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Verdammt, seid neidisch!

Im Zuge des Falles “Zumwinkel” und der dazugehörigen Steueraffäre geschieht etwas ganz seltsam. Es kommt ein moralischer Zeigefinger hoch. Nicht der gegen die Steuerhinterzieher. Der darf niemanden wundern. Es wird immer wieder von einigen ganz besonders “Besonnen” gesagt: “Seid doch nicht so neidisch auf die Größtverdiener”.

Es ist ja nun schon etwas komisch, dass dieses Argument nun ausgerechnet im Zuge eines Skandals kommt, in dem europaweit hunderte dieser Größtverdiener auffliegen, die Millionen Euro an Steuergeldern hinterzogen haben. (Und es werden schon noch ein paar mehr in ihren Penthäusern lauern und darauf hoffen, nicht erwischt zu werden mit ihren Millionenbetrügen. Das unterstelle ich jetzt mal ganz frech.) Aber nicht nur der Zeitpunkt um dieses Argument hochzubringen ist seltsam. Irgendwas stimmt doch damit ganz allgemein nicht, oder kommt das nur mir so vor?

Wenn ich von Größtverdienern spreche, das sollte ich vielleicht vorausschicken, dann geht es hier um Menschen, die eine Million aufwärts pro Jahr einstreifen. Und es geht mir hier nicht um die Unternehmer, die ihre Firma mit eigenem Risiko hochgezogen haben und dabei reich geworden sind. Es geht eigentlich um Top-Manager. Eigentlich könnte man auch “eine Elite gut gebildeter, alter, weißer Männer” sagen, aber Top-Manager ist kürzer und in Wahrheit stellt sich eh jeder das Richtige darunter vor. Unser zu bekämpfendes Statement lautet also: “Seid doch nicht so neidisch auf die Top-Manager”.

Lassen wir die da die Schlechten weg (von denen es viele gibt). Reden wir nicht über die asozialen Steuerhinterzieher (von denen es auch zu viele gibt). Sprechen wir über Top-Manager, die in Großunternehmen jährlich mehr als eine Million verdienen. Menschen die ihren Firmen Millionengewinne bringen. Weil sie so unheimlich gut sind. Weil sie so innovative Ideen haben. Also richtig erfolgreiche, gute Leute, die die Gewinne auch nicht darüber einfahren, dass sie einfach mal ein paar tausend Stellen kürzen, sondern darüber, dass sie das Unternehmen besser machen.

Sprechen wir also über ein ganz seltenes Exemplar.

Sagen wir, dieser sympathische, clevere, erfolgreiche, hart arbeitende, ehrliche Mensch verdient drei Millionen Euro im Jahr (damit sprechen wir vermutlich über gar niemanden mehr, denn solche Leute verdienen ein vielfaches davon). Diese Person trickst auch nicht herum, und zahlt brav ihre Steuern. Und er ist außerdem weltoffen und freundlich und spendet viel. In diesem ganz speziellen Fall hätte ich gefühlsmäßig eigentlich gar nichts dagegen, weil das wahrscheinlich ein bewundernswerter Mensch wäre. Aber ich frage mich: Wäre dieses Gefühl falsch?

Denn breiten wir aus, was es bedeutet, drei Millionen Euro im Jahr zu verdienen. Diese vorgestellte, perfekte Person könnte 365 Tage im Jahr arbeiten. Im Schnitt 10 Stunden am Tag. Sie nimmt nie Urlaub, hat keinen freien Tag. Wisst ihr, was das für ein Stundenlohn wäre? 822€.

Dieser Mensch würde in einer Stunde so viel verdienen, dass er davon ein Monat über der Armutsgrenze liegen würde.
An nur einem Arbeitstag würde er so viel verdienen, dass er davon zehn Monate über der Armutsgrenze leben könnte.
An zwei Tagen würde er mehr Geld verdienen, als der mittlere Deutsche an Sparvermögen besitzt.
An drei Tagen würde er in etwa das Jahresgehalt eines Mittelschichtlers erreicht haben.
Und im gesamten Jahr würde er mehr verdienen, als meine Familie in 50 Jahren ausgeben könnte.

Diese Zahlen sind Wahnwitz. Sie ergeben keinen Sinn.
Niemand verdient das. Egal was er mit dem Geld auch macht.
Niemand.
Und die einzige Person, der man es wenigstens gönnen könnte, gibt es nicht wirklich.

Also bitte hört mit dem Blödsinn auf, dass die Leute nicht neidisch auf die Top-Manager sein sollen.
Sie müssen es sein.

Ich nehme niemandem übel, dass er sich nicht wehrt, solche Gehälter zu verdienen. Aber solche Menschen sollten wenigstens wissen, dass sie das nicht nicht verdienen. Und wenn ich dann die Klage vom Chef der deutschen Bank lese, dass er und seine Kollegen von der Gesellschaft nicht gewürdigt werden für ihre Leistung, dann verspühre ich Lust, diesem Mann seine 10 Millionen Euro Jahresgehalt in den Arsch zu blasen. Und ich schäme mich ehrlich gesagt nicht für dieses Gefühl.

Ich bin aber gar nicht neidisch. Mir geht es dafür selbst zu gut.

Ich bin wütend.

*Dampf ablass*

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| 4. March 2008

10 Reaktionen bisher

    Mig sagt:

    Auf den Punkt gebracht … die Relationen zwischen wirklicher, also echter Leistung und Verdienst sind einfacher völlig aus dem Ruder … und natürlich muss, dass sollte man nicht vergessen, dieses “zuviel” an Verdienst, welches nicht durch Leistung gedeckt ist, von irgendwoher kommen, da die Kohle bekanntlich nicht auf Bäumen wächst oder vom Goldesel kommt … woher kommt sie dann wohl wirklich?

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    !!! | 4. March 2008 | 18:14
    Andreas Lindinger (LAN) sagt:

    1.) “eine Elite gut gebildeter, alter, weißer Männer” – Naja, das ist zwar aufgrund demographischer Faktoren und einer sich leider nur langsam entwickelnden Erhöhung der Frauenquote in den Top-Management-Etagen oftmals der Fall, aber es gibt auch Ausnahmen. Dass sich dies nicht innerhalb weniger Jahre ändern wird, ist klar, aber in 5-10 Jahren wird daran hoffentlich nicht mehr soviel dran sein.

    2.) Über Stundenlöhne zu rechnen ist bei solchen Positionen nicht angemessen, zum einen weil die von dir erwähnten 10 Stunden Arbeit pro Tag oftmals übertroffen werden (inkl. Wochenenden) und zum anderen weil das idR im Gegensatz zu einem “Normaljob” keine Arbeit ist, deren Output eine mehr oder weniger regelmäßige Arbeit über eine bestimmten Zeitspanne ist.

    3.) “Und im gesamten Jahr würde er mehr verdienen, als meine Familie in 50 Jahren ausgeben könnte.” Auch der Vergleich hinkt. IdR gibt es genug Angebote und Produkte, dass diese Personen auch dementsprechend höhere Ausgaben als eine “Normalperson/Normalfamilie” haben. Zum Teil ist dies mehr oder weniger auch durch Faktoren wie Zeitnot, Arbeitsbedingungen, etc. automatisch bedingt.

    4.) Du darfst das Geld nicht nur als Kompensation für eine zeitmäßige Arbeitsleistung sehen, sondern auch als Kompensation für weniger Urlaub, weniger Freizeit, Kompromisse in wichtigen Bereichen wie Familie und Freunde, höhere Verantwortung, jederzeitige Erreichbarkeit, erhöhte Mobilität, permanente Stresssituationen, etc., was sich natürlich nur schwer quantifizieren lässt. Die Relationen nähern sich dann sicher an, wenngleich in den Extremfällen sie sicherlich immer noch unfair ausfallen und es genügend weniger lukrative Arbeitsbereiche gibt, die ebenfalls sehr viel Verantwortung, Stress, etc. abverlangen.

    5.) Daraus folgt, dass ich beispielsweise auch sagen kann, dass es für mich richtig ist, auf solche Menschen NICHT neidisch zu sein. Neid ist dies sicherlich nicht, da ich weiß, dass für mich diese Geldsummen die Abstriche bei Freizeit, Familie, Freunde, etc. NICHT kompensieren könnten. Bei mir kommt nur ein Gefühl des Ärgers auf, wenn ich sehe, dass Personen diese Summen nicht aufgrund von Leistung, Qualifikation, etc. sondern wegen/mit Postenschacher, Rechtsbruch, etc. bekommen oder eben Aussagen tätigen wie jene von dir zitierte von Ackermann.

    6.) Soviel zum Allgemeinen. Dass die grundlegenden Entwicklungen, insbesondere die steigende Verarmung der Bevölkerung bei gleichzeitiger Ausweitung der Einkommensschere, sehr schlecht sind, liegt auf der Hand. Darum: LAN 2020.

    Lg Andi

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    !!! | 4. March 2008 | 20:45
    Tom Schaffer sagt:

    1. es ist seit langer zeit und noch auf recht lange sicht realität

    2. die 10 stunden schnitt auf 365 tage gerechnet werden relativ sicher nicht übertroffen. außerdem kenn ich leute die 4000€ im monat verdienen und auch täglich 14 stunden arbeiten. das steht in keiner relation. es geht einfach darum zu zeigen, was so ein mensch in der stunde verdient und wie völlig surreal das ist. wüsste nicht, warum man das jetzt unbedingt zu was anderen machen müsste, als es jeder führungsjob ist …

    3. mehr luxus zu haben ist keine begründung um mehr zu verdienen. zumal die ja auch ruhig mehr verdienen sollen, aber eben nicht so viel.

    4. auch dafür: sollen sie mehr verdienen. ein stundenlohn von 800 bis mehreren 1000 euro ist dadurch aber nicht zu rechtfertigen. die relationen nähern sich da an, aber halt so wie man sich annähert wenn man zwei schritte macht und kilometerweit auseinandersteht.

    5. ich seh dieses “abzüge bei xyz im richtigen leben” ehrlich gesagt nicht als gültiges argument. so ein mensch kann ja dann, wenn er möchte, auch mit 50 in pension gehen und sein restliches leben mit seiner frau und freunden jeden tag in einer anderen weltstadt frühstücken (und das kann er auch noch, wenn er ein viertel vom jetztigen stand verdient). klar, wenn diese menschen arbeiten bis sie mit 70 ins grab fallen, geht das nicht,
    aber dann muss man sagen, dass das abstrich-argument erst recht nicht gilt, weil diese menschen offensichtlich auf all das gar keinen wert gelegt haben in ihrem leben. warum es also kompensieren?

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    4. March 2008 | 20:57
    Andreas Lindinger (LAN) sagt:

    ad 2.) ja, aber die machen das oftmals in der hoffnung, später . so ist leider das system, dass sich immer genug yuppies finden, die für die mögliche zukünftige karriere oftmals einstiegsjobs zu einem vergleichsweisen “hungerlohn” annehmen, um es überspitzt zu formulieren.

    ad 3.) hier gehts nicht nur um luxus, luxus ist ja außerdem nicht nur materiell besetzt. einfacher vergleich: jemand, der in der stadt arbeitet, verdient idR mehr als jemand am land. dafür sind auch die kosten höher, mehr “luxus” hat er deswegen noch lange nicht. und wenn ich 14 stunden am tag arbeite, suche ich mir auch nicht unbedingt eine billige wohnung am stadtrand oder in einem günstigen viertel sondern eine im zentrum in arbeitsnähe, was idR teurer ist, aber zeitliche vorteile bringt.

    ad 4.) wie gesagt, genau das habe ich geschrieben.

    ad 5.) (1) sorry, aber auf das leben mit 50+ kannst scheißen. jetzt ist man jung und kann das leben genießen, zumindest sind die physischen voraussetzungen jetzt sicherlich um ein vielfaches besser als in 30 jahren. und wennst richtige frau und freunde vll erst mit 40-50 jahre findest/gewinnst, hast du viel versäumt im leben, behaupte ich mal. da bringt es einem auch nix jeden tag in einer anderen weltstadt zu frühstücken.

    ad 5.) (2) “aber dann muss man sagen, dass das abstrich-argument erst recht nicht gilt, weil diese menschen offensichtlich auf all das gar keinen wert gelegt haben in ihrem leben. warum es also kompensieren?” sehr interessanter gedankengang. ich denke es ist oftmals eine mischung aus bewusst-verzichten und gezwungenermaßen-verzichten. die hohen gehälter entwickeln für diese leute dann eben den anreiz, dass sie sich damit abfinden und materiellen erfolg suchen, der für sie leichter zu finden ist, da er viel mehr nur von ihnen selbst und keinen anderen personen abhängt. aber verallgemeinern lässt sich auch hier mMn schwer.

    p.s.: ich will hier aber gar niemanden verteidigen, da ich die entwicklungen selbst mehr als kritisch sehe. nur halte ich die argumentation in deinem artikel nicht unbedingt für zielführend.

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    !!! | 4. March 2008 | 21:12
    Tom Schaffer sagt:

    2. wenn du die 4000 verdoppelst hast du ein gerechtes gehalt – und des tageslohn unseres fiktiven beispiels… das hat nichts mit einstiegsgehalt und yuppies zu tun. das ist schlichtweg eine frechheit.

    3. du sprichst hier von lebenserhaltungskosten die sich im bereich von ein paar hundert euro im monat bewegen und verteidigst damit einkommensunterschied von ein paar hundert euro in der stunde. ein guter job soll ruhig gute lebensumstände ermöglichen. da soll die wohnung in der innenstadt ruhig drin sein, und der urlaub auf den malediven auch. aber was nicht mehr akzeptabel ist, ist dass leute sich jedes jahr irgendwo ein neues strandhaus leisten können. das ist nämlich absolut nicht notwendig und darauf hat imo niemand ein recht.

    5. wann man leben will, das muss man sich halt vorher überlegen. tschuldige aber ein bauarbeiter verdient auch keine millionen, nur weil der halt mit 55 dann vielleicht ein krüppel ist. niemand zwingt irgendjemanden dazu, in führungspositionen von großkonzernen zu wechseln.
    anderes beispiel: spitzenpolitiker haben auch nicht mehr privatleben als top-manager, verdienen aber vielleicht 10% von denen… und sie verdienen genug.

    mir is das egal, wenn da leute viel verdienen, darum gehts überhaupt nicht. aber es gibt meiner meinung nach eine grenze, die einfach nicht mehr zu rechtfertigen ist. alles was über eine million euro im jahr beträgt gehört da definitiv dazu.

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    4. March 2008 | 23:08
    Andreas Lindinger (LAN) sagt:

    Du kannst dir anhand der von mir vertretenen Werte (siehe bspw http://www.youtube.com/watch?v=QagRjDAikPQ) sicher sein, dass ich als Bundeskanzler alles versuchen würde, diesen Entwicklungen entgegenzusteuern, jedoch darf die Komplexität dieses Themas insbesondere was mögliche, durchführbare Lösungsansätze betrifft nicht übersehen werden. Das Hauptproblem ist, dass eine unüberlegte Hau-Ruck-Aktion das ökonomische und soziale Gleichgewicht weiter aus den Fugen bringen könnte, weshalb meiner Meinung nach kontinuierliche, kleinere, gezielte Schritte notwendig sind – sowohl konkrete politische Taten als auch regelmäßige Hinweise auf die Bedeutung der sozialen Werte, die wir alle vertreten, um ein größeres, konstruktives öffentliches und mediales Bewusstsein für die Tragweite dieser Problematik zu schaffen.

    Es ist jedoch klar, dass dieses Umdenken samt dazugehöriger Taten lieber heute als morgen beginnen und Teil eines größeren Wandels in Punkto zukunftsfähiger, sozialer und gerechter Politik sein muss, die von möglichst allen Bereichen des Lebens – der Gesellschaft, der Wirtschaft, der Politik, den Medien, usw. – gemeinsam getragen werden muss. Es ist Zeit für den Wandel – für eine zeitgemäße, konstruktive Politik!

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    !!! | 5. March 2008 | 00:06
    Tom Schaffer sagt:

    :D
    ich werde mich einer lindinger-kandidatur entgegen werfen ^^

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    5. March 2008 | 01:07
    pezi sagt:

    irrsinn… im doppelten sinne: solche gehälter sind mmn keineswegs gerechtfertigt, wenn es da rein um die bereicherung des top-managements geht (und das vielleicht noch ohne besonders großartige leistung zu verrichten) und die “ausführenden organe” sowie das mittlere management (wenn auch eher selten) um eine halbwegs angemessene lebensqualität kämpfen müssen. bei enstprechender arbeitsintensität und auch -leistung bin ich durchaus von mehr als überdurchschnittlichen gehältern überzeugt. auch in bezug auf das abstrich-argument – vor allem weil in so manchen sparten (bspw. im gewerkschaftsbereich) das streben nach “sozialer gerechtigkeit” oftmals unfreiwillig so intensiv einspannt. wer nach persönlichem profit/machtgeilheit und führung strebt, rein um eigeninteressen durchzusetzen sollte nicht gleichgesetzt werden mit jemandem, der versucht, dinge vorrangig zugunsten dritter voranzutreiben.

    irrsinnig ist für mich aber auch allein der betriebswirtschaftliche hintergrund – leistung ergibt sich zu einem gutteil aus der zufriedenheit/motivation der mitarbeiter, werte, die bei solch einem führungsstil und -verhalten zusehends vernichtet werden. das kann nicht gut sein fürs organisationsklima.

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    !!! | 5. March 2008 | 11:02
    Christian Klepej sagt:

    das dilemma ob kaum nachvollziehbarer gehälter (gewinne …) einzelner manager werden wir so schnell nicht lösen. (natürlich sind den im posting angedeuteten realitäten – stundenlohn / wochenlohn / 50 jahre etc. – einiges abzugewinnen bzw. stellen diese die (auch) verquere situation gut dar.)

    eines aber darf nicht unwidersprochen bleiben: »sorry, aber auf das leben mit 50+ kannst scheißen.« das ist natürlich, eigentlich bräucht ichs nicht niederschreiben, hab aber grade die zeit, großer schwachsinn. ganz großer schwachsinn. und wenn es richtig ist, dass die tatsache mit fünfzig erst die richtigen freunde gefunden zu haben, indiz für einige versäumnisse sein kann, ist es genau so richtig, dass die freunde der späteren jahre um nichts weniger wichtig sein müssen. vielleicht sogar hat man als mitzwanziger, der auf seine jahre nach den ersten fünzig scheisst, wesentlicheres versäumt. ; )

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    !!! | 5. March 2008 | 13:44
    Andreas Lindinger (LAN) sagt:

    naja, das war sicherlich überspitzt formuliert. aber es gibt halt gewisse körperlich bedingte faktoren, die man in der ersten lebenshälfte besser ausgeprägt sind, zum einen der idR bessere gesundheitszustand und zum anderen die fähigkeit eine familie samt nachwuchs zu gründen. das sind sachen, die man in einem karrierewahn schnell übersehen kann und für die es teilweise irgendwann zu spät ist.

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    !!! | 5. March 2008 | 15:14

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