Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag

11/05/10

POLITIK: Kurzbesetzung des Rektorats und des Audimax durch Studierende, UK: Gordon Brown kündigt Rücktritt an, “Die neue FPÖ” – GESELLSCHAFT: BP sucht nach einem Plan B wegen Öl-Katastrophe, 777 Personen sind abhängig – MEDIEN: Parteien diskutieren ORF-Gesetz, vol.at Vorreiter am iPad – WEB 2.0: “Facebook gerät außer Kontrolle”: Zeit sich zu wehren, Wikipedia – Streit um pornografische Bilder eskaliert – TECHNIK: Obama kritisiert iPad, Xbox und Co.

POLITIK

Wie man auf Twitter schnell bemerkte, wurde gestern zuerst das Rektorat und im Anschluss das Audimax von Studenten besetzt. zurPolitik war ja live dabei, und auch ich habe auf POLILOG meine Meinung veröffentlicht. Und dieses Mal haben auch die klassischen Medien schneller davon Wind bekommen, manchmal sogar schon schneller, als es wirklich geschah. Die Besetzungen gingen schnell wieder zu Ende, nachdem die Exekutive schnell angerückt war. (Der Standard)

Es kommt wenig überraschend: Premier Gordon Brown bereitet seinen Rücktritt vor. Damit wird der Poker um die Koalition in Großbritannien wieder spannender. Die LibDem haben stets ausgeschlossen, mit der Labour-Partei zu koalieren, sofern Brown nach an deren Spitze steht. Nun ist es ungewiss, ob Nick Clegg und seine LibDems nun David Cameron und die Tories zur Macht verhelfen, oder doch die Labour-Partei und den/die neue VorsitzendeN. (The Guardian)

Am Montag tagte der FP-Bundesvorstand, der sich nach der BP-Wahlniederlage nun auf die Wienwahl im Oktober konzentrieren möchte. Ein Kurswechsel, wie er von einigen gesehen wurde, fand nicht statt. Aber doch eine kleine Veränderung: die Parteispitze wurde vergrößert. Besonders interessant ist die Tatsache, dass Barbara Rosenkranz und Andreas Mölzer als erster die Sitzung verließen und mit nur wenigen Worten abzischten. (Der Standard)

GESELLSCHAFT

Der Versuch, das Ölleck im Golf von Mexiko abzudichten, ist misslungen. Nun überlegt BP, welche anderen Möglichkeiten noch bestehen, um die Ölpest unter Kontrolle zu bringen: die Stahlbetonglocke, die in 1500 Meter Dichte das Ölleck umfassen sollte und so eine gezielte Absaugung ermöglichen sollte, scheiterte. Jetzt überlegt man einen weiteren Versuch mit einer kleineren Glocke oder an Entlastungsbohrungen. (Kleine Zeitung)

Laut dem Innenministerium sind aktuell 777 Personen als abgängig gemeldet. In den meisten Fällen handelt es sich um Ausreißer, die nach wenigen Tagen wieder auftauchen. Aber das EKIS (Elektronische Kriminalpolizeiliche Informationssystem) zeigt: von 34 Personen gab es das letzte Lebenszeichen vor 5 Jahren, 33 Personen gelten sogar schon seit mehr als 10 Jahren als vermisst. Die Cold-Case-Fahnder suchen übrigens auch via Facebook. (Der Standard)

MEDIEN

Heute diskutieren die Parteien wieder einmal über das ORF-Gesetz. Aktuell gibt es noch u.a. noch offene Fragen zur Medienbehörde und Regional- und Onlinewerbelimits. Mitte Mai soll das Gesetz den Verfassungsausschuss passieren, am 17. Juni soll es im Nationalrat beschlossen werden. (Der Standard)

Das Vorarlberger Medienhaus hat es geschafft: Es bringt als erstes Medienunternehmen in Österreich eine iPad-Applikation für ihr Online-Angebot vol.at. Dabei setze man auf Altbekanntes (das Design der Website) und füge weiter neue Möglichkeiten des iPads hinzu. (Horizont)

WEB 2.0

Das US-Magazin Wired sagt es ganz einfach: “Facebook’s Gone Rouge”. Zwar sei das Bedürfnis nach Mitteilung nur menschlich, Facebooks Weg, aus den Usern aber vermarktbare Zielgruppen zu schaffen, sehen sie als sehr kritisch an. Weiters kritisiert man Facebooks Umgang mit Datenschutz: Facebook biete zwar Möglichkeiten, die Privacy-Einstellungen zu verändern, jedoch sei das ganze System undurchschaubar. (Der Standard)

Wikipedia ist ja ein Phänomen. Es hat sich in rasantem Tempo zur größten Enzyklopädie entwickelt, mithilfe unzähliger User, die Content online stellen und die Einträge aktuell halten. Jetzt gibt es eine große Debatte: Wikipedia-Mitgründer Larry Sanger behauptete Anfang April, er hätte die Wikimedia Foundation wegen Verbreitung kinderpornografischer Darstellungen beim FBI angezeigt. Medien griffen dies auf, und Gründer Jimmy Wales löschte im Anschluss diese historischen Erotik-Fotografien und Manga-Bilder, um der Debatte den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nun toben die User und sprechen von einem unpassenden Eingriff. (Die Presse)

TECHNIK

Er (bzw. seine Berater) waren die Vorreiter bei der politischen Kommunikation im Web 2.0: Jetzt kritisiert US-Präsident Barack Obama das moderne IT-Zeitalter. “Mit iPod und iPad, Xbox und Playstation verkommt Information zur Ablenkung, eine Form der Unterhaltung statt ein Werkzeug zur Selbstermächtigung und Emanzipation”, sagte er bei einer Ansprache an der Hampton University in Virginia. (Der Standard)

POLITIK

Wie man auf Twitter schnell bemerkte, wurde gestern zuerst das Rektorat und im Anschluss das Audimax von Studenten besetzt. zurPolitik war ja live dabei, und auch ich habe auf POLILOG meine Meinung veröffentlicht. Und dieses Mal haben auch die klassischen Medien schneller davon Wind bekommen, manchmal sogar schon schneller, als es wirklich geschah. Die Besetzungen gingen schnell wieder zu Ende, nachdem die Exekutive schnell angerückt war. (Der Standard)

Es kommt wenig überraschend: Premier Gordon Brown bereitet seinen Rücktritt vor. Damit wird der Poker um die Koalition in Großbritannien wieder spannender. Die LibDem haben stets ausgeschlossen, mit der Labour-Partei zu koalieren, sofern Brown nach an deren Spitze steht. Nun ist es ungewiss, ob Nick Clegg und seine LibDems nun David Cameron und die Tories zur Macht verhelfen, oder doch die Labour-Partei und den/die neue VorsitzendeN. (The Guardian)

Am Montag tagte der FP-Bundesvorstand, der sich nach der BP-Wahlniederlage nun auf die Wienwahl im Oktober konzentrieren möchte. Ein Kurswechsel, wie er von einigen gesehen wurde, fand nicht statt. Aber doch eine kleine Veränderung: die Parteispitze wurde vergrößert. Besonders interessant ist die Tatsache, dass Barbara Rosenkranz und Andreas Mölzer als erster die Sitzung verließen und mit nur wenigen Worten abzischten. (Der Standard)

GESELLSCHAFT

Der Versuch, das Ölleck im Golf von Mexiko abzudichten, ist misslungen. Nun überlegt BP, welche anderen Möglichkeiten noch bestehen, um die Ölpest unter Kontrolle zu bringen: die Stahlbetonglocke, die in 1500 Meter Dichte das Ölleck umfassen sollte und so eine gezielte Absaugung ermöglichen sollte, scheiterte. Jetzt überlegt man einen weiteren Versuch mit einer kleineren Glocke oder an Entlastungsbohrungen. (Kleine Zeitung)

Laut dem Innenministerium sind aktuell 777 Personen als abgängig gemeldet. In den meisten Fällen handelt es sich um Ausreißer, die nach wenigen Tagen wieder auftauchen. Aber das EKIS (Elektronische Kriminalpolizeiliche Informationssystem) zeigt: von 34 Personen gab es das letzte Lebenszeichen vor 5 Jahren, 33 Personen gelten sogar schon seit mehr als 10 Jahren als vermisst. Die Cold-Case-Fahnder suchen übrigens auch via Facebook. (Der Standard)

MEDIEN

Heute diskutieren die Parteien wieder einmal über das ORF-Gesetz. Aktuell gibt es noch u.a. noch offene Fragen zur Medienbehörde und Regional- und Onlinewerbelimits. Mitte Mai soll das Gesetz den Verfassungsausschuss passieren, am 17. Juni soll es im Nationalrat beschlossen werden. (Der Standard)

Das Vorarlberger Medienhaus hat es geschafft: Es bringt als erstes Medienunternehmen in Österreich eine iPad-Applikation für ihr Online-Angebot vol.at. Dabei setze man auf Altbekanntes (das Design der Website) und füge weiter neue Möglichkeiten des iPads hinzu. (Horizont)

WEB 2.0

Das US-Magazin Wired sagt es ganz einfach: “Facebook’s Gone Rouge”. Zwar sei das Bedürfnis nach Mitteilung nur menschlich, Facebooks Weg, aus den Usern aber vermarktbare Zielgruppen zu schaffen, sehen sie als sehr kritisch an. Weiters kritisiert man Facebooks Umgang mit Datenschutz: Facebook biete zwar Möglichkeiten, die Privacy-Einstellungen zu verändern, jedoch sei das ganze System undurchschaubar. (Der Standard)

Wikipedia ist ja ein Phänomen. Es hat sich in rasantem Tempo zur größten Enzyklopädie entwickelt, mithilfe unzähliger User, die Content online stellen und die Einträge aktuell halten. Jetzt gibt es eine große Debatte: Wikipedia-Mitgründer Larry Sanger behauptete Anfang April, er hätte die Wikimedia Foundation wegen Verbreitung kinderpornografischer Darstellungen beim FBI angezeigt. Medien griffen dies auf, und Gründer Jimmy Wales löschte im Anschluss diese historischen Erotik-Fotografien und Manga-Bilder, um der Debatte den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nun toben die User und sprechen von einem unpassenden Eingriff. (Die Presse)

TECHNIK

Er (bzw. seine Berater) waren die Vorreiter bei der politischen Kommunikation im Web 2.0: Jetzt kritisiert US-Präsident Barack Obama das moderne IT-Zeitalter. “Mit iPod und iPad, Xbox und Playstation verkommt Information zur Ablenkung, eine Form der Unterhaltung statt ein Werkzeug zur Selbstermächtigung und Emanzipation”, sagte er bei einer Ansprache an der Hampton University in Virginia. (Der Standard)

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| 11. May 2010

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