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Linksliberale Islamkritik jetzt

In der Presse von Samstag stand ein Gastartikel zu den schockierenden Ergebnissen der Studie zu den Einstellungen muslimischer Religionslehrer. Im Artikel fordert der Autor Thomas Schmiedinger (mit dem ich an der Uni Wien noch nichts zu tun hatte) das Ende des konfessionell kontrollierten Religionsunterrichts, was mir als plausibles Argument erscheint. Ein Satz aber, der hat mir gar nicht gefallen.
Ein homogenisierender Blick auf den Islam ermöglichte den rassistischen Parteien am rechten Rand, gegen „die Moslems“ zu hetzen, und dem linksliberalen Spektrum, „die Muslime“ als wunderbare Bereicherung im Multikultizoo willkommen zu heißen.
Zwei Dinge stören, die zusammen nicht unwesentlich sind: Erstens sehe ich hier ein sprachliches Problem. Denn wann sind denn die Linksliberalen die Antipode von rechtsradikalen Rassisten geworden? Erste sind ein legitimer Teil des gemäßigt politischen Spektrum, zweitere agieren an der Grenze zum Verbotenen und immer wieder darüber hinaus.
[ad#ad-1]Eine solche von Klischees überladene Gegenüberstellung ist aufgrund meines zweiten Einwands nicht angebracht: Linksliberale sind nämlich keineswegs von einem (nicht existierenden) homogenen Islam begeistert (schon ob sie überhaupt “Multikulti”-Fans sind, darf man als Streitthema in den Raum stellen). Wie ich jüngst wieder feststellen musste, wirft man ihnen diese Pauschalisierung paradoxerweise immer dann vor, wenn sie sich bemühen mehr Differenzierung in der Islamkritik unterzubringen.
Nun verkehre ich im echten wie im digitalen Leben durchaus häufig in linksliberalen Kreisen, und mir ist noch nie dieser so oft kritisierte, ominöse Multikulti-Fan untergekommen, der es zum Beispiel akzeptiert, wenn ein moslemischer Mann seine Frau schlägt. Der Anschein, dass Linksliberale mit “dem kompletten Islam” und all seinen Facetten einverstanden sind und jeden Mist bedingungslos tolerieren wollen, entsteht offensichtlich aus der Auseinandersetzung mit den rechtsliberalen Broderisten und gewöhnlichen Rechtsextremen.
Gegen eine pauschale Verunglimpfung einer kompletten Weltreligion anzureden ist halt schwierig. Wenn man nicht immer wieder wie ein kaputter Politiker betont, dass man selbst ja eh um die Probleme bescheid wisse (aber doch bitte trotzdem zur vernünftigen Differenzierung aufrufe) steht man auch als von Menschenrechten, Demokratie und Säkularität zutiefst überzeugter Agnostiker schnell als Freund von Islamisten, Klerikalfaschisten und auch radikalen, gläubigen Konservativen da.
Dumme Pauschalierungen, verhetzte Parolen und hirnverbrannte Vergleiche sind in der Debatte nunmal viel einfacher einzusetzen als überzeugende Differenzierungen. Es ist absurd. Weil man Vernunft will, steht man blöd da. Und weil man sich mit den intellektuellen Stümpern der einen Seite zu sehr auseinandersetzt, kommt gar nicht erst angemessen dazu, auch die andere Seite zu kritisieren (obwohl man mit dieser ja sogar noch weniger anfangen kann).
Der im Eingangszitat implizierte Vorwurf an die Linksliberalen ist jedenfalls nicht angebracht. Deshalb muss damit nun Schluss sein. Die Broderisten und Rechten dürfen nicht länger den Linksliberalen die Themen vorgeben und sie in die Defensive drängen. Sollen sie pauschalisieren und sich vor den Augen aufmerksamer Beobachter lächerlich machen. Die Bevölkerung ist nicht so blöd, dass sie ihnen in Scharen nachlaufen wird – sie hat nichts gegen MuslimInnen, weiß dass die nicht alle gefährlich sind und will einfach nur, dass die tatsächlichen Probleme angesprochen und gelöst werden.
Es ist für Linksliberale wieder höchst an der Zeit selbstständig die offensichtlichen Probleme bei Minderheiten (aber signifikanten Teilen) unserer islamischen MitbürgerInnen (und bei größeren Teilen der außereuropäischen, islamischen Welt) anzusprechen. Nicht die hübschen Moscheen und Minarette, nicht die Kopftücher, nicht die Kebapbuden, nicht “der Kern” dieser vielfältigen Religion, nicht jene vielen Menschen die hier mit uns schon so lange glücklich und friedlich leben sind das Problem.
Ein Problem gibt es beispielsweise, wenn Anas Schakfeh Israels Auslöschung in einer ZiB als “Utopie” bezeichnet, wenn manche Religionslehrer die Demokratie mit ihrer Religion nicht als vereinbar sehen und der Glaubensgemeinschafts-Sprecher das herunterspielt, oder wenn die Gleichstellung der Frau von irgendjemandem auch nur ansatzweise in Zweifel gezogen wird. Und eben auch dann, wenn die guten Menschen unter den Muslimen hierzulande nicht so gut behandelt werden, wie es sein sollte. Wie bei allen Religionen und Ideologien sind nur die Teile das Problem, die geistig noch nicht in der Moderne angekommen sind. Wie groß diese Teile nun im Endeffekt auch sein mögen, sie sind nicht allein “der Islam”.
Wenn endlich auch diese hier grob umrissene und vernünftige, differenzierte Islamkritik die öffentliche Debatte erreicht, müssen sich die polemischen Broders, die Tunnelblickler unter den Politically Incorrectlern und die geistig verlorenen Winters endlich warm anziehen. Dann sind die Linksliberale endlich dort, wo sie hingehören.
Ich hab die Schnauze voll davon, immer wieder als Kapitulierer und Islamistenfreund missverstanden und verunglimpft zu werden. Wir Linksliberalen sind doch die, welche die westlichen Werte von Demokratie, Freiheit, Toleranz und Säkularität als Ganzes wirklich verstanden haben. Wir sind nicht zu weich, naiv oder blöd. Wir sind nur falsch fokussiert und zu leise.
Ja. Wo zum Teufel sind wir?
Fotocredits: mhobl
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35 Reaktionen bisher
Linksliberale Islamkritik jetzt http://is.gd/hVEx
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!!! | 31. January 2009 | 20:36
RT: @schaffertom: Linksliberale Islamkritik jetzt http://is.gd/hVEx
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!!! | 31. January 2009 | 20:44
Deine Herangehensweise ist also die “vernünftige”, du Prototyp des Linksliberalen hast also die “Werte von Demokratie, Freiheit, Toleranz und Säkularität als Ganzes wirklich verstanden”, der Rest der Weltbevölkerung scheinbar nicht.
Guter Mann, du hast ein schweres Problem! Selbstgefällig, überheblich, besserwisserisch, unerträglich: Ladys and Gentleman: Mr. Tom Schaffer!
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!!! | 31. January 2009 | 20:57
Ich bin nicht linksliberal um linksliberal zu sein, sondern weil ich die Antworten aus diesem Spektrums am öftesten für richtig halte. Wenn dein Beitrag also daraus besteht, das nicht zu kapieren und dann ohne eine sekunde des nachdenkens schnellschuss-beleidigungen abzufeuern, dann husch husch zurück in dein Blog.
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31. January 2009 | 20:59
Werter Zwischenrufer, bei allem Respekt, mich würde interessieren ob du an dem Text abseits des “Plädoyers für Linksliberale” (man mag es als Selbstbeweihräucherung von Tom verstehen oder nicht) etwas auszusetzen? Kritik an der Herangehensweise zur Sache an sich?
Bitte her damit, denn mit dem persönlichen Untergriff hast du exakt nichts erreicht, außer deine eigene Diskursfähigkeit in Zweifel zu ziehen.
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!!! | 31. January 2009 | 21:13
Schaffer hat bereits in vorhergehenden Artikeln mehrmals unter Beweis gestellt, dass er seine Meinung über den Islam und seine Grundlagen lediglich aus dem Bauch heraus begründen kann, diese aber als Tatsache betrachtet. Auch in diesem Beitrag glänzt er weniger durch stichhaltige Argumente, als durch Behauptungen. Zu den einzelnen Stellen, die ich für besonders daneben halte:
Wäre eine Mosche lediglich ein Gebetshaus, vergleichbar einer christlichen Kirche, so hätte ich überhaupt kein Problem damit. Tatsächlich ist eine Moschee (wörtlich “Ort der Niederwerfung”) aber nicht ausschließlich sakraler Ort, sondern darüber hinaus auch ein politischer und sozialer Treffpunkt. Das ist unter anderem darin begründet, dass der Islam keine Trennung zwischen Religion, Gesellschaft und Politik kennt. Da Tom Schaffer das aber gerne behautet: Ich hätte gerne ein einziges Gegen-Beispiel! Nur eines!
Die Moscheen, die momentan neu errichtet werden (etwa in Köln), sind in sich geschlossene Parallelwelten, die die Integration nicht fördern, sondern sie im Gegenteil, noch mehr erschweren. Auch die Moschee in Wien Dammstraße ist nicht nur sakraler Bau, sondern beinhaltet mehrere Seminar- und Konferenzräume, einen türkischen Privatkindergarten, Wohnungen, einen türkischen Supermarkt und Friseur. Der Imam regelt nicht nur das religiöse, sonder auch das zivile Leben der Gläubigen. Religion, Gesellschaft und Politik fließen hier ineinander, und jeder kann es sehen, der es sehen will!
Zum Kopftuch: das ist eben nicht ein einfaches Stück Stoff, wenn es das wäre, würde nicht so viel Aufsehens darüber gemacht. Das Kopftuch/Hijab/Schleier symbolisiert die juristische, soziale und existentielle Unterlegenheit der islamischen Frauen den islamischen Männern gegenüber aus. Die in Paris lebende Iranerin Chahdortt Djavann drückt dies so aus:
Im Beitrag schreibt Schaffer mehrmals vom „Kern“ der islamischen Religion, ohne diesen näher zu benennen. Wovon spricht er? Von jenen Stellen im Koran, in denen zufällig gerade einmal nicht von Gewalt die Rede ist? Im Koran finden sich 206 Stellen, die zur Gewalt gegen Ungläubige und zur gewaltsamen Verbreitung des Glaubens aufrufen. Anders als beispielsweise die Bibel ist der Koran nicht zu interpretieren oder auszulegen, jeder Versuch wird bereits als Frevel und schwere Sünde betrachtet. Welchen Kern meint Tom Schaffer also? Die Hadith und Sunna (Überlieferungen von Mohammeds Handlungen und Aussprüchen), die für jeden gläubigen Moslem ebenso bestimmend sind, wie der Inhalt des Koran? Es zeugt von einer gehörigen Portion europäischem Chauvinismus, den Mohammedanern erklären zu wollen, was eigentlich der „Kern“ ihrer Religion ist, nur um das eigene politische Gewissen zu beruhigen. Der türkische Ministerpäsidenten Recep Tayyip Erdogan, seines Zeichens auch Vorsitzender der islamischen AKP-Partei, meint zur Bestrebung den Islam in einen moderaten und einen radikalen Teil spalten zu wollen folgendes:
Weiß es Tom Schaffer wirklich besser?
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!!! | 31. January 2009 | 22:07
Warum nicht gleich so?
Ohne mich jetzt mit allem auseinander zu setzen will ich nur eines herauszeichnen, weil es mir in der Verständnisfrage sehr wichtig erscheint:
Von wem? Von jenen Moslems, Männern und Frauen, die hier tatsächlich ein selbstbestimmtes Leben leben ohne ihren Glauben aufzugeben?
Ja, diese gibt es, und selbst wenn du jetzt vermutlich in den Raum stellst, das diese von der Mehrheit ihrer “Mitgläubigen” als “unislamisch” gesehen würden: Sind das dann nicht genau die, die die beispielgebend für die Moslems in Europa werden sollten? Auch sie werden vom grassierenden Pauschalismus zu dem Thema getroffen.
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!!! | 31. January 2009 | 22:20
Nein, aus Erfahrung mit muslimischen Freunden und Mitmenschen heraus. Aus Gelesenem heraus. Aus Wissen heraus.
Ich bin klarerweise kein islamischer Theologe. Aber ich sehe, dass es Muslime gibt, die kein Problem für mich darstellen. Und dagegen wirst du niemals auch nur das geringste Argument finden. Ein einziger demokratiefreundlicher, menschenrechtsbefürwortender, integrierter Moslem macht deine Pauschalattacken schlichtweg KAPUTT.
Ich bin in einen katholischen Kindergarten gegangen, der neben einer katholischen Kirche stand, der neben einem in katholischen Eigentum befindlichen Haus mit Gesellschaftsräumen lag, nicht weitdaneben gab es einen Friseur der mit hoher wahrscheinlichkeit Katholik war und stell dir vor, ein österreichischer Supermarkt war auch in der Nähe. Hundert Meter Luftlinie von meinem Studentenheim ist ein evangelisches Studentenheim, zweihundert Meter weiter ein katholisches.
Wo soll da der Unterschied bestehen? Du deutest eine ganz normale Erscheinung von Religionsgemeisnchaften beim Islam wie es dir passt zum Monster-Syndrom um.
Ich lass mich hier nicht auf eine Kopftuchdebatte ein. Deine Argumentation ist eine radikale Interpretation und führt darauf hinaus, dass eine Frau ein Kopftuch angeblich überhaupt nicht freiwillig tragen kann. Wie soll ich das ernst nehmen?
Keinen. Der steht da in Anführungszeichen, weil Leute wie du ständig davon reden.
Aha. Von wem?
Und stopp. Du wirst mir jetzt nicht wieder eine defensive Haltung aufzwängen, in der ich permanent den Islam gegen deine Pauschalattacken verteidigen muss. Wenn du meinst, du müsstest 1,4 Milliarden Menschen auf der Welt und einige Millionen in Europa umerziehen, weil ihre Religion unvereinbar mit universellen menschlichen Werten ist, dann seis drum. Ich kann dir da anscheinend nicht helfen.
Ich hab kapiert wie du tickst. Lass es.
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31. January 2009 | 22:20
Linke und Liberale, die den Islam kritisieren, gibt es schon ewig. Ich hatte damit nie ein Problem; vermutlich weil mein türkischer Schulfreund Atheist war und nichts gutes über den Islam zu sagen hatte.
Nur wurden linke und liberale Islamkritiker ständig von anderen Linken und Liberalen reflexartig ins rechte Eck gestellt um sich als 150%-ige Antifaschisten zu profilieren, anstatt eine produktive linke und liberale Meinungsvielfalt zuzulassen und zu forcieren.
Damit wurde die beste PR für die Rechten gemacht, denn die nehmen die Rolle als Islamkritiker nun unverdient aber dankend an. Z.b. in Form von Susanne Winter, die offenbar keine Ahnung hat und möglicherweise ein paar Zeilen bei Ayaan Hirsi Ali gelesen hat.
Linke und Liberale werden nun auf ein zwei Generationen lang pauschal als Naivlinge gelten, die das Offensichtliche nicht erkannt haben.
Das Gleiche sieht man in der Immigrationspolitik.
Wenn man nämlich Kritik aus dem eigenen Lager verbannt und verunglimpft und dann an der Kritik vielleicht doch etwas dran ist, dann hat man den Salat.
Nun kommen all diejenigen, die Islamkritiker stets verunglimpften, plötzlich drauf, dass das mit der wunderbaren Friedensreligion vielleicht doch nicht so ganz stimmen kann. Also wird nun zaghaft eine Islamkritik formuliert, die sich letztlich inhaltlich mit dem deckt, was Islamkritiker schon seit über zehn Jahren sagen.
Linke und Liberale Islamkritiker? Wie wäre es mit Ayaan Hirsi Ali, Wafa Sultan, Pim Fortyn, Theo van Gogh, Geert Wilders, Ibn Warraq (ganz wichtig), Alf Poier, Alice Schwarzer, Ralph Giordano und ja, Henryk Broder, Jyllands Posten, Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), Michael Schmidt Salomon, Homo Darabi, den Sozialisten und Kommunisten im Iran, die mithalfen, den Schah zu stürzen und dann von den Islamisten ermordet wurden plus ihrem Vordenker, Karl Marx.
Es wäre nun angebracht, dass beispielsweise gewisse Leute beim Standard und Falter, die plötzlich ganz andere Töne anschlagen, nachträglich ihre Einschätzungen revidieren, anstatt so zu tun, als würden sie eine ganz neue, weil linke und liberale Islamkritik formulieren.
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!!! | 31. January 2009 | 23:39
Broder in linker/liberaler Islamkritiker? Ein von PI und Konsorten gefeierter Polemiker und Pauschalist?
Ganz bestimmt.
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!!! | 31. January 2009 | 23:50
Das stimmt so nicht. Lies mal im letzten Kapitel der Offenbarung:
Gilt zwar technisch gesehen nur für die Offenbarung selbst, aber die Stossrichtung ist klar.
Die Bibel ist aber über einen langen historischen Zeitraum von widersprüchlichen Gruppierungen geschrieben und immer wieder umformuliert worden. Sie ist daher höchst wiedersprüchlich und eignet sich zum Zitate klauben um fast beliebige Positionen zu stützen.
Weiters hat die katholische Kirche die Erkenntnisse der historisch-kritischen Methode anerkannt, die aufzeigte, dass die Bücher der Bibel eben nicht sonderlich historisch sind und dass an ihnen herumgebastelt wurde.
Der Katholizismus ist jedenfalls nicht liberal, auch nicht in seinem Kern. Es geht halt kaum jemand mehr in die Kirche und die Gläubigen ignorieren, was ihnen nicht passt.
Dass Jesus die Scheidung verteufelt hat, daran gibt es beispielsweise nichts zu rütteln oder zu interpretieren. Aber Geschiedene als Sünder darzustellen, das traut sich die katholische Kirche aus PR-Gründen auch noch kaum.
Zwischenrufer, wir Atheisten brauchen, wenn wir den Islam kritisieren wollen, ihn nicht mit dem Christentum zu vergleichen. Das ist das Problem liberaler Christen.
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!!! | 31. January 2009 | 23:57
PI feiert auch den Zentralrat der Ex-Muslime, in dem lauter Kommunisten sitzen. Du machst den notorischen Fehler, dein eigenes Lager über die Definition des gegnerischen Lagers zu definieren.
Wenn PI schreibt, dass alle Linken den Islam naiverweise verteidigen, dann fühlen sich einige wohl dazu berufen, das auch wirklich zu tun.
Henryk Broder ist ein Polemiker, den man schwer einordnen kann. Was ist denn so eindeutig rechts an ihm? Fordert er Law and Order? Hat er etwa etwas gegen Schwarze? Will er Frauen an den Herd verbannen? Ist er Europa-feindlicher Nationalist? Verunglimpft er kritische Kunst?
Nein, ganz im Gegenteil!
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!!! | 1. February 2009 | 00:05
Ich habe Broder nicht direkt dem rechten Lager zugeschrieben, ich habe aber gesagt, dass er hauptsächlich von diesem gefeiert wird. Und ich behaupte, dass er sich dessen durchaus bewusst ist, und viele seiner Aussagen/Aktionen finde ich grenzwertig und einem Diskurs nicht unbedingt zugetan. Eher im Gegenteil, und das micht ihn für mich dann doch ein bisschen “rechts”, wenn er polemische Pauschalaussagen trifft, die geeignet sind einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, bzw. diesen noch ein Stückchen mehr einzuschlagen. Seine Religions”kritik” weißt ähnliche Muster auf wie “gewöhnlicher” Rassismus, und auch er dividiert die Leute stark auseinander wegen eines Merkmals für das sie nichts können (wowohl aber durchaus für seine jew. Ausprägungen die individuell verschieden sein können). Leute werden zumeist in eine Religion “hineingeboren”. Er treibt sein Spiel mit dem rechten Rand und ich finde sowas färbt auf Dauer ab.
Ich für meinen Teil, der ich mich als Mitte-Links einordnen würde, verteidige den Islam nicht. Ich verteidige den vernünftigen Diskurs, der zu differenzieren weiß.
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!!! | 1. February 2009 | 00:35
@Tom: Ich glaub, Du tust Broder etwas unrecht. Wenn ich Deinen Beitrag hier lese und das was Broder (der sich übrigens auch links einordnet) so schreibt, dann liegt ihr nicht wirklich so weit auseinander (Broder schreibt natürlich polemischer).
@Zwischenrufer: Der Islam ist nicht unveränderlich. Du hast recht, dass im Augenblick der Islamismus in seinen verschiedenen Ausprägungen die vorherrschende theologische Strömung ist und andere Auslegungen gewaltsam unterdrückt werden. Es gibt aber z.B: bei den Kurden schon großartige Veränderungen (ich nehme an, Du kennst das WADI-Blog).
Letztendlich ist der Koran und der Klerus nicht entscheidend. Der Versuch, eine Gesellschaft durch ihre religiösen Bücher zu erfassen ist immer zum scheitern verurteilt. Man muss sich dazu nur die Veränderungen im Christentum anschauen – die Bibel hat sich aber in den letzten Jahrhunderten nicht verändert, oder?
Das selber gilt auch für die Religionslehrer. Es gibt bestimmt auch katholische Religionslehrer mit bedenklichen Ansichten. Das ist aber wurscht, weil es niemanden interessiert. Genauso wie es unbedeutend ist, wer der Bischof von Linz ist. Ob der nun liberal oder erzkonservativ ist, wird das täglichen Leben nicht beeinflussen.
Das Problem, das wir hier in Österreich haben ist, dass “unsere” Moslems (bzw. die meisten Moslems in Europa) zu einem großen Teil aus extrem bildungsfernen Schichten kommen. Das liegt an der Art, wie wir unsere Einwanderung organisiert haben (z.B. die Moslems in den USA gehören üblicherweise der Upper-Middleclass an und verdienen deutlich mehr als der Durchschnittsamerikaner). Und leider ist es anscheinend extrem schwer, Leute aus einer bildungsfernen Schicht dazu zu bewegen, ihren Kindern durch Bildung ein besseres Leben zu ermöglichen (ich persönlich bin ja der Ansicht, dass wir den Sozialstaat mal etwas zurückdrehen sollten, damit das Verharren in der Steinzeit etwas unangenehmer wird).
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!!! | 1. February 2009 | 00:51
naja dieter – so die superüberzeugende liste ist das ja nicht.
Hirsi Ali is a member of the VVD, a Dutch political party that combines conservative views on the economy, foreign policy, crime and immigration with a liberal stance on drugs, abortion and homosexuality.
konnte ich auf die schnelle nicht links oder rechts zuordnen
He was labelled a far-right populist by his opponents and in the media, but he fiercely rejected this label[6] … In The Netherlands he is also mainly seen as a populist, more than a fascist or radical right-wing populist[7] While Fortuyn compared his own politics to centre-right politicians such as Silvio Berlusconi of Italy,
Van Gogh was … a friend and supporter of the controversial Dutch politician Pim Fortuyn who was assassinated in 2002. He was also a staunch supporter of the 2003 invasion of Iraq… When he was criticized by the Jewish historian Evelien Gans, he wrote in Folia Civitatis magazine: “I suspect that Ms. Gans gets wet dreams about being fucked by Dr Mengele.”
He is for free market, for unrestricted freedom of speech, for a small government and against multicultural relativism and politically correct dogmas. Geert Wilders favors the restriction of immigration to the Netherlands, particularly from non-Western countries.
kann ich nicht rechts oder links zuordnen
ok, ich nehm an die kann man zum mitte-links spektrum zählen.
und nein. sorry, aber mir einen broder noch als linksliberalen reindrücken zu wollen geht zu weit
The paper officially supported the Conservative People’s Party until 1938. Since then, it has considered itself an independent liberal-conservative (bourgeoisie) newspaper.
ok, kannte ich nicht
lass ich mangels informationen auch gelten.
Was ich damit aufzeigen will. Du hast uns hier eine schöne Liste an pauschalisierenden Provokateuren aufgetischt, die aber mit Ausnahmen nicht allzu überzeugend tatsächlich einem linksliberalen Spektrum zuzuordnen sind. Keiner von denen hat auch nur ansatzweise sowas wie einen auf Dialog ausgerichteten Standpunkt. Da ist volle Konfrontation angesagt.
Aber es ist eigentlich egal, ob deine Liste nun hauptsächlich links- oder rechtsliberale enthält. Ich sag es ja: Die linksliberale Islamkritik gibt es schon immer, man hört sie nur nicht. Was man hingegen immer hört sind diese vielen rechtsliberalen Polemiker und Populisten die du hier aufgezählt hast – und die halte ich wegen ihrer Polemik wiederum für mitschuldig, dass sich Linksliberale erstmal von ihnen abgrenzen wollen und so nicht zum eigentlichen Thema kommen.
Man hat es ja hier gesehen. Ich wollte die rechte/rechtsliberale Kritik ignorieren und meinen eigenen Versuch starten bzw. Linksliberale dazu aufrufen das verstärkt zu tun, sofort muss ich mich wieder von völlig unversöhnlichen Broder-Jüngern dafür rechtfertigen, warum ich in deren Pauschalurteile keinesfalls einstimmen möchte (nachdem ich erstmal beschimpft wurde).
So kanns ja einfach nicht gehen.
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1. February 2009 | 02:28
“Dialog” bedeutet zunächst einmal “Zwiegespräch”. Das kann auch Streit sein und Streit ist gut und notwendig. Wenn es um Streit zwischen politischen Lagern, mit der Kirche oder sonstwem geht, sind wir ja auch nicht so verkrampft.
Leider wird unter “Dialog” heute eher “Um den heißen Brei reden” verstanden.
“Kritik” ist auch kein Dialog, sondern man kann eine Ideologie, oder Religion, wie Neoliberalismus, Kommunismus, Monetarismus, Gendertheorie usw. kritisieren, ohne dabei konkret auf irgendwelche Personen bezug zu nehmen. Die Islamkritik beschäftigt sich nicht mit irgendwelchen Integrationsproblemen, die mit allem möglichen zu tun haben, was gar nichts mit dem Islam zu tun hat.
“Kritik” ist auch nicht das gleiche wie “Reformation”. Wer den Katholizismus kritisiert, muss keine Neuinterpretationen anbieten.
“rechtsliberal” ist für dich wohl jeder, der für Marktwirtschaft ist. Wirtschaftspolitik ist hier aber nicht das Thema. “Links” und “Liberal” habe ich im gesellschaftspolitischen Sinn benutzt.
“Homa Darabi” habe ich falsch geschrieben. Sie hatte ein ähnliches Schicksal wie Mina Ahadi. Ihre Schwester wurde von den Mullahs ermordet. In Kanada verhinderte sie die Schnappsidee, die Scharia für Muslime tw. einzuführen.
“Pim Fortyn” war schwul und die Homophobie unter Muslimen, bewog ihn, politisch aktiv zu werden. Vieles, was islamkritische europäische Politiker machen ist unausgegoren und aus der Hüfte geschossen. Das liegt aber auch daran, dass sie keine intellektuelle Unterstützung und Freund haben. Wenn die Sozialdemorkatie lediglich aus Werner Faymann bestehen würde, dann wäre das Resultat auch nicht sonderlich erbaulich.
Lies doch erst einmal Ibn Warraqs Buch. Die Rushdie Affäre hat ihn dazu bewogen, das Buch in den 90ern zu verfassen. Er erklärt den Islam und was daran problematisch ist, ausführlich und nüchtern.
Populäre Bücher von Islamwissenschaftlern weil die häufig mit dem Islam sympathisieren, oder der Nettigkeit halber die Überlieferungen als historisch Auffassen, schönfärben usw.
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!!! | 1. February 2009 | 14:39
@Georg:
Das Buch “Schwarzbuch Markenfirmen” von Klaus-Werner Lobo wurde in der rechtsextremen National-Zeitung positiv aufgenommen. Ist der deshalb jetzt ein Rechter? Wohl kaum.
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!!! | 1. February 2009 | 14:43
Klaus Werner-Lobo wurde von diesen Kreisen auch schon radikaler Marxist (o.ä.) beschmipft.
Das Problem ist: selbst wenn wir Abstand von der Einordnung ins links-rechts Schema nehmen, bleibt den “Beiträgen” Broders zum Thema, dass sie nicht geeignet sind, einen konstruktiven Dialog hervorzubringen. Der kann auch im Streit enstehen, weil man durchaus sachlich streiten kann. Ich sehe nicht, wo Broders Texte bzw. seine niveaulose Art sich mit Kritikern aus den “linken” Reihnen auseinanderzusetzen werder unter den “Islamkritikern” noch mit den “Betroffenen”, also den Musliminnen und Muslimen die ständig mit der Pauschalismuskeule beackert werden, hervorbringen sollte.
Und wenn Aussagen nur zum Streit und nicht zum Dialog führen können, sind sie wohl hetzerisch und entbehrlich.
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!!! | 1. February 2009 | 14:53
@Georg: Ich glaube auch nicht, dass Broder unbedingt versucht mit jemanden in Dialog zu treten (nicht, dass das seine Aufgabe wäre). Allgemein denke ich, wird hier zu viel auf den “Dialog” gesetzt. Es wurde schon mehrfach angemerkt, dass die islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich nur eine kleine Minderheit der Moslems vertritt. Otto-Normal-Moslem in Österreich hat mit der islamischen Glaubensgemeinschaft praktisch nix zu tun.
Wir müssen versuchen über Bildung, bessere Integration (und den daraus resultierenden höheren Lebensstandard) eine Säkularisierung herbeizuführen und nicht mit dem Klerus in einen Dialog treten, der keines der Probleme lösen kann, weil er keine legitime Vertretung unseres Integrationsproblems ist.
Niemand würde auf die Idee kommen mit der katholischen Kirche wegen z.B. deren Ansichten zur Homosexualität in Dialog zu treten, weil sich die Theologie nun mal nicht verhandeln lässt. Warum müssen wir das mit der islamischen Glaubensgemeinschaft versuchen?
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!!! | 1. February 2009 | 15:17
Henryk Broder attackiert da auch seine eigene, frühere Naivität. Aber den Vorwurf, die falsche Kritik zu betreiben, der wurde immer und bei jedem gemacht. Hans-Peter Raddatz wurde in einer ORF-Diskussion vom moderierenden Peter Pelinka schon mal einleitend als “Islamfresser” vorgestellt.
In einem derartig gehässigen Umfeld kommt es eben, dass sich hauptsächlich Rüpel und Polemiker vortrauen. Eben Leute wie Theo Van Gogh und Henryk Broder. Zum Glück gab es wenigstens diese Leute.
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!!! | 1. February 2009 | 15:23
Ich rede nicht von dem Dialog, in dem sich jetzt irgenwie bestimmt definierte Gruppen zu Verhandlungen treffen. Er findet ohnehin auf einer anderen Ebene statt.
Ich will, dass wir jenen Moslems den Rücken stärken, die hier selbstbestimmt und “westlich” leben, und das mit ihrem Glauben vereinbar sehen. Sowas muss auch von muslimischen Kulturvereinen, Religionsverbänden und damit auch von der IGGiÖ als einen Teil davon gefordert und gefördert werden. Das beginnt bei der eigentlichen Vereinsarbeit, bei den Kriterien und Vermittlungsinhalten der Lehrer geht aber auch in den Bereich öffentliche Kommunikation (zu ihrer selbst Willen).
Überhaupt sollte man von jedem religiös-kulturelle orientiertem Verein/Gemeinschaft ein schriftliches wie öffentliches Bekenntnis zu westlichen Grundwerten (Demokratie, Gleichberechtigung…) verlangen.
Und ja, mehr Säkularisierung wäre wünschenswert, doch solange etwa das Ende des Religionsunterrichts an Schulen noch nicht durchsetzbar ist, gilt für alle anerkannten Religionsgemeinschaften “gleiche Rechte, gleiche Pflichten”.
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!!! | 1. February 2009 | 15:30
“Wie wäre es mit Ayaan Hirsi Ali”
Also diese Frau als “Provokateurin” zu bezeichnen ist eine Ungeheuerlichkeit. Das sag ich jetzt mal als Frau. Sie hat das alles durchgemacht und bekommt wie so viele andere Islamkritiker Morddrohungen! Sie hat halt die Erfahrung gemacht, daß es von Seiten der muslimischen Männer nun mal keinen Dialog mit Frauen gibt, auch nicht mit Schwulen übrigens. Das ist ihre Wirklichkeit! Glaubst du nicht, daß sie es oft genug versucht hat, genauso wie andere Ex-Muslima oder beispielsweise Ex-Frauen von Moslems, die angebliche deren “Ehre” beschmutzt haben.Was gibt es da noch zu besprechen? Was war denn mit dem Kalisch, der im Münster Institut Koranforschung betrieben hat. Schon das alleine ist von Todesdrohungen begleitet, das Institut mußte umgesiedelt werden, sogar seine unbeteiligten Angestellten erhielten Morddrohungen, nur weil sie geforscht hatten. Die Stelle wurde aufgelöst, die Islamverbände fordern muslimische “Wissenschaftler” auf dieser Stelle. Erdogan himself sagt: es gibt keinen moderaten Islam! Unzählige Menschen werden verfolgt gefoltert und getötet, weil sie es wagten, den Koran zu kritisieren bzw. sie – wie z.B. Karl Lagerfeld damals – nur Symbole abgebildet haben. In Indien (Goa) darf nicht mehr gefeiert werden, Paris-Dakar wird nach Südamerika verlegt – aus Angst vor Anschlägen!!! Das ist auch schon Realität! Auch Ungläubigen geht es natürlich nicht besser, aber der brutale Haß richtet sich gegen EX-MUSLIME. besonders gegen die Frauen. Ihr könnt doch nicht ignorieren, wie diese Menschen, die Koranforschung oder Kritik am Islam betreiben, in ständiger Angst und Verfolgung leben und ihr eigenes bisheriges Leben gar nicht mehr fortsetzen können, selbst wenn sie es wollten.
Hier sind noch andere erwähnt: http://www.petitiononline.com/dreinein/petition.html.
Es ist doch …egal ob jemand rechts oder links ist. Frauen-, Juden-, Schwulenhaß geht gar nicht! Das muß auch immer so geäußert werden dürfen.
Ich bin sehr froh, daß diese Diskussion hier angestoßen wurde. Als Linker muß man derzeit gründlich über seine Positionen nachdenken – ohne schizophren zu werden: was hat Priorität? Religionsfreiheit oder Persönlichkeits- bzw. Menschenrecht?
Weiteres schweigen hilft niemandem.
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!!! | 2. February 2009 | 05:11
@ Tom Schaffer,
ein gelungener Artikel. Tatsächlich wird man von “gewissen Kreisen” beim Versuch der Differenzierung automatisch als “Feind” deklariert.
Gegen eine derartige Deklaration kann man zudem nicht andiskutieren. Wer ausschließlich in sterotypen Feindbildern denkt, ist, ganz unabhängig von der politischen Verortung, derart dogmatisch, dass sein Weltbild die Farbtöne zwischen Schwarz und Weiß nicht mehr wahrnehmen kann und daher auch ausserhalb der Gemeinschaft der Diskussionsfähigen.
In diesem Sinne,
mehr solche Artiikel bitte.
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!!! | 2. February 2009 | 13:54
Das ist ja keine auf individuelle Fälle ausgerichtete Diskussion, sondern eine die auf die europäische Gesamtgesellschaft ausgerichtet ist. Niemand will leugnen, dass es Probleme mit Teilen des Islams gibt, und schon gar nicht dass es Probleme außerhalb Europas gibt.
Jedoch: Nur weil Ali Hirsi schreckliches erlebt (hat), hat sie aber trotzdem nicht mit allem Recht was sie von sich gibt. Da muss man schon aufpassen. Niemand will ihr Schicksal beschönigen, aber gerade Leidensgeschichten ermöglichen verständlicherweise oftmals keine nüchterne und objektive Auseinandersetzung mit dem so emotionalisierten Thema.
Völlige Zustimmung. Das ist etwas, dass aber glaube ich weder links- nocht rechtsliberale auch nur ansatzweise unterdrücken.
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2. February 2009 | 15:54
Möchte nur allgemein dezent drauf hinweisen, dass das “Individuelle Leidensgeschichten sind ja nicht repräsentativ und emotionalisieren nur noch mehr, dürfen also in der Diskussion nicht zu ernst genommen werden” – Argument genau jenes der Rechten gegen Arigona ist/war ! Abstrakte Strukturen kann man aber nur an jenen konkreten Geschichten überhaupt ausmachen ! Nur weil manche solche persönlichen Geschichten wieder in die eine oder andre Richtung ausschlachten mögen, dürfen diese aber nicht antizipatorisch draußengelassen oder weniger ernst genommen werden, damit gäben wir den Instrumentalisierern ja wieder indirekt Recht!
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!!! | 2. February 2009 | 18:25
Das ist ja auch prinzipiell richtig, aber halt zu kurz gegriffen. Der Fall Arigona ist nicht tragisch, weil es Arigona erwischt hat, sondern weil er einen argen Missstand in unserem allgemeinen Rechtssystem aufzeigt. Ich protestiere dagegen nicht unmittelbar für Arigona, sondern für eine Reform des Systems.
Ali Hirsi wird nicht draussengelassen. Sie kann machen und sagen was sie will. Aber sie hat trotz oder sogar wegen der persönlichen Betroffenheit meiner Ansicht nach nicht die richtigen Schlussfolgerungen und Antworten für die europäische Gesellschaft.
Es gibt einen guten Grund, warum Betroffene von Straftaten nicht die Urteile über die Täter fällen. Sie haben jedes Recht emotional zu sein. Und eine hoher Grad an Emotionalität erlaubt selten vernünftige Antworten.
Bei moralisch-ethische Debatten sieht das imo nicht anders aus.
(Ich kann da jetzt weit ausholen und das bis in den Nahostkonflikt ausdehnen, der imo nicht gelöst wird, weil zu wenige verstehen, dass das verständliche Handeln nicht automatisch das lösungsorientiert richtige ist.)
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2. February 2009 | 18:42
Es hat sich aber vorhin so angehört, als würdest DU Ali Hirsis Geschichte draußenlassen wollen und als hätte sie keine Bedeutung, weil es ja nicht um Einzelgschichten geht (außerdem wirst du wohl kaum behaupten, ihre Geschichte wäre ein alleindastehender Sonderfall). Da geht es ja auch wie bei Arigona ANHAND einer solchen Geschichte um Gesamtreformen und -veränderungen. Solche Geschichten sind also wichtig, bzw. ganz und gar notwendig, damit Reformen überhaupt zu irgeneinem Inhalt kommen (außerdem braucht es die Reformen ja WEGEN den Geschehnissen). Ich könnte jetzt auch weit ausholen was das Verhältnis von Vernunft der Unbeteiligten und Emotion der Betroffenen betrifft. Geb dir aus einer gewissen Perspektive heraus recht, jedoch birgt dieselbe kühle Trennung gleichzeitig auch große Gefahren in sich…
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!!! | 2. February 2009 | 19:32
Es gibt keine kühle Trennung. Was Ali Hirsi passiert ist lehne ich ja zutiefst ab und möchte ich bekämpfen.
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2. February 2009 | 19:44
Und eine internationale Studie mitten rein in die Diskussion. Westliche Nicht-Muslime legitimieren Gewalt als Konfliktlösungsmittel eher als westliche Muslime.
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3. February 2009 | 16:39
Der Link stimmt nicht – da kommt was vom Voggenhuber.
Allgemein muss man aufpassen dass man Islamismus und Terrorismus nicht durcheinander bringt. Je besser sich ein Moslem mit den Schriften auskennt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er Terrorismus unterstützt – da dieser nun mal tatsächlich kaum mit Hilfe von Koran/Sunna usw. legitimiert werden kann. Das macht ihn jedoch nicht automatisch zum Demokraten und Verfechter für Menschenrechte – denn dass man einen Moslem, der vom glauben abgefallen ist töten soll, steht tatsächlich in den Haditen.
Somit kann man sagen, dass diese beiden Studien über was anderes reden.
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!!! | 3. February 2009 | 17:04
Link sollte jetzt funzen. Immer dieser URL-Blödsinn beim Standard.
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3. February 2009 | 18:49
Ach du liebes Bißchen, Broderphobismus Neuauflage 2009. Oder einfach nur “Haut die Konservativen, äh, Rechten, na ihr wißt schon!”?
Schon im 1. Anlauf “Was tun gegen den Broderismus?” bekämpfen Herr Schaffer & Co. vor allem angebliche Pauschalierungen der “Broderisten” und haben deshalb keine Zeit für die Islamkritik, die links”liberale” nämlich (der Islam ist aber derselbe, oder?) Wenn aber konkrete beweisbare
Tatsachen genannt werden, ist’s auch nicht recht, weil es “keine auf individuelle Fälle ausgerichtete Diskussion, sondern eine die auf die europäische Gesamtgesellschaft ausgerichtet ist.” Die europäische Gesamtgesellschaft besteht meines Wissens aus vielen, vielen, vielen
individuellen Fällen, von daher wären diese evtl. schon zu berücksichtigen, vor allem bei zunehmendem Auftreten bestimmter individueller Fälle. Sie haben “muslimische” Freunde? Habe
ich auch! Genauer gesagt türkische(r Herkunft); einen Freund und ein paar Bekannte. Der Freund ist mit einer Italienerin verheiratet (2 Kinder) und hat mit Koran und Moschee so viel am Hut wie ich mit einer Ausbildung zum Minnesänger – nämlich garnix. Soll ich den als Beispiel für die
Reformierbarkeit des Mohammedanismus hernehmen? (Von Ihnen kommt ja keins) Und dann gibt’s da noch zwei türkische Bekannte, die sich schon verständnislos-enttäuscht geäußert haben über…
die Mehrzahl ihrer Landsleute! Von denen werden sie nämlich böse ob ihrer Anpassung an die westliche Lebensweise angefeindet. Entgegen den üblichen Gebräuchen sprechen sie perfekt deutsch und ihre Söhne haben auch keine Bräute aus der Türkei importiert. Sind das Reformierbarkeitsbeispiele des Islam? Welcher Lebensstil wird denn Ihrer Ansicht nach in den “hübschen Moscheen” gepredigt? Und welches Verhältnis zu den sog. Ungläubigen? Und wird da nicht der Koran gelehrt? Auch Kindern? Ich würde an Ihrer Stelle mal etwas mehr als nur einen Blick in dieses Buch reinwerfen, falls Sie wirklich Interesse an dem Thema haben! Und dabei nicht vergessen: Es ist DAS Buch – von Allah am Anfang der Zeit niedergelegt, unveränderbar und ewiggültig! Und wenn sie’s gelesen haben: Wie wär’s denn nun endlich mal mit links”liberaler” Islamkritik? Damit ich endlich mal den Unterschied zur bösen rechten Islamkritik sehe… Falls aber nur ein: “Wir müssen versuchen über Bildung, bessere Integration (und den daraus resultierenden höheren Lebensstandard) eine Säkularisierung herbeizuführen…” dabei rauskommt, lohnt sich’s wohl nicht. Das ist nämlich nur seit Jahrzehnten vorgeleiertes Politikergeschwurbel….
P.S.: Wer genau darf sich eigentlich mit “den intellektuellen Stümpern” angesprochen fühlen (mit denen Sie sich glauben auseinandersetzen zu müssen)? Die Allahgläubigen? Ach nee, die ersteren halten Sie ja unverschämterweise davon ab, sich mit den letzteren auseinanderzusetzen.
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!!! | 11. February 2009 | 15:23
P.P.S.:
Michael:”Je besser sich ein Moslem mit den Schriften auskennt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er Terrorismus unterstützt – da dieser nun mal tatsächlich kaum mit Hilfe von Koran/Sunna usw. legitimiert werden kann.” Das sehen die Attentäter aber anders! Wer hat nun recht? Der “Ungläubige” oder der “Rechtgläubige”?
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!!! | 11. February 2009 | 15:56
Das ist jetzt etwas schwierig und nur dann zu erklären, wenn es von dir nicht zwanghaft falsch verstanden wird. Wir sind uns ja zweifelsfei völlig einig darüber, dass diese Fälle inakzeptabel sind und mit allen sinnvollen Mitteln bekämpft werden müssen. Aber es geht nicht, sich an Einzelfällen zu einer kompletten Gesellschaftskritik hochzuziehen. Das führt uns zu keinem sinnvollen Dialog über die tatsächlichen gesellschaftlichen Phänomene, die mit ganz anderen Mitteln und Perspektiven in Angriff genommen werden müssen, als Einzelfälle.
Nun bin ich sogar der Meinung, dass es Probleme im Islam (und in allen Religionen) gibt, die durchaus signifikante Bevälkerungsteile umfassen. Die Studie zur Demokratiefeindlichkeit islamischer Religionslehrer belegt das ja auch. ABER man sollte NIE vergessen, dass es da auch noch die andere Seite gibt. Mögen auch 20% der muslimischen Religionslehrer ein wie auch immer geartetes Problem mit der Demokratie haben, so haben es immer noch 80% nicht.
Die große Schwierigkeit in der Bekämpfung dieser Art von Problemen ist, dass man diese Differenzierung nie aus den Augen lassen darf. Man tut niemandem einen Gefallen damit, wenn man zum Beispiel durch konfrontatives Poltern diese 80% anscheisst. Höchstens den Radikalen, den man ja aber eigentlich keinen Gefallen tun will.
Eben. Es wird nur geschwurbelt, aber nicht gemacht. Es gibt keine linksliberale Regierung in Österreich und es gab zumindest in den letzten 30 Jahren auch nie eine. Und die kurze rot-grüne Phase in Deutschland mit ihrem großteils bestehenden institutionellen Gegengewicht von konservativer Seite hat ja auch nicht gerade zu einer radikalen Abkehr früherer Politiken geführt (und führen können).
Das Interessanteste an der Kritik von rechter Seite ist ja meiner Meinung nach, dass immer wieder über die bösen Linken gelästert wird, die angeblich die teilweise bestehenden Integrationsprobleme verursacht haben sollen. Und das aber während eigentlich so gut wie immer die Rechten an der Macht waren.
Wie passt das zusammen?
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11. February 2009 | 16:04
Naja, Studien gibt’s viele und zu allem Möglichen. Und wenn 80 % angeben, mit der Demokratie kein Problem zu haben, was heißt das schon. Ich erinnere micht an das Video der Diskussion an einer Schule, in der es um den gemeinsamen Schwimmunterricht auch für türkische Mädchen ging. Der daran beteiligte Imam, ein junger Mann, lehnte dies strikt und sehr selbstsicher ab, keine Diskussion war möglich. Aber er fand die Demokratie in Deutschland mit dem Grundgesetz und der Religionsfreiheit toll! In der Türkei hätte der Islam bei weitem nicht so viele Freiheiten (Tragen von Kopftüchern etc., ändert sich aber mittlerweile auch dort). Welcher Muslim könnte denn mit unsrer Demokratie schlechte Erfahrungen haben und diese deshalb ablehnen? Er kann nach wie vor Bräute Im- und Export betreiben, Verwandte (ver)heiraten, Frauen, Töchter, Schwestern zum Burka- oder Kopftuchtragen zwingen, Moscheen mit Unterstützung der ungläubigen Machthaber bauen, ungehindert auf Friedens”demonstrationen “Tod den Juden” brüllen, auf Halal-Essen in Kindergarten und Schule bestehen, seine Arbeitsleistung absichtlich durch absurde Fastengebräuche und mehrmaliges tägliches Zwangsbeten schmälern uswusw…. Für die Mohammedaner fällt das unter Religionsfreiheit. Wer wagt es denn noch, sich dagegen nicht nur zu äußern, sondern auf den von unseren Vorfahren in vielen Jahrhunderten erkämpften Freiheiten für Alle, Frauen, Männer, Kinder zu bestehen UND diese durchzusetzen? Für Sie sind es Einzelfälle, die um Himmels Willen nicht “zwanghaft” verallgemeinert werden dürfen, um die reformierten (?) Mohammedaner nicht vor den Kopf zu stoßen und damit einen “sinnvollen Dialog über die tatsächlichen gesellschaftlichen Phänomene, die mit ganz anderen Mitteln und Perspektiven in Angriff genommen werden müssen…” zu verhindern. Welchen Mitteln denn? Und ist die Konservierung derart archaischer Lebensregeln denn nicht im Islam ursächlich angelegt? Oder wie darf ich diesbezügliche Vorschriften in Koran, Hadithen und Scharia denn verstehen, die von ihrer Bedeutung als Regelwerk wohl kaum mit Thora, Altem oder Neuem Testament verglichen werden können? Vom gewalttätigen Leben des unantastbaren Religionsstifters Mohammed ganz zu schweigen! In welcher anderen “Religion” finden Sie denn einen gleichermaßen hochkriminellen “Propheten”? Verweise darauf können natürlich von Ihnen gerne “zwanghaft” genannt werden. Eine Entkräftung des Vorgebrachten ist dies aber nicht gerade. Und wie schon im ersten Broderistenbekämpfungsstrang geschrieben: Auch im Iran darf gewählt werden! Also herrscht dort offensichtlich auch Demokratie, eine islamische eben. Aber hier in Europa beginnen schon einzelne Politiker und Pfarrer und Pastoren von einer Einführung der Scharia in Deutschland, England oder der Schweiz zu faseln! Soll aber wenigstens das Zuzugsalter für Importbräute erhöht oder ein bescheidener Deutschtest eingeführt werden, jaulen links bis grün inclusive einem Drittel der CDU auf wegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit; versuchen ein paar Hundert Hanseln das (eigentlich grundgesetzlich verbriefte) Demonstrationsrecht mal nicht gegen Rechts sondern gegen Mega-Moscheen für Mohammedaner-Massen, die’s dort noch gar nicht gibt, wahrzunehmen, sehen Alle einschließlich sämtlicher Bonzen der “konservativen” CDU die Zombies von Adolf Hitler und Heinrich Himmler aus dem Sumpf steigen. Da werden dann nicht nur tausende Gegenrandalierer aus der ganzen Republik zusammengekarrt, sondern da trauen sich dann auch die Ordnungskräfte plötzlich Alles mögliche zu, um das Demochen zu be- und letztendlich zu verhindern. Warum um Himmels Willen sollten sich denn “liberale Mohammedaner” (die es ja nach Ihrer Ansicht gibt) von der Nennung tatsächlich bestehender Mißstände “angeschissen” fühlen? Und wo und von wem werden eigentlich ausgerechnet diese “Liberalen” deswegen beschuldigt? Doch nicht von Broder und Co.!
Was ist denn links oder rechts? Die CDU-Politiker von heute hätten vor 30 oder 40 Jahren warscheinlich den Verfassungsschutz am Hals gehabt und eine Frau Merkel könnte die BRD ebenso gut als PDS-, SPD- oder FDP-Kanzlerin in Richtung Brüssel abwickeln, ohne sich irgendwie verbiegen zu müssen! Und ja, Sie haben Recht, die meisten (türkischen) Mohammedaner kamen unter dem “Konservativen” Kohl nach Deutschland. Der dachte (hoffe ich) wohl, das gehe ebenso problemlos wie bei den auch unter einer CDU-Regierung gekommenen Italienern, oder es war ihm einfach schnurz – nach mir die Sintflut und so!
Weder die sog. Linken noch die sog. Rechten haben Integrationsprobleme verursacht, ich sehe auch nicht wo das in dieser Bedeutung zum Vorwurf gemacht wird. Integrationsprobleme gibt es wenn:
a) Ich mich gar nicht integrieren will, weil ich die “Umwelt” ablehne oder sie gar verabscheue, und
b) ich mich nicht integrieren darf, d.h. von der “Umwelt” ausgeschlossen werde und mir z.B. die Bildungs- und Berufseinrichtungen des “Gastlandes” verschlossen bleiben.
In welchem europäischen Land trifft denn b zu? Was bei Linken und Grünen eher sauer aufstößt, ist – überspitzt ausgedrückt – die dort noch gehäufter auftretende penetrante Beschwörung des überwiegend Guten und Bereichernden Mohammedaners, dessen sehr vereinzelte Fehltritte ausschließlich durch den überwiegend Bösen Ausländerfeindlichen Autochtonen und seine nicht ausreichenden Integrationsaktivitäten verursacht werden.
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!!! | 12. February 2009 | 05:43
Jetzt sag doch was!