Die Sache wäre harmlos. Der ORF dreht vier Wochen lang eine „Am Schauplatz“-Dokumentation über einige Rechtsradikale. Die Protagonisten werden auch zu einer Wahlkampfveranstaltung der FPÖ begleitet. Am Ende dieser Veranstaltung wird Heinz Christian Strache beim Autogrammegeben gefilmt. Auch die Skinheads wechseln ein paar Worte mit ihm und werden dabei aufgenommen. Es kommt zum Missverständnis und die Verschwörungstheorie der FPÖ nimmt ihren Lauf.

Der Redakteur fragt die beiden nach der Einschätzung zum FPÖ-Chef: „Und, was sagt ihr zu ihm?“. Strache meint allerdings zu hören „Na sagt schon was zu ihm„. Er wittert eine ORF-Verschwörung, hetzt die umherstehende Menge auf, sucht „Zeugen“ für den Skandal (denen er aber zuerst erklären muss, was vorgefallen ist). Der Reporter hätte die beiden aufgefordert, etwas Skandalöses zu ihm zu sagen.

Dass Strache sich dabei verhört hat, ist spätestens nach Einsicht des vom ORF veröffentlichten Materials (Windows Media Player, ab Minute 9) offensichtlich. Straches Fehler ist inmitten des Lärms einer Gruppe von Menschen verständlich und wäre keine große Sache. Doch anstatt das zuzugeben stellt die FPÖ sich weiterhin dumm.

Der Superbeweis

Strache will sich nun sogar einem Lügendetektor ausliefern um zu beweisen, dass er die Wahrheit sagt. Würde er den bestehen, würde das zwar nichts über den wirklichen Sachverhalt aussagen, aber nicht gerade für ihn sprechen. Das würde bedeuten, dass er selbst nach dem Gegenbeweis noch nicht von seiner Meinung abweicht.

Außerdem, so die FPÖ, hätten die Skinheads ja Mikrophone getragen. Das ist natürlich der ultimative Beweis, wenn man zeigen möchte, dass der ORF eine Doku über die beiden Männer dreht. … Moment!

Aber um die Realität geht es wie so oft auch hier nicht. Die FPÖ versucht aus der Situation Profit zu schlagen und sich als Opfer einer linken Medienpropaganda darzustellen. Die linke Medienverschwörung ist natürlich gerade in einem Land eine besonders lustige Idee, in dem 40,4% der Menschen die Kronenzeitung lesen, die offen Wahlempfehlungen für Barbara Rosenkranz ausspricht.

Derartige Theorien sind trotzdem ein beliebtes Mittel bei Rechtspopulisten. Es passt in ihre inszenierte Selbstdarstellung von den Kämpfern gegen „die da oben“. Ich erinnere mich zum Beispiel an ein Wahlduell von Peter Westenthaler, wo er vermutete Ingrid Thurnher würde per Computer irgendwelche Befehle bekommen.

Die Beweise aus dem „Fall Strache vs. Am Schauplatz“ werden auf der ORF-Kundendienst-Webseite nicht allzu viele Menschen sehen (falls die Strache-Behauptung von seinen Anhängern überhaupt hinterfragt wird). Zudem vergisst man Details solcher Dinge auch schnell. Schnell bleibt nur noch das „Da war doch irgendwas“ im Hinterkopf. Und eine Version, die oft genug wiederholt wird, bleibt bei vielen auch als Wahrheit hängen.

Einsicht zu zeigen und einen Fehler zuzugestehen wäre zwar anständig, aber sich dumm zu stellen lohnt sich.

Update: Die Farce geht weiter. Donnerstag-Abend wird Strache für sein Beharren auf der Verschwörungstheorie mit ordentlich Sendezeit in einem Sonder-Club 2 belohnt (einer eigentlich von aktiven PolitikerInnen befreiten Sendung). Mit ihm darf auch der ihm zur Seite gesprungene ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf sich im TV auslassen.

Update 2: Währenddessen untersuchte die Polizei am Donnerstag am Küniglberg die Redaktion von „Am Schauplatz“ – mit einer meiner (unjuristischen) Meinung nach schwer bedenklichen Untergrabung des Redaktionsgeheimnisses.

  • Man kann sich aber schon fragen, wie authentisch diese „Am Schauplatz“-Reportagen wirklich sind. Neben den 100€ ist da ja noch die Sache, dass die Idee zum Besuch der Strache-Veranstaltung von den ORF-Redakteuren kam.

  • “Da war doch irgendwas” – das ist das größte Problem, die lautesten Schreier bleiben letzt endlich im Kopf der Leute….

  • Emil

    Ein Armutszeugnis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wenn Fernsehteams beginnen, gewünschte Szenarios zu inszenieren. O-Ton: „Ohne ORF wären wir nie zu Strache gefahren!…“ Mit den Suggestivfragen des Herrn Moschitz an Strache im Vorfeld sowie den mehrfachen Aufforderungen an die Protagonisten wird der manipulative, eben nicht rein begleitende Charakter der Gesamtsituation vollends deutlich. Das hat auch mit kritischem Journalismus nichts mehr zu tun.

  • dieter

    @Tom: Willst du dir eine berufliche Perspektive beim ORF offen halten? Naja, ist durchaus verständlich bei der wirtschaftlichen Lage im Mediensektor.

    Ich sehe nicht ein, inwiefern der Kampagnen-Journalismus der Krone rechtfertigt, dass der ORF einen eben solchen betreiben soll.

    Das, was bisher bekannt wurde, ist inkriminierend genug. Selbst auf den veröffentlichten Tonaufnahmen zeigten sich die, vom ORF bezahlten und zur FPÖ-Veranstaltung gebrachten Nazis, wiederwillig und zögerlich, während die ORF-Leute sie offenbar anstachelten.

  • @Michael & Emil

    Dass Straches Veranstaltungen immer auch von Skinheads frequentiert wird, weiß jeder, der selbst schon einmal eine solche besucht hat. Es gehört schon eine gehörige Portion Realitätsverweigerung um das zu bezweifeln.

    Habt ihr etwa nicht mitbekommen, dass Strache Wehrsportübungen von Gottfried Küssel besucht hat? Wer wissen will, wie diese „Paintball-Spiele“ abgelaufen sind, kann sich diese Dokumentation ansehen:
    http://video.google.com/videoplay?docid=8385094389442728736

  • @Raphael: „Am Schauplatz“ soll in diesem Fall einen Ausschnitt aus dem Leben von ein paar Skinheads zeigen. Und ich würde erwarten, dass das „Am Schauplatz“ Team hier keine Einfluss ausübt. Natürlich ist es praktisch unmöglich jemanden mit der Kamera zu folgen ohne dass der sich irgendwie anders verhält. Trotzdem wird da eine Linie überschritten, wenn die, die eigentlich nur beobachten sollen, vorschlagen, auf eine Strache-Veranstaltung zu gehen.

    Mit anderen Worten: der ORF versucht halt die Sendung etwas aufzupeppen. Das ist sicher keine Verschwörung gegen die FPÖ oder Strache – „Am Schauplatz“ wird vermutlich öfters versuchen die Protagonisten zu beeinflussen. Aber ich finde, dass das bei diesem Sendungsformat überhaupt nicht angebracht ist.

    Dass bei Strache-Veranstaltungen teilweise auch Skinheads anwesend sein werden bestreite ich überhaupt nicht. Ich war ein einziges mal auf einer Haider-Veranstaltung und da waren auch zwei Skinheads da (und die Veranstaltung war in seinem Saal, die Kontrolle am Eingang hätte also die Möglichkeit gehabt die Skinheads abzuweisen).

    Aber in diesem Fall gehts um diese speziellen Skinheads und die wären ohne ORF eben nicht zum Strache gegangen.

  • @dieter ich find die unterstellung ehrlich gesagt ziemlich tief, dass ich persönliche gewinnmotive für diesen artikel habe.

    es ist recht einfach: ich hab das gesamte filmmaterial gesichtet und ich seh da kein fehlverhalten der journalisten. die skins werden da nicht angestachelt und sagen auch überhaupt nichts skandalöses. sie werden einfach dabei gefilmt, wie sie sich von strache ein autogramm holen und dann gefragt, was sie über ihn denken. sie sind nicht begeistert. und strache macht dann plötzlich radau, weil ers falsch hört.

    am schauplatz ist keine rein beobachtende doku, da werden den personen immer fragen gestellt.

    und ob die skins zum strache gegangen wären oder nicht weiß ich nicht. die zwei wirken mir nicht ganz frisch und haben auch behauptet, sie hätten 100€ am tag vom orf bekommen, was ich für offensichtlichen unsinn halte. gut möglich, dass der orf-journalist die gefragt hat, ob sie sich das ansehen und dass die das als aufforderungverstanden haben.

  • dieter

    @Tom:
    Ich habe dir allerhöchstens Menschlichkeit unterstellt. Dass sich Journalisten aus ökonomischen Interessen anbiedern müssen ist nun mal Realität. Sonst gäbe es keine Blattlinien und Kampagnen-Journalismus.

    Das gesamte Filmmaterial hast du sicher nicht gesichtet, denn das steht nicht zur Verfügung.

    Dass Strache etwas falsches gehört hat und sich fest einbildet, dass er es gehört hat ist durchaus plausibel. Dass sich andere Zeugen ebenfalls davon überzeugt sind, könnte man mit dem false memory effect erklären.

    Der Manipulationsvorwurf ist aber auch nicht unplausibel.

    „und ob die skins zum strache gegangen wären oder nicht weiß ich nicht. die zwei wirken mir nicht ganz frisch und haben auch behauptet, sie hätten 100€ am tag vom orf bekommen, was ich für offensichtlichen unsinn halte. gut möglich, dass der orf-journalist die gefragt hat, ob sie sich das ansehen und dass die das als aufforderungverstanden haben.“

    Strittig ist lediglich, ob sie 100€ pro Tag oder für die gesamten Dreharbeiten bekommen haben. Der ORF argumentiert, dass die 100€ Usus seien, um die Persönlichkeitsrechte abzugelten.

    Strache behauptet weiters, Zeugen hätten bestätigt, dass Moschitz die Skins zuvor auch angewiesen hätte, in einem Geschäft Stifte und Kartons zu kaufen (vom ORF bezahlt) und mit Sprüchen zu beschreiben.

    Hier kann man sich jedenfalls die Darstellung der FPÖ ansehen:
    http://www.youtube.com/user/Oesterreichzuerst

  • dieter

    Aktuell wird im Nationalrat zum Thema debattiert:

    http://www.parlament.gv.at/AK/NRLIVE/VIDEO/Live%20Video_Portal.shtml

  • mary

    Nazis bei Strache Veranstaltungen sind ablsolut üblich – zeigt auch dieses Video von der Strache Veranstalung 2009 in Wien:

    http://www.youtube.com/watch?v=G3ieA6cDdIM

  • Irg Endwer

    Auf dem Video ist zu erkennen, dass nicht nur Strache sondern auch eine Polizistin in Zivil zeitnah eine wiederbetätigende Äusserung wahrnehmen.
    Jedenfalls sträuben sich die Burschen etwas vor der Kamera zu sagen „Ned fua da Kamera“ Der Redakteur möchte sie hineintheatern und schafft das. Nicht nur Zeugen vor Ort. Auch Aussagen der beiden. Wenn auch inzwischen widerrufen. Aber warum hätten sie das aussagen sollen. Die Polizeiprotokolle werden klarheit bringen und möglicherweise den einen oder anderen mutigen und vorallem kreativen Redakteur in den Häfn. Warum nur tut mir das nicht leid?
    Jedenfalls ist klar das den beiden der Strache unsympathisch ist und sie ohne ORF nie dort hingefahren war. Das ganze ist schlimmer wie Prawda da müssen und werden Köpfe rollen. Jeder der sie verteidigt und noch meint mit dem Wind zu brunzen wird sich nass machen und zwar ordentlich, denn der Wind hat sich gedreht.

    Wenn Raphael meint auf Straches Veranstaltungen tauchen immer soviele Skinheads auf, schaut er zu viel ORF. Wenn das so wäre hätte der ORF sie nicht hinfahren müssen und dafür zahlen. Lügen über Lügen und so mancher wird nass und nässer

  • @dieter: der beitrag hat nichts mit irgendeiner jobzukunft beim orf zu tun. es ist einfach meine ansicht. dein vorauseilender zynismus ist unangebracht.

    das gesamte filmmaterial der veranstaltung steht zur verfügung.

    der manipulationsversuch ist mmn angesichts dessen unplausibel.

    die 100€ pro tag sind nicht strittig sondern vom orf bestätigt und begründet.

    und was strache so alles behauptet, steht bei mir in erster linie mal im zweifel – vor allem nachdem er erwiesenermaßen die ganze cause wegen einem hörfehler begonnen hat und gleich vor ort und vor der kamera „zeugen“ rekrutiert hat.

    die fpö-version hab ich gesehen, muss man aber nicht. es ist nur eine verzerrte und fragwürdig kommentierte version. ich hab das gesamte und ungeschnittene material gesehen und halte das für hilfreicher.

  • @irg endwer: „Wenn Raphael meint auf Straches Veranstaltungen tauchen immer soviele Skinheads auf, schaut er zu viel ORF. Wenn das so wäre hätte der ORF sie nicht hinfahren müssen und dafür zahlen.“

    Der ORF hat keine Doku über Strache gedreht, sondern über diese beiden Skins. Sie wurden dafür auch nicht bezahlt, sondern für das Abtreten ihrer Persönlichkeitsrechte entschädigt.

    Ich find ja schon die Idee lustig, die da unterstellt wird. Der ORF dreht 4 Wochen lang eine Doku über Skins mit dem einzigen Ziel, am Ende Strache in einer einzelnen Szene in der er nichts falsches tut zu attackieren?

  • würde mich nicht wundern, wenn henryk m. broder bei solchen strache-anlässen zuvor noch zufällig in der gegend ein referat über die schleichend überfremdung deutschlands durch muslime halten würde.

  • … und sofort darf strache wieder in einem sonder club2 (heute) auftreten und eine stunde lang seinen müll von sich geben. ein armutszeichen für den orf

  • na dann hat es sich ja wieder gelohnt. und der kopf darf gleich wieder mit zur belohnung fürs zur seite stehen.

  • dieter

    @Tom: Ich hatte dich als jemanden eingeschätzt, der normalerweise journalistische Ethik versteht und schätzt. Also vermutete ich absichtliches Herunterspielen von deiner Seite. Offenbar bist du ja wirklich überzeugt, dass Ed Moschitz‘ Inszenierung unproblematisch ist.

    „Sie wurden dafür auch nicht bezahlt, sondern für das Abtreten ihrer Persönlichkeitsrechte entschädigt.“

    Das ist eine Nebelgranate. Die Skins bekamen Geld bar auf die Hand dafür, dass sie eine Show abliefern. Und das ist dann keine Berichterstattung mehr, sondern inszenierte Unterhaltung. Bei Doku-Soaps durchaus üblich und bekannt und solange das nicht über die Darstellung von irgendwelchen profilierungssüchtigen Privatkasperln hinaus geht, ist das auch akzeptabel. Aber das ist strikt von der objektiv zu haltenden Berichterstattung über Politik zu trennen.

    „Ich find ja schon die Idee lustig, die da unterstellt wird. Der ORF dreht 4 Wochen lang eine Doku über Skins mit dem einzigen Ziel, am Ende Strache in einer einzelnen Szene in der er nichts falsches tut zu attackieren?“

    Ed Moschitz‘ Motivation war wohl die gleiche wie die der News/Profil Redaktion, die jede zweite Ausgabe Strache (früher Haider) am Titelblatt hat, oder die diverser deutscher Sender, die jeden Tag eine Doku über Hitlers Kofferträger, Friseur oder Innenarchitekten bringt.

    Das Nazi-Thema zieht und Strache+Skins im Bild bringt Einschaltquoten.

    @Martin:
    Dass der ORF sich im Club2 der Diskussion stellt, ist den Verantwortlichen hoch anzurechnen und lässt hoffen.

  • @Irg Endwer, wo bist Du denn ausgebrochen?
    „da müssen und werden Köpfe rollen“ … „mit dem Wind brunzen“?!?
    Kannst Du Dich auch zivilisiert ausdrücken ohne mir Worte in den Mund zu legen?
    Übrigens schau‘ ich garantiert nicht zu viel ORF, da ich gar kein TV-Gerät besitze.

  • Sehr cool. Jetzt werden in Österreich auf paranoiden rechten Zuruf Redaktionen von der Polizei durchsucht: http://derstandard.at/1269448170428/Schauplatz-SkinsStrache-Polizeieinsatz-derzeit-im-ORF-Zentrum

    Bin heut sehr auf den Club 2 gespannt. Würde mich ja interessieren was Kopf dort verloren hat.

  • 1.) Es ist Usus, dass Fernsehstationen bei Produktionen mit Laien (in diesem Fall zwei Boneheads) kleine Aufwandsentschädigungen zahlen (100 Euro pro schiarchen Kopf dürften in Summe wohl ein Promille der Produktionskosten betragen).
    2.) Natürlich beeinflusst das Vorhandensein eines Kamerateams Menschen; natürlich kann das Produktionsteam auch Lokalitätsvorschläge machen, wohin die Protagonisten gehen sollten. Gefilmt wird eben, wie sie sich in diesem Umfeld verhalten. TV-Rezipienten hätten eine schöne Freude, wenn sie zwei Boneheads eine halbe Stunde beim Playstation spielen angucken müssten, nur weil die ob des schlechten Wetters nicht rauswollten 😉 Das ist mit ethischem Journalismus auf jeden Fall zu vereinbaren.
    3.) Skandalös ist es, wenn ein paranoider Größenwahnsinniger – der in jedem funktionierenden demokratischen Land nicht einmal der Pausenkasper wäre – mit seinen Hirngespinsten sogar Polizeirazzien in Redaktionen auslöst. DAS ist bedenklich, nicht 100 Euro und ein bisserl „wollt´s Strache schau´n gehen?“ von Seiten des Produktionsteams (ist das bewiesen?) um zu filmen, wie sich Boneheads auf einer Veranstaltung einer lt. meiner Ansicht rechtsradikalen Partei „benehmen“. Ist ja nicht so, als würden Boneheads und die FPÖ keine Gemeinsamkeiten haben.
    4.) Danke für deinen Beitrag Tom.

  • @ alle Realitätsverweigerer unter euch: Außer Politiker die sich selbst inszenieren, wird im Fernsehen alles inszeniert. danke Michael Moser besser hät ichs auch nicht sagen können….!

  • jimmy

    aso also wenn ein öffentlich rechtlicher sender seine zwangsgebühren dazu verwendet um eine politische partei zu diskreditieren dann ist das definitiv nicht in ordnung!
    jedem privateigentümer einer zeitung (oder sonstigem medium) steht es frei übergesinnungen zu urteilen und diesezüglich zu berichten (siehe diesem larifariblog den ich leider per facebook geöffnet hab)

    NICHT allerdings dem orf, der ist zur objektivität verpflichtet. und DAS ist der skandal. nicht dass neben dem strache in paar glatzen rumstehen mit ein bisschen geduld wären die wohl auch von selbst gekommen…

  • Boner

    Hat hier jemand der Aufgebrachten eigentlich schon einmal zuvor Am Schauplatz gesehen?

  • @jimmy, eigentlich hat ja Strache die beiden Protagonisten diskreditiert, indem er ihnen unterstellt hat „Heil Hitler“ oder „Sieg Heil“ gerufen zu haben.

  • Der ORF sieht in dieser Sache gar nicht gut aus. Auch wenn es weh tut, darf man hier nicht zwei Augen zudrücken, weil es halt um Strache geht. Damit spielt man ihm nämlich nur in die Hände.

    @Michael Wenn ich eine Reportage über zwei Neonazis mache und die beiden sitzen zwei Stunden vor der Playstation weil sie nicht raus wollen, dann ist das langweilig und wenig spektakulär. Aber eine Reportage sollte die Realität abbilden und nicht irgendwelche Vorstellungen von der Realität eines Journalisten.

    Entsetzt war ich übrigens von der Art und Weise wie Hr. Nagiller den Club2 moderiert hat. Der glaubte anscheinend als Anwalt seines Arbeitgebers auftreten zu müssen. Dass es der ORF in dieser Diskussion nicht schafft eine_n neutrale_n Moderator_in aufzustellen ist mMn eine absolute Frechheit.

  • dieter

    Johannes Fischer und Rudolf Nagiller hatten Glück, dass ihnen nur Strache gegenüber saß. Und selbst dessen miserable Argumentationsfähigkeit verursachte bei ihnen offensichtlichen Angstschweiß und höchste Nervosität.

    Die ORF-Männer, sowie ihre zahlreichen Beistände, verstrickten sich in zahlreiche Widersprüche und Ausflüchte. Die hätte man richtig in die Ecke drängen können. Ein Mölzer, Stadler, Haider oder Böhmdorfer hätte sie locker fertig machen können.

    Heinz Mayer, den ich sonst sehr schätze, war den anderen wohl noch etwas schuldig. Sonst lässt sich nicht erklären, warum er sich für so einen peinlich schwachen Auftritt, inkl. Falschdarstellung des Mediengesetzes, hergab.

    Wie die Dokumentation ohne den Skandal ausgesehen hätte, weiß man nicht. So war sie aber recht interessant und sie entsprach auch meiner langjährigen Beobachtung, dass rechte Jugendliche, entgegen anderweitiger Behauptungen angeblich wissenschaftlicher soziologischer Studien, sehr wohl viel Kontakt mit Ausländern haben. Wesentlich mehr sogar als der durchschnittliche Gegendemonstrant aus dem bürgerlichen Milieu.

    Offenbar gab es 1992 schon eine vergleichbare Doku namens „Running Wild“, wovon es einige Clips auf Youtube gibt:
    http://www.youtube.com/watch?v=8TKzt3uBaa4
    LOL. Da kommen Jugenderinnerungen hoch. (Frisuren, Musik, Typen … )

    Die ganze Affäre bestätigt weiters meine liberale Ablehnung gegen das Verbotsgesetz. Den jungen Nazitölpeln ist wohl kaum geholfen, wenn man sie wegen blöder Parolen extra ins Gefängnis steckt. Genauso wie die Skins, die vor 20 Jahren Nagiller im Club2 an die Gurgel gingen, oder Punks und Antifas werden auch sie ihre Dummheiten mit zunehmenden Alter ablegen. Zusätzliche Strafen verzögern nur die Resozialisierung, bzw. eigentlich Sozialisierung.

    Weiters müssten sich die ORF-Leute ohne die Strafandrohung durch das Verbotsgesetz nicht so anscheißen.

  • ok. ich bin dem orf gefällig, lackner vom profil ist dem orf wohl was schuldig, hausjell biedert sich dem orf an und mayer ist dem orf anscheinend auch was schuldig. journalisten, verfassungsrechtler und kommunikationswissenschafter sagen euch, dass em orf da erstmal gar nix anzulasten ist (und dass der skandal überhaupt komplett fehlt tut da nichts zur sache – niemand hat irgendetwas skandalöses gesagt oder getan oder strache in irgendeiner form attackiert), aber der dieter und der karlheinz kopf sind in all diesen bereichen (mit denen sie afaik nix zu tun haben) gescheiter. du patzt hier jeden mit der unterstellung niederer persönlicher gewinnmotive an, der nicht deiner meinung ist. fantastisch ^^

    „Wie die Dokumentation ohne den Skandal ausgesehen hätte, weiß man nicht.“

    Wie hätte sie den aussehen sollen? Es gibt kein Material das irgendwas anderes zugelassen hätte.

    @jakob

    hausjell hats gestern sehr schön erklärt. eine fernsehreportage/milieustudie/portrait dieser art kann nicht die unbeeinflusste wirklichkeit abbilden. es ist die aufgabe des journalisten das abzubilden, was er nach recherche für authentisch hält. das thema war der rechtsextremismus dieser beiden männer. der besuch einer fpö-parteiveranstaltung ist deshalb legitim, weil sie anscheinend schon öfter bei solchen waren und weil es einen erkennbaren zusammenhang zum thema gibt.

    sozialdokus sind nicht universum. du setzt dich mit deiner kamera nicht monatelang auf die lauer um zu warten bis was aufregendes passiert. du inszenierst ein realitätsnahes bild. das einzige was du dafür nicht tun darfst, ist den leuten etwas einzureden, was sie niemals selbst tun würden. und das ist hier für mich offensichtlich nicht passiert.

    es wäre auch legitim für eine reportage, eine thailändische sweatshoparbeiterin vor die firmenzentrale von nike zu bringen, um zu sehen wie sie sich dort verhält. ist das die realität? nein. würde das ohne die journalistInnen je passieren? nein. ist es interessant und kann es relevant sein? ja.

  • dieter

    Es gibt kein Material? Es muss dutzende Stunden an Material geben und alleine von der Veranstaltung mehrere Stunden, die beliebig zusammen geschnitten werden können.

    §31 Mediengesetz schützt nicht den Informanten, sondern den Journalisten, der damit auch, wenn er will, den Informanten schützen kann. Es besteht also kein Rechtsanspruch des Informanten. Folglich kann der ORF nicht behaupten, ihm seien die Hände gebunden. Und der einzige Informanten-Schutz könnte allerhöchstens in der möglichen Verdeckung des fraglichen Sagers liegen.
    Außerdem wurden auch diverse Hakenkreuze, inkl. dem Hakenkreuz-Tattoo gezeigt. So weit scheint es mit der Sorge um rechtliche Konsequenzen für die beiden Skins also nicht her zu sein.

    Ob die Staatsanwaltschaft rechtlich die Herausgabe erzwingen kann, weiß ich nicht. Der Staatsanwalt ist offenbar dieser Ansicht. Es gibt aber keinen nachvollziehbaren Grund dafür, dass der ORF nicht von sich aus alle unverfälschten Tonspuren herausgibt und somit die Sache aufklärt. Das wäre sogar in seinem Interesse, falls der Sager eben gar nicht gefallen wäre.

    Hausjell ist mit Moschitz befreundet. Letzterer war sein Diplomand. Die Befangenheit ist hier doch offensichtlich.

    Das Argument, dass die Aussagen aus der Einvernahme der Skins nicht glaubwürdig seien, weil sie zwecks Selbstschutz lügen dürften, ist insofern hinfällig, als dass die Skins sich ja darin selbst schwer belastet haben, in dem sie den „Sieg Heil“ Sager zugaben. Man lügt gemeinhin um sich zu entlasten, nicht zu belasten. Den Zweck des Lügens versteht jedes Kleinkind. Selbst diesen beiden geistigen Tieffliegern kann man diese Fähigkeit nicht plausibel abstreiten.

    Gestern hielt ich beide Varianten für gleich plausibel. Das Verhalten der ORF-Leute im Club2 und ihre Ausflüchte verdichteten für mich aber den Verdacht in Richtung Strache-Version.

    Die FPÖ hat ein neues Video zum Thema:
    http://www.youtube.com/watch?v=MzB8PA2AQ5U

    Der Ablauf war demnach möglicherweise so: In dem Moment, als Strache sich einem Fan zuwendet, um ihm ein Autogramm auf die Jacke zu schreiben, fällt möglicherweise der Sager (kurz vor dem Hauchen). Strache schreibt noch fertig und wendet sich dann der Pressesprecherin zu um das zur Anzeige zu bringen.

  • „Folglich kann der ORF nicht behaupten, ihm seien die Hände gebunden.“

    Es geht darum, dass man nicht einfach so sein gesamtes Material der Polizei überlässt als Journalist. Das ist dein Recht und das ist ein zentrales und wichtiges Recht der Pressefreiheit. Davon Gebrauch zu machen ist KEIN SCHULDEINGESTÄNDNIS. Ich finde deine Interpretation ebenso schockierend wie dein fortlaufendes Anpatzen aller Leute die dir widersprechen.

    Der ORF hat das gesamte Material der Veranstaltung freigegeben (die anderen Kassetten die die Polizei gestern wollte sind von anderen Drehorten) – die wichtigen Momente waren auch in der Doku zu sehen. Und Strache weiß nichtmal so wirklich, was er nun gehört haben will.

  • dieter

    „Es geht darum, dass man nicht einfach so sein gesamtes Material der Polizei überlässt als Journalist. Das ist dein Recht und das ist ein zentrales und wichtiges Recht der Pressefreiheit. Davon Gebrauch zu machen ist KEIN SCHULDEINGESTÄNDNIS.“
    Klar. Aber welche konkrete Motivation gibt es für die Nichtherausgabe in diesem Fall? Wer würde einen Schaden nehmen, wenn das Material herausgegeben wird und kein Sieg Heil zu hören ist?

    „Der ORF hat das gesamte Material der Veranstaltung freigegeben (die anderen Kassetten die die Polizei gestern wollte sind von anderen Drehorten)“
    Wir haben bisher nur drei verschiedene, bearbeitete Fassungen gesehen. (1x vom Standard bei Pressekonferenz mitgefilmt, 1x kundendienst.orf.at, 1x Ausstrahlung)
    Die fragliche Szene fehlte in der ausgestrahlten Doku.

    Möglicherweise hat die Staatsanwaltschaft/Polizei eine unbearbeitete Version und sagt derweilen noch nichts dazu.

  • Tom, ich sehe die Geschichte ein bisschen anders als du. Allerdings auch anders als Dieter.

    Wir wissen nicht was genau passiert ist. Wenn die ganze Sache von Strache erfunden ist, dann muss man ihm auf jeden Fall ein unheimlich schnelles Reaktionsvermögen bescheinigen.

    Die Aussagen der beiden Neonazis müssen auf jedenfall untersucht werden, schon alleine um den ORF und Journalisten allgemein zu schützen. Wenn von vornherein „ist doch eh alles Blödsinn“ gesagt wird, wird immer ein schaler Beigeschmack bleiben.

    Wenn Fischer meint, der ORF habe nur die €100 pro Person bezahlt und der Rest ist Sache des Journalisten, schaut das komisch aus. Ich persönlich finde auch das „Sagts doch was zu erm“ daneben. Noch kein medienpolitischer Skandal, aber doch unangebracht.

    Die Club2-Diskussion hat dem Ganzen für mich die Krone aufgesetzt. Wieso schafft es der ORF nicht für eine unabhängige (externe) Moderation zu sorgen? Der Auftritt von Nagiller (ständiges dazwischen-quatschen und kommentieren, der Versuch aus den Leute genau das rauszukriegen was der ORF hören will, …) war eine Katastrophe.

    In einigen Dingen handelt der ORF mMn komplett richtig (in der Materialsache zb), in einigen aber auch völlig daneben.

  • „Sagts doch was zu erm“ – das kommt ja eben nicht vor. wie im ausgangsbeitrag festgestellt war das eine frage „und, was sagts zu erm?“

  • Maxi

    Soviel zum Thema diese Skins würden nie auf ne Veranstaltung der FPÖ gehen:

    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/ORF-Skinhead-besuchte-schon-frueher-FPOe-0674930.ece

  • @Maxi
    Skandal bei SPOE Wahlveranstaltung: Hias Hiafla besucht Wahlveranstaltung des BP. Wie Aufnahmen von KroneTV aus der öffentlichen Toilette am Karlsplatz belegen ist er ein amtsbekannter Onanier und Im-Klo-Aufdendeckelbrunzer. Auf Aufforderung des Kroneredakteurs nuschelt er dabei 우정 동지(Untertitel für erst kürzlich dazugestossene Genossen Das ist nordkoreanisch und heisst: „Freundschaft Genossen“ der BP kennt sich bei nordkoreanisch bestens aus).Der BP nimmt dennoch seine Stimme und nimmt nicht von der Kandidatur Abstand. Was für ein Skandal.

    Wenn das jemand absurd vorkommt, kann ich Euch beruhigen. Nein es stimmt nicht. Fiktion. Soweit geht nicht einmal der Dichand. (Leider!) Wer anderer geht so weit und noch weiter. Aber bald hat es sich ausgegangen.

    Spendet die ORF Gebühren dem Kinderdorf. Und nein das ist keine Aufforderung zum Gesetzesbruch. Stellt ein Aquarium in euren Wandschrank, das lügt nie und ist spannender. Im Auto singt I’m just a lonely boy, a capella. Autoradio braucht ihr auch keins. Damit verhindert ihr das Kottan Resitarits Tantiemen kriegt.

    Atomkraft Nein Danke

    ORF?

    OR.. Was bite wer ist das?

    Und wenn ihr meint das war jetzt nicht lustig, ist auch gut. Ihr habt ja recht es ist wirklich traurig. In der DDR konnte man mit einer gur versteckten Antenne wenigsten Wetten das und Grzimeks Serengeti schauen.

  • Jetzt wo der ORF auf richterlichen Beschluss eingestellt wurdet. Könnt ihr euch überlegen wofür ihr in Zukunft die GIS investieren wollt. Hier geht’s zur Abstimmung:

    http://poll.fm/1rj3g

  • Surpruise, surprise! Nix „Sieg Heil“: Polizei erzwang Falschaussage der Skins aus „Am Schauplatz“ http://is.gd/b1ZQW

  • dieter

    Das ist nicht neu. Kevin hat das schon Anfang der Woche der Krone so dargestellt. Kevin hat als einziger eine Vorstrafe und könnte wegen dem „Sieg Heil“ tatsächlich in den Häfn gehen. Falls er „Sieg Heil“ gesagt hat, dann konnte er während der Polizei-Einvernahme noch nicht wissen, dass auf dem vom ORF herausgegebenen Band kein „Sieg Heil“ zu hören war und hätte vermuten müssen, dass Abstreiten zwecklos wäre.

    Die anderen Vorwürfe an den ORF hat er aber auch im News wieder bestätigt.

    Im Übrigen wäre es sowieso Philip und nicht Kevin, der für den Sager in Frage käme.

  • @Tom Hast recht, da hab ich falsch zitiert. Ändert aber mMn nichts dran, dass ein Redakteur in dieser Situation Beobachter sein sollte.

    Zu dem neuen Interview, diese Argumentation hab ich auf beiden Seiten seltsam gefunden. Sowohl Fischer als auch Strache haben sich einmal auf Aussagen der Beteiligten berufen die ihre Seite stützen, um dann im nächsten Moment gegenteiligen Aussagen derselben Menschen die Glaubwürdigkeit abzusprechen.

  • Philip bestätigt Kevins Geschichte: http://derstandard.at/1269448339824/ORF-Schauplatz-Skinhead-entlastet-ORF-massiv

    So wie es nach der aktuellen Lage scheint hat Moschitz die Skins zwar bezahlt, aber nicht dafür irgendwas zu tun, sondern fürs Mitmachen und aus eigener Tasche. Ich nehm an, dass das auch Augenmerk der gerichtlichen Auseinandersetzung sein wird.

    Straches Story fällt jedoch komplett auseinander. Daran scheint überhaupt nichts zu stimmen. Niemand hat was gesagt, niemand hat was inszeniert, niemand wurde für Skandale bezahlt.

  • @Jakob: Moschitz war ja Beobachter – bis zu dem Zeitpunkt als die Situation vorbei war und er ein Statement der Skins dazu auf Film wollte. Ich wüsste nicht, was DARAN journalistisch unsauber sein sollte.

  • dieter

    @Jakob:
    Dass sich die beiden Streitparteien das passende für sich heraussuchen, ist klar.

    Prinzipiell sind die beiden Skins nicht sonderlich vertrauenswerte Zeitgenossen. Außerdem sind sie nicht besonders hell, wodurch sie vermutlich nicht in ihrem besten Interesse handeln und möglicherweise lügen. Das erschwert die Analyse.

    Dass sich gewaltbereite Skins, die schon Erfahrung mit Einvernahmen und Gerichten gemacht haben, unabhängig voneinander von der Polizei einschüchtern lassen und dabei schwer belasten, glaube ich nicht unbedingt, ist aber auch nicht auszuschließen.

    Fischer hat seine Version übrigens auch nur auf Vertrauensbasis von Ed Moschitz, der, falls er unethisch oder gar illegal gehandelt hat, auch jede Motivation zum Lügen hätte und dem dabei mehr Geschick zuzutrauen wäre.

    Die Variante, die man Ausschließen kann, ist, dass Strache das ganze blitzschnell inszeniert hätte. Er wird schon irgendwas glauben, gehört zu haben.

    Was an der Darstellung des ORF problematisch ist, ist dass jegliches Fehlverhalten abgestritten und heruntergespielt wird. Wenn man wenigstens zugeben würde, dass man hier zusehr nachhelfen wollte und etwas einsichtig wäre, dann wäre der ORF glaubwürdiger. So aber stellt sich nicht die Frage ob, sondern lediglich wieviel von dem, was tatsächlich passiert ist, abgestritten wird.

  • dieter

    @Tom:
    Dass Ed Moschitz kein reiner Beobachter ist, wird von niemanden abgestritten. Dass man so eine Reportage bis zu einem gewissen Grad inszenieren (Hausjell sagt konstruieren) muss, liegt auf der Hand. Die Frage ist, wie weit man gehen darf. (Meiner Meinung nach ist selbst das vom ORF zugegebene illegitim).

    Dass Moschitz aus privater Tasche +1400€ gezahlt haben soll, kann ich auch nicht wirklich glauben. Ich schätze eher, der hätte das wohl eher aus anderen Spesen abgezweigt, die halt als anderer Posten im SAP-System aufgeführt wären.

    „Straches Story fällt jedoch komplett auseinander. Daran scheint überhaupt nichts zu stimmen. Niemand hat was gesagt, niemand hat was inszeniert, niemand wurde für Skandale bezahlt.“
    Straches Story besteht aus dem Nazi-Sager, den er gehört haben will, plus dem drängen Moschitz‘, dass die Skins irgendwas sagen sollten. (Letzteres ist durch das veröffentlichte Material belegt).
    Der Rest aus Straches Story kommt von der Einvernahme der Skins. (die zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnten, was auf den Bändern zu hören sein wird und dass sich der ORF so geschlossen hinter Moschitz stellen würde)

    So wie ich das sehe widersprichst du von der Substanz her Strache nur mehr in der Frage, ob der „Sieg Heil“ Sager nun tatsächlich gefallen ist, oder nicht. Ob das ganze eine Inszenierung war ist hingegen lediglich ein Werturteil und kein Sachurteil.

  • Strache hat zwei seiner eigenen Wähler des Verstoßes gegen das so unbeliebte Verbotsgesetz beschuldigt, und blaue Parteigänger im Polizeiapparat haben ein ihm genehmes Geständnis „erfragt“. Das ist der eigentliche Skandal. Er dürfte von Anfang an darauf spekuliert haben, dass die Nazis niemandem leidtun.

  • @raphael
    Ist ja klar, dass man aus Prinzip ein paar Staatsfunkanarchos und Glatzen glaubt als dem Strache und Polizeibeamten. Die Staatsanarchos haben uns ja nie belogen, habe ein ehrliches Geschäftsgebahren und bringen sogar Devotionalen in der Buchhaltung gewissenhaft unter.

    Liebe Freunde, nach Jahrzehnten linkslinken Surrealismus im ORF ist euer Realitätsverlust fast verzeihlich. ABer jetzt kommt die Realität zurück und die wird hart. Wiederbetätigung bleibt Wiederbetätigung auch wenn sie ein krankes Hirn als Kampf gegen rechts darstellt. Nicht Intentionen sondern Handeln kann strafbar sein oder auch nicht. In der schönen neuen Realität sollen die Herren beim ORF sich eine Exit Strategie überlegen. Schwere Kindheit oder so. Das stimmt Polizei und Staatsanwalt vielleicht milde. Mehr ist nicht drin die jetzigen schwarzen Ministerinnnen werden die auf alle Fälle nicht zurückpfeifen. Also schön schuldbewusst, gscheid gscheizd und kampelt zum Verhör und Verhandlung erscheinen. Am Tisch haun is nimma.

    Ich bin übrigens kategorisch gegen die Todesstrafe. Auch bei Moschitz, Strobl und Co. Auch die haben ein Recht auf Resozialisierung. Mit einem guten Therapeuten in der Sicherverwahrung kriegen wir das schon wieder hin!

  • Wer leidet da an Realitätsverlust und braucht einen Therapeuten? Wohl doch eher jemand der Stimmen hört, die nicht da sind. Es gab keine Wiederbetätigung. Daran werden auch keine „erfragten“ Geständnisse etwas ändern. Ich bin gespannt ob Strache vor Gericht unter Eid die Vorwürfe wiederholt. Das wäre dann nämlich strafbar.

  • Das Hakenkreuz und andere verbotene Symbole waren mehrmals zu sehen. Das ist in der Tat strafbar. Und Strache ist nicht der Kläger in einem Zivilprozess sondern der Staatsanwalt, und das ist ein Offizialdelikt. Und der kann vernehmen unter Eid oder auch nicht wenn er auch will.
    Die beiden haben nachweislich gelogen entweder bei der ersten einvernahme oder in den darauffolgenden und in den Interviews. Gelogen hat auch der ORF bei der Bezahlung. Jetzt ist Schluss mit lustig. Man hat diese Verleumder und Lügner im ORF viel zu lange akzeptiert. Sie beleidigen und Verleumden nicht nur Strache sondern alle seine Wähler und Sympathisanten. Diese Hetze die es sehr wohl auch in der Presse tagtäglich stattfindet wird ein Ende nehmen. Für die ersten die man dafür verurteilt wird es bitter, weil sie gedacht haben, man würde schon die Hand über sie halten. ABer es muss sein, sonst geht das Dreckschleidern ewig weiter.

  • Sag mal Irg, warst Du noch nie auf einer FPÖ Veranstaltung? Warum tust Du so als wären dort niemals Glatzen zu sehen? Philipp war selbst schon 2009 beim EU-Wahlkampffinale der FPÖ am Viktor-Adler-Markt. Es gehört selbstverständlich zu den Aufgaben der Presse auch das Leben solcher Menschen zu dokumentieren, und ich glaube fest daran, dass auch der Staatsanwalt die Pressefreiheit in Österreich nicht abschaffen wird. Und ob Ed Moschitz den beiden jetzt 100 € oder 700 € gegeben hat, ist völlig irrelevant.

  • Wenn es die Realität wäre, braucht man nicht dafür zu zahlen. Moschitz Verhalten und das der Redaktion die sehr wohl wusste wie die „Realität“ zustande kam, hat sich journalistisches unerträglich verhalten. Auf diese Weise könnte eine beliebige „Realität“ mit grünen Süchtlern an der Kettenbrückengasse oder roten Zuhältern am Gürtel und schwarzen Kinderschändern im Flug nach Thailand basteln. Es gibt Glatzn auf FPO Veranstaltungen, Hotschiminfans im Rotary Club es gibt alles, aber deswegen ist es noch lange keine repräsentative Realität

    Aber die journalistische Unredlichkeit zu klären erübrigt sich angesichts des Straf- und Dienstrechts. Wenn sie einmal dort sind wo sie hingehören sind sie nicht mehr im ORF oder es gibt den ORF nicht mehr. Mir ist wurscht, ob gute oder schlechte Journalisten Sackl picken, stempeln gehn, oder sich beim Brandweiner über den Strache und/oder den Schiedsrichter beim letzten Rapidmatch unterhalten.

    Die schwarz-blaue Regierung hat es unterlassen diesen grün-roten Feucht-Sozio bis Biotop in den öffentlichen Medien trocken zu legen. Diese Non-cholance war offensichtlich ein Fehler. Den werden auch die schwarzen kein zweites Mal machen.

    Man könnte einfach ab fünf Uhr früh zurückvernadern, aber das ist gar nicht nötig. Die sind so doof, die stellen Ihren Dreck und Ihre Niedertracht selber ins Fernsehen und in die Presse vor die Augen aller auch jener der Staatsanwälte und Richter. Da gibt es nix zu vernadern.

  • dieter

    Also bisher war der Pilz einer meiner letzten grünen Helden.

    Der verschwörungstheoretischen und – falls unwahr – verleumderischen Anzeige gegen die Polizei kann ich überhaupt nichts abgewinnen. Die Behauptung, dass Strache, dessen Intelligenz sonst nicht von ungefähr für überschaubar gehalten wird, blitzartig einen Masterplan entworfen hätte und die Polizei fremdsteuern würde, ist hundert mal unplausibler, als die wesentlich simplere Hypothese, dass Moschitz die Bänder manipuliert haben könnte und die Skins nunmehr zwecks Selbstschutz lügen würden.

    Durch die Anzeige treibt Pilz die Polizei und die Staatsanwaltschaft nun möglicherweise tatsächlich dazu, bei der Ermittlung nachzuhelfen. Das ist eine unnötige Eskalation, die der Objektivität überhaupt nicht dienlich ist.

    Letztlich machen jene, die sich hier vehement für Ed Moschitz und gegen die Ermittlungen ins Zeug legen, ihre Karriere, ihre Reputation und die ihrer Partei völlig von der Glaubwürdigkeit Ed Moschitz‘ und der Skins abhängig. Das ist ein gewaltiges Risiko.

    Die betreffenden Leute sollten sich über Bayessche Logik oder statistische Erwartungswerte schlau machen. Angenommen, wir bewerten die Wahrscheinlichkeit, dass Moschitz lügt, mit 1:6. Wer würde seine Karriere oder Reputation dem Schicksal eines Würfelwurfs aussetzen?

  • @Irg: Was Du und Strache hier versucht ist schlimmer als es jeder „Sieg Heil“-Sager eines Neo-Nazis wäre; nämlich eine politisch motivierte Abschaffung der Pressefreiheit. DAS ist die eigentliche Wiederbetätigung.

  • @dieter
    Also ich bewerte die Glaubwürdigkeit und den Charakter der Menschen nicht danach was mir meine Bewertung bringt. Ich werd nicht Kaiser von CHina nur weil ich Moschitz für das halte was er ist, ein charakterloser Linker und SOziopath, der für eine Pseudokarriere zwei minderbemittelte über beide Ohren mit lebenslangen Folgen eindunkt. Der wär auch nicht besser, wenn er rechts wäre. Das Problem bei ihm und den anderen Gutmenschen im ORF ist nicht die ideologische Bindung, sondern der Charakter bzw. der Mangel daran. Und ich würde sie auch dann nicht mögen, wenn ich für das Sie-Mögen Kaiser von China würde oder einen kommoden ABgeordnetenposten in Brüssel bekäme. Dreck bleibt Dreck. Und wer dran anstreift wird selbst zum Dreck.

    Tut mir leid ich kann also Deiner Logik nicht folgen.

  • @rapheal
    Die Pressefreiheit und auch die Meinungsfreuheit kann man in Österreich nicht abschaffen, es gibt sie ja gar nicht.
    Es gibt nur die Verleumdungsfreiheit der Medien gegenüber jener die nicht so denken wie due Geldgeber der Medien.
    Nicht der Staat und schon gar nicht der Strache zensiert die Medien, sondern die Medien zensieren und kriminalisieren die Menschen. Aber wie gesagt nicht mehr lange. Weil es reicht uns nämlich

  • dieter

    @Irg Endwer:
    Wer spricht von dir? Du bist sowieso nur irgendwer.

    Fischer, Wrabetz, Strobl, Pilz, die Grünen und die Medien, die sich hinter den ORF stellen, riskieren hier unnötiges.

    Und es geht nicht darum, die Bewertung vom Nutzen abhängig zu machen, sondern, welches Risiko man auf Basis unvollständigen Wissens eingehen sollte.

  • @Irg
    Verleumdung ist strafbar. Wenn sich Strache verleumdet fühlt, kann er den ORF klagen. Wenn der ORF zensurieren wollte, hätte er wohl kaum Strache zum Club2 eingeladen. Hätte Strache keine parlamentarische Immunität, könnten ihn die beiden Glatzen wegen Verleumdung verklagen.

  • @irg endwer

    reiss dich in deiner wortwahl zusammen oder verputz dich. menschen in aufs übelste zu beschimpfen wird hier nicht geduldet und ist hier in eingen fällen wahrscheinlich rechtlich bereits belangbar. deine ip ist gespeichert, du bist hier nicht anonym.

  • Danke Tom.

  • @tom
    Genau das ist es, was ich meine mit Niedertracht, wenn einer etwas anderes sagt als einem lieb ist.. jemanden mit seiner IP Nummer zu drohen. Hier nimm’s da 79.207.167.163 und mach mit ihr was du willst. I
    Raphaels Empfindlichkeit ob meiner proletarischen Wortwahl, zwischen Brunzen und Eindunken, tut mir leid. Für ihn. Ich werd jedenfalls für ihn keinen Rhethorikkurs im Reinhardtseminar belegen. Wenn ihr mich nicht versteht, versteht ihr auch die zwei armen vorgeführten Typen nicht und auch nicht den Strache und ihr wisst einfach worüber wir reden,
    Wenn Du meine Postings löschen willst, tu dir keinen Zwang an. Ich verkraft das seelisch locker.

    „paranoider Größenwahnsinniger“ in Bezug auf STrache wurde hier oben erwähnt, nicht von mir und das hat dich nicht auf den Plan gerufen. Unbekannten Polizisten wurde ohne den geringsten würdigenswerten Hinweis des schweren Amtsmissbrauchs aus parteipolitischen Gründen bezichtigt. Ist auch nicht besser als mein kürzlicher wie ich meine noch recht moderater Soziopath angesichts dessen was er gemacht hat mit den beiden.
    Irgendwer hat irgendwen anderen nämlich mich sogar der Wiederbetätigung bezichtigt. Mach Dir nicht die Mühe mich zu schützen oder den Strache oder die Polizei zu verteidigen oder sonst was. Wir kommen schon selber klar. Jedenfalls habe zumindest ich genausowenig Angst vor Philatelisten und Numismatikern, die IP nummern sammeln, wie ihr keine Angst vor uns haben müsst.

    @dieter
    Ich hab schon verstanden. Ich finde aber die Grünen sollten das , was sie machen nicht machen, weil es eine bodenlose Sauerei ist und nicht weil sie ihre Karrieren versauen oder gar nicht so viele Stimmen kosten könnte. Ich bin noch naiv genug von Politikern aber auch normalen Menschen zu verlangen, den Blödsinn, den sie sagen wenigstens selber zu glauben. Mir ist lieber sie reissen ihr Maul auf, weil sie glauben was sie sagen, denn sie Schweigen aus Taktik. Drum mag ich unabhänig vom Program auch den Strache. Der glaubt den Blödsinn den er sagt.
    Da weiss man wenigstens woran man ist. Und jetzt weiss man halt auch woran man bei Strobl und Co ist.

  • „wenn einer etwas anderes sagt als einem lieb ist..“

    ich betone: ich hab dich nicht gebeten das gegenreden einzustellen, sondern zugegeben etwas harsch gesagt, dass du die wortwahl mäßigen sollst.

    ich will deine beiträge nämlich eben nicht löschen. das musste ich hier noch nicht ein einziges mal machen, und das will ich auch in zukunft nicht müssen.

    du hast menschen als „dreck“, als „soziopathen“, als therapiebedürftige, „charakterlose“ „verleumder und lügner“ bezeichnet – neben anderen dingen. sowas kann sicher das ein oder andere mal passieren. aber es ist in der summe zu viel. es gibt schon viele foren die aus schimpfereien und flamereien bestehen – hier soll das nicht zur gewohnheit werden.

    das mit der IP adresse war auch keine drohung, sondern eine erinnerung. du bist hier zwar nicht mit deinem richtigen namen unterwegs, aber bei strafbaren bemerkungen eben nicht anonym. nirgendwo im internet. das ist kein rechts- oder manierenfreier raum.

    ich muss dazu deine IP nicht extra böswillig sammeln, das geschieht ganz automatisch.

  • Danke für die Rechtsbelehrung ich bin und war mir durchaus bewusst was ich geschrieben habe, und es tut mir nicht wirklich leid und ich bin mir auch jederzeit bewusst, dass man IP Adressen sammeln kann und wenn jemand ein Problem damit hat, soll er kommen, von mir aus mit dem Anwalt. Schaunmamoi daun sengg ma daun. Leute wie die guten Menschen vom Schauplatz die links und rechts austeilen, müssen auch einstecken können. Und werden sie diesmal auch müssen und zwar kräftig und nicht von mir. Was sie gemacht haben wird auch für sie nicht ohne dienst- und möglicherweise strafrechtlich Konsequenzen bleiben.
    Die verschiedenen Unterstellung hier in den Kommentaren gegen die Polizei sind strafrechtlich viel relevanter als ein Ductus der am Grund aus dem ich komme gar nicht so unüblich ist. Dass das Polizistenverleumden inzwischen auch ein immuner ABgeordneter tut ändert daran nix.
    Mein, wie ich meine, „gerechter Zorn“ wurde nicht durch die hunderttausendste hirnlose und verlogene inszinierte Suderei gegen den Strache ausgelöst, der weiss sich – wie man sieht selber ganz gut zu verteidigen, der braucht meine Unterstützung nicht, sondern durch die absolut perfide Art wie man zwei, mir nicht sympathische, aber junge, möglicherweise volljährige aber sicher noch nicht fertige Menschen ausgenützt hat. Ihre Gesichter werden sich in den Hirnen hunderttausender über Jahre einbrennen, auch solche, Personalchefs, die ihnen vielleicht einen Job geben sollten. Jeder der denen eine Chance bietet wird sicher früher oder spätet dem Vorwurf ausgesetzt sein selber ein Nazi zu sein.
    Ich kenne sehr vielem die nach einer turbulenten Jugend am Rande der Gesellschaft, dann doch noch ein vergleichsweise bürgerliches Leben führen. Das wird den beiden unendlich schwer gemacht. Man hat ihnen vielleicht die letzte Chance auf eine Rückkehr in ein normales Leben für ein paar Nedsch abgekauft und das regt mich auf.

    Wie man ein solches unerträgliches Verhalten schön reden, gutheissen und/oder rechtfertigen kann, nur weil es einem politisch in den Kram passt, wird sich mir wohl für immer verschliessen.

  • @Irg
    Jetzt plötzlich tun Dir die beiden Neonazis leid, obwohl Du zuvor noch Strache verteidigt hast, der die beiden wegen Wiederbetätigung einsperren lassen wollte?
    Denk mal ein wenig über deine Position nach bevor Du Dich nochmal verdrehst.

  • Ich verdreh hier gar nix. Strache tut mir nicht leid. Nicht der Strache sondern der Staatsanwalt sperrt sie und Moschitz und gegebenfalls rauf bis Wrabetz irgendwann ein.
    Und die Kamera die wochenlang auf die Gesichter drauf gehalten hat war nicht von der FPOE.
    Die einzige Art und Weise wie der Moschitz, der ORF und, wenn Du so weiter machst, auch Du aus dieser Sauerei, die die Sternhitlertagebücher um Grössenordnungen überschreitet, rauskommen ist: Es tut uns leid, das war falsch wir entschuldigen uns und wir werden künftig einem anderen, ehrlichen Beruf nachgehen. Wir wärs mit Misktkibla, da wär ja ihre bisherige Berufserfahrung im Dreckgiessen nicht ganz umsonst gewesen.

  • dieter

    Österreich schreibt: „Geheim-Video belastet FP-Chef Strache“

    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Geheim-Video-belastet-FP-Chef-Strache-0676025.ece

    Unser Duo hat nunmehr die Interpretation der Grünen übernommen und behauptet jetzt selbst, dass der furchtbar listige Strache alles spontan eingefädelt habe und die Polizei ihm hörig sei. Weiters soll angeblich ein ganz super streng geheimes Geheim-Video existieren, das die beiden sofort entlasten und Strache seines Masterplans überführen würde.

    Kriminologe Pilz baut seine Anzeige auf die These, dass die Skins nun sukzessive mit der Wahrheit herausrücken.

  • Es gibt jetzt auch eine Facebook Gruppe „Wir für Kevin und Phillip“ auf:
    http://www.facebook.com/group.php?gid=107733185923192&ref=mf

  • reend joo ned so guad obwoi i mii aus Ibazeigung eigschrim hob! Aun woos liigds? Maungelnde Sprochkenntnis? Oda is es Sozitop von de destrophilen Anthroposophen do ned so groos wias glaab hobd’s? Des dad mi beruing.
    Wauns aunda Sproch ligd, do gibds aan Gratiskuas gaunz umasunst:
    http://kuerzer.de/GeospezieuKroatien
    Hier gibts die Auflösung zu den Übungen:
    http://kuerzer.de/Aufloesung

  • Was sollen „destrophile Anthroposophen“ sein?

  • woos neda aa moi griechisch und ladein hosd gleant? Des hed i ma jezda ned denggd von dia. Und sowas glaabd er is aa Intellektuööla.Zzzz.

    http://de.wiktionary.org/wiki/destro

    „phil“ wie in http://de.wikipedia.org/wiki/Homophil

    „Anthrophos“ hasst es gleiche wia „Homo“ und „Sophie“ des söwe wia „-Philie“

    oba trotzdem haast Anthroposoph need ees söwe wia Homophiler

    Is ollas a bissal kompleziert. Deine zwaa „harmlosen, liebenswerten Pseudoskins“ eaklean da des schoo.

  • Bist Du sicher, dass Du nicht Philanthropen meinst statt Anthroposophen?
    Und von dieser permanenten links-rechts Dichotomie halte ich sowieso nichts.

  • do bin i maa owwa sowas vona sicha des kaunsda goa ned vuaschdöön, do foad de eisenbaun driba und reversiad no a moi. oda wüsd do sogn daas du a menschenfreind bisd? Oda goa a guadmensch? Weu auf de Idee war i nia kumma. Montessorischüla scho vüü eha.

  • So liebe Freunde. Jetzt stör ich Euch nicht mehr weiter bei Euren Gesellschaftsspielen. Ich hab meinen Spass gehabt und wende mich wieder den wichtigen Dingen im Leben zu: Damenschlammringen, der Symetrieverletzung in Lambdazerfällen,Oben-Ohne-Golf, dem Quark-Gluon-Plasma, Komasaufen und der allgemeinen Relativitätstheorie und ausserdem muss ich mir jetzt ganz dringend die Eier kratzen.

    Ich wünsch auch Euch viel Spass bei Euren Hobbies

  • Kurzfassung (die lange gibt es auf meinem Blog, falls es jemand interessiert):

    Leider ist die Sache keineswegs harmlos (und Straches Behauptungen sind nur ein Teil des Ganzen). „Einsicht zu zeigen und einen Fehler zuzugestehen wäre zwar anständig […]“ Wie treffend dieser Satz doch auch das Verhalten des ORF (respektive der handelnden Mitarbeiter) beschreibt. Völlig unabhängig davon, ob irgend ein einziger Vorfall zutrifft, hat der ORF (respektive…) in der öffentlichen Debatte bescheinigt, dass er nicht im mindesten an Selbstkritik interessiert ist. Und, wer würde nicht sagen, dass Selbstkritik ein wesentliches Zeichen von (kritischem) Journalismus ist?

    Der Club 2, so wie er ablief, den fandest Du, von einem Journalistischem Standpunkt aus gesehen, in Ordnung, objektiv? Was sagst Du dazu, dass sich Herr Nagiller für sein parteiisches Verhalten entschuldigt hat?

  • Raphael

    @metepsilonema, wenn kein einziger Vorfall zutrifft, dann gibt es auch keinen Grund zur Selbstkritik. Aber wie Du selbst schon bemerkt hast, ist Herr Nagiller sehr wohl fähig zu Selbstkritik.

  • @Raphael
    Du wirst mir wahrscheinlich darin zustimmen, dass es etwas anderes ist, dass man glaubt, korrekt gehandelt zu haben, und dass es tatsächlich so war. Vom eigenen Standpunkt überzeugt zu sein, hat nicht notwendig etwas mit Wahrheit zu tun (das kennt, denke ich jeder aus eigener Erfahrung). Das was ich beim ORF vermisse, ist genau dieses Verhalten. Man müsste nur sagen: „Wir glauben richtig gehandelt zu haben, aber wir stellen uns der Diskussion.“ Genau das tut man aber nicht (siehe Club 2 oder diverse Kommentare in den Zeitungen). Nennen wir das Bereitschaft zur Reflexion, zur Selbstkritik. Und zwar öffentlich, nicht hinter verschlossenen Türen.

    Nicht böse sein: Wenn Herr Nagiller nicht 20-40 (die genaue Zahl ist mir entfallen) Beschwerden erhalten hätte, wäre er wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, sich die Sendung nochmals anzusehen – und es war wohl das mindeste was er hat tun können (aber es ist natürlich richtig, dass er sich selbstkritisch gezeigt hat; allerdings: an den Kern der Sache rührt das nicht).

  • Raphael

    Verstehe ich Sie richtig? Der ORF macht direkt an die „Am Schauplatz“ Sendung anschließend eine 80 Minuten lange Club2 Spezial Sendung und beweist damit, dass er nicht bereit ist sich der Diskussion zu stellen?

  • Auch hier lohnt es, sich nicht vom bloßen „was“ täuschen zu lassen, auf das „wie“ kommt es an, auf die Gestaltung der Sendung. Fanden Sie keine Kritikpunkte?

    Aber ich bin nicht der einzige, der das so sieht. Alexandra Föderl-Schmid fand im Standard klare und deutliche Worte (http://derstandard.at/1269449586928/Der-ORF-muss-unabhaengig-bleiben), Ingrid Brodnig und Martin Gantner in einem etwas älteren Artikel im Falter (http://brodnig.org/index.php?/archives/160-Der-ORF-und-die-Neonazis.html).

  • Raphael

    Herr Nagiller war als Moderator nicht neutral, aber es sind trotzdem alle zu Wort gekommen. Ja sogar Strache konnte seine haltlosen Anschuldigungen anbringen.

    Die Sendung „Am Schauplatz“ jedoch war ein Meisterwerk des ORF, weil sie uns eine Gesellschaft gezeigt hat, die man in Österreich geflissentlich ignoriert. Und dass diese Leute Strache Anhänger sind, das sollte wirklich niemanden überraschen. Und dass diese Sendung Strache nicht besonders gefällt, ist auch nicht überraschend. Dennoch zeigt die Sendung sehr authentisch einen nicht zu unterschätzenden Teil unserer Gesellschaft, und genau das macht so viele Menschen aggressiv: Die Stumpfheit dieser rassistischen Strache-Wähler.

  • Da sind Sie sehr gnädig. Zuerst einmal hätte ein neutraler Moderator eingeladen werden müssen (nicht ORF-zugehörig, und ohne ORF-Vergangenheit), dann ein anderer Kommunikationswissenschaftler als Herr Hausjell, der der Betreuer der Diplomarbeit von Herrn Moschitz war (dem für die „Am Schauplatz“-Folge verantwortlichen Redakteur). Außerdem frage ich mich warum ein Gast von ZDF, ARD oder dem Schweizer Fernsehen gefehlt hat, ein Vergleich wäre höchst interessant gewesen. Das wäre das Minimum gewesen, das man hätte tun können.

    Es geht nicht so sehr um die Vorwürfe von Herrn Strache, die wahrscheinlich nicht zutreffen, sondern generell darum wie die Dokumentation gemachte wurde (was journalistisch legitim ist): Man muss sorgfältig zwischen dem Ergebnis und dem Weg dorthin unterscheiden. Ich zähle jetzt nicht mehr auf, was im Raum steht, es findet sich in den oben verlinkten Artikeln (oder auch in dem Text auf meinem Blog).

    Das ist also unabhängig davon wie es um bestimmte Teile der Gesellschaft bestellt ist, und ob Herrn Strache das nun gefällt oder nicht.

  • Raphael

    Prof. Dr. Hausjell war eine exzellente Wahl, gerade weil er Herrn Moschitz bereits aus seiner Studienzeit kennt. Eine JournalistIn von ZDF, ARD oder SF hätte dagegen nur wenig beisteuern können, weil er oder sie nicht wissen kann wie diese „Am Schauplatz“ Sendung entstanden ist.

    Wenn die Vorwürfe von Hrn. Strache nicht zutreffen, dann würde mich interessieren welche noch übrig bleiben. Die 100 € die Kevin und Philipp, so wie alle anderen „Am Schauplatz“ Protagonisten, erhalten haben? Ein bezahltes Mittagessen? Hat sich Kevin etwa dafür ein Hakenkreuz an die Brust tätowieren lassen? Waren sie deshalb Anhänger von NPD und FPÖ? Wenn die beiden korrumpierbar wären, dann wären sie letztlich sicherlich nicht zur Wahrheit gestanden, sondern hätten den ORF beschuldigt sie zu einem „Heil Hitler“-Sager angestiftet zu haben.

    Es ist nun einmal so, dass sich niemand einfach so wochenlang filmen lässt. Ohne kleine Gefälligkeiten – wie etwa eine Mitfahrgelegeheit im Auto – könnte man Sendungen wie „Am Schauplatz“ einfach nicht mehr drehen.

  • Herr Hausjell war befangen, und hätte alleine deshalb nicht ausgewählt werden dürfen. Was hätte er denn tun sollen? Einen ehemaligen Diplomanden nicht verteidigen? Das wäre auf ihn als Lehrenden zurückgefallen, und hätte ein schlechtes Bild ergeben, alleine deswegen „musste“ er Moschitz verteidigen (ein mögliches persönliches Naheverhältnis ist da noch gar nicht einbezogen). Einmal abgesehen von dem was er sonst von sich gegeben hat – ich habe Hausjell jetzt zum zweiten Mal in einer Diskussionsveranstaltung erlebt, er war beide Male enttäuschend.

    ZDF, ARD oder das Schweizer Fernsehen wären interessant gewesen, weil man darüber diskutieren hätte können, welche Vorgangsweise dort bei ähnlichen Dokumentationen/Formaten gewählt wird.

    Wie gesagt, ich werde hier nicht noch einmal alles wiederholen, man muss schon bereit sein das selbst nachzulesen. Nur das eine: Meinen Sie nicht, dass eine Zahlung (laut beider) von mehreren hundert Euro (also deutlich über die 200€ hinaus) kein gefälliges Verhalten sicherstellt? Wenn man bedenkt, dass beide arbeitslos sind, und finanzielle Probleme haben? Und jemand (ORF) der sich weigert das zu diskutieren, der gesteht seine Inkompetenz ein, das ist nun einmal so.

    Wenn es nicht anders möglich ist, dann wäre die Konsequenz es eben nicht zu machen. Ehrlichkeit könnte man das nennen.

  • Was soll den ein „gefälliges Verhalten“ sein? Welches Verhalten der beiden soll sich Herr Moschitz denn gekauft haben? Und wie kommen Sie darauf, dass Herr Moschitz nicht an einer authentischen Reportage interessiert ist?

  • Seufz. Nochmal: Es geht im Grunde nicht darum was Herr Moschitz wollte, sondern darum was getan wurde (man kann auch in guter Absicht Methoden anwenden, die unsauber sind, deshalb poche ich darauf, dass man Kritik an sich herankommen lassen sollte). Genauso geht es nicht darum, dass Herr Moschitz ein bestimmtes Verhalten willentlich (durch Geld) zu beeinflussen suchte, sondern dass es höchstwahrscheinlich Zahlungen gab, die das Verhalten der Protagonisten beeinflusst haben könnten (es könnte z.B. sein, dass beide nur deshalb zur FPÖ-Veranstaltung gefahren sind, oder sich überlegt haben dort hinzufahren, weil sie wussten, dass es für einen zusätzlichen Drehtag wieder 100 Euro geben würde).

    Es geht schlicht darum, dass aufgeklärt wird, wie beim solchen Dokumentationen gearbeitet wird. Nichts weiter. Ob jemand willentlich journalistisches Maß übertreten hat, wird danach festzustellen sein.

  • das ist längst geklärt, dass die beiden schon öfters bei strache-veranstaltungen waren und dieses verhalten deswegen authentisch war.

  • Das gilt so weit ich weiß nur für einen der beiden. Jedenfalls wurde in der Dokumentation deutlich, dass die beiden keinesfalls einhellig Strache-begeistert waren (weil zu weich, und so weiter…). Deshalb kann man auch nicht so einfach von Authentizität sprechen, vor allem weil wir nicht wissen, was sich zwischen den beiden Besuchen abgespielt hat (es ist ja denkbar, dass sich Meinungen und Einstellungen ändern).

    Ich würde einfach gerne wissen wie der von Seiten des ORF bei solchen Dokumentationen gearbeitet wird, das ist alles.

  • Raphael

    Ja natürlich ändern sich Meinungen und Einstellungen. Das hat man an den beiden Burschen ja auch deutlich verfolgen können. Nachdem sie von Strache wegen Wiederbetätigung angezeigt wurden, waren sie nicht mehr so begeistert von ihm.