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Eine Polemik zur Wirtschaftskrise

Börse
Deregulierung. Privatisierung. Korruption. Lohndumping. Undurchsichtigste Spekulationen. Schnelle Profite. Keine Nachhaltigkeit. Unmoralische Gewinner. Missbrauch von Steuergeld. Wenige große Gewinner, viele klare Verlierer. Das ist nicht die liberale Wirtschaftstheorie, das ist nicht die grundsätzlich immer noch wichtige Marktwirtschaft. Das ist nicht die Globalisierung an sich. Es ist der real-existierende Turbokapitalismus – jetzt bloßgestellt.

[ad#ad-1]Wohlmeinende Kritiker (nicht die Hetzer sind gemeint) haben das was heute passiert schon lange vorausgesagt – angemahnt – befürchtet. Es wäre die Zeit für sie, auf dem Grab der Philosophie gieriger Zyniker zu tanzen. Doch kaum jemandem ist zum Lachen zumute. “Wir” hatten leider recht. Sie führten uns ins Verderben, die Neoliberalen, die wir meinen. Es ist auch unsere Schuld. Wir haben sie nicht besiegt.

An wenigen Orten hat der Ungeist dieses Kapitalismus in den letzten Jahrzehnten so gewütet wie in Osteueropa. Mit High-Speed wurden die kommunistischen Staaten transformiert, entstaatlicht und “liberalisiert”. Die billigen Arbeitskräfte wurde ausgenutzt, unnatürlich schnelles Wachstum war die Folge. Die Wandlung die politische Freiheit brachte, führte auch in die wirtschaftliche Teilung.

Mit der Cash-Axt wurden Arm und Reich gespalten und die Mittelschicht attackiert. Verluste und Subevntionen zahlten die Steuerzahler Westeuropas. Gewinne halfen zwar auch denen, aber noch viel eher landeten sie in den Taschen von Bankern, korrupten Politikern und zwilichtigen Unternehmern. Vor Ort waren die Unterdrücker von einst oft die größten Profiteure. Eh klar. Im Turbokapitalismus gewinnt fast immer der, der schon hat. (Die russischen Oligarchen lassen als Paradebeispiel ganz lieb grüßen.) Die ganz normalen Armen im Osten stehen jetzt wieder (oder immer noch) vor dem Ruin.

Österreichische Banken und Unternehmen sind voll mit dabei, haben profitiert wie kaum jemand sonst. Jeder fünfte osteuropäische Kredit-Euro stammt von einer österreichischen Bank. Auf die Good Governance hat man dabei vergessen, die Korruption und die Armut nicht bekämpft.

Und jetzt droht dieses gemolkene Osteueropa die ganze Welt in den Abgrund zu reißen. Bricht dort die Wirtschaft ein, bekommen die Banken in EU-Mitgliedesländern ihre Kredite nicht wieder. Bekommen die ihre Kredite nicht wieder, kracht Europa wohl endgültig zusammen. Die EU ist der größte Kreditgeber für Russland, der wichtigste Handelspartner der USA. Fällt Europa, fällt alles.

Wir werden irgendwie damit umgehen können und die Welt wird sich weiter drehen. Die Frage ist: Was werden die daraus lernen, die es jetzt kräftig verbockt haben? Die werden auch in absehbarer Zukunft weiter das Ruder in der Hand haben. Während die Armen viel zu verlieren drohen, werden die Mächtigen reich und mächtig bleiben. Niemand will oder kann sie ernsthaft mäßigen. Ihnen wird nichts weggenommen. Die Skrupellosen, die Unfähigen und die Verbrecherischen bleiben unangetastet.

Auch heute, trotz all der dampfenden Kacke, ist immer noch Turbokapitalismus. Und da verliert selten der, der hat.

Wie lange wird die Wirtschaftskrise dauern?

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Fotocredits: Jean-Marie Welbes (CC 2.0, BY-NC-SA)

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| 17. February 2009

5 Reaktionen bisher

    dieter sagt:

    Tom Schaffer erklärt uns die Welt, Folge 278. LOL ;-)

    Was genau habt “ihr” vorausgesehen oder angemahnt? Gibt es für Belege für “eure” Warnungen?
    Ökonomen wie Dean Baker und Robert Shiller von der Yale Universität haben es vorausgesehen. Die würden aber “eure” sonstige Analyse nicht teilen. Namhafte Ökonomen können also nicht gemeint sein.
    Oder es sind diejenigen gemeint, für die die Marktwirtschaft sowieso theoretisch nicht funktionieren kann und die für jedes Jahr ihren Untergang prophezeien.
    Ich tippe auf die dritte Option, nämlich, dass du dich neuerdings im pluralis majoralis titulierst. ;-)

    Deine Analyse basiert einerseits auf dem alten Trugschluss, dass die Wirtschaft ein Nullsummenspiel wäre. Wenn einer gewinnt, muss deswegen nicht ein anderer verlieren. Es können auch durchaus alle verlieren, wie wir gerade sehen.
    Eine lange Zeit haben aber auch alle gewonnen. Deine Darstellung Osteuropas ist total falsch. Erstens sind die Einkommen sehr wohl real Jahr für Jahr substantiell gestiegen und es wurden auch mehr Werte geschaffen und konsumiert. Häuser, Autos, Internet, Fabriken, Dienstleistungen wie Gesundheit und Bildung, Straßen. Das alles wurde aufgebaut und jeder, der mal über die Grenze fährt und auch 1990 drüben war, kennt den Unterschied.

    Die Behauptung, dass die Mittelschicht mit einer Cash-Axt gespalten wurde, kann dürftest du aus einem mit Pflanzen fragwürdiger Legalität induziertem Delirium haben. Nicht nur stiegen die Median-Einkommen in Osteuropa, sondern die Zugewinne wurden sehr gerecht verteilt.. Der Gini-Koeffizient sieht laut CIA-Factbook in Osteuropa ziemlich gut aus. Tschechien und Slovakei liegen mit 26 gleichauf mit Österreich. Slowenien liegt mit 24 gar auf dänischem Niveau.
    Grafik von Wikipedia

    Das Problem ist, dass in einer rasant wachsenden Wirtschaft durchaus vernünftigerweise mehr Kredite aufgenommen werden, die mit den erwarteten Einkommenszuwächsen bzw. aus den Erträgen der damit finanzierten Investitionen abbezahlt werden. Wenn dann das erhoffte Wachstum (beispielsweise wegen einer globalen Recession) nicht eintritt, dann fallen viele Kredite um.

    Die Vermutung, dass “die da oben” die Gewinner sein müssten, ist ebenfalls falsch. Die Profite der Konzerne schrumpfen zusammen, was den Kapitalertrag der Wohlhabenden mindern wird. Auch der Wert der Aktionportfolios wurde in ihrem Wert dezimiert (das betrifft etwa 8% der Österreicher, also obere Mittelschicht).
    Ein großer der Teil der auseinanderreißenden Einkommensschere ließ sich speziell in GB und USA durch die hohen Einkommen und Boni der vielen Banker erklären, die nun zusammenschrumpfen.

    Dh. speziell die Indikatoren für Ungerechtigkeit, über die Attac, Armutskonferenz&Co ständig lamentieren, werden sich verbessern. Ob sich deswegen irgendwer besser fühlt, wage ich zu bezweifeln.

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    !!! | 17. February 2009 | 20:25
    Tom Schaffer sagt:

    Was genau habt “ihr” vorausgesehen oder angemahnt? Gibt es für Belege für “eure” Warnungen?
    Ökonomen wie Dean Baker und Robert Shiller von der Yale Universität haben es vorausgesehen. Die würden aber “eure” sonstige Analyse nicht teilen. Namhafte Ökonomen können also nicht gemeint sein

    Da kann ich einen Joseph Stiglitz anführen, der diese Politik seit Ewigkeiten kritisiert. Ich meinte aber nicht nur Ökonomen, sondern auch andere Beobachter. Eine Naomi Klein, ein Jean Ziegler oder ein Klaus Werner-Lobo zum Beispiel.

    Komm schon, die Rufe nach einer anderen Form der Globalisierung und die Kritik an den Praktiken in der kapitalistischen Realität sind doch wirklich nicht so neu, dass ich hier darstellen müsste, dass die eingangs genannten Phänomene nicht nur von mir in Majestätsplural kritisiert wurden.

    Nicht nur stiegen die Median-Einkommen in Osteuropa, sondern die Zugewinne wurden sehr gerecht verteilt.. Der Gini-Koeffizient sieht laut CIA-Factbook in Osteuropa ziemlich gut aus.

    Wichtiger als die Zahl des Gini-Koeffizients selbst (die ist uneindeutig und äußerst fehleranfällig) wäre das Bild von dessen Lorenzkurve und die jeweilige Entwicklung des Koeffizienten. Und der ist in den osteuropäischen Transformationsländern über die 90er Jahre hinweg recht rasant gewachsen (also schlechter geworden). Für die Zeit danach habe ich leider keine Vergleichsdaten oder Angaben gefunden. (Hast du welche in Klick- oder Sendeweite?)

    Laut Eurostat ist das Verhältnis des obersten zum untersten Einkommensquintil in den 2000er-jahren in Lettland, Litauen, Ungarn, Polen und Rumänien schlechter geworden. In Tschechien, Slowenien und Bulgarien blieb es etwa gleich. In Estland wurde es etwas besser (allerdings auf schrecklichem Niveau). Die Slowakei und Kroatien weisen keine Zahlen zum Vergleich aus.

    Die Bruttoersparnisse in Prozent des verfügbaren Einkommens sind laut Eurostat stark gefallen (1996 – 2007):
    Tschechien 11,25 -> 8,80 (-)
    Estland 8,00 -> 0,84 (—)
    Lettland -0,74 -> -4,29 (–)
    Litauen -1,35 -> 0,12 (+)
    Polen 14,21 -> 6,56 (—)
    Slowakei 13,46 -> 7,70 (—)

    (Andere Ost-Länder haben nur Daten aus kürzere Perioden, sehen aber ganz ähnlich aus.)

    Das heißt entweder, dass die Leute massiv mehr ausgeben und weniger sparen, oder dass das Leben einfach teurer wurde. Die Inflationsraten sind in Osteuropa großteils enorm, was mich auf eher zweiteres tippen lässt.

    Dass der Median wächst ist angesichts der Inflationsraten auch schwer zu hoffen. Hast du zufällig Daten bei der Hand, wieviel er zum Beispiel in den EU-Osterweiterungsstaaten gewachsen ist?

    Anderer Indikator: Die Mindestlöhne wuchsen in ganz Europa, in absoluten Zahlen aber am wenigsten in Osteuropa. Währenddessen ist der Anteil der Jobs mit Mindestlohn in vielen dieser Länder gesunken.

    Und während zwar die Arbeitslosigkeit überall gesunken ist (ähnlich wie in allen Ländern der EU) stagnierte oder sank der Anteil des Einkommens, den die niedrigsten 20% der Einkommen ausmachen in diesen Ländern zwischen Mitte der 90er und heute (das Datenmaterial der Weltbank ist da aber zugegeben ein bisserl löchrig).

    Die Vermutung, dass “die da oben” die Gewinner sein müssten, ist ebenfalls falsch. Die Profite der Konzerne schrumpfen zusammen, was den Kapitalertrag der Wohlhabenden mindern wird.

    Schön. Während am unteren Ende Leute ihre Jobs verlieren und unter die Armutsgrenze fallen und der Mittelstand zerrieben wird, werden die oberen zehn Prozent ein bisschen was verlieren und trotzdem reich bleiben. Und in nicht-monetären Werten bleiben sie gut vernetzt und dadurch sicher in ihren Machtpositionen.

    Zudem ist es nicht richtig, dass alle verlieren. Verlieren tun die, die nicht rechtzeitig aus den Blasen ausgestiegen sind. Das sind häufig genug Kleinanleger die in schlechten Fonds saßen und nun zum Beispiel Teileigentümer von wertlosen Immobilien in den USA oder in Spanien sind. An diesen Blase haben sich vorher genug Leute bereichert, die sich ordentliche Berater leisten konnten und die den Crash schon lange kommen sehen haben.

    Auch der Wert der Aktionportfolios wurde in ihrem Wert dezimiert (das betrifft etwa 8% der Österreicher, also obere Mittelschicht).

    Wie machst du aus 8% Aktienportfolio-Haltern einen Teil der Mittelschicht? Und wieso glaubst du, dass ich bei einem Plädoyer für mehr Verteilungsgerechtigkeit froh über den Verlust der Mitelschicht wäre?

    Ein großer der Teil der auseinanderreißenden Einkommensschere ließ sich speziell in GB und USA durch die hohen Einkommen und Boni der vielen Banker erklären, die nun zusammenschrumpfen.

    Da hab ich Gegenteiliges gelesen. Das Anwachsen der Vermögen der reichsten Menschen in den USA der letzten Jahre fällt ziemlich genau mit dem zusammen, was das Konjukturpaket (700Mrd) ausgemacht hat (leider ists zu lang her, ich kann mich nicht mehr daran erinnern wo). Und dass sich die Banker und Manager von Börsenunternehmen auch im vergangenen Jahr wieder Rekordsummen ausgezahlt haben, wissen wir mittlerweile auch.

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    18. February 2009 | 02:42
    dieter sagt:

    Mit Stiglitz gehe ich d’accord. Aber mit der aktuellen Wirtschaftskrise hat er sich eher weniger beschäftigt, außer, dass er jetzt aufzeigt, wie die neuen Finanzkonstruktionen Klumpenrisiken verbargen. Es ist eher Zufall, dass die aktuelle Krise nun auch mit dem Thema zu tun hat, über das er seine Arbeit schrieb, für die er später den Nobelpreis bekam.

    Problematisch ist aber, wie Stiglitz häufig von Attac, Indymedia und vielen anderen missbraucht wird. Er dient als Puzzlestück für ein total negatives, düsteres, hoffnungsloses Weltuntegrangsbild der Marktwirtschaft, das er selbst ablehnen würde.

    Naomi Klein, Jean Ziegler, Klaus Werner-Lobo? Pffft.

    Der Gini-Koeffizient beschreibt die Lorenz-Kurve sehr gut. Ich sehe jedenfalls nicht, wo man an der Entwicklung des Ostens bis zur nunmehrigen weltweigen Krise ein nennenswertes Haar in der Suppe finden könnte.

    Die geringe Sparquote ist logisch, wenn Wirtschaft und Einkommen so stark wachsen. Da sind alle optimistisch und nehmen lieber Kredite auf, als zu sparen.
    Wenn die Einkommen steigen, muss auch die Inlandsinflation steigen. Nur sind die Einkommen insgesamt dennoch stärker gestiegen und die Währungen werteten auf. Auch in Rumänien gab es eine Verfielfachung der realen Kaufkraft während der letzten zehn Jahre.

    Die Frage ist, wo du dein Osteuropa-Bild her hast. Vermutlich aus dem Weltjournal oder gar von Erwin Wagenhofer. Problematisch ist wohl die pseudoobjektive Berichterstattung, bei der immer mindestens 50% Negatives gesagt werden muss.

    Zudem ist es nicht richtig, dass alle verlieren. Verlieren tun die, die nicht rechtzeitig aus den Blasen ausgestiegen sind. Das sind häufig genug Kleinanleger die in schlechten Fonds saßen und nun zum Beispiel Teileigentümer von wertlosen Immobilien in den USA oder in Spanien sind. An diesen Blase haben sich vorher genug Leute bereichert, die sich ordentliche Berater leisten konnten und die den Crash schon lange kommen sehen haben.

    Diese Geschichte stimmt aus mehreren Gründen nicht.
    1. Platzt eine Blase nicht notwendigerweise durch Verkäufe, sondern durch Neubewertungen. Die amerikanischen Häuser sind eben nicht soviel Wert, wie man geglaubt hat und wie sie gekostet haben, weil die Amis sie einfach nicht bezahlen können.
    2. Der Finanzmarkt ist nicht hermetisch abgeriegelt. Es wurden ja ständig neue ABCPs auf den Markt gebracht. Das Geld der Anleger ist in den Bau von neuen Häusern geflossen. Und sämtliche Banken mussten Wertberichtigungen machen.
    3. Wo sind diese Leute mit ihren überlegenen Beratern? Die Hedgefonds der Reichen sind alle zusammengebrochen. Die können es nicht sein. Die Constantia-Privatbank und die Bank Medici, die speziell auf reiche Kunden zugingen hat es besonders hart getroffen. Vom Immofinanz-Debakel waren jede Menge Wohlhabende betroffen. Unterm Strich sind Sparbuchbesitzer am Besten gefahren, also kleine Leute, die sich überhaupt nicht beraten ließen und belächelt wurden.

    Profitiert haben die Berater, Investmentbanker und Manager, die das Geld der Investoren verschoben und verwalteten, nicht die Investoren selbst. Profitiert haben auch die Regionen, in denen nun Häuser stehen, die unter normalen Umständen nicht gebaut wurden und diejenigen, die zufälligerweise zum richtigen Zeitpunkt ihr Haus verkauften oder nun günstig kaufen.

    Wie machst du aus 8% Aktienportfolio-Haltern einen Teil der Mittelschicht?

    Ich schrub “obere Mittelschicht”. Nimm die Pensionisten und die Kinder heraus. Dann bleiben eben Erwerbstätige mit überdurchschnittlichen Einkommen übrig, die wohl am wahrscheinlichsten Wertpapiere haben.

    Und wieso glaubst du, dass ich bei einem Plädoyer für mehr Verteilungsgerechtigkeit froh über den Verlust der Mitelschicht wäre?

    Weil eben die Verteilung von Vermögen und Einkommen als Beleg für zunehmende Armut und problematische Ungleichheit herangezogen wurde, selbst, wenn die Reallöhne auch der unteren Einkommen stiegen. Absolute Armutskriterien seien egal, sagte die Vertreterin der Armutskonferenz im CLUB 2.

    Zumindestens in diesem Punkt sollte man einen Silberstreifen am Horizont sehen, wenn man das vorher zum großen Thema gemacht hat.

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    !!! | 18. February 2009 | 20:58
    der tolle mensch sagt:

    Die EU ist der größte Kreditgeber für
    Russland, der wichtigste
    Handelspartner der USA. Fällt Europa,
    fällt alles.

    Wir werden irgendwie damit umgehen
    können und die Welt wird sich weiter
    drehen.

    Sollte das “fällt Europa” eintreffen denke ich nicht das wir “irgendwie damit umgehen können”… subjektiv beschleicht mich das Gefühl das wenn es wirklich so dramatisch werden wird, wir eher auf Krieg/Aufstände/Kämpfe um Ressourcen hinsteuern werden, weil dann nämlich ziemlich viele Leute angefickt sind wenn die ihr Vermögen/Arbeitsplatz/Lebensgrundlage verlieren…

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    !!! | 19. February 2009 | 11:23
    Dieter sagt:

    Ich erlebe gerade, wie mein monatlicher Lohn um einige Prozent kleiner gemacht wird. Jedes Unternehmen hat in Zeiten der “Wirtschaftskrise” halt so seine eigenen Strategien.

    Paycuts (also weniger Gehalt) sind dabei auch ein cleverer Schritt von Unternehmen, die in vielen europäischen Ländern durch Gesetze vermutlich nicht so leicht zum Durchbekommen sind.

    So setzt halt die Industrie die Politik unter Druck.
    Entweder weniger Lohn oder eben weniger Arbeitsplätze.

    Die Geschäftszahlen werden sich in den nächsten Monaten auch nicht stark verbessern.
    Nachdem der Lohn gecutted wurde, werden dann zusätzlich vermutlich Arbeitsplätze gestrichen.

    Das Resultat ist: Man hat weniger Arbeitskräfte, die mit weniger Lohn ihre zB 40-Stunden Vollzeit arbeiten.
    Und eben auch nicht unter Kurzzeit mit späterer Option, ihre Vollzeit wieder mit vollem Gehalt anzutreten.
    Diese Option – so schaut es aus – fällt mal weg.

    Gehaltssteigerungen sind dann auch Druckmittel vom Arbeitgeber an seine Arbeitnehmer falls man zum alten Level zurückkommt.

    Die Geschichte wiederholt sich gerade – angepasst an die derzeitigen Jahreszahl.
    Früher war es die Politik – heute ist es die Wirtschaft, die Leute unter Druck und Unsicherheit und durchaus Angst versetzt.
    Und da gibt es auch schon eine Gallionsfigur, von der wir uns einen “Change” erwarten.

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    !!! | 19. February 2009 | 17:21

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