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Grüne Gefahren wackeliger Etabliertheit

Das BZÖ zog im 2006, gegründet erst im Jahr zuvor, in den Nationalrat ein. Bis dahin waren “Die Grünen” die jüngste Parlaments-Partei – sieht man von der kurzweiligen, vorübergegangenen Teilnahme des Liberalen Forums am parlamentarischen Geschehen ab. Aus dem Jahr 1986 datiert das erste kompakte Antreten der Grünen bei einer Nationalratswahl, damals noch als “Die Grüne Alternative – Freda Meissner-Blau”.
Meissner-Blau brachte erstmals Vertreter der bis dahin gespaltenen und zerklüfteten grün-alternativen Gruppenlandschaft auf eine Wahlliste: Mitglieder der “Alternativen Liste Österreichs” (ALÖ) traten zusammen mit solchen der “Vereinigten Grünen Österreichs” (VGÖ) an (beide waren getrennt schon bei der Wahl 1983 angetreten).
Dem waren ereignisreiche, unübersichtliche, wirre Jahre der Parteikonstitution vorausgegangen: Die Verhinderung der Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf (1978) und der Widerstand gegen den Bau der Staumauer in der Hainburger Au (1982) gelten zu Recht als wichtige Ereignisse, welche die Möglichkeiten hinsichtlich der Durchsetzung von grün-alternativen Zielen durch die Zusammenarbeit unter einem grünen Dach erahnen ließen. Doch die Geschichte des Entstehens der Bewegung reicht bis an den Beginn der 70er-Jahre zurück, als ökologisches Bewusstsein als weltanschauliche Bewegung sich in Europa allmählich auf den Vormarsch begab, um bald zur Grundüberzeugung und zum Kampfbegriff von Aktivistinnen und Aktivisten wider die Umweltzerstörung zu werden.
ALÖ und VGÖ sind dabei nur zwei von vielen verschiedenen Gruppierungen, welche die Entstehungsgeschichte der Grünen prägten. Die politische Ausrichtung der vielen Gruppensplitter reichte vom Marxismus über den Trotzkismus bis hin zum sich selbst als politisch ideologiefrei betrachtenden alternativen Umweltschützer. Gruppenübergreifende Zusammenarbeit wurde in der Regel erst und nur dann forciert, wenn es galt, Widerstand gegen ein Großbauprojekt im Speziellen bzw. die Verschmutzung und Zerstörung des natürlichen Lebensraumes im Allgemeinen zu leisten.
Der Weg zur Etabliertheit
[ad#ad-1]Dass die Grünen 1986 durch ihr erstmaliges Antreten bei der Nationalratswahl sogleich auch den tatsächlichen Einzug schafften, bedeutet allerdings noch nicht, dass die Partei zu diesem Zeitpunkt bereits als etabliert gelten konnte. Im Gegenteil: In den ersten Jahren als Parlamentspartei rangen die grünen Nationalratsmandatare zusammen mit der Parteibasis mit aller Kraft darum, in die für sie gänzlich neue Rolle als seriöse Parlamentspartei hineinzufinden.
Heute werden grüne Politiker nur noch selten und wenn in polemischer, denunzierender Absicht als “radikal” bezeichnet. Doch in den ersten Jahren ihrer parlamentarischen Arbeit galten Grün-Mandatare wie Andreas Wabl, Peter Pilz oder Herbert Fux zumindest noch als aufmüpfig; die von ihnen vertretenen Inhalte erschienen als mit dem großkoalitionären Meinungs-Mainstream nicht vereinbar. Das “Radikalen-Image” war auch nicht ganz unangebracht, bedenkt man etwa Aktionen wie das Entrollen einer Hakenkreuzfahne durch Wabl im Parlament oder den verkleideten Auftritt von Pilz und Fux als Udo Proksch ebendort im Jahr 1988.
Auch wenn die Grünen seit ihrem Einzug in den Nationalrat niemals wieder aus ebendiesem flogen, mussten sie bis zur Einsetzung Alexander Van der Bellens als Parteiobmann neben all den sich rasch einstellenden Erfolgen auch immer wieder schmerzhafte Rückschläge hinnehmen. Ein solcher führte ja auch überhaupt erst zur Inthronisierung Van der Bellens: Nachdem Madeleine Petrovic, heute Frontfrau der Grünen in Niederösterreich, die Partei 1994 mit 7,3% Stimmenanteil zu ihrem bis dahin besten Abschneiden bei einer Nationalratswahl geführt hatte, verloren die Grünen bei den nur vierzehn Monate später stattfindenden Neuwahlen auf 4,8%. Das bedeutete für Petrovic ob ihres aufopferungsvollen Einsatzes auch eine schwere persönliche Niederlage, deretwegen sie von der Parteispitze abtrat und somit für Van der Bellen das Feld räumte.
Unter der Führung Van der Bellens entwickelten sich die Grünen zu dem, was sie heute sind: zu einer absolut ernstzunehmende, stabilen politischen Kraft, die sich in der Opposition verdient macht. Im Jahr 2002 ging gar beinahe der Traum einer grünen Regierungsbeteiligung in Erfüllung – ein Traum, der 1986, beim Antreten der Liste Meissner-Blaus, kaum jemand auszusprechen wagte, der nicht als verrückt gebrandmarkt werden wollte. Die Grünen haben sich also konsolidiert; zwar ist dies nicht allein das Verdienst Van der Bellens, aber er hat als langjähriger Parteichef einen ganz entscheidenden Anteil an diesem Erfolg.
Die Gefahr der Angepasstheit
Heute gilt es mehr denn je, sich die schwierige Geschichte der Grünen vor Augen zu führen. Denn die Etabliertheit der Partei wird nicht nur zusehends von ihrer historischen Entstehung entkoppelt und demnach als selbstverständlich wahrgenommen – der Status des Etabliertseins gilt geradezu als Selbstläufer. Jedenfalls kann man sich dieses Eindrucks ob des müden Wahlkampfstarts der Grünen nicht erwehren. Während sich Faymann und Haider mit sozialpopulistischen Forderungen überbieten, während Molterer und Strache sich beim Buhlen um Stimmen am rechten Rand in der ausländerfeindlich konnotierten Inszenierung des Themas „Sicherheit“ üben, während sich Kleinparteien wie das Liberale Forum, die Liste Fritz oder Rettet Österreich als Wahlalternative sich in Stellung zu bringen suchen: Währenddessen lassen die Grünen kaum eine Gelegenheit ungenutzt, um im erbitterten Kampf um die Gunst der Wähler ins Hintertreffen zu geraten.
Das macht sich in mehrerlei Hinsicht fest:
Erstens darin, dass die Grünen, jedenfalls nach außen hin, den Elan und den totalen Einsatz der verbissen Wahlkämpfenden vermissen lassen. Dies sollte nicht als Ausdruck der begrüßenswürdigen Verweigerung verstanden werden, sich am populistischen Wettlauf in dem Maße zu beteiligen, wie es andere tun; es manifestiert sich aber sehr wohl im nach außen vermittelten Bild allgemeiner Zurückhaltung, über die auch ein sich im TV-Duell mit Faymann etwas emotionalerer Van der Bellen nicht hinwegtäuschen konnte.
Die Grünen samt ihrem Spitzenkandidaten haben im bisherigen Wahlkampfgeschehen wesentlich weniger Aufmerksamkeit auf sich gezogen als ihre unmittelbaren Konkurrenten: Der emotionalisierende StraCHE, der sich als rigorosester Feind der Teuerung gerierende Haider, der laut SPÖ-Wahlplakaten soziale, entschlossene und zuverlässige Faymann und auch der schnöde, nach Finanzdaten miefende Molterer sind in den Medien präsenter als “der alte Professor” Van der Bellen – so “jugendlich” und “erfrischend” dessen Auftreten im Vergleich zu sowohl seinem Lebens- als auch Berufsalters immer noch sein mag.
Setzen die Grünen im Wettbewerb um mediale Aufmerksamkeit auf die falschen bzw. auf nicht ausreichend weitreichende Rezepte? Initiativen wie das Einbinden von Bloggern in die Gestaltung von Wahlkampfsujets sind äußerst begrüßenswert. Aber wenn das Wahlkampf-Buhlen um Wählergruppen wie die Jugendlichen sich darin erschöpft, läuft unzweifelhaft einiges falsch. Groteske Wahlkampf-Lieder wie der neue FPÖ-Gassenhauer “Viva HC” sind nicht zuletzt in künstlerischer Hinsicht fragwürdig; sie stellen jedoch auf Wahlkampfveranstaltungen und auch darüber hinaus Aufmerksamkeit her, und das die Wählergruppen übergreifend.
Zweitens ist der müde Wahlkampfstart sicher damit zu erklären, dass den Grünen das “große Thema” fehlt, mit dem sie auf Stimmenfang gehen könnten. Der Klimawandel, dessen angenommene Implikationen und die daraus erwachsenden Herausforderungen sind mittlerweile politisches Allgemeingut. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Grünen sich in diesem Punkt zu Recht als jene Partei rühmen können, welche als Pionier und Vorreiter die inhaltliche Bedeutung des Themas im innenpolitischen Diskurs federführend vorangetrieben hat.
Die “Energiewende” ist wiederum zwar aktueller denn je, und die Grünen auch hier zweifelsohne die Partei mit den nachhaltigsten und innovativsten Konzepten. Doch der alles überstrahlende Themenkomplex “Teuerung und Inflation” (bzw. die Debatten über die verschiedenen Pakete, welche die Parteien zu deren Bekämpfung schnüren) macht es den Grünen quasi unmöglich, mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit des politischen Umdenkens in Sachen Energie außerhalb der ihnen ohnehin zugeneigten Wählerschichten zu punkten.
Als Partei, die sich strikt von der Politik des Dritten Lagers abgrenzt, kann außerdem bei allem, was das Thema “Sicherheit” betrifft, gegen die vereinnahmenden, die BürgerInnen-Ängste missbrauchenden Polemiken von den Straches und Haiders, ebenfalls nur beschwerlich bei Otto Normalbürger gepunktet werden.
Dazu kommt drittens, dass die Illusion der selbstverständlichen Konsolidierung bei den Grünen stärker der Dynamik der Wechselwählerschaft ausgesetzt ist als bei jeder anderen Parlamentspartei. Denn der langsame, aber stetige und nachhaltige Aufstieg der Grünen in der Wählergunst in den letzten Jahren beruht ja nicht zuletzt darin, dass immer mehr Menschen zum Wechselwähler werden.
Potentielle Grün-Wähler sind insbesondere jüngere Menschen im urbanen Bereich, die eine gewisse Bildung und intellektuellen Anspruch ihr Eigen nennen, sich von den letzten Resten des typisch österreichischen politischen Lagerdenkens losgesagt haben und ihre Stimmen Wahl für Wahl jeweils jener Partei zu geben, die ihre Ansprüche und Interessen in der vorangegangenen Legislaturperiode oder im Wahlkampf am besten anzusprechen vermochte. Eine Wahlgarantie freilich kann es in dieser Wählergruppe nicht geben.
Ein klassischer Wechselwähler hat schließlich keine politische Heimat. Es gibt viele Wechselwähler, die immer wieder mit den Grünen liebäugeln, sie aber nicht automatisch wählen. Für eine Partei mit aktionistischen Wurzeln (aus der Ökologie-, Friedens-, Dritte Welt- und Anti-AKW Bewegung) ist es umso gefährlicher, in Wahlkampfzeiten allzu gedankenlos auf ihre eigene Angepasstheit und Etabliertheitzu vertrauen. Die Grünen sind keine sich selbst fortführende Selbstverständlichkeit.
Peppiger, mutiger und lauter müssten sie sein, die Grünen. Einsehen müssten sie, dass mit der Forderung einer Reform der Erbschaftssteuer im Wahlkampf keinen Blumentopf gewinnt – ob sinnvoll oder nicht. Das übertriebene Sonnen in der eigenen Etabliertheit hat bereits einen unansehnlichen Sonnenbrand hinterlassen. Kosmetische Maßnahmen dienen nur der Übertünchung. Damit die Verbrennungen der Haut rasch heilen können, müssten die Grünen zuallererst wieder radikaler werden. Sie müssen den Mut fassen, über den Schatten ihrer eigenen Trägheit zu springen.
Alexander Van der Bellen ist gewissermaßen die Inkarnation der grünen Etabliertheit – bei all der Wertschätzung für seine nüchterne Sachlichkeit, die im Kontrast zur populistischen Hemmungslosigkeit anderer Politiker äußerst wohltuend wirkt. Die zähe Müdigkeit des Grünen-Wahlkampfes zeigt, dass es auch in Van der Bellens Interesse liegt, sich langsam aber sicher über seine Ablöse Gedanken zu machen. Zumal dann, wenn es für ihn und sein treues Gefolge am 28. September – und darauf deutet derzeit vieles hin – ziemlich in Hosen gehen sollte. Ich bezweifle, dass die Betonung von Van der Bellens professoralen, anständigen, prinzipientreuen Charaktereigenschaften (welche die Plakatserie “Umfallen? Nicht mit mir? Dauerstreit? …” vermitteln soll) diesen zum Stimmenbringer machen wird. Kombiniert damit, dass die Grünen nirgends wirklich die Themenführerschaft für sich in Anspruch nehmen können, ergibt das ein problematisches Bild.
Während des Wahlkampfes ist es immer kontraproduktiv, das Wort “Obmanndebatte” auch nur in den Mund zu nehmen. Als Wähler ohne unwiderrufliche politische Heimat mit einer gewissen Affinität zu den Grünen sollte man deshalb umso lauter einen Schrei der Aufrüttelung ertönen lassen: “Erwachet Grüne, es ist Wahlkampf!”. Damit es erst gar nicht zu einer misslungenen Nationalratswahl für die Grünen und in der Folge zu einer Obmanndebatte kommen muss. Daran gekoppelt ist die Hoffnung, dass der Ruf Anklang finden und nicht im Getöse des lärmenden Allerleis namens Wahlkampf verhallen möge.
Gastkommentar von Philipp Heimberger
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12 Reaktionen bisher
Also die Themenführerschaft bei Energie und Klima ist denk ich schon vorhanden. Die Vorschläge zum öffentlichen Verkehr sind auch medial ganz gut transportiert worden. Dass das Über-Thema Teuerung und Inflation den Grünen nicht direkt in die Hände spielt, hat eben damit zu tun, dass dabei der Wahlzuckerl-Populismus bunteste Blüten treibt. Die MWSt-Senkung ist zum Beispiel verteilungspolitisch extrem schwachsinnig. Aber sie wirkt in der öffentlichen Wahrnehmung (nicht zuletzt Dank der medialen Koalition Faymann-Krone-Österreich).
Eines ist schon wichtig zu bedenken: Die Menschen wählen Parteien mit unterschiedlichen Erwartungen und Ansprüchen. Die Erwartungen an die Grünen sind ganz andere als z. B. die an die FPÖ. Hätten die Grünen im letzten Jahrzehnt in der Regierung eine Performance wie FPÖ/BZÖ hingelegt, wären sie wahrscheinlich – und zurecht – hochkant aus dem Parlament geflogen. Dass Strache jetzt bei 20 Prozent anklopft kommt ja nicht daher, dass sich die Leute von ihm tatsächliche eine konstruktive Alternative zur jetzigen Politik erwarten. Von den Grünen erwarten das viele WählerInnen – und die Grünen selbst – aber schon. Auf diese berechtigten Erwartungen muss man im Wahlkampf auch antworten. Aber diese Antwort muss anders aussehen als das, was Strache, Faymann und co. bieten …
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!!! | 1. September 2008 | 09:15
Kleine Korrektur: Zwischen Petrovic und Van der Bellen war noch Christoph Chorherr Bundessprecher.
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!!! | 1. September 2008 | 10:07
“Also die Themenführerschaft bei Energie und Klima ist denk ich schon vorhanden.”
Dem ist so. Nur haben es die Grünen bislang nicht zuwege gebracht, ebendiese Themenführerschaft im Wahlkampf für sich ins Treffen zu führen. Zumindest nicht abseits jener kleinen Wählergruppe, welche diesen Themen ohnehin große Bedeutung beimisst und das Engagement der Grünen diesbezüglich schätzt.
“Die Vorschläge zum öffentlichen Verkehr sind auch medial ganz gut transportiert worden.”
Das ist dann aber auch schon eines der wenigen Positivbeispiele. Denn so gut die Ideen großteils sind: Bei der Vermittlung hapert’s bei den Grünen gerne mal – insbesondere im Wahlkampf.
“Dass das Über-Thema Teuerung und Inflation den Grünen nicht direkt in die Hände spielt, hat eben damit zu tun, dass dabei der Wahlzuckerl-Populismus bunteste Blüten treibt.”
Da kann man dir nur zustimmen. Ich habe im Beitrag ja auch gerade geschrieben, dass den Grünen zugute gehalten werden muss, dass sie sich nicht am Populismus-Wettlauf beteiligen. Was mich nur immer wieder stutzig macht, ist die ostentative Zurückhaltung, die mitunter ein bisserl verschlafen wirkende Vertretung grüner Positionen, jedenfalls in den Medien. Und zur Erklärung der Schlappheit darf nicht einzig und allein die Ausrede herhalten, wonach man sich nun einmal gegen Wahlzuckerln vor der Wahl verwehre. Auch sinnvolle Positionen können mit Verve vorgetragen werden, selbst wenn es immer mehr Arbeit erfordert, eine Argumentation stringent und verständlich vorzutragen.
“Die Menschen wählen Parteien mit unterschiedlichen Erwartungen und Ansprüchen. Die Erwartungen an die Grünen sind ganz andere als z. B. die an die FPÖ.”
Auch Wechselwähler, die ihre Stimme niemals an das Dritte Lager, aber wechselweise zwischen den anderen Parteien vergeben, haben gegenüber den Grünen als Wahlmöglichkeit Erwartungen, die einen müde geführten Wahlkampf allerdings definitiv ausschließen.
Was die Grünen bislang zu vermitteln verabsäumt haben, ist, dass sie im Wahlkampf mit Feuer bei der Sache sind. Durch den matt vorgetragenen Appell, ein Vizekanzler Strache müsse verhindert werden, wird man keinen Erfolg, wahrscheinlich noch nicht einmal die Konsolidierung des Stimmenanteils bei der letzten Nationalratswahl erreichen.
Die erste Plakatwelle der Grünen war eine Persönlichkeits-Kampagne für Van der Bellen. Es bleibt zu hoffen, dass die Plakatierung inhaltlicher Standpunkte eine Wahlkampfphase einläuten wird, in der die Grünen an medialer Aufmerksamkeit gewinnen.
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!!! | 1. September 2008 | 10:24
Sehr gelungene Analyse des grünen Dilemmas. Was hat dich dazu bewogen, dies hier als Gastartikel anstatt auf http://wahlen2008.blogspot.com zu machen (rein als Frage gemeint, ich finde es gut dass der Artikel hier steht)?
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!!! | 1. September 2008 | 13:38
“Was hat dich dazu bewogen, dies hier als Gastartikel anstatt auf http://wahlen2008.blogspot.com zu machen (rein als Frage gemeint, ich finde es gut dass der Artikel hier steht)?”
Weil ich davon ausgehe, dass auf “Zur Politik” die besten Voraussetzungen für eine gedeihliche Diskussion über den Beitrag gegeben sind. Immerhin lesen und kommentieren hier ja einige potentielle oder überzeugte Grün-WählerInnen.
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!!! | 1. September 2008 | 21:30
ich hab dir meine eindrücke ja eh schon beim korrekturlesen mitgeteilt
ich glaub nicht, dass die grünen böse erwachen. das schlimmste was ihnen passieren kann ist imo, dass die zugewinne sehr klein ausfallen. das ist angesichts einer doch ziemlich genau auf dieselbe klientel abzielenden neuen partei imo eine eigentlich sehr beachtliche sache. ich glaube, dass die grünen in der zweiten wahlkampfhälfte zulegen können, wenn sie dann die konzentration auf die themen legen wollen.
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1. September 2008 | 23:44
Hallo Philipp, wie immer sehr überlegte Worte von dir. Schön, wieder von dir zu lesen!
Der Erfolg der Grünen wird davon abhängen, inwiefern man eine Massenabwanderung zum LIF verhindern kann. Immerhin spekulieren laut “Presse”-Umfrage 39 % der Grün-Wähler mit dem LIF. Mit dem neuen Internetauftritt samt Blogsystem kann es schon sein, dass das LIf den Grünen wirklich sehr gefährlich werden könnte.
Wenn die Grünen gut abschneiden,was ihnen zu wünschen wäre, dann würden 15 % gut passen. Im schlimmsten Fall werden sie aber nicht mehr als 10 % bekommen.
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!!! | 2. September 2008 | 09:19
Philip, was war eigentlich der Grund für das Ende von LiA und warum gibt es kein Archiv? Wären die Nationalratswahlen und das Antreten des LIF nicht ein Grund für ein Comeback von LiA?
Ist eigentlich jemand von den Philip(p)s heute beim Onlinewahlkampf-Ideenworkshop des LIF dabei?
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!!! | 2. September 2008 | 10:32
@LAN: Der Grund war, dass ich keine Zeit mehr hatte für so ein aufwändiges Blog. Wenn man den ganzen Tag auf der Uni ist und erst abends heimkommt, wird es eben schwierig. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass wegen diesem Grund meine Beiträge immer schlechter geworden sind. Die alte Qualität konnte nicht aufrechterhalten werden.
Dazu möchte ich sagen, dass Liberal in Austria nie ein Parteiblog war, sondern stets nur mit liberalem Gedangut sympathisiert hat. Ich wurde natürlich zum Onlinewahlkampf-Ideenshop eingeladen, aber erstens will ich jetzt noch nicht zum willigen Parteiblogger mutieren, und zweitens kam die Einladung erst vorgestern, also zu kurz um einen Wienausflug zu planen.
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!!! | 2. September 2008 | 10:48
“Ist eigentlich jemand von den Philip(p)s heute beim Onlinewahlkampf-Ideenworkshop des LIF dabei?”
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich überhaupt erst gestern über Toms Twitter-Meldung erfahren habe, dass heute ein solcher Workshop stattfinden wird.
Ich weiß noch nicht einmal darüber Bescheid, was dort geworkshopt werden soll, geschweige denn, dass ich eine Einladung hätte.
Die Antwort ist also wohl “Nein”, auch wenn allein die Idee sehr interessant klingt.
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!!! | 2. September 2008 | 11:07
Mit der Balluch-Aktion haben sich die Grünen glaube ich selbst erschossen.
http://www.florianklenk.com/2008/09/wertekompass_verloren.php
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!!! | 3. September 2008 | 18:09
ist für mich der schlimmste klenk artikel, den ich je lesen musste. einerseits weil er bereits verurteilt, andererseits weil er das problem kleinredet, gegen das sich die grünen als einzige partei stellen.
van der bellen hatte in der pressestunde völlig recht mit dem was er sagte: pelzmäntel verätzen ist sachbeschädigung, keine bildung einer kriminellen organisation. selbst wenn die beschuldigten das gemacht haben: dafür über drei Monate im Gefängnis in der Untersuchungshaft zu sitzen – ohne Anklage – ist einfach nur ein skandal.
ich kann heute den hund meines nachbarns erschießen und werde dafür wegen sachbeschädigung eine geldstrafe zahlen müssen. aber wenn ich einen pelzmantel verätze oder einen reifen aufsteche sitze ich 110 tage im knast?
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3. September 2008 | 18:36
Jetzt sag doch was!