Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag
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01/06/10
POLITIK: D – Bundespräsident Horst Köhler tritt zurück, UNO verurteilt Gewalt bei israelischer Militäraktion, die Reaktionen auf die Burgenland-Wahl – GESELLSCHAFT: “Sans Papiers” – Nigerianer ohne Garantie abgeschoben – MEDIEN: Lostag für “Chili” – WEB 2.0: Facebook beliebteste Webseite der Welt, Google Maps leitet Fußgängerin auf Highway – Klage – TECHNIK: Eee Pads – Netbookprofi Asus am Tabletmarkt
Was in Österreich nie und nimmer passieren würde, geschieht in Deutschland aktuell sehr oft: Menschen in politischen oder gesellschaftspolitisch hohen Positionen treten zurück. Die größte Überraschung: Bundespräsident Horst Köhler, der gestern einen Rücktritt mit sofortiger Wirkung zurück. Als Gründe nannte er die Kritik an seinen Aussagen zum Afghanistan-Einsatz (Zitat auf Kurier) Es ist das erste Mal, dass ein Bundespräsident sein Amt zurücklegt, und dann auch noch so beschämend (Welt, Rigardi), und laut Grundgesetz muss nun innerhalb von 30 Tagen ein Nachfolger bestimmt werden. Und diesmal scheinen die Frauen die Nase vorne zu haben: seine ehemalige Konkurrentin Gesine Schwan oder auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen scheinen eine Chance zu haben. (Welt)
Für Israel hagelt es weltweite Kritik: Die Gewalt der Militäraktion gegen eine Gaza-Hilfsflotte wurde vom UNO-Sicherheitsrat verurteilt. Aber schließlich auch nur jene Handlungen, die zum Tod von Zivilisten geführt haben. Der österreichische UN-Botschafter Thomas Mayr-Harting erklärte auch, dass Israel sich nicht an UN-Resolutionen hält und dadurch selbst an dieser Situation Schuld sei. (Die Presse)
Eine Zwischenauszählung der Burgenlandwahlkarten brachte vorübergehend eine Verschiebung eines Mandats von der FPÖ zu den Grünen, die damit wieder in den Landtag einziehen würden. Theoretisch könnte auch die Liste Burgenland wieder ihr Mandat verlieren. Aber das Ergebnis sehen wir ja sowieso erst am Mittwoch. Bundeskanzler Faymann ist übrigens sehr zufrieden. (Kleine Zeitung)
GESELLSCHAFT
Einen Monat, nachdem ein Spieler des Fußballvereins “FC Sans Papiers” nach Nigeria abgeschoben wurde, erhebt er nun heftige Vorwürfe gegen die Polizei: Er sei ohne Heimreisezertifikat abgschoben worden. Mit einem solchen Zertifikat verpflichtet sich das Heimatland, den Abgeschobenen aufzunehmen. (Die Presse)
MEDIEN
“Chili” bleibt das Sorgenkind des ORF. Am Mittwoch entscheidet der Senat, ob die Werbeeinschaltung zwischen “Chili Backstage” und “Chili” verbotene Unterbrecherwerbung ist. (Der Standard) Die Zuseherzahlen werden auch immer weniger. Am Donnerstag gab es 70.000 Zuseher für Backstage (4% MA), Chili hatte 84.000 Zuseher (4% MA). (Horizont)
WEB 2.0
Ein Drittel der Internetnutzer besucht das Online-Netzwerk Facebook: somit ist diese Plattform die mit Abstand meistbesuchte Webseite der Welt. 490 Millionen Menschen sind es weltweit, in Österreich wird Facebook von 2,9 Millionen Besuchern im Monat besucht. Und hat somit eine Reichweite von 47 Prozent. (Die Presse)
Amerika und seine Klagen: Eine Frau nutzte Googles Fußgänger-Navi, folgte allen Anweisungen und landete schließlich auf einem Highway. Wo sie natürlich von einem Auto angefahren wird. Jetzt verlangt sie von Google Schadenersatz. Schuld an dem Unfall soll laut Klage “Googles verantwortungsloses, gefährliches und fahrlässiges Bereitstellen von unsicheren Richtungsangaben” gewesen sein. Dass man aber selbst immer noch etwas klüger sein sollte, als eine Smartphone-App, um als selbstbestimmter Mensch gelten zu können, ist jedoch eine andere Geschichte. (Die Presse)
TECHNIK
Eee? Wer sich ein bisschen am relativ jungen Netbook-Markt umsieht, wird sie kennen. Die EeePCs in all ihren Variationen. Asus hat damit den Markt für die kleinen Ausgaben der Notebooks maßgeblich mitbestimmt. Nun wagt man sich mit dem Eee Pad auf den Tablet-Markt. Das Eee Pad EP121 läuft mit Windows 7 und ist am Ehesten eine Alternative zum iPad, als Konkurrent für den Amazon Kindle könnte man das Eee Tablet sehen, mit Stifteingabe und hochauflösenden Graustufendisplay. Wann es aber online kommt, ist noch nicht bekannt. (Die Presse)
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