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	<title>Comments on: Kratzspuren an politischer Fassade</title>
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	<description>Unabhängig über Politik, Gesellschaft und Medien. Österreich. EU. Global.</description>
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		<title>By: Andreas Sator</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/05/28/kratzspuren-an-politischer-fassade/#comment-9195</link>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 May 2010 09:05:34 +0000</pubDate>
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		<description>Märkte darf man natürlich kritisieren. Panisches Herdenverhalten, Überreaktionen und Naivität sind Attribute, die man ihnen hie und da schon zuschreiben kann. Aber das so manchem Politiker zu Krisen nicht mehr einfällt als auf die bösen Märkte zu schimpfen, ist auch Faktum und nicht mehr als billiger Populismus.  

Das Problem &quot;too big to fail&quot; ist natürlich ein heißes Eisen, das angegangen werden muss, um den Steuerzahler in Zukunft in Schutz zu nehmen. Mit dem Insolvenzverfahren für Großbanken und den höheren Eigenkapitalquoten geht Obama aber auf jeden Fall einmal in die richtige Richtung. Die Finanzreform ist vielleicht nicht perfekt, aber es findet sich fast alles darin wieder, was ich mir gewünscht habe. Würden wir so ein Paket auch in der EU durchboxen, wäre ich schon sehr glücklich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Märkte darf man natürlich kritisieren. Panisches Herdenverhalten, Überreaktionen und Naivität sind Attribute, die man ihnen hie und da schon zuschreiben kann. Aber das so manchem Politiker zu Krisen nicht mehr einfällt als auf die bösen Märkte zu schimpfen, ist auch Faktum und nicht mehr als billiger Populismus.  </p>
<p>Das Problem &#8220;too big to fail&#8221; ist natürlich ein heißes Eisen, das angegangen werden muss, um den Steuerzahler in Zukunft in Schutz zu nehmen. Mit dem Insolvenzverfahren für Großbanken und den höheren Eigenkapitalquoten geht Obama aber auf jeden Fall einmal in die richtige Richtung. Die Finanzreform ist vielleicht nicht perfekt, aber es findet sich fast alles darin wieder, was ich mir gewünscht habe. Würden wir so ein Paket auch in der EU durchboxen, wäre ich schon sehr glücklich.</p>
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		<title>By: Michael Moser</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/05/28/kratzspuren-an-politischer-fassade/#comment-9194</link>
		<dc:creator>Michael Moser</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 May 2010 08:40:23 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Ich möchte mich aber keinesfalls der Geißelung der Märkte anschließen, wie das so mancher Populist gerne handhabt.&quot;

Wer &quot;die Märkte&quot; - im Endeffekt auch kein mythisches Wunderwuzzi-Wesen, sondern die Ausbildung sozialer Interaktionen - geißelt, muss noch lange kein Populist sein. &quot;Die Märkte&quot; in ihrer heutigen Form gäbe es nämlich ohne die vielen gesellschaftlichen Stützungen nicht mehr. Die Hand, die &quot;die Märkte&quot; gerettet hat war eine öffentliche und keineswegs eine unsichtbare. Wobei die Staaten alles andere als unschuldig an der Situation sind.

Zu den &quot;Obama-Reformen&quot;: Mir fehlt da der konkrete Wille, &quot;too-big-to-fail&quot; zu zerschlagen, sodass die Auswirkungen von Fehlentscheidungen nicht ganze Volkswirtschaften (Lehman-Pleite) in den Wahnsinn stürzen. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre darf es &quot;too-big-to-fail&quot; einfach nicht mehr geben. Es muss Gesetze geben, die Gesellschaften eine Handhabe verschaffen, solche Organisationen zu zerschlagen (Aufsplittung auf ein vernünftiges und verträgliches Maß) oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Ansonsten wird im Endeffekt wieder die öffentliche - sehr sichtbare Hand - die Rettung nach Fehlentscheidungen von &quot;too-big-to-fail&quot;-Organisationen spielen müssen (wodurch auch Organisationen, die ordentlich gewirtschaftet haben, die Dummen sind). Weil sie es verabsäumt hat, mittels Regulierungen diesem Umstand vorzubeugen.

Die Reformen von Obama sind schon ein bisserl ein Fortschritt - im Gegensatz zu Europa geschehen in den USA wenigstens ein paar Änderungen nach der Ankündigungsflut der letzten Jahren. Aber ausreichend sind die Reformen nicht. Und es ist schon klar, dass &quot;Zerschlagungsgesetze&quot; realpolitisch kaum durchsetzbar sind. Aber der richtige Weg wären sie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich möchte mich aber keinesfalls der Geißelung der Märkte anschließen, wie das so mancher Populist gerne handhabt.&#8221;</p>
<p>Wer &#8220;die Märkte&#8221; &#8211; im Endeffekt auch kein mythisches Wunderwuzzi-Wesen, sondern die Ausbildung sozialer Interaktionen &#8211; geißelt, muss noch lange kein Populist sein. &#8220;Die Märkte&#8221; in ihrer heutigen Form gäbe es nämlich ohne die vielen gesellschaftlichen Stützungen nicht mehr. Die Hand, die &#8220;die Märkte&#8221; gerettet hat war eine öffentliche und keineswegs eine unsichtbare. Wobei die Staaten alles andere als unschuldig an der Situation sind.</p>
<p>Zu den &#8220;Obama-Reformen&#8221;: Mir fehlt da der konkrete Wille, &#8220;too-big-to-fail&#8221; zu zerschlagen, sodass die Auswirkungen von Fehlentscheidungen nicht ganze Volkswirtschaften (Lehman-Pleite) in den Wahnsinn stürzen. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre darf es &#8220;too-big-to-fail&#8221; einfach nicht mehr geben. Es muss Gesetze geben, die Gesellschaften eine Handhabe verschaffen, solche Organisationen zu zerschlagen (Aufsplittung auf ein vernünftiges und verträgliches Maß) oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Ansonsten wird im Endeffekt wieder die öffentliche &#8211; sehr sichtbare Hand &#8211; die Rettung nach Fehlentscheidungen von &#8220;too-big-to-fail&#8221;-Organisationen spielen müssen (wodurch auch Organisationen, die ordentlich gewirtschaftet haben, die Dummen sind). Weil sie es verabsäumt hat, mittels Regulierungen diesem Umstand vorzubeugen.</p>
<p>Die Reformen von Obama sind schon ein bisserl ein Fortschritt &#8211; im Gegensatz zu Europa geschehen in den USA wenigstens ein paar Änderungen nach der Ankündigungsflut der letzten Jahren. Aber ausreichend sind die Reformen nicht. Und es ist schon klar, dass &#8220;Zerschlagungsgesetze&#8221; realpolitisch kaum durchsetzbar sind. Aber der richtige Weg wären sie.</p>
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