Achtung, Rückendeckung!
Antizionismus blüht und gedeiht – nicht zuletzt im vorgeblich neutralen Europa. Von diesem Phänomen ist auch Österreich nicht auszunehmen. Die Selbstverständlichkeit der Verurteilung Israels wird nicht zuletzt in der vielfach äußerst antiisraelischen Berichterstattung der westlichen Medien offenbar. Aus dem aktuellen Anlass der jüngsten Wiederaufnahme der terroristischen Aktivitäten gegen Israel und den damit einhergehenden Wahrnehmungsstörungen in unseren Breitengraden habe ich einen Gastbeitrag für Lizas Welt verfasst.
Achtung, Rückendeckung!
Es ist ein offenes Geheimnis, dass der gesellschaftliche Mainstream hierzulande vielfach keine Mühen und Anstrengungen scheut, um die Realität zu verdrehen. Dass der Staat Israel seit seiner Gründung in seiner Existenz bedroht wird, ist so eine verpönte Wahrheit. Wer sie ausspricht, muss sich auf hasserfüllten Protest gefasst machen und damit rechnen, mit Totschlagargumenten traktiert zu werden, die insinuieren, die Behauptung einer existenzgefährdenden Bedrohung Israels sei schlicht eine dreiste Lüge. Antisemitische Ressentiments, verschwörungstheoretische antijüdische Klischees, antizionistische Demagogie, medialer Antiisraelismus: Der Hass gegen Israel und seine jüdischen Einwohner hat viele Gesichter, der Hintergrund aber ist stets der gleiche. Denn mag sich auch das Ressentiment gegen „die Juden“ im Laufe der Zeit auf einen Kampf gegen „den Zionismus“ konzentriert haben: Den neuen Methoden der Abneigung gegenüber allem Jüdischen liegen noch immer die alten antisemitischen Denkweisen und Verhaltensmuster zugrunde. Das bedeutet jedoch: Wer sich bereitwillig der antizionistischen Bewegung anschließt oder ihr sein Einverständnis signalisiert, muss sich selbstverständlich den Vorwurf gefallen lassen, ein Antisemit zu sein, der nichts aus der Geschichte gelernt hat. Und er sollte der Tatsache ins Auge sehen, dass er damit der mörderischen Judenfeindlichkeit im Einflussbereich des Islam sowie der gefährlichen (Re-)Organisation des Neonazismus im Allgemeinen und dem Terror der Islamisten gegen Israel sowie der Untergrabung jeglicher Bemühungen zur Bekämpfung des zerstörerischen antizionistischen Hasses des Iran im Besonderen seine Unterstützung angedeihen lässt.
Philipp Heimberger | 30. May 2007
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