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Sie waren gar nicht so anders

Es ist erstaunlich, was Farbe aus einem Bild machen kann. Die Bibliothek des US-Kongress hat Fotos des Fotografen Sergei Mikhailovich Produkin-Gorskii koloriert, die er zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Russland der Zaren geschossen hat. Durch die Farbe wirken die Bilder und ihr Inhalt deutlich “echter”, nicht wie aus einer anderen Welt, die ich irgendwo wahrscheinlich mit Stummfilmen verbinde. Der Boston Globe hat eine nette Galerie zusammengestellt.

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| 20. August 2010

4 Reaktionen bisher

    dieter sagt:

    Es liegt nicht nur an der Farbe, sondern, dass der Fotograf wirklich gut ist und etwas von Komposition versteht.

    Einige Fotos aus dem 19. Jhdt, als viele Männer längere oder unordentliche Haare trugen, wirken auch viel lebendiger und “moderner”:
    Z.B. Das erste Portrait von 1831:
    http://en.wikipedia.org/wiki/File:RobertCornelius.jpg

    Veteranen der amerikanischen Revolution:
    http://www.historicamericanprints.com/history.htm

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    !!! | 20. August 2010 | 17:19
    ak sagt:

    Die Bilder wurden nicht von der Bibliothek koloriert, Produkin-Gorskii hat selbst die Farbbilder aufgenommen, und zwar in der Art und Weise, dass die Anteile Rot, Grün und Blau (mit Hilfe von entsprechenden Filtern) auf separaten Fotoplatten in Monochrom aufgenommen und dann in eben diesen Farben wieder projiziert wurden. Die Library of Congress beschreibt das sogar auf deren Website selbst: http://memory.loc.gov/mtfph/php/pcolor01.html
    Die Technik als solches ist dem später selber populären Kodachrome-Film ja nicht unähnlich, und auch bei den oft sehr farbenfrohen Bildern von Hubble & Co. werden ähnliche Techniken eingesetzt: http://hubblesite.org/gallery/behind_the_pictures/meaning_of_color/filters.php
    So, genug kluggeschissen. ;-)

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    !!! | 23. August 2010 | 08:35
    Tom Schaffer sagt:

    danke für die hinweise.

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    23. August 2010 | 13:40
    Anna sagt:

    wow, echt beeindruckend, die aufnahmen!! mir geht es leider auch so, dass ich auf schwarz-weiß fotografien oft die “wirklichkeit” nicht so erkennen kann, sondern das ganze etwas abstrakt daher kommt… bei farbbildern hat man wahrscheinlich schon gelernt, wie das ganze dann in “echt” auszusehen hat.

    würd mich interessieren, ob man schwarz-weiß bildern wirklich im nachhinein so lebensecht farbe einhauchen kann… kann dazu vielleicht noch wer klugscheißen? :)

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    !!! | 28. August 2010 | 12:30

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