Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag
23/06/10
POLITIK: Ausreisebefehl ohne Toleranzfrist für Familie Zogaj, Sparkurs in Großbritannien, mehr Geld für Zivildienst – GESELLSCHAFT: Kampusch autobiografisch, der Fall Israilow – MEDIEN: Copy&Paste von APA-Berichten, TV-Magazinchef Johannes Fischer über die Zukunft des ORFs – WEB 2.0: Ausschaltknopf fürs Internet, Konkurrenz für iTunes aus dem Hause Google – TECHNIK: 3 Millionen iPads so far
POLITIK
Bisher hieß es noch, dass die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck der Familie Zogaj Zeit geben werde, bis sie ausreisen müsse. Denn zumindest den Schulschluss sollen die Kinder noch in Österreich erleben. Nun erhielt die Familie Zogaj einen Ausreisebefehl ohne Toleranzfrist. (Der Standard )
Eine höhere Mehrwertsteuer und stark eingeschränkte Sozialleistungen: So sieht der Weg Großbritanniens aus der Schuldenkrise aus. Im vergangenen Haushaltsjahr lag die Neuverschuldung bei 155 Mrd. Pfund (rund 185 Mrd. Euro). Die Kapitalertragssteuer für Spitzenverdiener wurde von 18 auf 28 Prozent erhöht, denn so Finanzminister Osborne: “Alle müssen ihren Beitrag leisten.” (Die Presse)
Kein Geld mehr für den Zivildienst! So hörte man es vor wenigen Tagen in allen Medien. Innenministerin Maria Fekter gibt nach und erweitert das Budget um 61 Millionen Euro. Vertreter der Trägerorganisationen sind zufrieden. (Die Presse)
GESELLSCHAFT
Die nun 22jährige Natascha Kampusch wird am 8. September ihr Buch “3096 Tage” veröffentlichen, eine Autobiografie, die natürlich über ihr Leben im Keller handeln wird. Und nebenbei wird ihr Leben auch noch verfilmt, mit Produzenten Bernd Eichinger. Also … aufregen darf sich Frau Kampusch nicht, wenn sie mal wieder ins mediale Interesse rückt. (Kurier)
Der mysteriöse Fall Umar Israliow wurde jetzt sogar Thema in einem Europarat-Bericht. Der Bericht spricht auch davon, dass es scheinbar eine enge Zusammenarbeit österreichischer Behörden mit dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB gebe. Weiters wurden die Länder dazu aufgefordert, Flüchtlinge aus Tschetschenien den nötigen Schutz zu bieten. (Die Presse)
MEDIEN
Als ich gestern einen Artikel zur Burgenland-Koalition für neuwal schrieb, fiel mir zum ersten Mal mit voller Wucht etwas auf, was wahrscheinlich eh zum Alltag zählt: von 11 verschiedenen Online-Auftritten österreichischer Tageszeitungen lieferten 9 Beiträge ein und dieselben Worte, geliefert von der APA. Irgendwo schon bedenklich, wenn es Journalisten nicht für nötig halten, hier ein kleines bisschen selbst zu recherchieren. (neuwal)
Der TV-Magazinchef Johannes Fischer wird mit 64 Jahren in Pension gegangen. Er wünscht sich als Nachfolger “Profis des Magazinjournalismus” wie Peter Resetarits oder Claudia Neuhauser. Armin Wolf wünscht er sich irgendwann einmal ins Topmanagement des ORFs. (Der Standard)
WEB 2.0
Der US-Senat überlegt, ein Gesetz einzuführen, welches dem US-Präsidenten die Macht gibt, das US-amerikanische Internet vom internationalen Datenverkehr abhängen zu können. Dies soll als Notmaßnahme bei Cyberangriffen notwendig sein, versucht man zu erklären. Doch Bürgerrechtler und Regierung zeigen sich alarmiert. (Der Standard)
Zuerst dringt Google in den Smartphonemarkt ein und erklärt somit Apple offen den Krieg. Und jetzt wollen sie mit einem eigenen Online-Musikshop Marktführer iTunes den Rang ablaufen. Eröffnen soll der Shop Ende des Jahres, genaue Bestätigungen gibt es bisher aber noch nicht. (Die Presse)
TECHNIK
In weniger als 80 Tagen hat Apple 3 Millionen iPads verkaufen können. Und i Juli soll es schließlich in neun weiteren Ländern erscheinen, darunter auch Österreich. (Futurezone)
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