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Wien untersagt Gegendemo zu ausländerfeindlichem Aufmarsch [Upd. 1]
Update: Laut Berichten von Twitterern ist “nur” eine Gegendemo der Grünen untersagt worden. Diese hier soll stattfinden und genehmigt sein. Leider im Moment keine Zeit eine offizielle Info einzuholen.
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Es löst ja mein Terminproblem. Morgen (Donnerstag) um 16:00 habe ich einen Termin im Außenministerium, 17:30 diskutiert Armin Wolf mit den ÖH-SpitzenkandidatInnen und um 18:00 wäre ein Grillfest angesagt. Um 17:00 wollte ich aber zu einer Demonstration gehen, die sich gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen vor dem Parlament gerichtet hätte. Das spielts nicht.
der rechte mob darf morgen in wien demonstrieren – polizei verbietet alle gegendemonstrationen – empörend (via Martin Margulies)
Weil der ausländerfeindliche Aufmarsch unter dem Motto “Moschee Ade” (die FPÖ und Strache persönlich wollen Berichten zufolge mitmarschieren) vorher angemeldet war (no na, sonst bräuchte es ja keine Gegendemo), wurde die Gegendemo untersagt. Wien macht damit das genaue Gegenteil von dem, was vor wenigen Tagen in Köln passiert ist.
Die Stadtverwaltung schützt damit eine Demo, zu der folgendermaßen aufgeruft wird:
Das sind die Früchte der von einem notorisch bekannten vorderasiatischen Völkchen in Szene gesetzten Verausländerung deutscher Lande…
Willige Erfüllungsgehilfen fand und findet dieses Völkchen in seiner Wiener Schutztruppe der SPÖ. Der feiste Bürgermeister ignoriert die Folgen seiner Politik und singt dabei „Es wird ein Wein sein, und wir werden nimmer sein“.
Schon vor Jahrzehnten haben Nationalisten vor den schrecklichen Folgen immerwährender Immigration gewarnt und wurden dafür verlacht, verfolgt und eingesperrt. Heute lacht niemand mehr, außer die „Demokraten“ und deren Hintermänner.
Schrecklich dieses Wien – dieses Ansammlung von Menschen, die kürzlich zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt wurde. Es ist diese Demo, die laut Strache “zu unterstützen ist“. Es ist diese FPÖ, die man unterstützt, wenn man sie wählt.
Tom Schaffer | 13. May 2009
Du kannst uns ganz einfach auf verschiedenste Weise unterstützen. Danke!


17 Reaktionen bisher
einfach nur wahnsinn !
!!! | 13. May 2009 | 11:58
kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte. un-pack-bar!!!
!!! | 13. May 2009 | 12:09
laut dieNagashi ist die demo nicht untersagt.
oder ist die rede von unterschiedlichen kundgebungen?
!!! | 13. May 2009 | 12:25
@severin: sie meint damit die kundgebung vor dem parlament um 16 uhr, diese soll angeblich nicht untersagt sein. aber der gegendemozug am ring ist verboten, außerdem gibts vor der sp-zentrale ein platzverbot.
!!! | 13. May 2009 | 12:29
@angela: ok, vielen dank!
!!! | 13. May 2009 | 12:33
martin margulies sprach aber von “allen” gegendemonstrationen. keine ahnung was stimmt.
13. May 2009 | 12:34
Ich glaub, mir wird übel.
So ein Wahnsinn!
!!! | 13. May 2009 | 16:12
Ich bezweifle, dass die amerikanischen Manager und Professionals, die zur Erstellung dieser Statistik befragt werden, sich just in jenem Viertel des Wiener Armenhauses Brigittenau aufhielten, wo es erst vor zwei Wochen vor der Balkandisko in der Parallelstraße eine Schießerei mit tödlichem Ausgang auf offener Straße stattfand, wo man nach Einbruch der Dunkelheit schon mal Grüppchen mit Totschlägern sieht oder Gehsteig und Radweg zum Kickboxtraining zweckentfremdet werden. Da fällt ein Sikh mit religös vorgeschriebenem Dolch am Gürtel gar nicht mehr auf.
Sonderlich wohl scheinen sich die Juden in der Gegend auch nicht zu fühlen, von denen einige zur Befolgung des religiösen Kopfbedeckungsgebots statt der traditionellen Kippa Baseball-Mützen und ähnliches nutzen (in Kombination mit den konservativen, schwarzen Mänteln keine gute Tarnung). Ich bezweifle, dass die vor Nazis Angst haben, denn Nazis habe ich hier noch nie gesehen.
Schade, dass die Demo und Gegendemo nicht an Ort und Stelle stattfindet, denn politisch Interessierte sollten sich genau diese Gegend ansehen.
Besonders auffällig an der Brigittenau ist die Wettcafé- und Spielautomaten-Dichte. (Geschätzte Verzehnfachung in zehn Jahren) Leute, die sowieso kein Geld haben und damit auch nicht umgehen können, verzocken und versaufen hier ihr letztes Hemd. Die Armutsexperten, die man im Club2&Co haben das noch nie angesprochen. (Schauen wohl in ihren Büros auf Lorentz-Kurven in ihren gentrifizierten Innenbezirksgegenden).
Die Demo gegen die Aufstockung ist wohl nur ein Anlassfall für die verbliebenen Österreicher in der Straße. Denn die Sache mit dem Verkehr ist nicht nachvollziehbar und ob der türkische Supermarkt und muslimische Kindergarten im gleichen Gebäude wie ein Gebetshaus ist, oder Tür an Tür, wie sonst überall, macht auch keinen Unterschied. Es ist sogar möglicherweise besser, wenn sich die Türken in einzelnen Häusern konzentrieren und damit mehr Platz über nicht-ethnische Infrastruktur übrig lassen.
Bezeichnend ist auch, dass die Grünen wieder einmal die örtliche Arbeiterklasse identifizieren, missverstehen und schön feste mit der Nazikeule draufhauen.
!!! | 13. May 2009 | 17:34
Die örtliche Arbeiterklasse?
13. May 2009 | 20:01
Bei allen linken Demos laufen auch immer extremistische Spinner herum, die dann vom bürgerlichen und rechten Lager, Kronenzeitung usw. als Repräsentanten der gesamten Bewegung dargestellt werden. Angegriffen fühlen sich aber alle Teilnehmer und Sympathisanten.
Umgekehrt geht es genauso. In der Dammstraße sehe ich jedenfalls kein Aufmarschgebiet und Vorstadium eines drohenden Nazighettos.
!!! | 13. May 2009 | 20:36
Das ist offenbar eine Falschmeldung. Die “Demonstration für Zivilcourage und gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit” findet statt. http://solidarisieren.at/
!!! | 14. May 2009 | 09:58
Danke für den Hinweis, auch wenn ich ihn erst jetzt im Spamfilter gefunden habe.
16. May 2009 | 17:14
Erkläre, durch welche Eigenschaften macht man sich der Ausländerfeindlichkeit schuldig? Welche Gefühle muss ich innehaben, um ein Feind der Einwanderer zu sein?
Und ist EINWANDERUNGSfeindlichkeit gleichzusetzen mit Xenophobie?
!!! | 25. May 2009 | 16:22
Ich bin gespannt: Inwiefern beantworten die Fragen sich nicht selbst?
25. May 2009 | 22:59
Feindschaft und Ablehnung von Menschen fremder Herkunft ist nicht nur ein Gefühl, sondern hat meist auch konkrete Auswirkungen. Dazu zählen: Diskriminierung am Arbeitsmarkt, soziale Isolation, Beschimpfungen, …
!!! | 26. May 2009 | 08:14
Recht so, die Linken hätten sonst wohl eh wieder mit Eiern, Flaschen und sonstigem geschmissen
!!! | 1. June 2009 | 13:05
Solange gewisse linke Kreise nicht in der Lage sind eine FRIEDLICHE Gegendemo auf die Beine zu stellen, ja, solange sollte jede linke Gegendemo untersagt werden.
!!! | 1. June 2009 | 13:06
Jetzt sag doch was!