Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag

27/07/10

POLITIK: Wikileaks publiziert US-Militärberichte, EU-Beitrittsverhandlungen mit Island beschlossen, EU prüft Wifi wegen Vorwurfs des verzerrten Wettbewerbs – GESELLSCHAFT: Die Loveparade-Tragödie, BP-Chef vor Rücktritt – MEDIEN: die milde “Kronen Zeitung”, heimische Medien wollen sich am iPad positionieren – WEB 2.0: MySpace – Userzahlen halbiert, neues YouTube-Easteregg – TECHNIK: der iPad-Langzeittest, Kultobjekt Amiga

POLITIK

Mit Wikileaks wird es immer schwieriger etwas geheim zu halten: jetzt publizierte die Whistleblower-Website 90.000 US-Militärberichte, die zeigen, dass der pakistanische Geheimdienst heimlich die Taliban in Afghanistan unterstütze. Die US-Regierung verurteilte natürlich die Veröffentlichung der geheimen Dokumente. (Futurezone)

Europa ist Island nicht mehr böse, dass man mit der Asche des Eyjafjallajökull ein bisschen Chaos verursachte. Denn seit gestern ist es beschlossene Sache, dass die Europäische Union Beitrittsverhandlungen mit dem Inselstaat aufnehmen wird. Island hatte einen Antrag auf EU-Mitgliedschaft gestellt, als es gerade sehr schwer von der Finanzkrise getroffen wurde. Die Mehrheit der Inselbewohner ist für einen Beitritt. (Die Presse)

Die EU sieht ein Problem mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut (kurz Wifi), dem Bildungsinstitut der Wirtschaftskammer. Der Grund: die Quersubventionen stoßen der Union etwas auf. Der Wifi-Chef ist wenig beeindruckt, tauchen doch solche Vorwürfe alle drei bis vier Jahre immer wieder auf, und bisher ist auch nichts Besonderes passiert. (Der Standard)

GESELLSCHAFT

Die Katastrophe der Loveparade in Duisburg ist immer noch bestimmendes Thema in den Medien: wie die Presse berichtet, war das Gelände für 250.000 Personen zugelassen, man schätzt aber ungefähr 1,4 Millionen Besucher. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. (Die Presse) Die furchtbare Eva Herman spricht in einem Text auf der Homepage ihres Verlags von “Sodom und Gomorrha“, was natürlich viel Entrüstung nach sich zog. Im darauffolgenden Text entschuldigt sie sich zwar etwas, beruhigt sich aber trotzdem nicht ganz.

Beinahe glaubte man, bei BP herrschen österreichische Verhältnisse. Doch nun soll der BP-Chef endlich seinen Hut nehmen. Was dabei etwas überrascht ist seine Abfindung, die rund 14 Millionen Euro betragen soll. Nennt man es dann auch “Erfolgsprämie”? Man mag es kaum glauben. (Die Presse)

MEDIEN

“Ein Loblied auf die Einwanderer, Mitleid mit Arigona und ein Kolumnist ohne Giftspritze” – Die Presse zeigt sich etwas überrascht, wie sehr sich die Kronen Zeitung in so kurzer Zeit nach dem Tod Catos verändert hat. Ist es passend, nun von den jungen Milden der Kronen Zeitung sprechen? (Die Presse)

Nein, das iPad wird die Zeitungen nicht sterben lassen. Das haben jetzt scheinbar auch die Totgesagten selbst bemerkt und wagen sich schön langsam mit eigenen Applikationen auf den Markt. Bisher haben aber relativ kleine Medien und Onlineauftritte Apps veröffentlicht, große Zeitschriften wie News oder Profil lasse noch auf sich warten. Einzig mit DATUM gibt es schon eine Monatszeitschrift als App zum Download. (Der Standard)

WEB 2.0

MySpace, früher mal das größte Social Network weltweit, steckt in der Krise. Bisher hat es die Hälfte aller User verloren. Während Facebook gerade den 500 millionsten User vermeldete, plant man bei MySpace einen großen Relaunch im Herbst 2010. Das Zugpferd wird aber weiterhin die Musiksparte sein. (Der Standard)

Nur Videoschauen ist langweilig? Dann einfach mal YouTube öffnen, ein Video starten und längere Zeit auf die linke Pfeiltaste bei den Cursortasten klicken. Und schon startet sich: Snake! Das Handykultspiel kann man nun selbst während des Abspielens eines Videos spielen. (Kurier)

TECHNIK

Gerade erst hat Apple den Verkauf des iPads in Österreich gestartet, schon liefert Der Standard einen Langzeittest. Helmut Spudich hat die vergangenen drei Monate das Tablet getestet und erklärt, ob man denn nun das neue Apple-Produkt braucht. (Der Standard)

1985, also in grauer Vorzeit, begann die Ära eines Kultobjekts: Commodore veröffentlichte nämlich im Juli dieses Jahres den Amiga 1000, der sehr viel dazu beigetragen hat, wie auch heute noch die Personal Computer aussehen. Der Kurier hat eine Bildergalerie zusammengestellt. (Kurier)

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| 27. July 2010

Eine Reaktion bisher

    Nightstallion sagt:

    “Die Mehrheit der Inselbewohner ist für einen Beitritt.”

    Wenn’s nur so wäre – das Gegenteil ist leider der Fall. Steht auch korrekt so im Presse-Artikel.

    Like! Thumb up 0

    !!! | 1. August 2010 | 04:31

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