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Ein Traum der wahrer wird

Mittlerweile dürfte jeder verstanden haben, dass Barack Obama ein Genie von einem Redner ist. In den letzten Tagen währender der Demokratischen Parteitage haben vielleicht sogar schon einige mitbekommen, dass es in den USA mehrere gute Redner in den Parteien gibt (hat jemand Jesse Jackson Jr. reden gehört? Hui!).

[ad#ad-1]Doch all das sind bisher nur Wahlreden – ergreifend, aber ihre Bedeutung muss sich erst weisen. Wenn es in der Geschichte der Menschheit hingegen eine politische Rede gegeben hat, über deren Bedeutung es nicht viel zu streiten gibt, dann ist es die “I Have a Dream” Rede von Martin Luther King Jr.. Jeder hat schon von ihr gehört, jeder weiß worum es ging.

Das war übrigens gestern vor 45 Jahren, vor 250.000 Menschen während des “March on Washington“, eine Menschenrechtsdemonstration wie man sie sich heute oft herbeisehnt.

Dank Youtube kann man diese historischen Momente heutzutage auch in Sekundenschnelle nacherleben, falls man damals noch mit den Fischen geschwommen ist.

Und vielleicht erleben wir in der nächsten Stunde wieder eine historische Rede. Der erste Präsidentschaftskandidat, der das Wort Internet ohne Knoten in der Zunge aussprechen kann, wird seine Nominierung vor 85.000 Menschen in einem Footballstadion in Denver annehmen. Zum Jahrestag der Rede, die auch ein bisschen was mit ihm zu tun haben dürfte. Der Traum wird wieder etwas wahrer.

Fotocredits: WikiCommons

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| 29. August 2008

10 Reaktionen bisher

    Pontifex Maximus sagt:

    Man kann wohl eher sagen das er geniale Redenschreiber hat…

    (die Kommentarfunktion geht noch net ganz im neuen style)

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    !!! | 29. August 2008 | 15:24
    Tom Schaffer sagt:

    nein, erstens spricht er selber, zweitens hat er zB die gestrige rede laut us-medien selbst geschrieben.

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    29. August 2008 | 15:33
    Pontifex Maximus sagt:

    natürlich spricht er selbst, aber ich bezweifle doch sehr stark das er die Rede selbst geschrieben hat.

    Hast du dafür ne Quelle?

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    !!! | 29. August 2008 | 16:01
    Tom Schaffer sagt:

    CNN in der Liveübertragung gestern.

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    29. August 2008 | 16:05
    Pontifex Maximus sagt:

    nun, auf ihrer website steht auf jedenfall nichts davon.

    Zumindest nicht in den beiden großen Artikeln zu seiner Rede.

    Fände ich auch sehr unwahrscheinlich, sogut wie kein Politiker schreibt seine Reden selbst, gerade nicht in Amerika wo den Reden derartig große Bedeutung beigemessen wird.

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    !!! | 29. August 2008 | 16:22
    Tom Schaffer sagt:

    da steht ja aber auch nicht, dass er sie NICHT selbst schreibt ;)

    natürlich wird er berater haben. der zynische gedanke, dass intelligente spitzenpolitiker wie er vor ihrer rede da eigentlich kaum wissen, was sie reden, will mir aber nicht kommen. insbesondere weil man seiner gestik und mimik auch ablesen kann, dass das nicht auswendig gelernt ist, sondern ernst gemeint.

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    29. August 2008 | 16:41
    Pontifex Maximus sagt:

    Das habe ich auch nicht gesagt.

    Aber eine Rede schreiben ist nicht so einfach wie du scheinbar denkst und kein Politiker schreibt heute seine (wichtigeren) Reden selbst.

    Gerade bei einer Rede von der so viel abhängt und in die so viele Erwartungen gesetzt werden wie bei dieser hier wäre er dumm, wenn er sie wirklich selbst schreiben würde.

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    !!! | 29. August 2008 | 19:52
    Thomas W. sagt:

    Ein Hoch auf Politiker, die denken, reden und schreiben können.

    !

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    !!! | 30. August 2008 | 18:42
    Hollerbusch sagt:

    Der Punkt ist ja nicht der, dass Politiker nicht selbst Reden schreiben könnten. Der Punkt ist eher: Das kostet viel Zeit. Soweit man liest, geht es daher oft so: Der Politiker bespricht mit einigen Vertrauten, was er gern in dieser Rede rüberbringen möchte; sein Redenschreiber setzt die Rede dann auf; und dann geht der Politiker mit seinen Vertrauten über die Rede noch einmal drüber. Für die xte Wahlkampfrede braucht man so ein langes Vorgehen nicht; und versierte Rhetoriker werden darauf seltener zurückgreifen.
    Wolfgang Schüssel ist etwa dafür bekannt, bei kleineren Reden selbst schnell Stichwörter zusammenzuschreiben. Aber bei den wirklich großen Reden führt kein Weg an der gründlichen Vorbereitung mit dem eigenen Stab vorbei. Denn da wird nachher von den Medien jedes Wort analysiert, und man muss sehr aufpassen, das wirklich das ankommt, was man transportieren möchte.

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    !!! | 31. August 2008 | 16:54
    Tom Schaffer sagt:

    ja, und gerade große reden schreibt man selber. da bereitet man sich länger drauf vor, wie du sagst. und das muss alles sitzen, drum ists gut wenn die worte von einem selbst kommen.

    dass dann mit beratern drüber gearbeitet wird, is logisch.

    es ist ja eh ganz leicht zu verstehen: wenns nicht zum größten teil auf den politiker selbst ankpmmen würde, dann könnte jeder tolle reden halten. können aber nicht alle.

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    31. August 2008 | 17:33

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