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Keine Idioten-Solidarität

Während Philipp Heimberger sich den schwedischen Karikaturisten verbunden fühlt, die den muslimischen Propheten Mohammed als Hund gezeichnet haben, erkläre ich hier ausdrücklich nicht meine Solidarität mit diesen nahrassistischen Schwachköpfen. Wer seine Freiheiten nicht verantwortungs- und sinnvoll einzusetzen weiß, missbraucht sie. Er verspielt das Recht, sich hinter ihnen verstecken zu dürfen.

Nur damit kein Hysteriker auf falsche Gedanken kommt: Die Reaktionen sind natürlich nicht zu akzeptieren.

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| 19. September 2007

5 Reaktionen bisher

    Mig sagt:

    Diesem Beitrag kann ich mich nur vollinhaltlich anschließen. Ein maximales Ausmaß an Freiheit, auch Meinungsfreiheit, erfordert auch einen sorgsamen Umgang damit. Die Meinungsfreiheit ist ein, historisch hart erkämpftes Gut, und kein Deckmantel, unter dem man sich verbergen sollte, um Provokationen, die einfach total unnötig sind, zu starten. Eine Bedrohung des Lebens der beiden Schweden ist natürlich auch nicht hinzunehmen – doch dies versteht sich, im Grund, von selbst und müsste eigentlich nicht eigens angeführt werden.

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    !!! | 20. September 2007 | 00:38
    Thomas sagt:

    Volle Zustimmung

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    !!! | 20. September 2007 | 08:11
    Christian sagt:

    wie weit man sich einem solchen solidaritätsaufruf anschliesst bzw. wieweit man einen solchen unkommentiert lässt, ist eine sache. eine andere ist es, diesen aufruf vorzuführen und den UNGEHEUERLICHEN reaktionen auf eine karikatur einen – wenn auch explizit “nur” für die “hysteriker” – nebensatz zu widmen.

    woher ist dir bekannt, dass es sich bei Lars Vilks sowie bei dem chefredakteur des schwedischen blattes um “idioten” handelt? dazu reicht eine – wie auch immer zu bewertende – karikatur (also eine “komisch überzeichnete Darstellung von Menschen oder gesellschaftlichen Zuständen”, lt. wikip.) aus, dies zu bestimmen?

    “nahrassistisch” – welch interessante wortschöpfung? ich kann die zeichnung, also die darstellung des religionstifters als hund nicht als “rassistisch” erkennen. maximal eine solche rezeption der zeichnung könnte ich mir – weit hergeholt – als “rassismus” vorstellen, die ja dann den gläubigen (einer bestimmten religion) die “mitgliedschaft” einer bestimmten “rasse” unterstellen würde. (ich darf deutlich darauf hinweisen, dass ich dir dies natürlich NICHT vorwerfe; ich will damit nur auf deinen – mMn – denkfehler hinweisen.)

    jedenfalls kann jeder auf eine eventuelle geschmacklosigkeit dieser (wie jeder anderen) zeichnung hinweisen! selbstverständlich. gegen einen “kombinierten” hinweis wie hier, der automatisch eine “relativierung” dieser verachtenswerten, menschenunwürdigen, aller aufklärung entgegensprechenden und nur deutliche, allerdeutliche ablehnung verdienenden mordaufrufe darstellt, darf ich meinen allergrössten und von mir aus gerne hysterischen protest einlegen!

    von einer bande von verbrecherischen, unsere freie gesellschaft ablehnenden und damit bedrohenden terroristen wurden 100.000 dollar kopfgeld für den mord an einem europäischen künstler ausgesetzt! sollte er “geschlachtet werden wie ein schaf” erhöht sich das kopfgeld um 50.000 dollar auf 150.000 dollar.

    wer sind die idioten?

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    !!! | 22. September 2007 | 21:34
    Tom Schaffer sagt:

    bla bla bla.

    das ist schnell erklärt: dass ich gewalt(aufrufe) und religiösen extremismus ablehne ist vollkommen klar und lässt sich an allem erkennen, was ich je geschrieben habe.

    dass auch die meinungsfreiheit kein freibrief zur idiotie ist (und auch warum ich diese männer so nenne, muss ich nicht weiter ausführen – es steht ausreichend hier), ist allerdings ein aktuelles thema und wurde so hier noch nicht besprochen

    da einzige wobei ich dir und deiner überdrehten empörung in bezug auf meinen artikel recht gebe ist, dass “nahrassistisch” das falsche wort ist und schlampig verwendet wurde. es handelt sich hier um ein phänomen das nah am rassismus dran ist: fremdenfeindlichkeit. argumentation? die beiden “künstler” malträtieren einen glauben, der ihnen offensichtlich fremd ist.

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    22. September 2007 | 22:18
    Georg sagt:

    Dazu kommen regionale Unterschiede: In südlicheren bis arabischen Gefilden ist der Stellenwert (und leider oft auch der Umgang) von vielen Tieren ein anderer, und soweit mir das bekannt ist gilt der Vergleich mit einem Hund oder die Bezeichnugn einer Person als solchen als schwere Beleidigung. Nachdem der Glauben dort ohnehin ernster bzw. strenger genommen wird als bei uns, ist die Kombination einer wesentlichen Figur der Religion Islam in Kombination mit einem Hund extra pikant.

    Das rechtfertigt natürlich keine Morddrohungen, aber sowas zu veröffentlichen (wo ohnehin seit dem letzten Karikaturenstreit reichlich bekannt ist, wie man mancherorts reagiert) und nach den vorhersagbaren Reaktionen hinter der Meinungsfreiheit in Deckung gehen… na ich weiss nicht. Es gibt zwei Möglichkeiten: Vilks und Co. wussten nicht, was sie da für brisante Bilder veröffentlichten, dann sind sie tatsächlich ahnungslos und haben auf diesem Planeten scheinbar nur den Zweitwohnsitz, und auch das fällt in dem Kontext unter Idiotie. Oder sie wussten durchaus was sie taten und wollen entweder bewusst einen Konflikt schüren oder haben ernsthaft erwartet, dass es diesmal anders ausgeht. Ja, auch dann war es idiotisch.

    Den normalen Moslem werden diese Karikaturen in seinem Glaubensgefühl sicher kränken, und im schlimmsten Fall schreibt er einen Leserbrief oder geht bei einer “gemäßigten” Demo mit. Andernorts, wo die Tendenzen ins Extremistische gehn brennen dann halt Fahnen und Plakate, Leute schreien nach Mord und Totschlag und die selbsternannten Dschihadführer freuen sich über die Steilvorlage.

    Natürlich sind Islamkarikaturen erlaubt, aber irgendwo gibt es halt eine Grenze zwischen einer kritisierenden Karikatur und einer Beleidigung religiöser Gefühle, und die wurde hier überschritten (nochmals: auch der gemäßigte Moslem nimmt seine Religion ernster als der “Durchschnittschrist”). Ich weiß selbstverständlich, dass sehr schlimme Jesus/Kirchen/whatever-Karikaturen existieren und deswegen niemand öffentlich zur Exekution ihrer Erschaffer aufruft. Wir sollten froh sein, dass es im Christentum derzeit keine Gruppierungen gibt die extrem UND gewaöttätig sind.

    Mein Fazit: Meinungsfreiheit JA, aber nicht so. Dass ist metaphorisch und auf die Extremisten bezogen so, wie die Autos von Rapid Ultras mit violetten Austria-Emblemen zu besprayen und sich dann zu wundern, dass die einem dann an den Kragen wollen.

    Man sollte sich mMn weder mit den Verantwortlichen hinter den Karikaturen solidarisieren, noch mit jenen die selbige über den Jordan schicken wollen Eher sollte man sich fragen, warum jemand so eine dämliche Aktion reisst, und wie man dazu beitragen kann, dass das Problem Islamismus langfristig gelöst wird. Mohammed in Hundeform war ausgesprochen kontraproduktiv.

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    !!! | 23. September 2007 | 03:09

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