Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag
09/07/10
POLITIK: Agentenaustausch über Wien, VP schließt höhere Steuern für Stiftungen nicht mehr aus, fast klare Worte vom Bundespräsidenten zur Angelobung – GESELLSCHAFT: Geschäftsleute sollen Kunden auffordern, Bettlern kein Geld zu geben; der Karlsplatz ohne Suchtkranke – MEDIEN: oe24.at wieder bei ÖWA, Italiens Journalisten streiken gegen “Abhörgesetz” – WEB 2.0: Facebook wächst und wächst, Google versucht nachzukommen, YouTube Leanback – TECHNIK: Sony arbeitet an neuem Handheld
POLITIK
Die Russen haben US-Spione, die Amis haben 10 neue russische Spione: deshalb tauscht man sie jetzt aus, auf neutralem Boden. Und was wäre dafür besser geeignet als Wien? Zwar gibt es keine offiziellen Informationen (ist ja auch ein Geheimdienstaustausch), aber zumindest die Journalisten glauben dieses und jenes zu wissen. (Die Presse)
Die Volkspartei dreht schön langsam durch: jahrelang legte sie sich gegen höhere Steuern auf Stiftungen quer. Und blockte jeden Vorstoß anderer Parteien ab. Im Interview mit dem Standard meint plötzlich Generalsekretär Fritz Kaltenegger, dass seine Partei dies nun nicht mehr ausschließe. Wobei er immer noch sehr vage bleibt. (Der Standard)
Bundespräsident Heinz Fischer wurde gestern von der Bundesversammlung angelobt. Und wagte sich bei seiner Antrittsrede erstmals aus der Deckung: er forderte eine sofortige Lösung der Ortstafelproblematik. Auch für eine Gesamtschule sowie für Zugangsbeschränkungen an Österreichs Universitäten sprach er sich aus. (Kleine Zeitung)
GESELLSCHAFT
Die Stadt Wien, die Wirtschaftskammer und die Polizei zeigen sich wieder einmal von der schönsten Seite: mit ihrer gemeinsamen Plakataktion sollen Geschäftsleute ihre Kunden auffordern, Bettlern kein Geld zu geben. Vielleicht dient diese Plakataktion ja auch, um herauszufinden, in welches Geschäft man von nun an nicht mehr geht. (Der Standard)
Seit dem 5. Juni gilt ein verschärftes Wegweiserecht. Deshalb wird die Drogenszene auf dem Karlplatz aufgelöst. Werden Suchtkranke weggewiesen, dürfen sie sich zwölf Stunden lang nicht mehr blicken lassen. Seit Anfang Juni gab es 474 Wegweisungen. (Die Presse)
MEDIEN
Die Website von ÖSTERREICH, oe24.at, wird wieder in die ÖWA (Österreichische Webanalyse) aufgenommen. Grund für den bisherigen Ausschluss waren Verstöße gegen die Richtlinien bei der Interpretation der Daten. (Der Standard)
Heute erscheinen in ganz Italien keine Tageszeitungen. Damit will man gegen das “Abhörgesetz” protestieren. Dieses sieht vor, dass investigativer Journalismus (mit den klassischen Aufdeckermethoden) teilweise unter hohe Strafe gestellt werden. Ich bin mal gespannt, ob so ein Streik auf in Österreich mal kommen wird. Grund gäbe es ja genug. (Die Presse)
WEB 2.0
Facebook wächst und wächst. Vor 15 Monaten waren es 200 Millionen, heute 500 Millionen und in naher Zukunft steuert man die Milliarde an. Für Google wird es immer schwieriger, hier mitzuhalten. Und auch zeitgerechte, rasche Suchergebnisse zu liefern. (Der Standard)
YouTubes Videoseite wurde gerade erst aktualisiert. Jetzt gibt es für beim mobilen Auftritt Veränderungen, die die iPhone-YouTube-App unnötig machen. Und ganz frisch ist nun YouTube Leanback. Man startet die Seite, und kann sich bildschirmfüllend die Videos ansehen. Und ganz einfach mit Leertaste und Cursor-Tasten steuern. (Futurezone)
TECHNIK
Sony arbeitet scheinbar an einem Spielehandheld-Allesönner. Es soll alle Eigenschaften einer Spielkonsole, eines Ebook-Readers und eines Netbooks haben. Wie das aussehen wird, und ob es sich dabei um die PSP 2 dreht, ist noch nicht bekannt. (Der Standard)
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