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Patriotismus in Deutschland und Österreich
Nach der Hysterie im letzten Sommer rund ums deutsche Fußballnationalteam ist Fahnenschwenken wie der “In” in unserem großen Nachbarland. Mein konservativer Bloggerkollege Frederic Schneider hat deshalb die Seite “Neuer Patriotismus” gestartet und ausgerechnet mich alten Nationalskeptiker um einen Beitrag aus Österreich gebeten. Ihr findet ihn hier.
Hat dir der Eintrag gefallen? Hilf ihn zu verbreiten!Nach dem Ersten Weltkrieg glaubte niemand an dieses kleine Land an der Donau. Der großteils deutschsprachige Rest eines einmal großen Vielvölkerreichs stummelte ohne große Perspektiven vor sich hin. Die Sehnsucht nach einen Anschluss an Deutschland war allerorts spürbar. Aber bald sollten jene, die ihn erst herbeigesehnt haben (unter anderem die Sozialdemokraten), ihn verteufeln und ablehnen. Nach einer relativ kurzen Zeit eines selbsterzeugten Faschismus, kam es trotzdem dazu – Hitler annektierte ein Land, das von den Austrofaschisten bereits ganz gut Nazi-kompatibel gemacht wurde. Später sollten die österreichischen Geschichtsschreiber das Land als erstes Opfer des deutschen Aggressors verklären – die jubelnden Massen, die mordenden Pöbel, die Pogrome und die begeisterten Nazis wurden aus dem Gedächtnis gestrichen.
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