Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag

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16/06/10

POLITIK: USABarack Obama kündigt neue US-Umweltpolitik an, UK – Cameron entschuldigt sich für “Bloody Sunday”, D – Weiter Debatte um schwarz-gelbe Regierungskrise – GESELLSCHAFT: Die Hauptakteure des neuen Moscheenstreits, elektronische Fußfesseln ab Herbst – MEDIEN: Änderungen in der ZIB, Eva Dichand glaubt ans Überleben der Zeitungen – WEB 2.0: Google digitalisiert 400.000 Bände aus der Nationalbibliothek, Pseudo-Street-View von Google – TECHNIK: Brillenlos dreidimensional – mit dem Nintendo 3DS

POLITIK

Als Barack Obama Präsident der USA wurde, hoffte jeder auf die große “Change”, die Veränderung nach all den Bush-Jahren. Auch in der Umweltpolitik. Doch damals war die Zeit noch nicht reif dafür. Die Umweltkatastrophe furchtbaren Ausmaßes im Golf von Mexiko aber macht es nun möglich, dass Barack Obama in der Rede zur Nation eine neue US-Umweltpolitik ankündigt. (Der Standard)

Vor 38 Jahren passierte es: Am “Bloody Sunday” wurden 14 unbewaffnete Iren von britischen Soldaten getötet. Und erst heute entschuldigte man sich von offizieller britischer Seite: David Cameron erklärte, dass der Bericht eindeutig sei: “What happened on Bloody Sunday was both unjustified and unjustifiable. It was wrong.” (The Guardian)

Auch wenn die deutsche Regierung Mist baut, man dürfe sie nun auf gar keinen Fall aus der Verantwortung entlassen, meint Ralph Bollmann, Leiter des Parlamentsbüros der taz. Denn genau jene, die Köhler zuletzt Fahnenflucht vorwarfen, fordern jetzt das Ende von Schwarz-Gelb. (taz)

GESELLSCHAFT

Der Falter schreibt in seiner heute erscheinenden Ausgabe über einen neuen Konflikt um eine Moschee in Wien. Und betrachtet dabei die Sichtweisen von Frau Leopoldine Weidinger und dem Obmann des islamischen Zentrums, Emir Akdag. (Falter)

Gnade für Herrn Elsner? Ab Herbst 2010 sollen zumindest erstmals elektronische Fußfesseln in Österreich erlaubt sein. Die Justizministerin sieht darin eine Entlastung für den Strafvollzug. Sowohl für Untersuchungs- als auch für Strafhäftlinge sollen sie angewandt werden, mit rund 300 bis 500 Personen kann gerechnet werden. (Der Standard)

MEDIEN

Erst kürzlich hat sich Danielle Spera von der ZIB und dem ORF verabschiedet. Nun (ab 8. Juli) wird nachgerückt: Marie Claire-Zimmermann, ehemals ZIB 2, übernimmt nun Speras Platz. Armin Wolf kehrt aus seiner Bildungskarenz zurück, und Ingrid Thurnher, die Wolfs Platz in der ZIB 2 übernahm, verlässt überhaupt die Nachrichtensendungen und konzentriert sich auf die politischen Talk-Runde. Und wer moderiert mit Armin Wolf? Lou Lorenz, bekannt aus der ZIB 24. (Horizont)

Eva Dichand, des Catos Schwiegertochter, glaubt daran, dass Tageszeitungen überleben werden. Nun gut, dass können wohl selbst Laien sehen. Aber weiters glaubt sie auch, dass Leser bereit sind, für Informationen zu zahlen. Und behauptet ganz nebenbei, dass “Heute”, die Gratiszeitung, dessen Chefredakteurin sie ist, in Wien eine “Wahnsinnsauflage” habe. (Die Presse)

WEB 2.0

Normalerweise streiten Verleger stets mit Google, weil zuerst gescannt und erst dann gefragt wird. Die österreichische Nationalbibliothek hingegen stellt Google 400.000 urheberrechtsfreie Werke zur Verfügung, um sie ab 2011 zu digitalisieren und so der ganzen Welt zur Verfügung zu teilen. (Die Presse)

Und noch mal Google: Während Google Street View in Österreich zuletzt auf Eis gelegt wurde, startet nun ein Pseudo-Street-View, diesmal mit Bildern, die öffentlich auf Fotoplattformen wie Picasa, Flickr oder Panoramio veröffentlicht wurden. So gesehen alles rechtens, auch wenn hier z.B. Gesichter nicht verpixelt sind, bei Google Street View hingegen doch. (Der Standard)

TECHNIK

Kennt man Apple-Keynotes, können Pressekonferenzen von Nintendo und Co nur mehr halb so spannend sein. Vor allem aber auch wegen dem Inhalt: neue Spielehelden gibt es nicht, nur Nachfolger: Donkey Kong, Kirby, Mario, James Bond, Mickey, Zelda, Metroid oder Kid Ikarus. Was aber wirklich interessant ist, ist der Nintendo 3DS. Die neue Version des Handhelds ist in gewisser Weise revolutionär. Bietet sie doch richtiges 3D, nur komplett ohne hässlicher Brille. Sind bei 3D-Fernsehern o.ä. noch diese Brillen nötig, hat Nintendo eine Technik entwickelt, die ohne ihnen auskommt. Und auch Filme sollen schon bald auf dem Nintendo 3DS erhältlich und in 3D zu sehen sein. (Der Standard)

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| 15. June 2010

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