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	<title>Comments on: Hupf in Gatsch, Willi</title>
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	<description>Unabhängig über Politik, Gesellschaft und Medien. Österreich. EU. Global.</description>
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		<title>By: stef</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/08/18/hupf-in-gatsch-willi/#comment-4723</link>
		<dc:creator>stef</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 05:18:04 +0000</pubDate>
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		<description>Nur ein paar Zahlen, damit es nicht nur Daumenpeilungen bleiben:

Den Spitzensteuersatz zahlen wir ab einem Einkommen von 50,870,-

Es gibt in Österreich 5,9 Mio Einkommensteuerpflichtige. 180.000 verdienen mehr als 50.870,- Das sind 3%.

Diese 3% bezahlen heute 20% der gesamten Einkommenssteuer (20 Mrd) in Österreich. 

Weitere 20% der gesamten Einkommenssteuer kommen von der Gruppe, die mehr als 21.800 jährlich zahlen, das sind (ohne die Spitzenverdiener) 15,6% der Einkommensteuerpflichtigen.

Nachdem über 80% der Österreicher ein steuerliches Einkommen von weniger als 21.800,- haben, wo kann eine effektive Steuermaßnahme ansetzen? Wird es eher möglich sein, den 80% noch 1-2% mehr Steuern abzuverlangen (= max 2,4Mrd) oder den 3% Spitzenverdienern weitere 10-15% (=max 600Mio)? 

Es ist natürlich schön, zu verlangen, die Spitzenverdiener zu belangen. Nur bringt es etwas? Denn effektiv, um relevante Mehr-Steuerbeträge von 2-3 Mrd Euro zu bekommen müsste ich den Steuersatz von über 50.870,- auf jenseits der 70% steigern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nur ein paar Zahlen, damit es nicht nur Daumenpeilungen bleiben:</p>
<p>Den Spitzensteuersatz zahlen wir ab einem Einkommen von 50,870,-</p>
<p>Es gibt in Österreich 5,9 Mio Einkommensteuerpflichtige. 180.000 verdienen mehr als 50.870,- Das sind 3%.</p>
<p>Diese 3% bezahlen heute 20% der gesamten Einkommenssteuer (20 Mrd) in Österreich. </p>
<p>Weitere 20% der gesamten Einkommenssteuer kommen von der Gruppe, die mehr als 21.800 jährlich zahlen, das sind (ohne die Spitzenverdiener) 15,6% der Einkommensteuerpflichtigen.</p>
<p>Nachdem über 80% der Österreicher ein steuerliches Einkommen von weniger als 21.800,- haben, wo kann eine effektive Steuermaßnahme ansetzen? Wird es eher möglich sein, den 80% noch 1-2% mehr Steuern abzuverlangen (= max 2,4Mrd) oder den 3% Spitzenverdienern weitere 10-15% (=max 600Mio)? </p>
<p>Es ist natürlich schön, zu verlangen, die Spitzenverdiener zu belangen. Nur bringt es etwas? Denn effektiv, um relevante Mehr-Steuerbeträge von 2-3 Mrd Euro zu bekommen müsste ich den Steuersatz von über 50.870,- auf jenseits der 70% steigern.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Michael</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/08/18/hupf-in-gatsch-willi/#comment-4672</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 21:13:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=785#comment-4672</guid>
		<description>Der grundsätzliche Fehler, der (jedenfalls aus meiner Sicht) immer begangen wird ist der, dass viele das Gefühl haben, dass wenn jemand Reich ist, der Reichtum auf Kosten von irgendwelchen Armen entstanden ist. Das kann zwar im Einzelfall durchaus auch zutreffen, i.A. wird aber dadurch, dass jemand reicher wird niemand ärmer. Ich finde es deswegen vollkommen unbedeutend wenn man hergeht und sagt: schau an wie ungerecht, die Top x% besitzen y% des Vermögens (oder ähnliches). Ich habe nichts daran auszusetzen, dass Reiche einen möglichst großen Anteil an der EK-Steuer leisten, dass also die absolute Progression sehr groß ist (bzw. vergrößert wird). Ich habe aber etwas dagegen, dass um der sogenannten Gerechtigkeits Willen versucht wird, die Vermögensverteilung abzuflachen. Reichtum ist keine Ungerechtigkeit.

Deswegen finde ich selbstverständlich auch, dass Molterers Entrüstung lächerlich ist. Diese hohe absolute Progression ist überall üblich. In den USA ist sie übrigens noch viel größer, dort wird 70% der gesamten EK-Steuer von 10% der EK-Pflichtigen bezahlt. Das liegt aber nicht daran, dass die relative Progression stärker ist, sondern dass es mehr Reiche gibt. 

Und deswegen finde ich auf die Argumentation von Mig vollkommen daneben. Wenn ein Reicher wegzieht (z.B. weil seine Krankenversicherung plötzlich 100.000€ kostet), dann ist das, was er an Steuern bezahlt hat einfach weg. Vielleicht denkt dann der eine oder andere, dass es gerechter ist, weil die Vermögensverteilung abflacht - davon kann aber auch niemand abbeißen, oder? Die Steuern, die er bezahlt hat müssen jetzt entweder (viele) andere Bezahlen oder der Staat muss Leistungen kürzen.

Es kann vor allem bei den Reichen durchaus sein, dass eine Verringerung des EK-Steuersatzes zu einer Steigerung des EK-Steueraufkommen führt. Die Diskussion beschränkt sich dann darauf, ob man sich Links oder Rechts in der Laffer-Kurve befindet. Die Bush-Tax-Cuts-(für-Reiche) haben z.B. zu einer Erhöhung des EK-Steueraufkommens der Reichen um 22% geführt (wie auch immer Reich da definiert wird). Es kann aber natürlich niemand sagen, ob das was mit dem Laffer-Kurven-Effekt zu tun hatte oder ob ohne die Tax-Cuts die Steigerung noch größer ausgefallen wäre.

PS: Die Höchstbeitragsgrundlage ist bei uns 14 x 3930€. Das Erhöhen von diesem Wert steigert anscheinend automatisch auch die Höchstpension und ist deswegen nicht ganz so effektiv, wie man auf den ersten Blick meinen könnte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der grundsätzliche Fehler, der (jedenfalls aus meiner Sicht) immer begangen wird ist der, dass viele das Gefühl haben, dass wenn jemand Reich ist, der Reichtum auf Kosten von irgendwelchen Armen entstanden ist. Das kann zwar im Einzelfall durchaus auch zutreffen, i.A. wird aber dadurch, dass jemand reicher wird niemand ärmer. Ich finde es deswegen vollkommen unbedeutend wenn man hergeht und sagt: schau an wie ungerecht, die Top x% besitzen y% des Vermögens (oder ähnliches). Ich habe nichts daran auszusetzen, dass Reiche einen möglichst großen Anteil an der EK-Steuer leisten, dass also die absolute Progression sehr groß ist (bzw. vergrößert wird). Ich habe aber etwas dagegen, dass um der sogenannten Gerechtigkeits Willen versucht wird, die Vermögensverteilung abzuflachen. Reichtum ist keine Ungerechtigkeit.</p>
<p>Deswegen finde ich selbstverständlich auch, dass Molterers Entrüstung lächerlich ist. Diese hohe absolute Progression ist überall üblich. In den USA ist sie übrigens noch viel größer, dort wird 70% der gesamten EK-Steuer von 10% der EK-Pflichtigen bezahlt. Das liegt aber nicht daran, dass die relative Progression stärker ist, sondern dass es mehr Reiche gibt. </p>
<p>Und deswegen finde ich auf die Argumentation von Mig vollkommen daneben. Wenn ein Reicher wegzieht (z.B. weil seine Krankenversicherung plötzlich 100.000€ kostet), dann ist das, was er an Steuern bezahlt hat einfach weg. Vielleicht denkt dann der eine oder andere, dass es gerechter ist, weil die Vermögensverteilung abflacht &#8211; davon kann aber auch niemand abbeißen, oder? Die Steuern, die er bezahlt hat müssen jetzt entweder (viele) andere Bezahlen oder der Staat muss Leistungen kürzen.</p>
<p>Es kann vor allem bei den Reichen durchaus sein, dass eine Verringerung des EK-Steuersatzes zu einer Steigerung des EK-Steueraufkommen führt. Die Diskussion beschränkt sich dann darauf, ob man sich Links oder Rechts in der Laffer-Kurve befindet. Die Bush-Tax-Cuts-(für-Reiche) haben z.B. zu einer Erhöhung des EK-Steueraufkommens der Reichen um 22% geführt (wie auch immer Reich da definiert wird). Es kann aber natürlich niemand sagen, ob das was mit dem Laffer-Kurven-Effekt zu tun hatte oder ob ohne die Tax-Cuts die Steigerung noch größer ausgefallen wäre.</p>
<p>PS: Die Höchstbeitragsgrundlage ist bei uns 14 x 3930€. Das Erhöhen von diesem Wert steigert anscheinend automatisch auch die Höchstpension und ist deswegen nicht ganz so effektiv, wie man auf den ersten Blick meinen könnte.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Tom Schaffer</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/08/18/hupf-in-gatsch-willi/#comment-4668</link>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 15:15:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=785#comment-4668</guid>
		<description>die höhere beteiligung an der mehrwertsteuer ist doch ein zeichen von luxus, nicht solidarität. außerdem wird durch eine gerechte lohnbesteuerung niemandem der zu den reichsten 10-20% des landes zählt plötzlich verunmöglicht, sich weiterhin luxuriöse dinge zuzulegen. (merke zudem: der anstoß dieses postings war der gedankengang molterers, die ohnehin bereits reichen schichten zu ENTlasten!)

außerdem sind es, wie dargelegt, gerade ärmere gesellschaftsschichten, die eine wesentlich höhere konsumneigung haben. kurz: umverteilung nach unten kurbelt die wirtschaft an. umverteilung nach oben nicht. wenn ärmere oder mittlere schichten zu mehr geld kommen, setzen sie das sofort oder mittelfristig in neue errungenschaften um. reiche leute die statistisch bereits eine sparneigung on 0,4 oder höher haben, müssen keinesfalls noch entlastet werden. sie werden damit nur dazu angetrieben, noch mehr zu sparen. - was an sich zwar wirtschaftlich bereits sinnlos wäre, aber noch vielmehr dadurch problematisiert wird, dass dieses geld ja anderswo fehlt - nämlich in den schichten mit hoher konsumneigung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>die höhere beteiligung an der mehrwertsteuer ist doch ein zeichen von luxus, nicht solidarität. außerdem wird durch eine gerechte lohnbesteuerung niemandem der zu den reichsten 10-20% des landes zählt plötzlich verunmöglicht, sich weiterhin luxuriöse dinge zuzulegen. (merke zudem: der anstoß dieses postings war der gedankengang molterers, die ohnehin bereits reichen schichten zu ENTlasten!)</p>
<p>außerdem sind es, wie dargelegt, gerade ärmere gesellschaftsschichten, die eine wesentlich höhere konsumneigung haben. kurz: umverteilung nach unten kurbelt die wirtschaft an. umverteilung nach oben nicht. wenn ärmere oder mittlere schichten zu mehr geld kommen, setzen sie das sofort oder mittelfristig in neue errungenschaften um. reiche leute die statistisch bereits eine sparneigung on 0,4 oder höher haben, müssen keinesfalls noch entlastet werden. sie werden damit nur dazu angetrieben, noch mehr zu sparen. &#8211; was an sich zwar wirtschaftlich bereits sinnlos wäre, aber noch vielmehr dadurch problematisiert wird, dass dieses geld ja anderswo fehlt &#8211; nämlich in den schichten mit hoher konsumneigung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Christoph Fröhhlich</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/08/18/hupf-in-gatsch-willi/#comment-4667</link>
		<dc:creator>Christoph Fröhhlich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 15:07:44 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;In Wahrheit ist es doch so, dass “reiche” Leute gerne in Österreich leben, weil sie hier hohe Lebensqualität mit geringen Kosten&quot;, damit stimmst du indirekt genau meinen Aussagen zu dem Thema zu. Die niedrigen Kosten sind allerdings gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass gerade dieser Bevölkerungsteil durch hohe Ausgaben auch über Mehrwertsteuer und sonstige Abgaben bereits mehr Geld in die Staatskassa spült. Damit Österreich als Standort - auch für vermögende Leute - weiterhin so attraktiv bleibt, darf man sich nicht dazu hinreißen lassen, genau dieser Bevölkerungsgruppe durch zusätzliche Abgaben den Appetit verderben, Großeinkäufe zu tätigen und damit die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Bitte vergessen sie nicht, diesen wesentlichen Wirtschaftsfaktor in ihren Überlegungen zu berücksichtigen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;In Wahrheit ist es doch so, dass “reiche” Leute gerne in Österreich leben, weil sie hier hohe Lebensqualität mit geringen Kosten&#8221;, damit stimmst du indirekt genau meinen Aussagen zu dem Thema zu. Die niedrigen Kosten sind allerdings gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass gerade dieser Bevölkerungsteil durch hohe Ausgaben auch über Mehrwertsteuer und sonstige Abgaben bereits mehr Geld in die Staatskassa spült. Damit Österreich als Standort &#8211; auch für vermögende Leute &#8211; weiterhin so attraktiv bleibt, darf man sich nicht dazu hinreißen lassen, genau dieser Bevölkerungsgruppe durch zusätzliche Abgaben den Appetit verderben, Großeinkäufe zu tätigen und damit die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Bitte vergessen sie nicht, diesen wesentlichen Wirtschaftsfaktor in ihren Überlegungen zu berücksichtigen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Mig</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/08/18/hupf-in-gatsch-willi/#comment-4666</link>
		<dc:creator>Mig</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 14:26:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=785#comment-4666</guid>
		<description>Die negativen Auswirkungen eines Abzuges von &quot;reichen&quot; Leuten würden sich, gesamtwirtschaftlich gesehen, in Grenzen halten. Die Angst vor der Abwanderung &quot;reicher&quot; Leute ist ein Hirngespinst und hält in seiner Bedrohlichkeit kaum der Realität statt.

In Wahrheit ist es doch so, dass &quot;reiche&quot; Leute gerne in Österreich leben, weil sie hier hohe Lebensqualität mit geringen Kosten (worunter auch etwaige Steuern fallen würden) verbinden können. In Österreich können sich wohlhabende Mitbürger ohne Gefahr völlig und frei bewegen - klingt jetzt lächerlich, diesen Punkt zu erwähnen - aber kann dies etwa ein reicher Bewohner Sao Paolos von sich behaupten? Dies ist nur ein Vorteil des Landes für &quot;Reiche,&quot; der dagegen spricht, dass Österreich seine Attraktivität bei einer vermehrten Verpflichtung dieser Bürger für das Allgemeinwohl beizutragen verlieren würde.

Öffentliche Sicherheit, Kulturangebot, Landschaftspflege, Rechtssicherheit, hochqualitative Dienstleistungen - alles Bereich, die hauptsächlich durch die Allgemeinheit (direkt oder zumindest tw. in Form von Subventionen) finanziert werden und von denen &quot;reiche&quot; Mitbürger besonders profitieren. Also spricht auch nichts dagegen, durch gerechte Abgaben mehr dazu beizutragen - zumal dieser vorteilhafte Status quo für &quot;Reiche&quot; bei immer stärker auseinanderklüftenden Gesellschaften, langfristig, nicht mehr in dieser Form aufrechterhalten werden könnte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die negativen Auswirkungen eines Abzuges von &#8220;reichen&#8221; Leuten würden sich, gesamtwirtschaftlich gesehen, in Grenzen halten. Die Angst vor der Abwanderung &#8220;reicher&#8221; Leute ist ein Hirngespinst und hält in seiner Bedrohlichkeit kaum der Realität statt.</p>
<p>In Wahrheit ist es doch so, dass &#8220;reiche&#8221; Leute gerne in Österreich leben, weil sie hier hohe Lebensqualität mit geringen Kosten (worunter auch etwaige Steuern fallen würden) verbinden können. In Österreich können sich wohlhabende Mitbürger ohne Gefahr völlig und frei bewegen &#8211; klingt jetzt lächerlich, diesen Punkt zu erwähnen &#8211; aber kann dies etwa ein reicher Bewohner Sao Paolos von sich behaupten? Dies ist nur ein Vorteil des Landes für &#8220;Reiche,&#8221; der dagegen spricht, dass Österreich seine Attraktivität bei einer vermehrten Verpflichtung dieser Bürger für das Allgemeinwohl beizutragen verlieren würde.</p>
<p>Öffentliche Sicherheit, Kulturangebot, Landschaftspflege, Rechtssicherheit, hochqualitative Dienstleistungen &#8211; alles Bereich, die hauptsächlich durch die Allgemeinheit (direkt oder zumindest tw. in Form von Subventionen) finanziert werden und von denen &#8220;reiche&#8221; Mitbürger besonders profitieren. Also spricht auch nichts dagegen, durch gerechte Abgaben mehr dazu beizutragen &#8211; zumal dieser vorteilhafte Status quo für &#8220;Reiche&#8221; bei immer stärker auseinanderklüftenden Gesellschaften, langfristig, nicht mehr in dieser Form aufrechterhalten werden könnte.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Tom Schaffer</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/08/18/hupf-in-gatsch-willi/#comment-4665</link>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 13:52:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=785#comment-4665</guid>
		<description>niemand spricht von einer reichensteuer, sondern von einer ganz normalen besteuerung der reichen.

im übrigen hat das besteuern privater einkommen mit dem investieren in hiesige unternehmen relativ ... gar nix zu tun. aber schön, wenn man einem solchen blödsinn aufsitzt.

und wenn ein reicher wegen ein paar für ihn nicht besonders wesentlicher tausend euro nicht dort lebt, wo es ihm am besten gefällt, dann is er eh ein armutschkerl.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>niemand spricht von einer reichensteuer, sondern von einer ganz normalen besteuerung der reichen.</p>
<p>im übrigen hat das besteuern privater einkommen mit dem investieren in hiesige unternehmen relativ &#8230; gar nix zu tun. aber schön, wenn man einem solchen blödsinn aufsitzt.</p>
<p>und wenn ein reicher wegen ein paar für ihn nicht besonders wesentlicher tausend euro nicht dort lebt, wo es ihm am besten gefällt, dann is er eh ein armutschkerl.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Christoph Fröhhlich</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/08/18/hupf-in-gatsch-willi/#comment-4664</link>
		<dc:creator>Christoph Fröhhlich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 13:47:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=785#comment-4664</guid>
		<description>Lieber Blogger,
weißt du eigentlich, dass eine Reichensteuer dazu führt, dass in Österreich nicht mehr anständig investiert wird, die Kaufkraft zurückgeht und langfristig gesehen Arbeitsplätze verloren gehen. Denn die &quot;Reichen&quot; können es sich durchaus leisten, auch woanders mit ihrem ganzen Reichtum zu leben, gleichzeitig würden wir durch dieses fehlende Investitionsvolumen heute noch einen wesentlich schlechteren Lebensstandard haben.  Denk also amal kurz nach, bevor du dich als Samariter der Armen aufspielst!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Blogger,<br />
weißt du eigentlich, dass eine Reichensteuer dazu führt, dass in Österreich nicht mehr anständig investiert wird, die Kaufkraft zurückgeht und langfristig gesehen Arbeitsplätze verloren gehen. Denn die &#8220;Reichen&#8221; können es sich durchaus leisten, auch woanders mit ihrem ganzen Reichtum zu leben, gleichzeitig würden wir durch dieses fehlende Investitionsvolumen heute noch einen wesentlich schlechteren Lebensstandard haben.  Denk also amal kurz nach, bevor du dich als Samariter der Armen aufspielst!</p>
<p>Like! <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-4664" src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/comment-rating/images/2_14_up.png" alt="Thumb up" onclick="javascript:ckratingKarma('4664', 'add', 'zurpolitik.com/wp-content/plugins/comment-rating/', '2_14_');" title="Thumb up" /> <span id="karma-4664-total" >0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Tom Schaffer</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/08/18/hupf-in-gatsch-willi/#comment-4663</link>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 00:32:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=785#comment-4663</guid>
		<description>@michael: besitz ist für mich besitz. ein unternehmen das man besitzt kann man veräußern. alles was man veräußern kann, ist eine finanzielle sicherheit. ganz abgesehen davon, dass ich auch nichts gerechtes daran finde, wenn 1% der bevölkerung gemeinsam etwa ein achtel dessen besitzt, was 90% des restes gemeinsam besitzt. ^^

dass reiche natürlich nur in relativen zahlen weniger steuern zahlen, ist logisch. wen man fragt &quot;wie viel kann ein mensch zum sozialstaat beitragen?&quot;, dann ist allerdings vor allem diese relation wichtig. ein armer mensch kann relativ deutlich weniger beitragen als ein reicher. eine progressive besteuerung ist deshalb eine logische konsequenz, sozialstaatlich vernünftig. in österreich gibt es keine echte steuerprogression. reiche menschen tragen für ihre verhältnisse deutlich weniger bei als etwa der mittelstand, der das geld allerdings dringender bräuchte, statt mehr.

progression - d.h. eine signifikante aber nicht totale umverteilung nach unten - würde auch volkswirtschaftlich sinn machen: arme menschen setzen fast das gesamte was sie an vermögen haben in konsum um und kurbeln so die wirtschaft an. reiche menschen haben eine deutlich höhere sparquote. und gespartes vermögen hilft der wirtschaft nicht.

zudem kommt, wir sollten das nicht vergessen, dass wir hier von der lohnsteuer sprechen, die reiche bereits bevorzugt. die reichsten menschen holen sich allerdings einen gutteil ihres einkommens nicht aus dem loheinkommen, sondern aus quellen die deutlich geringer besteuert werden - zB Aktiengewinne, Einkommen aus Vermögen etc..

egal wie man dazu steht: was wir jedenfalls nicht brauchen, ist eine erneute entlastung der reichen und superreichen. denen geht es nicht schlecht, die können sich im moment problemlos selbst helfen. was man allerdings braucht, ist eine entlastung der armen und des mittelstands. sogar wenn man den spitzensteuersatz ein wenig anheben würde, wird niemand verhungern müssen, der jetzt ein paar hunderttausend euro auf der hohen kante hat oder jemand der (hausnummer) mehr als 6-10.000 euro im monat verdient (genaue zahlen sollen andere finden). wenn man aber dafür die grenze dieses spitzensteuersatzes anheben kann, wird der mittelstand entlastet, die konsumnachfrage steigt und es werden arbeitsplätze geschaffen.

ps: ich fordere natürlich kein nahkommunistisches steuerprinzip, wo allen menschen am ende in etwa gleich viel übrig bleibt, weil millionäre 98% steuern zahlen. für harte arbeit und eigenes risiko soll man ruhig mit wohlstand belohnt werden. die perversion der momentanen ungleichheit  (wo hart gesagt oft viele harte arbeiter arm bleiben und feige, asoziale glückspilze millionen verdienen) müsste aber reduziert werden - stattdessen wird sie stetig verschlimmert. ein reicher soll finanziell mehr zur gesellschaft beitragen. aboslut und relativ. er profitiert auf vielen anderen ebenen ja auch deutlich mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@michael: besitz ist für mich besitz. ein unternehmen das man besitzt kann man veräußern. alles was man veräußern kann, ist eine finanzielle sicherheit. ganz abgesehen davon, dass ich auch nichts gerechtes daran finde, wenn 1% der bevölkerung gemeinsam etwa ein achtel dessen besitzt, was 90% des restes gemeinsam besitzt. ^^</p>
<p>dass reiche natürlich nur in relativen zahlen weniger steuern zahlen, ist logisch. wen man fragt &#8220;wie viel kann ein mensch zum sozialstaat beitragen?&#8221;, dann ist allerdings vor allem diese relation wichtig. ein armer mensch kann relativ deutlich weniger beitragen als ein reicher. eine progressive besteuerung ist deshalb eine logische konsequenz, sozialstaatlich vernünftig. in österreich gibt es keine echte steuerprogression. reiche menschen tragen für ihre verhältnisse deutlich weniger bei als etwa der mittelstand, der das geld allerdings dringender bräuchte, statt mehr.</p>
<p>progression &#8211; d.h. eine signifikante aber nicht totale umverteilung nach unten &#8211; würde auch volkswirtschaftlich sinn machen: arme menschen setzen fast das gesamte was sie an vermögen haben in konsum um und kurbeln so die wirtschaft an. reiche menschen haben eine deutlich höhere sparquote. und gespartes vermögen hilft der wirtschaft nicht.</p>
<p>zudem kommt, wir sollten das nicht vergessen, dass wir hier von der lohnsteuer sprechen, die reiche bereits bevorzugt. die reichsten menschen holen sich allerdings einen gutteil ihres einkommens nicht aus dem loheinkommen, sondern aus quellen die deutlich geringer besteuert werden &#8211; zB Aktiengewinne, Einkommen aus Vermögen etc..</p>
<p>egal wie man dazu steht: was wir jedenfalls nicht brauchen, ist eine erneute entlastung der reichen und superreichen. denen geht es nicht schlecht, die können sich im moment problemlos selbst helfen. was man allerdings braucht, ist eine entlastung der armen und des mittelstands. sogar wenn man den spitzensteuersatz ein wenig anheben würde, wird niemand verhungern müssen, der jetzt ein paar hunderttausend euro auf der hohen kante hat oder jemand der (hausnummer) mehr als 6-10.000 euro im monat verdient (genaue zahlen sollen andere finden). wenn man aber dafür die grenze dieses spitzensteuersatzes anheben kann, wird der mittelstand entlastet, die konsumnachfrage steigt und es werden arbeitsplätze geschaffen.</p>
<p>ps: ich fordere natürlich kein nahkommunistisches steuerprinzip, wo allen menschen am ende in etwa gleich viel übrig bleibt, weil millionäre 98% steuern zahlen. für harte arbeit und eigenes risiko soll man ruhig mit wohlstand belohnt werden. die perversion der momentanen ungleichheit  (wo hart gesagt oft viele harte arbeiter arm bleiben und feige, asoziale glückspilze millionen verdienen) müsste aber reduziert werden &#8211; stattdessen wird sie stetig verschlimmert. ein reicher soll finanziell mehr zur gesellschaft beitragen. aboslut und relativ. er profitiert auf vielen anderen ebenen ja auch deutlich mehr.</p>
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		<title>By: Pontifex Maximus</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/08/18/hupf-in-gatsch-willi/#comment-4662</link>
		<dc:creator>Pontifex Maximus</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 18:21:02 +0000</pubDate>
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		<description>Das mit den 5300 stimmt, das sind die Daten von Deutschland, hab das damals für einen Beitrag über Deutschland rausgesucht und einfach übernommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit den 5300 stimmt, das sind die Daten von Deutschland, hab das damals für einen Beitrag über Deutschland rausgesucht und einfach übernommen.</p>
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		<title>By: Michael</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/08/18/hupf-in-gatsch-willi/#comment-4661</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 18:16:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=785#comment-4661</guid>
		<description>Lassen wir mal beiseite, dass ich Nichts von dem, was Du geschrieben hast als ungerecht empfinde (ist wohl deswegen so, weil ich kein Linker bin) (ich gehöre übrigens zu den untern 90%). Trotzdem hier einige allgemeine Anmerkungen:

Der zweite Absatz von Dir (Seite 248) ist glaub ich nicht ganz richtig. Dir reichsten 1% besitzen 28 Mrd. € und die unteren 90% besitzen 175 Mrd. € Geld(vermögen). Beim Gesamtvermögen stimmt es zwar, dass die Top 1% mehr haben als die unteren 90%, das kommt jedoch vor allem durch das Unternehmensvermögen zustande. Dass einfach Arbeiter/Angestellte kein Unternehmensvermögen besitzen erklärt sich von selbst. Ein Steuerlicher eingegriffen zur Beseitigung dieser &quot;Ungerechtigkeit&quot; würde nichts anders bedeuten, als dass Teile der Unternehmen in staatlichen Besitz übergehen müssten, bzw. von den Eignern z.B. an der Börse verkauft werden müssten, damit die früheren Besitzer ihre Steuerschulden begleichen könnten. Das hätte vermutlich katastrophale Auswirkungen (nicht nur auf die Top 1%).

Der dritte Absatz ist etwas arg vereinfacht. Reiche zahlen unter allen Umständen mehr Steuern als der Mittelstand. Sie bezahlen aber aufgrund der Deckelung der Bemessungsgrundlage (=Höchstbemessungsgrundlage) relativ weniger Sozialversicherungsabgaben, absolut aber natürlich trotzdem mehr (oder gleich viel, je nachdem, wie man den Mittelstand definiert). Der Betrag von 5300€ im anderen Blog stimmt übrigens glaub ich nicht, das ist der von Deutschland und in Österreich ist er niedriger. Sozialabgaben sind übrigens keine Steuern (wurde ich mal belehr).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lassen wir mal beiseite, dass ich Nichts von dem, was Du geschrieben hast als ungerecht empfinde (ist wohl deswegen so, weil ich kein Linker bin) (ich gehöre übrigens zu den untern 90%). Trotzdem hier einige allgemeine Anmerkungen:</p>
<p>Der zweite Absatz von Dir (Seite 248) ist glaub ich nicht ganz richtig. Dir reichsten 1% besitzen 28 Mrd. € und die unteren 90% besitzen 175 Mrd. € Geld(vermögen). Beim Gesamtvermögen stimmt es zwar, dass die Top 1% mehr haben als die unteren 90%, das kommt jedoch vor allem durch das Unternehmensvermögen zustande. Dass einfach Arbeiter/Angestellte kein Unternehmensvermögen besitzen erklärt sich von selbst. Ein Steuerlicher eingegriffen zur Beseitigung dieser &#8220;Ungerechtigkeit&#8221; würde nichts anders bedeuten, als dass Teile der Unternehmen in staatlichen Besitz übergehen müssten, bzw. von den Eignern z.B. an der Börse verkauft werden müssten, damit die früheren Besitzer ihre Steuerschulden begleichen könnten. Das hätte vermutlich katastrophale Auswirkungen (nicht nur auf die Top 1%).</p>
<p>Der dritte Absatz ist etwas arg vereinfacht. Reiche zahlen unter allen Umständen mehr Steuern als der Mittelstand. Sie bezahlen aber aufgrund der Deckelung der Bemessungsgrundlage (=Höchstbemessungsgrundlage) relativ weniger Sozialversicherungsabgaben, absolut aber natürlich trotzdem mehr (oder gleich viel, je nachdem, wie man den Mittelstand definiert). Der Betrag von 5300€ im anderen Blog stimmt übrigens glaub ich nicht, das ist der von Deutschland und in Österreich ist er niedriger. Sozialabgaben sind übrigens keine Steuern (wurde ich mal belehr).</p>
<p>Like! <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-4661" src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/comment-rating/images/2_14_up.png" alt="Thumb up" onclick="javascript:ckratingKarma('4661', 'add', 'zurpolitik.com/wp-content/plugins/comment-rating/', '2_14_');" title="Thumb up" /> <span id="karma-4661-total" >0</span></p>]]></content:encoded>
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