Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag
Lesezeit:
2.1
Minuten
19/07/10
POLITIK: Hans-Peter Martin und die Parteigelder, Hickhack wegen Budget zwischen SP und VP, Sebastian Kurz (JVP) zur Wienwahl – GESELLSCHAFT: Bures fordert Raserei als Delikt im Vormerksystem, zweisprachige Ortstafel in Kärnten beschmiert – MEDIEN: nach Grasser-Urteil legt “Profil” Berufung ein, ORF verkauft die Futurezone – WEB 2.0: Picasa bietet Online-Bildbearbeitung, Ronen Kadushin fordert Designerzunft zu Creative Commons auf – TECHNIK: iPhone 4-Fail und die Schutzhüllen
POLITIK
Hans-Peter Martin hat nach seinem Wahlerfolg zur EU-Wahl 2009 2,332 Millionen Euro Parteiförderung kassiert. Er selbst erklärte, er habe 500.000 Euro in den Wahlkampf gesteckt, nachweislich hat er auch 100.000 Euro an das Wiener Integrationshaus gespendet. Weiters beschäftige er auch viele Menschen, “die durch die Wirtschaftskrise unverschuldet in Not geraten sind, sowie Jugendliche”. Für die soll er das restliche Geld verbraucht haben. Angelika Werthmann, erst kürzlich aus der Liste Martin ausgestiegen, bezweifelt das. Bis Ende September hat Martin noch Zeit, seine Abrechnung beim Bundeskanzleramt vorzulegen. (Kurier)
Die Koalition streitet sich ums Budget. Nein, nicht wann es vorgelegt werden soll (das überlassen sie scheinbar der Opposition), sondern wie die angehäuften Schulden abgebaut werden können. ÖVP-Finanzsprecher Stummvoll wirft der SPÖ vor, mit ihren Steuerplänen (den sogenannten Reichensteuern) vor allem den Mittelstand belasten zu wollen. SP-Bundegeschäftsführerin Rudas fordert weiter die Vermögenszuwachssteuer. (Kleine Zeitung)
Sebastian Kurz, Chef der Jungen VP, wurde von der Presse interviewt. Und spricht dabei über seinen größten Konkurrenten im Buhlen um die Jugend, Heinz Christian Strache, über Michael Häupl und seinen größten Erfolg, die 24h-U-Bahn am Wochenende. (Die Presse)
GESELLSCHAFT
Verkehrsministerin Doris Bures sieht eine Lösung für das Rasen: da Geldstrafen nicht mehr davor abschrecken, fordert sie nun, dass Rasen ein Delikt für das Vormerksystem werden soll. Ungefähr ein Drittel aller tödlichen Unfälle sind auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. VP-Verkehrssprecher Ferry Maier hält von der Idee nichts. Die bestehenden Maßnahmen seien für ihn ausreichend. (Der Standard)
Die Ortstafel in Bleiburg/Pliberk wurde erst am Dienstag aufgestellt, zweisprachig wie vom VfGH gefordert, und schon beschmiert. Das zumindest berichtet die Sonntagsausgabe der Krone. Es sei kein materieller Schaden entstanden, die Tafel wurde gereinigt und musste nicht ersetzt werden. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. (Die Presse)
MEDIEN
Ex-Finanzminister Grasser hat ja bekanntlich im Ehrenbeleidungsprozess gegen seinen ehemaligen Mitarbeiter Michael Ramprecht gewonnen. Und auch das Magazin “Profil” wurde in diesem Verfahren zu einer Strafe von 1.500 Euro verurteilt. Das Magazin kündigte nun an, gegen das Urteil Berufung einzulegen und sieht die Freiheit der Meinungsäußerung verletzt. (Der Standard)
Jetzt ist es offiziell: der ORF verkauft die Futurezone. Im Internet hat sich ja eine Gruppe auf Facebook formiert, die eine gemeinsame Rettung der Futurezone vorschlugen. Wobei ich persönlich nicht verstehe, warum man nicht einfach mit einem “Konkurrenzprodukt” online geht. Eine gute Alternative ist natürlich, ganz frisch, die Jetztzone. Exklusiv hier auf zurPolitik.com. (Die Presse)
WEB 2.0
Die Google-Fotoalben Picasa wurde erweitert. Nun ist es möglich, auch online Bilder zu bearbeiten. Mit Picnik (bisher brauchte man das Bearbeitungsprogramm am PC) kann man Bilder zuschneiden, die Größe ändern, Farb- und Helligkeitsanpassungen vornehmen oder auch rote Augen entfernen. (Der Standard)
Der Künstler Ronen Kadushin fordert im Presse-Interview die Designerzunft dazu auf, ihre Entwürfe einfach ins Internet zu stellen. “Frei verfügbar statt kopiergeschützt” ist für ihn die Zukunft. Und wie man seiner Homepage entnehmen kann, stellt er schon seine Produkte als “Open Design” unter der Creative Commons Lizenz online. (Die Presse)
TECHNIK:
Schön langsam wird es peinlich. Die “Atennagate”-Äffare von Apple rund um das iPhone 4 hört nicht auf. In einer Pressekonferenz betonte Steve Jobs, dass nur 0,55 Prozent der iPhone 4-Nutzer Verbindungsprobleme meldeten. Nun soll jeder User eine gratis “Bumper”-Gummihülle erhalten. Falls man es wirklich zurückgeben möchte, so soll der gesamte Preis zurückerstattet werden. Aber Jobs betonte: “Telefone sind nicht perfekt.” (Kurier)
Hat dir der Eintrag gefallen? Hilf ihn zu verbreiten!Tweet





Keine Reaktion bisher
Jetzt sag doch was!