Blog

Lesezeit:

0.3

Minuten

Der Fall Stermann/Grissemann

Manchmal hasse ich meine Faulheit. Seit die ganze Geschichte mit der Haider-Petzner-Staatstrauer-Parodie der beiden grandiosen Satiriker Stermann und Grissemann trage ich mit mir den Gedanken herum, einen Artikel zu schreiben. Aber diese Tage sind meine faulen Tage, und weil das österreichische Feuilleton (das es nicht gibt) zu dem Thema ohnehin schweigt, gab es auch keine Eile. Jetzt, schon Wochen nach dem Ereignis, hat endlich Florian Klenk genau das geschrieben, was ich die ganze Zeit dachte.

Da hat mir die Faulheit wieder einen Artikel geklaut.

Hat dir der Eintrag gefallen? Hilf ihn zu verbreiten!
 
| 12. November 2008

6 Reaktionen bisher

    ak sagt:

    Ich hab ja schon die Fernsehdiskussion letzten Sonntag (IIRC) verfolgt, und die hat ja ein durchaus zu erwartendes Ergebnis gebracht, nämlich dass im wesentlichen alle auf der Seite von Stere&Grisse stehen, lediglich die rechten Recken gegen das Duo (und nonkonforme, nicht angenehme Kunst an sich) hetzen (no news on this planet…), und sich im wesentlichen alle anderen auf die Seite der beiden (und die Freiheit der Kunst an sich) stellen. Lediglich die Dame der SN war etwas sauer, weil sie kein Interview gekriegt hat.

    Like! Thumb up 0

    !!! | 13. November 2008 | 00:23
    Thomas sagt:

    Den BZÖ Kasperl hab ich am lustigsten gefunden. “Das ist nicht erlaubt, weil es Gefühle verletzt”. Ok. Hm… wenn der Stadler homosexuelle als “krank” oder “abartig” bezeichnet, verletzt das keine Gefühle? Wenn die ganze Partei gegen Ausländer hetzt, verletzt das keine Gefühle!?!?

    Like! Thumb up 0

    !!! | 13. November 2008 | 10:22
    cc2cc sagt:

    zu viel ehre fuer den Dörfler, das nochmals breitzutreten…

    Like! Thumb up 0

    !!! | 14. November 2008 | 01:43
    cc2cc sagt:

    …und warum fallen mir gerade jetzt die “comedian harmonists” ein?

    Like! Thumb up 0

    !!! | 14. November 2008 | 04:33
    veronika sagt:

    Kann mir jemand sagen, wo ich im web die aufzeichnung von der talkrunde im orf über den stermann-grissemann- “skandal” finde? habe es mir zum teil angesehn und würde es gerne noch einmal sehen

    grüße veronika

    Like! Thumb up 0

    !!! | 14. November 2008 | 11:28
    Moe sagt:

    Naja, sonderlich niveauvoll fand ich den Auftritt S&Gs ja nicht, um ehrlich zu sein. Allerdings ist es durchaus angebracht, den Totenkult und die Verherrlichung Jörg Haiders zu thematisieren. Wie kann man jemanden, der mit doppelt so hoher Geschwindigkeit als erlaubt und betrunken war, so derart zum Helden hochstilisieren? Warum lässt der Unfalltod Haiders die Umstrittenheit seiner Person posthum völlig verschwinden? Auch wenn es rein menschlich gesehen eine Tragödie ist, in so einen Unfall verwickelt zu werden, finde ich, ist es keine für sein politisches Wirken relevante Leistung, im angetrunkenen Zustand mit 140 Sachen gegen ein Verkehrsschild zu knallen.

    Und wenn nun schon das gesamte politische Österreich es in seiner lähmenden Harmoniesüchtigkeit nicht zustande bringt, diese Themen anzubringen und die Heroisierung Haiders etwas einzudämmen, dann muss es wenigstens der Kunst erlaubt sein, das auf den Punkt zu bringen – Was übrigens auch schon immer eine ihrer ureigensten Aufgaben war.

    Dass Haiders politische Erben die Künstler dafür dann mit “Auftrittsverboten”(!) belegen wollen, das grenzt schon fast an totalitäre Methoden und macht sprachlos.

    Österreich, quo vadis?

    Like! Thumb up 0

    !!! | 14. November 2008 | 12:20

Jetzt sag doch was!

Registrierte UserInnen surfen hier ohne Werbung!