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Handyverbote in Öffentlichen Verkehrsmitteln: Jemand zuhause?

Telefonieren (Credit: Travel Aficionado)
Rauch aus dem öffentlichen Raum zu verbannen scheint in Österreich eine Unmöglichkeit zu sein. Seit Jahren sträubt sich die hiesige Politik – allen voran die ÖVP – dagegen, das öffentliche Rauchen konsequent zu verbieten. Meine Meinung dazu ist bekannt. Dass der Zigarettenrauch mich stört ist eine Sache, rechtfertigt aber kein Totalverbot. Dass Marlboro & Co. giftig bis tödlich sind, hingegen schon. Bei Tod und Krankheit endet einfach mal die Toleranz gegenüber der Sucht. Österreich aber ist zu einem guten Teil ein Land skurriler Wahnsinniger.

Nicht anders ist zu erklären, dass ausgerechnet aus der Rauchverbots-scheuen ÖVP (genauer gesagt von Bürgermeister Siegfried Nagl) jetzt ein Vorstoß kommt, ein Telefonierverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln in Graz durchzusetzen (übrigens gibt es das auch in Linz).

[ad#ad-1]Rekonstruieren wir:
-Störender, giftiger Rauch in geschlossenen Räumen ist in Ordnung und darf auf keinen Fall verbannt werden. Halb Österreich vermutet den Untergang des Abendlandes und jeglicher Kultur.
- Das unangenehme Telefonverhalten einiger besonders exibitionistischer Zeitgenossen in öffentlichen Verkehrsmitteln hingegen rechtfertigt aber gleich ein Totalverbot?

Allein dass führende politische Personen in diesem Land so etwas laut sagen dürfen, ohne mit dem nassen Fetzen aus der Stadt gejagt zu werden, ist unglaublich. Es gibt allerdings zwei Aspekte, die das ganze Vorhaben noch zwei, drei Ecken schlimmer machen. Zum Einen ist es die Haltung der Grünen Vizebürgermeisterin Rücker. Sie kann sich ein solches Verbot schon vorstellen, das sei “sinnig”. Das Zweite ist diese Umfrage bei derStandard.at: Etwa 37% der bisherigen Poll-Teilnehmer sind für ein solches Verbot. Das ist natürlich nicht repräsentativ, aber ein bisserl hat man da schon das Gefühl, dass da Hopfen und Malz bei einigen verloren gegangen ist.

Ich will jetzt nicht abstreiten, dass es störende Telefonierer gibt. Bin ich auch davon genervt, wenn neben mir jemand in sein Telefon brüllt? Natürlich. Es gibt allerdings noch deutlich mehr, die nicht laut schreiend telefonieren, sondern sich ganz normal unterhalten. Ich bin allerdings auch davon genervt wenn neben mir alte Männer ihren politischen Unsinn debattieren oder Klatschweiber sich über irgendeinen Mist unterhalten. Und Kinder können auch ganz laut sein. Was kommt als nächstes, wenn man dieser Argumentation folgt? Sprechverbote? Einen Unterschied könnte ich nicht erkennen.

Fotocredit: Travel Aficionado

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| 10. April 2008

17 Reaktionen bisher

    suit sagt:

    wenn telefonierten hoch versteuert wäre und das rauchen nicht, wär das rauchen schnell verboten :p

    wenn kinder dem staat kein geld brächten (auf lange sicht gesehen) würd man diese sicher auch verbieten, weil die gschroppen eh nur geld kosten, laut san und an ganzen tag in die windeln scheissen

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    !!! | 10. April 2008 | 16:26
    Pontifex Maximus sagt:

    ÖVP is nun mal ne alte Leute Partei.

    Alte Leute haben wohl öfter ne Zigarette als n Handy^^

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    !!! | 10. April 2008 | 18:04
    kritikus sagt:

    Genau davon schreibe ich schon eine ganze Zeit lang. Ihr werdet euch noch wundern, was den Zwangsbeglückern noch für Verbote einfallen werden. Das mit dem Rauchen war nur der Anfang…

    Ich weiß, beim Rauchthema sind wir sehr unterschiedlicher Meinung. Dennoch ist die Problematik die gleiche. Zigarettenrauch und Handytelefonieren sind beide für andere lästig und setzen beide schädliche Emissionen frei (wobei ich glaube, dass Dich ein Handytelefonierer im geschlossenen Raum – etwa Zugabteil – mehr schädigt, als ein Zigarettenraucher). Ich halte beides für “normale Gefahren” des täglichen Lebens, die keiner Totalverbote bedürfen würden (freie Zonen sind natürlich auch für mich ok) – andere sehen das halt anders – That´s Life :)

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    !!! | 10. April 2008 | 19:22
    pezi sagt:

    “wobei ich glaube, dass Dich ein Handytelefonierer im geschlossenen Raum – etwa Zugabteil – mehr schädigt, als ein Zigarettenraucher”

    ein wenig sehr spekulativ wie ich meine…. und der vergleich hinkt: das schädigungspotenzial einer zigarette ist inzwischen auch klar belegt, wogegen die negativen ausmaße der handy-strahlung weiterhin ungewiss sind – wobei sich aktuelle diskussionen soweit ich das mitbekommen hab auch eher auf die potenziellen gefahren des handys in direkter nähe zum benutzer beziehen. ich fühl mich mit sicherheit mieser wenn ich zwei stunden in einem vollgerauchtem zugabteil verbracht hab als mit einem vieltelefonierer als sitznachbarn.

    die diskussion um öffentliches rauchverbot find ich überaus relevant, die aktuelle handy-debatte jedoch mehr als nur entbehrlich.

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    !!! | 10. April 2008 | 21:05
    maschi sagt:

    Ja bitte, jagt sie doch endlich mit dem nassen Fetzen aus der Stadt… ein Aufatmen würde durch die Lande gehen.

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    !!! | 10. April 2008 | 21:34
    Tom Schaffer sagt:

    Ich weiß, beim Rauchthema sind wir sehr unterschiedlicher Meinung. Dennoch ist die Problematik die gleiche. Zigarettenrauch und Handytelefonieren sind beide für andere lästig und setzen beide schädliche Emissionen frei (wobei ich glaube, dass Dich ein Handytelefonierer im geschlossenen Raum – etwa Zugabteil – mehr schädigt, als ein Zigarettenraucher).

    stimmt. das eine nervt vielleicht, das ander ist vielleicht tödlich. völlig dasselbe ^^

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    11. April 2008 | 03:28
    kritikus sagt:

    @pezi
    Natürlich ist es (noch?) spekulativ. Aber ist etwas, das wir nicht kennen, automatisch nicht vorhanden? Warner gibt´s genug, aber du hast schon Recht – welchen Wissenschaftlern kann man heute noch trauen… :)

    @Tom
    Wenn man sich einmal festgelegt hat, ist eine Korrektur nicht mehr so einfach (ich weiß das ;) ). Aber bist du dir wirklich sicher, dass mit deinem Handy/Datenkarte/Schnurlostelefon niemand geschädigt wird?

    Tip (auf´s Geratewohl ausgewählt, es gibt unzählige andere): http://science.orf.at/science/news/53948

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    !!! | 11. April 2008 | 08:58
    Tom Schaffer sagt:

    es wird mir aber nicht das handy verboten, sondern das telefonieren. es geht hier rein darum, dass irgendwelchen alten leuten der vermeintlich unerträgliche lärm eines sprechenden menschen nicht passt.

    im übrigen ist der versuch peinlich, zigarrettenrauch mit handys gleichzusetzen.

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    11. April 2008 | 13:22
    kritikus sagt:

    Ich will Zigarettenrauch gar nicht mit Handys gleichsetzen – es ginge ja so gar nicht. Man müsste entweder Zigaretten mit Handys gleichsetzen oder den Rauch mit dem Elektrosmog. Aber auch das will ich nicht, weil ich die Absonderungen eines Handys (Datenkarte/Schnurlostelefon) im Betrieb für ungleich hinterlistiger ansehe. Den Rauch sieht man nämlich und man kann ihm ausweichen… ;)

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    !!! | 11. April 2008 | 17:23
    Georg sagt:

    “Den Rauch sieht man nämlich und man kann ihm ausweichen… ”

    ja. durch Verlassen des Raumes. Was für eine tolle Alternative. “Beugt euch doch der Sucht, hurrah!”

    du machst dir nicht einmal mehr die Mühe um Argumentationslinien nachzuverfolgen. Was man fürs Handyverbot ins Rennen schickt sind die störenden Gespräche, nicht der (sicher nicht ganz ungefährliche) E-Smog. Das ist was anderes als in der Rauchdiskussion Sachen wie “man stinkt nach dem Lokalbesuch wie ein Nikotinjunkie. Der Rauch ist ekelhaft und setzt sich überall ab” etc. nebenher anführt aber hauptsächlich den gesundheitlichen Aspekt vorrangig behandelt. Aber Hauptsache du kannst deinen wirren Verschwörungstheorien und dem Ruf nach Pseudofreiheiten (Sucht und Freiheit, haha) nachhängen und alles mögliche auf einmal dem Zigarretenrauch gleichstellen, in der Hoffnung ihn über den Vergleich weniger schlimm zu reden. Was ist das für ein Versteckspiel? “Ich verstecke mich vor den gewichtigen Argumenten, weil ich Angst davor habe eine versteifte Position zu verlassen.”?

    Ganz geil ist ja, dass du Nagl (als VPler) direkt unterstellst, er ist sicher auch für ein Rauchverbot weil er für ein Handyverbot ist. Das ist fast noch paradoxer als die VP-Positionen generell schon teilweise sind.

    Tut das nicht weh, sich dauernd hin und her zu winden, sinnlose Vergleiche anzustellen und überall Verschwörung zu wittern um das eigentliche Problem zu negieren? Wenn dir das Thema schon so wichtig ist wie du sagst, dann behandle es verdammt noch mal seriös. Und das heisst nicht, dass du mir oder irgendwem in seiner Position 100% Recht geben musst. Oder gibt es für deinen Standpunkt keine Argumente mehr, dass du ständig auf was anderes verweisen und obstruse Umkrempelungstheorien produzieren musst?

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    !!! | 11. April 2008 | 17:52
    kritikus sagt:

    @Georg
    Ich kann das leider nicht alles beantworten, denn ich will Tom seinen Blog nicht zumüllen und außerdem haben wir die Argumente schon mehrmals ausgetauscht.

    Wie Du allerdings darauf kommst, dass ich den grazer Bürgermeister unterstellt hätte, für das Rauchverbot zu sein, ist mir schleierhaft. Ich habe ihn als missionarischen Zwangsgesunder bezeichnet, weil er das Handyverbot mit Gesundheit (Lärmschutz) begründet hat und außerdem die Menschen vor sich selber schützen will. Vom Rauchverbot war keine Rede… ;)

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    !!! | 11. April 2008 | 18:50
    gimli999 sagt:

    Die Diskussionen über Telefonieren und Rauchen treffen sich IMO in dem Punkt, daß beide von einigen Leuten als Belästigung wahrgenommen werden und von wenigen als echte Gesundheitsgefährdung.

    In beiden Diskussionen wird nach kurzer Zeit dann nur mehr über die tatsächliche, kaum nachweisbare Gesundheitsgefährdung gesprochen und damit – seien wir ehrlich – abgeschwächt.

    Aber geht es nicht in beiden Fällen mehr um die Belästigung? Haben wir im Namen der Liberalität wirklich gar kein Recht darauf nicht BELÄSTIGT zu werden?

    Es fehlt einigen Leuten einfach am Fingerspitzengefühl, zu erkennen, wann sie beginnen Andere zu belästigen. Und nachdem wir in unserer Gesellschaft offenbar keine adequate Möglichkeit haben ein “Du darfst aber du sollst nicht” auszudrücken wird dann halt von den Belästigten für ein Verbot plädoyiert.

    Ist ein Verbot eine gute Lösung – nein. Habe ich Verständnis für die Gequälten – Definitiv. Weil wenn die, die sich nichts zuschuldekommen lassen, außer das sie sich belästigt fühlen entweder von sämtlichen Lokalen oder von den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgeschlossen werden läuft was verkehrt.

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    !!! | 13. April 2008 | 09:19
    Tom Schaffer sagt:

    da ist schon was dran. die belästigungsfrage ist mir aber zu moralisch. man kann für ein rauchverbot und gegen ein handyverbot auf sachlicher ebene hieb- und stichfest argumentieren. man muss sich deshalb nicht auf die viel subjektivere ebene der moral begeben. das was du hier beschreibst ist wahrscheinlich das zugrundeliegende problem. wäre es den meisten rauchern nicht scheissegal, dass sie ihre mitmenschen stören und gefährden, bräuchte man kein rauchverbot.

    allerdings sehe ich kein recht darauf in der öffentlichkeit nicht gestört zu werden (auch wenns klass wär), sehr wohl aber eines darauf, nicht schleichend umgebracht zu werden. darum ist das handyverbot etwas anderes als das rauchverbot. wenn wir der stör-argumentation folgen würden, hätten wir wirklich bald einen sehr restriktiven öffentlichen raum. dann haben auch alte menschen das recht, jungen das rumlungern zu verbieten, darf kein straßenmusikant mehr in den straßen stehen, kein wirtshaus mit gastgarten mehr aufmachen, kein kirchturm mehr klingeln, keine osterratscher durch die siedlung ziehen, kein fußball auf der straße gespielt werden.

    ich gehe mal davon aus, dass das definitiv nicht die zustände sind, die wir uns wünschen. und darum ist es wichtig, dass man den unterschied zwischen einem rauchverbot und einem störverbot sieht. das eine ist gesundheits- und freiheitsschutz. das andere ist autoritäre moral.

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    13. April 2008 | 14:16
    gimli999 sagt:

    Alle deine anderen Beispiele sind allerdings welche, wo jetzt schon Fingerspitzengefühl funktioniert. Wenn ein Strassenmusikant 10 Minuten zu lange an einem Ort steht ist schon die Polizei da um ihn wegzuweisen. Vergleichbar mit den beiden obigen Problemen wäre IMO ein Gastgarten der bis 21:59 ein Tonband mit (beliebigen Lärm einsetzen) und genau der erlaubten Dezibelanzahl. Das wäre gerade noch im Bereich des “erlaubten” würde aber trotzdem wegen Ruhestörung eingestellt werden.

    Versuch mal mit deiner Osterratsche zur falschen Zeit und am falschen Tag durch die Orte zu ziehen und du wirst eine Behandlung erfahren, die sich ein Raucher nicht mal vorstellen kann.

    Zur Gesundheitsgefährdung: Rauchen ist definitiv ein Prblem für die Gesundheit. Passivrauchen logischerweise auch, aber bis dato gibt es meines Wissens keine Studie mit einem Fokus der groß genug gewählt ist, hier wirklich etwas nachzuweisen. Oder anders gesagt, der Nichtraucher atmet so viel geringere Dosierungen der Giftstoffe ein als ein Raucher, daß ein Effekt immer schwierig nachzuweisen sein wird. (ja mir ist bekannt, daß der heisse Hauptstrom beim Rauchen vergleichsweise weniger Gesundheitsprobleme verursacht als die mit Passivrauchen vergleichbaren Nebenströme).

    Beim Telefonieren gibt es ja vor Allem die Theorie, daß diverse Hirntumore durch die (Funk)Energie entstehen. Nachdem die Energie ja mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, ist die Belastung durch das Handy des in der Strassenbahn neben mir Telefonierers bei mir schon um das ca 30fache niedriger als bei ihm. Und nachdem nach 10 Jahren GSM-Viel-Telefoniererei noch keinerlei Hinweise auf erhöhte Gehirntumorinzidenzen zu finden sind, ist hier das Argument der Schädigung besonders leicht zu zerlegen.

    Nachdem ich mir jetzt so viel Mühe gemacht habe, zu wiedersprechen…
    Meine Familie und ich gehen kaum auswärts essen, weil es in Wien wenige Lokale gibt, nach deren Besuch die Kleidung nicht wie ein Aschenbecher riecht. Ich streite immer wieder gerne mit Nachbarn und anderen Menschen über das Thema im Aufzug zu rauchen und ich bin schon mehrfach aus Autos ausgestiegen, weil der (Taxi-)Fahrer zur Zigarette griff.

    Die Lärmbelästigungen in Öffis ist mir selbst dagegen gar kein Anliegen, weil ich immer meine (gut isolierenden) Ohrstöpsel trage und mich mit einem Buch komplett von der Aussenwelt abschirme. Trotzdem sehe ich das Argument von Opfern hier auch ein.

    Alles zusammengefasst (sorry for the ranting) also. Bitte gestattet den Leuten ALLES zu machen wozu sie Spass haben. Aber im Gegenzug verlangt das Verständnis, daß diese Freiheiten in dem Moment enden an dem sich jemand anderes dadurch (verständlicherweise) belästigt fühlen kann. In meiner Erfahrung funktioniert das in den USA ganz ausgezeichnet, und bekannlich sind wir Europäer den Amis ja bei weitem überlegen.

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    !!! | 13. April 2008 | 19:24
    LAN sagt:

    Und weil ich grad im Zug sitze, aus aktuellem Anlass:
    SCHNARCHVERBOT IM ZUG!!! Bitte, Danke!

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    !!! | 13. April 2008 | 20:50
    Tom Schaffer sagt:

    @gimli999: das sind vernünftige positionen die du hier vertrittst. du übersiehst dabei aber was: hier wird nicht auf das verständnis gesetzt, sondern ein telefonierverbot diskutiert. das heißt, auch leute die dringend telefonieren müssen oder generell leise dabei sind, sollen nicht telefonieren dürfen. ohne grund. ohne gefährdung. ohne irgendwas.

    wie schon gesagt: brüllende handyphonierer in der u-bahn stören mich auch. aber dass ich deshalb selbst nicht mehr telefonieren dürfen soll, das seh ich nicht ein und dem würde ich mich auch niemals beugen, wenn nicht bestürzende neue erkenntnisse über die gefahren des telefonierlärms bekannt werden sollten.

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    14. April 2008 | 01:39
    gimli999 sagt:

    In ermangelung eines Begriffes, der schwächer als Verbot ist gibt es eben nur die bieden extremen Möglichkeiten.

    Ich bin eigentlich sicher, daß es dann das Verbot gäbe und sich ein großteil der Leute daran halten würden aber daß das Verbot nicht exekutiert würde. Genauso wie mit der Maulkorbpflicht in Öffis und dem Rauchverbot in der U-Bahn würde das dann nur als vorwand genommen, wenn man unliebsame “Gäste” entfernen möchte. Für den “normalen” Bürger, der sein 30 Sekunden Telefonat führt würde sich nichts ändern.

    Leider gibt es halt immer mehr von diesen Gesetzen und Bestimmungen, die gar nicht so streng gemeint sind, die aber dafür sorgen, daß wir uns immer alle mit einem Fuss in der Illegalität befinden. Warum aber genau bei diesen beiden Themen, wo es um nachempfindbare Belästigung geht, eine Carte Blanche vergeben werden soll verstehe ich nicht.

    Weitere Regeln in diesem Sinne: Kontrolle des Fahrzeugs vor Fahrtantritt, Über rote Fussgängerampeln gehen, Wohnstrassen nicht durchqueren, Jugendalkoholverbot, Raubkopieren usw

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    !!! | 14. April 2008 | 07:54

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