rauchen will.
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!!! | 24. May 2007 | 07:34
Wenn sich jeder unverrückbar auf seinem Standpunkt einzementiert, hat eine Diskussion eher wenig Sinn, zumal die Argumente schon 100fach durchgekaut worden sind. Selbstredend, dass mir der Kommentar von wdr gefällt, denn genau in so einer Art könnte man die aufkeimende Gehässigkeit – um nicht Feindschaft zu sagen – zwischen Rauchern und Nichtrauchern noch etwas abfangen.
Aber egal, das Problem löst sich wahrscheinlich selber mit Open-Air Lokalen ohne lästiges Personal, auf das man Rücksicht nehmen muss – http://www.kritikus.at/2007/05/24/gastronomie-der-zukunft/
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!!! | 24. May 2007 | 08:28
hört doch mal auf immer von einer angeblichen anti-raucher-gehässigkeit zu schwadronieren. ich bin jetzt seit 22 jahren auf diesem planeten und hab noch kein einziges mal gesehen, dass ein raucher irgendwo für sein stinkendes hobby angekeift worden wäre.
ich kann nicht anders, als mich auf meinem standpunkt einzuzementieren, weil ich ihn für vernünftig halte. die argumente sind in diesem blog allesamt begründet ohne dass ich mich auf ominöse anti-nichtraucher-verschwörungen beziehen musste, was allerdings immer das letzte rückzugsgebiet der rauchenden kollegschaft ist, seit jeher mit denselben lächerlichen “argumenten” unterlegt, die allesamt hundertmal widerlegt wurden.
1. nichtraucherschutz ist nicht anti-liberal
2. rauchen hingegen hat in öffentlichen räumen einen eindeutig freiheitsbeschränkenden und gesundheitsschädigenden charakter.
3. rauchverbote sind nicht rauchERfeindlich sondern rauchfeindlich
4. das fordern solcher rauchverbote ist keine raucher-hetzkampagne sondern eine maßnahme zur herstellung gleicher möglichkeiten am öffentlichen leben teilzunehmen
5. der vergleich mit dem alkkohol ist falsch. der richtige vergleich wäre das alkoholisierte autofahren – und das ist verboten.
@wrd: ich habe selten erlebt, dass sich alle raucher dort konzentrieren, wo es aschenbecher gibt (ach was, tagtäglich seh ich leute die direkt vor aschenbechern stehe und ihren stummel trotzdem auf den boden pfeffern). gerade an der uni habe ich desaströse gegenbeispiele erlebt (erleb mal einen überfüllten hörsaal wo in der pause die türen aufgemacht werden und vom gang blaue wolken hereinströmen – das ist nicht nur unschön und unangenehm sondern führt dazu, dass gewisse menschen die vorlesung einfach nicht mehr fortsetzen können – ich meine nicht die gesundheitsfanatiker sondern solche, die echte allergien und krankheiten haben, die sich mit dem rauch nicht vertragen).
für wen das rauchen so ein wichtiges genusshobby ist, dieser genuss ja wohl ein paar meter wert sein, sich zum nächsten ausgang zu begeben. auf all diese negativen konsequenzen und die irrationale hoffnung, dass nur noch verantwortungsvolle, vernünftige und soziale menschen rauchen habe ich nämlich absolut keine lust mehr.
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24. May 2007 | 10:06
So fühlt man sich bei der Diskussion manchmal:
http://ateliergourmet.files.wordpress.com/2007/05/sz-fumo-fuori-rest.jpg
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!!! | 24. May 2007 | 12:52
@martin
Das war gut. Die Frage ist, warum die Leute auf dem Bild draußen stehen. Wie es aussieht, ist das Lokal voll und da wäre das normal. Ich würde in so einem Lokal nichts zu essen bestellen…
Aber im Ernst, die wirkliche Frage ist, ob es tatsächlich nur das Ziel sein sollte, diesen beauernswerten Zustand umzukehren, oder ob es nicht besser wäre, eine Lösung zu suchen, die beide Seiten zufrieden stellt.
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!!! | 24. May 2007 | 13:18
Warum die Leute auf dem Bild draußen stehen? Weil genauso manchmal argumentiert wurde: man soll im Restaurant das rauchen zulassen, und wer rauchfrei essen will, soll halt rausgehen! Genauso wie der Unsinn mit “rauchfreien Essenzeiten” in Lokalen von z.b. 12-14 Uhr…Als ob man in einem Lokal nicht immer essen wollen würde. Und wenn die Gäste die sich passiv verhalten raussollen, stimmt halt irgendwas nicht.
Eine Lösung die beide Seiten zufriedenstellt? Ist doch aktuell gefunden:
Rauchverbot in allen Gaststätten mit der Möglichkeit abgetrennte, unbediente Raucherräume bei genügend Nachfrage und Platz einzurichten. Dann muss niemand mitrauchen, alle Raucher können jederzeit draussen rauchen, und zusätzlich sogar noch drinnen Räume nachfragen. Wenn das kein guter Kompromiss ist, weiß ich auch nicht.
Im übrigen finde ich die Aussage vieler Raucher man solle doch jetzt nach “Kompromissen suchen” (die das rauchen drinnen zulassen) eigenartig da doch schon in den letzten 10 Jahren danach gesucht wurde, und eben kein einziges Kompromissangebot von den Rauchern angenommen wurde, weder Zonen, noch Freiwilligkeit noch irgendetwas.
Nochmal: das Rauchverbot kommt nicht wegen der Nichtraucher, sondern wegen der Raucher die Kompromisse (sich z.b. selbstständig in abgetrennte Räume zu setzen wo niemand gestört wird oder einfach kurz rauszugehen) ablehnten. Da wurde und wird gerne drinnen gequalmt, obwohl es nur 10cm bis vor die Tür sind, und wenn das selbst Angestellte (!) tun, dann zeigt das schon wie weit das Kompromiss-Angebot der Raucher geht. Man stellt sich immer extra dorthin wo sich der NR aufhält, und essen will.
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!!! | 24. May 2007 | 13:42
@Martin
Nach Einführung des Rauchverbots in Baden-Württemberg möchte ich dazu mal einen Erfahrungsbericht und eine Antwort auf den letzten Absatz abgeben.
Das Rauchen ist nun in den Gaststätten, Kneipen und Clubs verboten – tatsächlich wurde es einem um 00.01 verboten – davon kann man halten was man möchte. Resultat: Die Kneipen und Tanzflächen bleiben teils ausgestorben, die Biergärten davor sind brechend voll. Um 23.00 werden diese allerdings aufgrund der Lärmbelästigung (verständlicherweise) geschlossen, ab dieser Uhrzeit ist es zwar erlaubt, draußen zu stehen und zu rauchen, alllerdings nicht, ein Getränk in der Hand zu halten, selbst wenn man definitiv vor der Tür STEHT. Es macht unglaubliche Freude, sein Getränk drinnen stehen zu lassen um wie ein Schulkind (früher) draußen zu rauchen und dann wieder hineinzugehen, zumal, wenn man in der Gruppe ist, immer jemand raucht. Aber gut, der Spaß ist hier kein Argument, allerdings vielleicht die Art, wie so etwas durchgesetzt wird und der Raucher sich tatsächlich diskriminiert fühlt: Letzte Woche kamen in ein nicht in einem Wohngebiet gelegenen Café mit Außenbereich zwei Polizisten und kassierten von jedem Gast, der noch mit Getränk (es ging hier NICHT ums Rauchen) draußen saß oder stand, 80 Euro (mit welcher Legitimation?), von der Bedienung als Strafe für die mangelnde Autorität das Doppelte.
Ich will hier nicht zwei Sachverhalte vermischen, aber verdeutlichen, dass es selbst Rauchern schwer gemacht wird, eine Möglichkeit des Draußenrauchens zu finden, obgleich der Wille vorhanden ist. Ich verstehe auch nicht, warum hier bzgl. des Rauchens nicht zwischen Gaststätten und Bierkneipen unterschieden wird, soll heißen, es beschweren sich in meinem Freundeskreis auch schon Nichtraucher, dass sie keine Lust haben, am Feierabend sich noch die Beine in den Bauch zu stehen und deshalb gegen das Rauchverbot sind. Die Nichtwahlfreiheit der Gastronomen und Wirte schreit doch stark nach Bevormundung und ich freue mich schon auf die Umsatzeinbußen im Winter, wenn 80% der Kneipengäste (wir reden hier von Kneipe, nicht Restaurant) zuhause bleiben.
Jetzt zum letzten Absatz: Angestellte in Kneipen oder Gaststätten duften bisher nur selten bis gar nicht nach draußen gehen um zu rauchen, weil es dann sofort nach Pause schreit.
Ich als Raucher hasse es selbst, wenn jemand raucht, während ich daneben esse und ich habe es nur selten bis gar nicht erlebt, dass dies der Fall war, genauso wie ich selbst warte und dies auch schon vor dem Rauchverbot getan habe, bis der Nachbartisch fertig gegessen hat. Insofern ist ein Satz wie “Man stellt sich immer extra dorthin wo sich der NR aufhält, und essen will.” reine Polemik und mangelt jeglicher empirischer Grundlage.
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!!! | 18. August 2007 | 13:37
Ich will hier nicht zwei Sachverhalte vermischen, aber verdeutlichen, dass es selbst Rauchern schwer gemacht wird, eine Möglichkeit des Draußenrauchens zu finden, obgleich der Wille vorhanden ist.
und wo tust du das?
was du zeigst ist, dass die lärmschutzgesetze (darum gehts bei den “23.00 is ruhe” regelungen) verhindern, dass man nach dieser zeit noch mit dem bier in der hand vor die tür gehen kann. draussen rauchen darf man aber. das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass man nicht drinnen rauchen darf, sondern schlicht und einfach damit, dass der gastgarten um diese zeit zu sein muss – deshalb darf dort nichts mehr konsumiert werden, was in der gaststätte verkauft wird.
ich wüsste beim besten willen nicht, was an dieser geschichte gegen ein rauchverbot spricht?
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18. August 2007 | 15:17
Jetzt sag doch was!