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	<title>Comments on: Beenden wir den zerstreuten Bildungs-Protest</title>
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	<description>Unabhängig über Politik, Gesellschaft und Medien. Österreich. EU. Global.</description>
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		<title>By: Hultsch</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/#comment-6402</link>
		<dc:creator>Hultsch</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 14:33:19 +0000</pubDate>
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		<description>@Tom betreffend Mitgliedschaft in der Gewerkschaft: Meines Wissens (ebenfalls Lehrerkind) gibt es zumindest einen Fall in dem einem Lehrer ohne Zustimmung ÖVP-Material zugesendet und untergejubelt wurde.

Solche Praktiken erinnern an den Ostblock: ein staatliches, enges, verstaubtes, altes, von Seilschaften durchzogenes Amt.
Was das Bildungssystem braucht ist eine parteiunabhängig geführte Plattform von Schülern, Eltern, Lehrern, Studenten, Dozenten und Wissenschaftlern, kurz allen Teilnehmern des Bildungssystems! Diese ständigen Abwechslungen und Kurskorrekturen von Ministern tun dem System augenscheinlich nicht gerade gut.

Genauso ist es aber auch um das ständige Blockieren parteipolitischer Interessensvertrettungen bestellt.
Das verkrustete System der Sozialpartnerschaft hat in der Bildung nichts verloren, weil diese mit den Interessen der meisten Beteiligten aber auch gar nichts verbindet, nicht einmal der Name der Gewerkschaft!
Ich kenne jedenfalls nur wenige Lehrer, die sich selbst strikt als Beamte sehen, und diejenigen welche, sind ohnehin meines Erachtens grauenvolle Lehrer und sollten daher auch eine Chance bekommen aus ihrem Lehrberuf austeigen zu können. Übrigens der Hauptgrund vieler Burn-outs: die Ausweglosigkeit des Systems!

Was bringen schon in den Medien inszenierte Schaukämpfe und Schauverhandlungen, in denen dann natürlich ganz bewusst keine der Seiten auch nur einen Milimeter von den Standpunkten abrückt und im Endeffekt auch der noch so kleine aber unwirksame Kompromiss von beiden Seiten hochgelobt wird.

Zuerst wurde das System von der Schülervertretung aufwärts bis hoch zur Ministerin von der ÖVP kalt gestellt. Nun stellt endlich die in der Opposition zwar lauthals schreiende SPÖ schon die zweite Bildungsministerin und setzt einen Schritt hin zum Todesstoß für die Bildungspolitik. Ausserdem ebnet sie dadurch die Bahn für Kanzler Strache.
Denn, die Bildungsverlierer von heute werden von der FPÖ schön weiter benutzt werden. Ich seh den nächsten, lauthals polternden Spruch schon neben einem grinsenden, die Zähne fletschendem Strache stehen: &quot;Wer nix versteht, der geht!&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Tom betreffend Mitgliedschaft in der Gewerkschaft: Meines Wissens (ebenfalls Lehrerkind) gibt es zumindest einen Fall in dem einem Lehrer ohne Zustimmung ÖVP-Material zugesendet und untergejubelt wurde.</p>
<p>Solche Praktiken erinnern an den Ostblock: ein staatliches, enges, verstaubtes, altes, von Seilschaften durchzogenes Amt.<br />
Was das Bildungssystem braucht ist eine parteiunabhängig geführte Plattform von Schülern, Eltern, Lehrern, Studenten, Dozenten und Wissenschaftlern, kurz allen Teilnehmern des Bildungssystems! Diese ständigen Abwechslungen und Kurskorrekturen von Ministern tun dem System augenscheinlich nicht gerade gut.</p>
<p>Genauso ist es aber auch um das ständige Blockieren parteipolitischer Interessensvertrettungen bestellt.<br />
Das verkrustete System der Sozialpartnerschaft hat in der Bildung nichts verloren, weil diese mit den Interessen der meisten Beteiligten aber auch gar nichts verbindet, nicht einmal der Name der Gewerkschaft!<br />
Ich kenne jedenfalls nur wenige Lehrer, die sich selbst strikt als Beamte sehen, und diejenigen welche, sind ohnehin meines Erachtens grauenvolle Lehrer und sollten daher auch eine Chance bekommen aus ihrem Lehrberuf austeigen zu können. Übrigens der Hauptgrund vieler Burn-outs: die Ausweglosigkeit des Systems!</p>
<p>Was bringen schon in den Medien inszenierte Schaukämpfe und Schauverhandlungen, in denen dann natürlich ganz bewusst keine der Seiten auch nur einen Milimeter von den Standpunkten abrückt und im Endeffekt auch der noch so kleine aber unwirksame Kompromiss von beiden Seiten hochgelobt wird.</p>
<p>Zuerst wurde das System von der Schülervertretung aufwärts bis hoch zur Ministerin von der ÖVP kalt gestellt. Nun stellt endlich die in der Opposition zwar lauthals schreiende SPÖ schon die zweite Bildungsministerin und setzt einen Schritt hin zum Todesstoß für die Bildungspolitik. Ausserdem ebnet sie dadurch die Bahn für Kanzler Strache.<br />
Denn, die Bildungsverlierer von heute werden von der FPÖ schön weiter benutzt werden. Ich seh den nächsten, lauthals polternden Spruch schon neben einem grinsenden, die Zähne fletschendem Strache stehen: &#8220;Wer nix versteht, der geht!&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Tom Schaffer</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/#comment-6394</link>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 17:34:56 +0000</pubDate>
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		<description>Wie beliebt die LehrerInnengewerkschaften bei LehrerInnen sind solltest du mal in Schulen fragen. In der Ära-Gehrer gabs da meines Wissens nach Massenaustritte. Die die ich kenne schimpfen über die Gewerkschaft aktuell nicht weniger als über die Bildungsministerin.

Im Übrigen sind die Personalkosten nicht wegen der heutigen Verträge und den LehrerInnen allein zu hoch, sondern weil da noch genug Altlasten drinhängen. 

&lt;blockquote&gt;Grundsätzlich ist es ganz einfach: Die Lehrer müssen bei gleichem Gehalt länger arbeiten&lt;/blockquote&gt;

Ja, net schlecht. Geben wir jeder Lehrerperson noch 30 weitere Schüler aber nicht mehr Zeit, da wird die Qualität gewaltig steigen.

Die aktuelle Debatte ist wirklich ganz einfach zu bewerten: Alles wurde von der völlig falschen Seite angepackt. Die LehrerInnen müssen wahrscheinlich wirklich länger im Klassenzimmer stehen, aber das kann man nicht einfach verordnen ohne VORHER die vielen Gründe zu beseitigen, warum sie das bisher nicht machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie beliebt die LehrerInnengewerkschaften bei LehrerInnen sind solltest du mal in Schulen fragen. In der Ära-Gehrer gabs da meines Wissens nach Massenaustritte. Die die ich kenne schimpfen über die Gewerkschaft aktuell nicht weniger als über die Bildungsministerin.</p>
<p>Im Übrigen sind die Personalkosten nicht wegen der heutigen Verträge und den LehrerInnen allein zu hoch, sondern weil da noch genug Altlasten drinhängen. </p>
<blockquote><p>Grundsätzlich ist es ganz einfach: Die Lehrer müssen bei gleichem Gehalt länger arbeiten</p></blockquote>
<p>Ja, net schlecht. Geben wir jeder Lehrerperson noch 30 weitere Schüler aber nicht mehr Zeit, da wird die Qualität gewaltig steigen.</p>
<p>Die aktuelle Debatte ist wirklich ganz einfach zu bewerten: Alles wurde von der völlig falschen Seite angepackt. Die LehrerInnen müssen wahrscheinlich wirklich länger im Klassenzimmer stehen, aber das kann man nicht einfach verordnen ohne VORHER die vielen Gründe zu beseitigen, warum sie das bisher nicht machen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Michael</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/#comment-6393</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 17:27:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=1695#comment-6393</guid>
		<description>Ich möchte Dich daran erinnern, dass die Interessenvertretung der Lehrer aus dem ÖVP-Eck kommt und die sogar besonders effektiv ist (PDF von CC Seite 26, Personalkosten um 12% zu hoch, Seite 22: Österreich hat zwar eine hohe Klassenschülerzahl, aber die Zahl Schüler pro Lehrer ist hervorragend: mit anderen Worten die Arbeitszeit ist zu kurz).

Grundsätzlich ist es ganz einfach: Die Lehrer müssen bei gleichem Gehalt länger arbeiten: und zwar mehr als 2 Stunden länger. Wir müssen uns nicht nur bei den Klassenschülerzahlen zum OECD-Schnitt hin bewegen, sondern auch bei den Arbeitszeiten/Gehalt der Lehrer. Und das bedeutet Konfrontation und Streik. Es kann und darf nicht sein, dass die Politik andauernd den Schwanz einzieht, wie z.B. letztens schon bei der Gesundheitsreform, nur weil die Ärzte mit Streik drohen, weil sie um ihre lukrativen Pharmaverträge fürchten. 

Die Welt bleibt nicht stehen, nur weil die Lehrer ein paar Wochen streiken. Die Politik muss anfangen die Führung übernehmen und sich nicht dauernd von Interessenvertretungen herumschupsen lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte Dich daran erinnern, dass die Interessenvertretung der Lehrer aus dem ÖVP-Eck kommt und die sogar besonders effektiv ist (PDF von CC Seite 26, Personalkosten um 12% zu hoch, Seite 22: Österreich hat zwar eine hohe Klassenschülerzahl, aber die Zahl Schüler pro Lehrer ist hervorragend: mit anderen Worten die Arbeitszeit ist zu kurz).</p>
<p>Grundsätzlich ist es ganz einfach: Die Lehrer müssen bei gleichem Gehalt länger arbeiten: und zwar mehr als 2 Stunden länger. Wir müssen uns nicht nur bei den Klassenschülerzahlen zum OECD-Schnitt hin bewegen, sondern auch bei den Arbeitszeiten/Gehalt der Lehrer. Und das bedeutet Konfrontation und Streik. Es kann und darf nicht sein, dass die Politik andauernd den Schwanz einzieht, wie z.B. letztens schon bei der Gesundheitsreform, nur weil die Ärzte mit Streik drohen, weil sie um ihre lukrativen Pharmaverträge fürchten. </p>
<p>Die Welt bleibt nicht stehen, nur weil die Lehrer ein paar Wochen streiken. Die Politik muss anfangen die Führung übernehmen und sich nicht dauernd von Interessenvertretungen herumschupsen lassen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Tom Schaffer</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/#comment-6392</link>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 15:50:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=1695#comment-6392</guid>
		<description>Ehre wem Ehre gebührt. ;) 

Muss ein Zufall sein, dass die untätigsten und unwirksamsten &quot;Interessensvertretungen&quot; (tschuldige: &quot;Servicevertretungen&quot;) ausgerechnet aus dem ÖVP-Eck kommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ehre wem Ehre gebührt. <img src='http://zurpolitik.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Muss ein Zufall sein, dass die untätigsten und unwirksamsten &#8220;Interessensvertretungen&#8221; (tschuldige: &#8220;Servicevertretungen&#8221;) ausgerechnet aus dem ÖVP-Eck kommen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: aaron</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/#comment-6391</link>
		<dc:creator>aaron</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 10:00:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=1695#comment-6391</guid>
		<description>Lieber Thomas,

zu deinem Eintrag von wegen der bundesweiten SchülerInnenvertretung (BSV) und ihrer nicht-Aktivität: Die kommen momentan aus der selben konservativen (sprich ÖVP-nahen) Ecke wie die AG und sehen sich auch als gewähltes Service-Center. Ausserdem geb ich Armin recht, ich kenne sie wahrscheinlich auch nur weil ich da letztes Jahr selbst darin gesessen bin und sie nicht direkt gewählt wird (also nciht unbedingt total demokratisch legitimiert ist).

LG Aaron

PS: Es ehrt mich hier verlinkt zu werden ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Thomas,</p>
<p>zu deinem Eintrag von wegen der bundesweiten SchülerInnenvertretung (BSV) und ihrer nicht-Aktivität: Die kommen momentan aus der selben konservativen (sprich ÖVP-nahen) Ecke wie die AG und sehen sich auch als gewähltes Service-Center. Ausserdem geb ich Armin recht, ich kenne sie wahrscheinlich auch nur weil ich da letztes Jahr selbst darin gesessen bin und sie nicht direkt gewählt wird (also nciht unbedingt total demokratisch legitimiert ist).</p>
<p>LG Aaron</p>
<p>PS: Es ehrt mich hier verlinkt zu werden <img src='http://zurpolitik.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Umfrage: Bildungsprotest oder Studierendenprotest? &#171; PoWi Protest</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/#comment-6390</link>
		<dc:creator>Umfrage: Bildungsprotest oder Studierendenprotest? &#171; PoWi Protest</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 22:37:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=1695#comment-6390</guid>
		<description>[...] versammeln sich am 29. April. Zeit für unsere erste Umfrage (meine Antwort gibts übrigens hier):  View [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] versammeln sich am 29. April. Zeit für unsere erste Umfrage (meine Antwort gibts übrigens hier):  View [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Hollerbusch</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/#comment-6389</link>
		<dc:creator>Hollerbusch</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 21:16:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=1695#comment-6389</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;
&lt;blockquote&gt;Ich fordere weiters, dass jeder schön, geschickt, sportlich und musikalisch sein soll und jeden Tag einen Regenbogen. Jawoll!&lt;/blockquote&gt;
Dich über egalitäre politische Grundsätze lustig zu machen, ist eher peinlich für dich als dass es mich jucken würde. Ohne Normen und Werte wie Solidarität und Gleichheit wären wir alle heute bestenfalls versklavte Kleinbauern in einer despotischen Monarchie. Man muss nicht links oder antiliberal sein, um das anzuerkennen.&lt;/blockquote&gt;
Ich halte viel von Mindeststandards, aber es gibt einfach Menschen, die nicht mitkommen können - und denen man auch nichts Gutes tut, sie zu zwingen, aufgepropfte Mindeststandards zu erfüllen. Ja, auch die brauchen ein Rüstzeug fürs Leben. Aber dass schaut sicher nicht so aus, dass sie alles schaffen müssen, was auch die meisten anderen schaffen.
Über das mit Solidarität und Gleichheit könnte man jetzt auch noch diskutieren, weil diese Begriffe so unheimlich vielschichtig und mehrdeutig sind. Aber ein andermal.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<blockquote><p>Ich fordere weiters, dass jeder schön, geschickt, sportlich und musikalisch sein soll und jeden Tag einen Regenbogen. Jawoll!</p></blockquote>
<p>Dich über egalitäre politische Grundsätze lustig zu machen, ist eher peinlich für dich als dass es mich jucken würde. Ohne Normen und Werte wie Solidarität und Gleichheit wären wir alle heute bestenfalls versklavte Kleinbauern in einer despotischen Monarchie. Man muss nicht links oder antiliberal sein, um das anzuerkennen.</p></blockquote>
<p>Ich halte viel von Mindeststandards, aber es gibt einfach Menschen, die nicht mitkommen können &#8211; und denen man auch nichts Gutes tut, sie zu zwingen, aufgepropfte Mindeststandards zu erfüllen. Ja, auch die brauchen ein Rüstzeug fürs Leben. Aber dass schaut sicher nicht so aus, dass sie alles schaffen müssen, was auch die meisten anderen schaffen.<br />
Über das mit Solidarität und Gleichheit könnte man jetzt auch noch diskutieren, weil diese Begriffe so unheimlich vielschichtig und mehrdeutig sind. Aber ein andermal.</p>
<p>Like! <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-6389" src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/comment-rating/images/2_14_up.png" alt="Thumb up" onclick="javascript:ckratingKarma('6389', 'add', 'zurpolitik.com/wp-content/plugins/comment-rating/', '2_14_');" title="Thumb up" /> <span id="karma-6389-total" >0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: dieter</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/#comment-6388</link>
		<dc:creator>dieter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 21:00:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=1695#comment-6388</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;2. ist die Tendenz, dass Österreich (das aktuell deutlich nicht im Spitzenfeld ist) weiter zurückfällt. Der unterdurchschnittliche Platz wird also auch nicht gehalten. Wenn die USA, China und Indien ihre Bildungsoffensiven durchziehen und hunderte Millionen Menschen plötzlich auf oder über österreichischem Niveau liegen, dann kann sich ein Land wie Österreich nicht leisten, zu stagnieren.&lt;/blockquote&gt;
Die PISA-Studie zeigt, dass trotz unterschiedlicher Bildungsausgaben, Bildungsysteme, Bildungsdauer usw. die meisten OECD-Länder sich extrem dicht drängen.
Auch die stark unterschiedlichen Akademikerquoten scheinen keinen Unterschied zu machen.
Japan ist Dritter bei PISA, hat aber 30% weniger BIP/Kopf als Österreich.

&lt;blockquote&gt;
&lt;blockquote&gt;Außerdem sind fruchtbares Land, jede Menge Wasser inkl. Wasserkraft und die Alpen nicht zu verachten.&lt;/blockquote&gt;

Natürlich ist das alles nicht zu verachten, aber das sind auch keine Träger von wohlhabenden Volkswirtschaften.&lt;/blockquote&gt;
Ganz im Gegenteil. Wenn eine gewisse Basis an Landwirtschaft, Bauwirtschaft für Infrastruktur usw. nicht da ist, wird man sich wohl kaum mit spezialisierter Medizintechnik befassen können. (Wasser ist übrigens für die Industrie sehr wichtig)

&lt;blockquote&gt;Im übrigen widerspreche ich bei der Behauptung, Schulen würden keine Einsteins produzieren. Ich hab in meinem letzten Bildungsbeitrag einen Vortrag von Bill Gates verlinkt in dem er Studien zeigt, wonach ein guter Lehrer (der auch die nötigen Ressourcen hat) die Performance einer Klasse im Jahr um 10% gegenüber einem durchschnittlichen steigert. Selbst wenns nur 2% wären: Mal dir mal aus, was das über ein gesamtes Schulleben hindurch bedeutet und was für einen Kompetenzunterschied das macht.&lt;/blockquote&gt;
Bill Gates beschäftigt sich mit Ghetto-Schulen.
Um zwei Prozent auf ohnehin hohem Niveau besser als Schüler zu funktionieren und die Anforderungen der Schule zu erfüllen, was macht das für einen Unterschied?

&lt;blockquote&gt;Aber die Industrie rund um eine Innovation entsteht dort, wo die Innovation entwickelt wurde.&lt;/blockquote&gt;
Das ist nur bei einer wirklich bahnbrechenden Innovation der Fall. Aber heute gibt es Patente und Lizenzen und die Innovation wird dann dort umgesetzt, wo die jeweilige Industrie schon etabliert ist. Es profitiert aber die gesamte Menschheit. Siehe Mobiltelefonie in Afrika als Extrembeispiel.

Stichwort Gesellschaft, Politik usw.:
Ich würde mir wünschen, dass mehr handfestes, offensichtlich sinnvolle Kulturtechniken gelehrt werden: Erste Hilfe, Kindererziehung, Elektroinstallation für den Haushalt, Ernährung und Kochen, Bankgeschäfte, wie läuft eine Gerichtsverhandlung ab, Rede halten, Argumentation, wissenschaftliche Methode, ....
Da gäbe es hunderte Dinge, da hat jeder was davon und dafür muss niemand begabt sein.

Leider dreht sich die Bildungsdebatte primär darum, wie man die vor hundert Jahren willkürlich ausgesuchten Fächer noch besser eintrichtern kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>2. ist die Tendenz, dass Österreich (das aktuell deutlich nicht im Spitzenfeld ist) weiter zurückfällt. Der unterdurchschnittliche Platz wird also auch nicht gehalten. Wenn die USA, China und Indien ihre Bildungsoffensiven durchziehen und hunderte Millionen Menschen plötzlich auf oder über österreichischem Niveau liegen, dann kann sich ein Land wie Österreich nicht leisten, zu stagnieren.</p></blockquote>
<p>Die PISA-Studie zeigt, dass trotz unterschiedlicher Bildungsausgaben, Bildungsysteme, Bildungsdauer usw. die meisten OECD-Länder sich extrem dicht drängen.<br />
Auch die stark unterschiedlichen Akademikerquoten scheinen keinen Unterschied zu machen.<br />
Japan ist Dritter bei PISA, hat aber 30% weniger BIP/Kopf als Österreich.</p>
<blockquote>
<blockquote><p>Außerdem sind fruchtbares Land, jede Menge Wasser inkl. Wasserkraft und die Alpen nicht zu verachten.</p></blockquote>
<p>Natürlich ist das alles nicht zu verachten, aber das sind auch keine Träger von wohlhabenden Volkswirtschaften.</p></blockquote>
<p>Ganz im Gegenteil. Wenn eine gewisse Basis an Landwirtschaft, Bauwirtschaft für Infrastruktur usw. nicht da ist, wird man sich wohl kaum mit spezialisierter Medizintechnik befassen können. (Wasser ist übrigens für die Industrie sehr wichtig)</p>
<blockquote><p>Im übrigen widerspreche ich bei der Behauptung, Schulen würden keine Einsteins produzieren. Ich hab in meinem letzten Bildungsbeitrag einen Vortrag von Bill Gates verlinkt in dem er Studien zeigt, wonach ein guter Lehrer (der auch die nötigen Ressourcen hat) die Performance einer Klasse im Jahr um 10% gegenüber einem durchschnittlichen steigert. Selbst wenns nur 2% wären: Mal dir mal aus, was das über ein gesamtes Schulleben hindurch bedeutet und was für einen Kompetenzunterschied das macht.</p></blockquote>
<p>Bill Gates beschäftigt sich mit Ghetto-Schulen.<br />
Um zwei Prozent auf ohnehin hohem Niveau besser als Schüler zu funktionieren und die Anforderungen der Schule zu erfüllen, was macht das für einen Unterschied?</p>
<blockquote><p>Aber die Industrie rund um eine Innovation entsteht dort, wo die Innovation entwickelt wurde.</p></blockquote>
<p>Das ist nur bei einer wirklich bahnbrechenden Innovation der Fall. Aber heute gibt es Patente und Lizenzen und die Innovation wird dann dort umgesetzt, wo die jeweilige Industrie schon etabliert ist. Es profitiert aber die gesamte Menschheit. Siehe Mobiltelefonie in Afrika als Extrembeispiel.</p>
<p>Stichwort Gesellschaft, Politik usw.:<br />
Ich würde mir wünschen, dass mehr handfestes, offensichtlich sinnvolle Kulturtechniken gelehrt werden: Erste Hilfe, Kindererziehung, Elektroinstallation für den Haushalt, Ernährung und Kochen, Bankgeschäfte, wie läuft eine Gerichtsverhandlung ab, Rede halten, Argumentation, wissenschaftliche Methode, &#8230;.<br />
Da gäbe es hunderte Dinge, da hat jeder was davon und dafür muss niemand begabt sein.</p>
<p>Leider dreht sich die Bildungsdebatte primär darum, wie man die vor hundert Jahren willkürlich ausgesuchten Fächer noch besser eintrichtern kann.</p>
<p>Like! <img style="padding: 0px; border: none; cursor: pointer;" id="up-6388" src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/comment-rating/images/2_14_up.png" alt="Thumb up" onclick="javascript:ckratingKarma('6388', 'add', 'zurpolitik.com/wp-content/plugins/comment-rating/', '2_14_');" title="Thumb up" /> <span id="karma-6388-total" >0</span></p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Tom Schaffer</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/#comment-6387</link>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 12:43:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=1695#comment-6387</guid>
		<description>@Michael Wie schon gesagt bin ich durchaus dafür, dass die pädagogischen Fähigkeiten der Lehrer mehr gefordert und gefördert werden. Schlussendlich bleibt dann aber immer noch das Dilemma, das unsere Klassen größer sind als es gut wäre. Ich behaupte ja ganz sicher nicht, dass das unser einziges Problem wäre (siehe meine vielen anderen Bildungsposts - drum bringts nicht, mir jetzt alle anderen Probleme aufzuzählen) - aber ich halte es schon auch für ein Zentrales, dass unsere Klassenschülerzahlen einfach keine individuelle Betreuung erlauben. Und das ist eben nur mit mehr Geld für den Lehrbetrieb zu lösen.

@Dieter 
&lt;blockquote&gt;Das ist eine gängige, merkantilistische Auffassung, nämlich, dass ein Land, das nicht in einer Kategorie Spitzenreiter ist, verhungern würde.&lt;/blockquote&gt;

1. finde ich es durchaus wichtig, dass man sich gerade in der Bildung an der Spitze orientiert. 
2. ist die Tendenz, dass Österreich (das aktuell deutlich nicht im Spitzenfeld ist) weiter zurückfällt. Der unterdurchschnittliche Platz wird also auch nicht gehalten. Wenn die USA, China und Indien ihre Bildungsoffensiven durchziehen und hunderte Millionen Menschen plötzlich auf oder über österreichischem Niveau liegen, dann kann sich ein Land wie Österreich nicht leisten, zu stagnieren. 

&lt;blockquote&gt;Außerdem sind fruchtbares Land, jede Menge Wasser inkl. Wasserkraft und die Alpen nicht zu verachten.&lt;/blockquote&gt;

Natürlich ist das alles nicht zu verachten, aber das sind auch keine Träger von wohlhabenden Volkswirtschaften. Und zudem sind diese Dinge gerade angesichts des Klimawandes nicht auf ewig gesichert. Nicht vergessen: Heutige Revolutionen(!) in der Bildungspolitik entfalten ihre volle Wirkung ja erst in frühestens 15-20 Jahren!

&lt;blockquote&gt;Innovationen kommen von hoch Intelligenten, die die Kinder von intelligenten Eltern sind. Schulen produzieren keine Einsteins.&lt;/blockquote&gt;

Wir haben weder Spitzenförderung noch einen wettbewerbsfähigen Durchschnitt. Beides wäre nötig. Im übrigen widerspreche ich bei der Behauptung, Schulen würden keine Einsteins produzieren. Ich hab in meinem letzten Bildungsbeitrag einen Vortrag von Bill Gates verlinkt in dem er Studien zeigt, wonach ein guter Lehrer (der auch die nötigen Ressourcen hat) die Performance einer Klasse im Jahr um 10% gegenüber einem durchschnittlichen steigert. Selbst wenns nur 2% wären: Mal dir mal aus, was das über ein gesamtes Schulleben hindurch bedeutet und was für einen Kompetenzunterschied das macht.

&lt;blockquote&gt;Darüber hinaus profitiert die ganze Welt von Innovationen. Computer erhöhen die Produktivität in Österreich, auch, wenn sie anderswo erfunden und entwickelt werden.&lt;/blockquote&gt;

Aber die Industrie rund um eine Innovation entsteht dort, wo die Innovation entwickelt wurde. Die Innovation ist deshalb von volkswirtschaftlicher Bedeutung - nicht nur von entwicklungshistorischer. Außerdem würde ich den Begriff &quot;Innovation&quot; nicht zu eng fassen. 

Wenn man den Bildungsstand einer ganzen Gesellschaft hebt, dann erfindet man dadurch vielleicht nicht die nächste revolutionäre Technologie, aber man bekommt als Ergebnis viele kleine Verbesserungen auf vielen Ebenen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Mehr Entrepeneure, mehr Produktivität, mehr Engagement etc. ...

&lt;blockquote&gt;Ich sehe da eine Verdoppelung der Lehrer pro Schüler seit 1970 und kaum Veränderung in letzter Zeit.&lt;/blockquote&gt;

Im denke, dass das Bildungsniveau seit 1970 deutlich gestiegen ist. Aber wir leben 2009. Der internationale Vergleich und neue pädagogische Erkenntnisse sind der Maßstab - nicht das was Österreich 1970 hatte. Die Welt hat sich seither ziemlich grundlegend verändert.

&lt;blockquote&gt;Abraham Lincoln hatte übrigens nur 18 Monate Schulbildung.&lt;/blockquote&gt;
Abraham Lincoln lebte vor 150 Jahren und wurde erfolgreich, weil er begabt war UND in eine reiche Familie eingeheiratet hat. Und seine 18 Monate Schulbildung waren immerhin gerade so effektiv, dass er sich das Lesen mithilfe einer Bibel selbst beibringen musste. Sorry, aber Lincoln das sicher kein Maßstab für ein modernes Bildungswesen. Überhaupt sind irgendwelche Ausnahmetalente der Weltgeschichte kein Maßstab, sondern das gesamtgesellschaftliche Niveau.

&lt;blockquote&gt;Ich fordere weiters, dass jeder schön, geschickt, sportlich und musikalisch sein soll und jeden Tag einen Regenbogen. Jawoll!&lt;/blockquote&gt;
Dich über egalitäre politische Grundsätze lustig zu machen, ist eher peinlich für dich als dass es mich jucken würde. Ohne Normen und Werte wie Solidarität und Gleichheit wären wir alle heute bestenfalls versklavte Kleinbauern in einer despotischen Monarchie. Man muss nicht links oder antiliberal sein, um das anzuerkennen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Michael Wie schon gesagt bin ich durchaus dafür, dass die pädagogischen Fähigkeiten der Lehrer mehr gefordert und gefördert werden. Schlussendlich bleibt dann aber immer noch das Dilemma, das unsere Klassen größer sind als es gut wäre. Ich behaupte ja ganz sicher nicht, dass das unser einziges Problem wäre (siehe meine vielen anderen Bildungsposts &#8211; drum bringts nicht, mir jetzt alle anderen Probleme aufzuzählen) &#8211; aber ich halte es schon auch für ein Zentrales, dass unsere Klassenschülerzahlen einfach keine individuelle Betreuung erlauben. Und das ist eben nur mit mehr Geld für den Lehrbetrieb zu lösen.</p>
<p>@Dieter </p>
<blockquote><p>Das ist eine gängige, merkantilistische Auffassung, nämlich, dass ein Land, das nicht in einer Kategorie Spitzenreiter ist, verhungern würde.</p></blockquote>
<p>1. finde ich es durchaus wichtig, dass man sich gerade in der Bildung an der Spitze orientiert.<br />
2. ist die Tendenz, dass Österreich (das aktuell deutlich nicht im Spitzenfeld ist) weiter zurückfällt. Der unterdurchschnittliche Platz wird also auch nicht gehalten. Wenn die USA, China und Indien ihre Bildungsoffensiven durchziehen und hunderte Millionen Menschen plötzlich auf oder über österreichischem Niveau liegen, dann kann sich ein Land wie Österreich nicht leisten, zu stagnieren. </p>
<blockquote><p>Außerdem sind fruchtbares Land, jede Menge Wasser inkl. Wasserkraft und die Alpen nicht zu verachten.</p></blockquote>
<p>Natürlich ist das alles nicht zu verachten, aber das sind auch keine Träger von wohlhabenden Volkswirtschaften. Und zudem sind diese Dinge gerade angesichts des Klimawandes nicht auf ewig gesichert. Nicht vergessen: Heutige Revolutionen(!) in der Bildungspolitik entfalten ihre volle Wirkung ja erst in frühestens 15-20 Jahren!</p>
<blockquote><p>Innovationen kommen von hoch Intelligenten, die die Kinder von intelligenten Eltern sind. Schulen produzieren keine Einsteins.</p></blockquote>
<p>Wir haben weder Spitzenförderung noch einen wettbewerbsfähigen Durchschnitt. Beides wäre nötig. Im übrigen widerspreche ich bei der Behauptung, Schulen würden keine Einsteins produzieren. Ich hab in meinem letzten Bildungsbeitrag einen Vortrag von Bill Gates verlinkt in dem er Studien zeigt, wonach ein guter Lehrer (der auch die nötigen Ressourcen hat) die Performance einer Klasse im Jahr um 10% gegenüber einem durchschnittlichen steigert. Selbst wenns nur 2% wären: Mal dir mal aus, was das über ein gesamtes Schulleben hindurch bedeutet und was für einen Kompetenzunterschied das macht.</p>
<blockquote><p>Darüber hinaus profitiert die ganze Welt von Innovationen. Computer erhöhen die Produktivität in Österreich, auch, wenn sie anderswo erfunden und entwickelt werden.</p></blockquote>
<p>Aber die Industrie rund um eine Innovation entsteht dort, wo die Innovation entwickelt wurde. Die Innovation ist deshalb von volkswirtschaftlicher Bedeutung &#8211; nicht nur von entwicklungshistorischer. Außerdem würde ich den Begriff &#8220;Innovation&#8221; nicht zu eng fassen. </p>
<p>Wenn man den Bildungsstand einer ganzen Gesellschaft hebt, dann erfindet man dadurch vielleicht nicht die nächste revolutionäre Technologie, aber man bekommt als Ergebnis viele kleine Verbesserungen auf vielen Ebenen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Mehr Entrepeneure, mehr Produktivität, mehr Engagement etc. &#8230;</p>
<blockquote><p>Ich sehe da eine Verdoppelung der Lehrer pro Schüler seit 1970 und kaum Veränderung in letzter Zeit.</p></blockquote>
<p>Im denke, dass das Bildungsniveau seit 1970 deutlich gestiegen ist. Aber wir leben 2009. Der internationale Vergleich und neue pädagogische Erkenntnisse sind der Maßstab &#8211; nicht das was Österreich 1970 hatte. Die Welt hat sich seither ziemlich grundlegend verändert.</p>
<blockquote><p>Abraham Lincoln hatte übrigens nur 18 Monate Schulbildung.</p></blockquote>
<p>Abraham Lincoln lebte vor 150 Jahren und wurde erfolgreich, weil er begabt war UND in eine reiche Familie eingeheiratet hat. Und seine 18 Monate Schulbildung waren immerhin gerade so effektiv, dass er sich das Lesen mithilfe einer Bibel selbst beibringen musste. Sorry, aber Lincoln das sicher kein Maßstab für ein modernes Bildungswesen. Überhaupt sind irgendwelche Ausnahmetalente der Weltgeschichte kein Maßstab, sondern das gesamtgesellschaftliche Niveau.</p>
<blockquote><p>Ich fordere weiters, dass jeder schön, geschickt, sportlich und musikalisch sein soll und jeden Tag einen Regenbogen. Jawoll!</p></blockquote>
<p>Dich über egalitäre politische Grundsätze lustig zu machen, ist eher peinlich für dich als dass es mich jucken würde. Ohne Normen und Werte wie Solidarität und Gleichheit wären wir alle heute bestenfalls versklavte Kleinbauern in einer despotischen Monarchie. Man muss nicht links oder antiliberal sein, um das anzuerkennen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: dieter</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/#comment-6386</link>
		<dc:creator>dieter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 07:45:10 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Das ist nicht nur unangenehm für die Betroffenen, es ist eine Gefahr für die Zukunft Österreichs - das nur durch ein deutlich besseres Bildungswesen seinen Status als eines der reichsten Länder der Welt halten können wird. Rohstoffe gibt es hier keine, die Industrie wandert ab (besonders wenn es eben mangels Personal zu wenig Innovation nachkommt) und vom krisen- und wetteranfälligen Tourismus allein wird man die 8 Millionen Menschen nicht ernähren können.&lt;/blockquote&gt;
Das ist eine gängige, merkantilistische Auffassung, nämlich, dass ein Land, das nicht in einer Kategorie Spitzenreiter ist, verhungern würde.
David Ricardo hat das &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Komparative_Kostenvorteile&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;1817 wiederlegt&lt;/a&gt; und Paul Krugman hat in den 1970ern noch mal nachgelegt.
Außerdem sind fruchtbares Land, jede Menge Wasser inkl. Wasserkraft und die Alpen nicht zu verachten.

Innovationen kommen von hoch Intelligenten, die die Kinder von intelligenten Eltern sind. Schulen produzieren keine Einsteins. Darüber hinaus profitiert die ganze Welt von Innovationen. Computer erhöhen die Produktivität in Österreich, auch, wenn sie anderswo erfunden und entwickelt werden.

&lt;blockquote&gt;Deine Folien zeigens ja. Blatt 20: In den letzten 10 Jahren gibts gleich viele SchülerInnen, aber weniger Klassen und weniger LehrerInnen. Der umgekehrte Trend wäre wünschenswert gewesen.&lt;/blockquote&gt;
Ich sehe da eine Verdoppelung der Lehrer pro Schüler seit 1970 und kaum Veränderung in letzter Zeit.

&lt;blockquote&gt;Das einzige mir bekannte Argument das es überhaupt möglich erscheinen lässt, dass wir bereits genügend LehrerInnen haben, ist dass unsere LehrerInnen zu viel mit anderen Dingen beschäftigt werden.&lt;/blockquote&gt;
Mir erscheint es durchaus möglich, dass halb so viel Beschulung auch keinen Unterschied machen würde. 90 Prozent vergisst man sowieso wieder. Abraham Lincoln hatte übrigens nur 18 Monate Schulbildung.

&lt;blockquote&gt;Ich halte es für die Pflicht eines Bildungswesens, dass niemand zurückgelassen wird - auch unbequeme Fälle nicht.&lt;/blockquote&gt;
Ich fordere weiters, dass jeder schön, geschickt, sportlich und musikalisch sein soll und jeden Tag einen Regenbogen. Jawoll!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das ist nicht nur unangenehm für die Betroffenen, es ist eine Gefahr für die Zukunft Österreichs &#8211; das nur durch ein deutlich besseres Bildungswesen seinen Status als eines der reichsten Länder der Welt halten können wird. Rohstoffe gibt es hier keine, die Industrie wandert ab (besonders wenn es eben mangels Personal zu wenig Innovation nachkommt) und vom krisen- und wetteranfälligen Tourismus allein wird man die 8 Millionen Menschen nicht ernähren können.</p></blockquote>
<p>Das ist eine gängige, merkantilistische Auffassung, nämlich, dass ein Land, das nicht in einer Kategorie Spitzenreiter ist, verhungern würde.<br />
David Ricardo hat das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Komparative_Kostenvorteile" rel="nofollow">1817 wiederlegt</a> und Paul Krugman hat in den 1970ern noch mal nachgelegt.<br />
Außerdem sind fruchtbares Land, jede Menge Wasser inkl. Wasserkraft und die Alpen nicht zu verachten.</p>
<p>Innovationen kommen von hoch Intelligenten, die die Kinder von intelligenten Eltern sind. Schulen produzieren keine Einsteins. Darüber hinaus profitiert die ganze Welt von Innovationen. Computer erhöhen die Produktivität in Österreich, auch, wenn sie anderswo erfunden und entwickelt werden.</p>
<blockquote><p>Deine Folien zeigens ja. Blatt 20: In den letzten 10 Jahren gibts gleich viele SchülerInnen, aber weniger Klassen und weniger LehrerInnen. Der umgekehrte Trend wäre wünschenswert gewesen.</p></blockquote>
<p>Ich sehe da eine Verdoppelung der Lehrer pro Schüler seit 1970 und kaum Veränderung in letzter Zeit.</p>
<blockquote><p>Das einzige mir bekannte Argument das es überhaupt möglich erscheinen lässt, dass wir bereits genügend LehrerInnen haben, ist dass unsere LehrerInnen zu viel mit anderen Dingen beschäftigt werden.</p></blockquote>
<p>Mir erscheint es durchaus möglich, dass halb so viel Beschulung auch keinen Unterschied machen würde. 90 Prozent vergisst man sowieso wieder. Abraham Lincoln hatte übrigens nur 18 Monate Schulbildung.</p>
<blockquote><p>Ich halte es für die Pflicht eines Bildungswesens, dass niemand zurückgelassen wird &#8211; auch unbequeme Fälle nicht.</p></blockquote>
<p>Ich fordere weiters, dass jeder schön, geschickt, sportlich und musikalisch sein soll und jeden Tag einen Regenbogen. Jawoll!</p>
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