Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag
27/05/10
POLITIK: ÖVP zieht Aufsichtsräte aus ÖBB ab, BZÖ wirbt um Liberales Forum, OECD – Aufschwung kommt, Schulden aber eine Gefahr – GESELLSCHAFT: Anti-Moschee-Bewegung wieder aktiv, Wien Stadt mit der besten Lebensqualität – MEDIEN: Mehr Förderung für “Presse” wegen Sonntagsausgabe, nach 65 Jahren: Ende der “Österreichischen Musikzeitschrift” – WEB 2.0: MySpace-Relaunch im Sommer – TECHNIK: Sony zeigt aufrollbare Bildschirme
POLITIK
Die ÖVP will keine Verantwortung mehr für die wirtschaftliche Zukunft der Bundesbahnen übernehmen. Bei der vergangenen Hauptversammlung der ÖBB-Holding nominierte sie ihre zwei Vertreter im Aufsichtsrat nicht mehr nach. Ein Grund dafür? Die ÖBB-Personalpolitik ist, laut ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf, zu “blutroten Festspielen” geworden. (Die Presse)
Es sieht wie die letzte Suche nach einem Rettungsanker aus: BZÖ-Chef Josef Bucher möchte sein Bündnis Zukunft Österreich mit dem Liberalen Forum vereinigen. Und auch mit den Jungen Liberalen laufen, laut ihm, Gespräche. Er schätzt das maximale Potential auf “bis zu 18 Prozent”. Besonders interessant könnte es werden, wenn der “Vorzeige-Liberale” Ewald Stadler auf EU-Ebene Kontakte zu Liberalen in Brüssel knüpfen möchte. Das LIF schweigt bisher. (Kurier, orf.at)
Laut dem OECD wächst Österreichs Wirtschaft schneller als erwartet. Statt 0,9% Wachstum sind es dieses Jahr 1,4%, die Vorhersage für 2011 korrigierte man um 0,1% auf 2,3%. Und auch anderorts wächst die Wirtschaft wieder. Was jedoch zur Gefahr werden könnte, sind die Kämpfe gegen die Schulden und die rigiden Sparmaßnahmen in den Ländern. Konjunktur-Lokomotive bleibt China mit einem Wachstum von 11,1 Prozent. (Der Standard)
GESELLSCHAFT
Die “Bürgerinitiativen Dammstraße und Rappgasse” erklären in einer Pressekonferenz die Lösung für ein harmonisches Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen: Die Islamischen Kulturzentren müssen weg! Nicht ganz weg, natürlich, nur eben etwas außerhalb, weg von dicht verbauten Wohngebieten. Als Gründe nennen sie Vorhersehung, dass Probleme, die im 10., 20. und 21. Bezirk bestünden, bald auf alle Bezirke übergreifen werden. Na, wenn das kein nicht zum Handeln auffordert. Im Mai 2009 lieferte eine Demonstration dieser Bürgerinitativen übrigens das berühmte Strache-Kreuz-Bild. (Der Standard)
Wieder einmal ist Wien die Stadt mit der höchsten Lebensqualität. Alljährlich werden 221 Metropolen für die Mercer-Studie untersucht, heraus kommt eigentlich die Lebensqualität für Manager. Umwelt-Ranking landet Wien aber nur auf Rang 44, was ÖVP und die Grünen zum Anlass nehmen, um Häupls Umweltpolitik zu kritisieren. (Der Standard, Die Presse)
MEDIEN
Durch die vor knapp mehr als einem Jahr eingeführte Sonntagsausgabe der Presse kann sich das Styria-Medium auf eine Steigerung der Presseförderung freuen. So wird wohl der größte Teil der jährlich 12,84 Millionen Euro an “Die Presse” gehen. Mehr Förderung wird übrigens auch die “Salzburger Volkszeitung” bekommen, und das vor allem wegen erhöhter E-Paper-Abos. (Der Standard)
Die “Österreichische Musikzeitschrift” wird mit Ende des Jahres eingestellt. Nach 65 Jahren (gegründet im Jänner 1946) wird die Zeitschrift wegen finanzieller Schwierigkeiten eingestellt. Bis dato gilt es als renommiertes Organ für Beiträge zu Themen alter und zeitgenössischer Musik sowie zur Musikwissenschaft. (Horizont)
WEB 2.0
Nachdem es nun nicht mehr das Social Network Nummer 1 ist, (Facebook sprintete hastig vorbei) möchte man bei MySpace nun wieder Anschluss finden. In den kommenden Sommermonaten soll MySpace nun überarbeitet und relauncht werden. Und mittels einer Marketingkampagne sollen die User auf die Vorzüge des “neuen” MySpace überzeugt werden. (Der Standard)
TECHNIK
Die Zukunft des portablen Bildschirms? Sony stellt einen aufrollbaren Minibildschirm mit OLED-Technologie vor. Der Bildschirm ist nur 80 Mikrometer dünner und kann tausendfach aus- und wieder eingerollt werden, ohne dass dabei Verschlechterungen der Bildqualität feststellbar sind. Dadurch sollen in Zukunft mobile elektronische Geräte gebaut werden, die leicht und zugleich robust sind. (Futurezone)
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