Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag
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02/08/10
POLITIK: Jörg Haider und die Konten in Liechtenstein, Streikende in Griechenland, US-Angriffsplan gegen Iran – GESELLSCHAFT: SPÖ dementiert Annäherung bei Asylwerber-Aufenthaltspflicht, Arbeitslosigkeit weiter gesunken – MEDIEN: SPÖ pumpt Millionen in den Boulevard, Walt Disney verkauft Miramax Films – WEB 2.0: Was ein Avatar über dich aussagt, Offline-Treffen im Web 2.0 – TECHNIK: Bankomaten-Hack
POLITIK
Profil schaffte damit die Story des Wochenendes (und man darf hoffen, dass die Aufmerksamkeit noch lange Zeit erhalten bleibt): Jörg Haider soll durch Briefskastenfirmen in Liechtenstein bis zu 45 Millionen Euro auf 12 Konten gebunkert haben. Aktuell seien noch 5 Millionen eindeutig dem verstorbenen Landeshauptmann Kärntens zuzuordnen. Stefan Petzner dementiert und spricht (wenig überraschend) von einer Verschwörung. (Die Presse) Nun wird spekuliert, ob Rechnungshof-Präsident Josef Moser (ehemaliger FPÖ-Klubdirektor) für diese Konten zeichnungsberechtigt gewesen sein soll. (Der Standard)
Nachdem in den letzten Tagen wegen Benzinmangels kaum ein Weiterkommen in Griechenland möglich war (nicht einmal Busse konnten Touristen vom Hotel zum Flughafen bringen), scheint sich nun die Lage etwas zu entspannen. Erst durch den Einsatz von Militär (die das “normale Leben” aufrecht erhalten sollten), wurde nun der Streik beendet. (Kleine Zeitung)
Generalstabschef Admiral Mike Mullen erklärte in einer US-Talkshow, dass die USA einen Angriffsplan gegen den Iran habe. Das ist, wenn man es sich etwas genauer überlegt, kaum überraschend. In weiterer Folge erklärte er aber auch, dass er eine Invasion in den Iran für äußerst riskant hält. (Süddeutsche.de)
GESELLSCHAFT
Während die Innenministerin davon spricht, dass die Aufenthaltspflicht für Asylwerber ab Herbst kommen werde und der Koalitionspartner zugestimmt hätte, wenn als Ausgleich dafür ein “Amt für Migration” eingerichtet wird, kommt nun das Dementi der SPÖ. Die SP-Bundesgeschäftsstelle weiß nichts von einer Einigung. Es werde verhandelt, eine Einigung sei aber noch nicht absehbar. (Der Standard)
Der Arbeitsmarkt entspannt sich. Und auch wenn man die Menschen, die in Schulungen stecken, dazuzählt, ist die Arbeitslosigkeit im Juni gegenüber den Zahlen aus dem Vorjahr gesunken. Sehr schön: Auch die Jugendarbeitslosigkeit konnte tatkräftig bekämpft werden. 273.743 Menschen (inkl. Schulungen) sind derzeit arbeitslos, das bedeutet ein Minus von 5,1 Prozent. (Kurier)
MEDIEN
Und noch einmal Profil: die zeigt nämlich auf, wie viel die SPÖ (indirekt aber kaum unauffällig) in den Boulevard buttert. 4,4 Millionen Euro kosteten die Inserate für die Volksbefragung. Geschätzte 15 Millionen zahle die Stadt Wien jährlich an die Zeitungen “Heute”, “Österreich” und “Krone”. Die aktuelle rot-schwarze Regierung hat 2009 unglaublich 29,3 Millionen Euro für Inserate ausgegeben, die Hälfte davon ging in die zuvor genannten Boulevardmedien. (Der Standard)
Nach dem Kauf von “Playdom” und dem baldigen Einstieg ins Facebook-Spielegeschäft, versucht nun “Disney” an Ballast zu verlieren. So verkaufte es nun die Firma “Miramax Films” um 660 Millionen Dollar an eine Investorengruppe. Analysten meinen, dass sich Disney mehr auf Filme wie “Toy Story” konzentrieren möchte, da hier bedeutend mehr Einnahmequellen möglich sind. (Der Standard)
WEB 2.0
Immer mehr Unternehmen nutzen für ihre Webauftritte Avatare, die dabei helfen, durch die verschiedenen Seiten zu navigieren. Die kanadische Concordia University hat nun erforscht, wie viel ein solcher Avatar (z.B. aus Second Life) über die Person aussagt, die diese steuert. (Kurier)
Die Presse am Sonntag hat sich mit einem wichtigen Thema beschäftigt: den Offline-Meetings von Web 2.0-Leuten. Ich komme ja gerade von einem “Traunseetwittertreffen”, und schon da wurde über diesen Artikel diskutiert. Ob Twittagessen, BarCamps oder Ähnliches. Laut der Presse habe das vor allem einen Sinn: nach Aufträgen und Jobs zu suchen. (Die Presse) Berechtigte Kritik gibts zum Beispiel bei Martin Leyrer. (leyrers online pamphlet)
TECHNIK
Ein Traum! Naja … im Grunde genommen hat der Geschäftsführer von Ikarus Software nur vorgezeigt, dass selbst Geldautomaten tiefgehende Schwächen besitzen. Und eben auch gehackt werden können, damit sie einfach so Geld ausspucken. (Der Standard)
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