Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag

28/05/10

POLITIK: das Wahlkampffinale im Burgenland, ÖVP droht mit Blockade der Mindestsicherung, Beginn der tschechischen Parlamentswahl – GESELLSCHAFT: neuartiges Wohnprojekt zeigt neue Integrationspolitik, Beschwerdeflut bei der Post – MEDIEN: App-Fail: “Spiegel” für iPad teurer als als Printversion, “Talk of Town” ausgezeichnet – WEB 2.0: DSK stoppt vorübergehend Google Street View in Österreich, WIRED verkauft 24.000 iPad-Apps an nur einem Tag – TECHNIK: One Laptop per Child arbeitet an 100 $ Tablet

POLITIK

Am Sonntag ist es im östlichsten Bundesland soweit: Im Burgenland finden Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt. Die Ziele sind klar: SPÖ will die Absolute halten, die ÖVP genau jene brechen. (neuwal) Die Parteien befinden sich nun schon im Wahlkampffinale und versuchen die letzten Unentschlossenen zu mobilisieren. (Kleine Zeitung)

Sollten bis Anfang Juni nicht endlich Details zur Transparenzdatenbank auf dem Tisch liegen, droht die ÖVP mit einer Blockade der Mindestsicherung. ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf betonte, dass Anfang März das ÖVP-Ja zur Mindestsicherung mit der Zustimmung der SPÖ zur Transparenzdatenbank verknüpft war. (orf.at)

Unser nördlicher Nachbar, Tschechien wählt heute und morgen ein neues Parlament. Die Sozialdemokraten (CSSD) werden, laut Umfragen, die Wahl gewinnen, mit einem Prozentanteil von 26-30 Prozent. Die größten Konkurrenten, die rechtsliberalen Bürgerdemokraten (ODS) liegen weit zurück. Aufgrund der fehlenden Mehrheit braucht man aber einen Königsmacher: Und das könnte die rechtskonservative Top09 des früheren Außenministers  Karel Schwarzenberg oder die populistische Partei “Öffentliche Angelegenheiten” (VV) werden. (Der Standard) Karel Schwarzenberg stellte sich übrigens dem Kurier für ein Interview. (Kurier)

GESELLSCHAFT

Auf einer 75 Hektar großen Fläche entsteht ein Pilotprojekt: in der Leopoldstadt soll bis 2025 ein neuer Stadtteil hochgezogen werden. Die Stadt Wien will dort “interkulturelles Wohnen” fördern, und mit diesem neuartigen Wohnprojekt die Integrationspolitik forcieren. Laut Presse entstehen dort 10.000 Wohnungen für 20.000 Menschen, 10.000 Arbeitsplätze, Schulen und Sozialeinrichtungen. (Die Presse)

Die Post bringt allen was. Nur manchen vielleicht so manches mal zu spät oder gar nicht. Im vergangenen Jahr haben sich 144.000 Kunden beschwert. Das bedeutet ein Plus von 30%. Die Erklärung der Post ist so simpel wie unnötig: die Telefonnummer des Kundenservice werde immer bekannter. Die häufigsten Beschwerden sind verspätete Briefe und Pakete oder die gelben Abholscheine im Briefkasten, obwohl der Adressat meint, zuhause gewesen zu sein. (Kurier)

MEDIEN

Zeitschriften als Apps sind ja gerade der große Renner. Ungefähr jedes halbwegs große Medienunternehmen kündigte schon eine Applikation für das Apple iPad an. So auch der Spiegel. Nur dass eben seine App 3,99 Euro kosten wird, die gedruckte Ausgabe bekommt man im deutschen Handel jedoch schon um 3,80 Euro. Sowas sollte natürlich nicht vorkommen. Der Spiegel begründet den höheren Preis mit Apples Vorgaben, der 2,99 oder 3,99 € als Preismöglichkeiten vorschreibe. (Der Standard)

“Talk of Town – Darüber spricht Österreich” des österreichweiten Privatsenders Puls4 wurde mit dem Fernsehpreis der Erwachsenenbildung ausgezeichnet. In der Sendung findet täglich eine Gesprächsrunde zu einem sehr aktuellen Thema statt. Die Puls4-Ressortleiterin fühlt sich durch die Auszeichnung in ihrer Arbeit bestätigt. (Horizont)

WEB 2.0

Das unabsichtliche Erfassen von WLAN-Daten in Haushalten durch die Google Street View – Fahrzeuge haben in Österreich zu einem vorübergehenden Stopp geführt. Die Datenschutzkommission leitete ein Prüfverfahren ein, in welchem sich Google in den kommenden zwei Wochen zu den Vorwürfen äußern kann. (Futurezone)

Das Technologie-Magazin WIRED, seit 1993 am Markt, hat kürzlich ihre iPad-App gelauncht, und damit wohl genau ihre Leserschaft angesproochen: innerhalb nur eines Tages wurden 24.000 iPad-Apps (zum Preis von 4,99 Euro; dem selben Preis wie der Printausgabe) verkauft. Die Printversion verkauft monatlich rund 82.000 Exemplare und hat 672.000 Abonnenten. (Mashable)

TECHNIK

Erinnert sich noch jemand an die Geschichte “One Laptop Per Child”? Man kaufte sich ein Notebook um 100$, ein weiteres Notebook wurde an ein Kind in ein Schwellen- oder Entwicklungsland geschickt. Nun arbeitet man an einem Tablet, mit Android OS betrieben, der schon 2011, wiederum um 100 $ erhältlich sein soll. (Mashable)

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| 28. May 2010

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