Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag
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01/09/10
POLITIK: Obama erklärt Irak-Krieg für beendet, “Moschee baba” – FPÖ Stmk und ihr Onlinegame, Einigung auf Offenlegung von Parteispenden – GESELLSCHAFT: Ab heute #1 – Elektronische Fußfessel, Ab heute #2 – Verkaufsstopp für 75-Watt-Glühbirnen – MEDIEN: Fekter – “Österreich” hat Zitate erfunden, USA Today – Schwerpunkt von Print zu Internet – WEB 2.0: GMail sortiert Mails nach Wichtigkeit, Facebook startet eigene Seite für Universitäten – TECHNIK: Arcade Fire und Google – Ein HTML5-Projekt
POLITIK
US-Präsident Barack Obama hat (nach Bushs Auftritt am 1. Mai 2003) nun den Krieg in Irak entgültig für beendet erklärt. Alle Kampfmannschaften wurden abgezogen, übrig bleiben 50.000 Soldaten, die die Sicherheit im Land noch bis 2011 sicherstellen sollen. (Salzburger Nachrichten)
Die FPÖ Steiermark hat es in sich: in einem Onlinespiel muss man mit Stoppschildern auf Minarette und Muezzine feuern. Chef der Grünen Steiermark, Werner Kogler, hat angekündigt, dass man die FPÖ wegen Verhetzung angezeigt hat. (Die Presse)
Die Offenlegung der Parteispenden kommt, wahrscheinlich. Alle fünf Parlamentsparteien haben ihre Rechtsexperten beauftragt, Gesetzesentwürfe auszuarbeiten. Spenden über 7.000 Euro sollen zeitnah mit Hinweis auf den Spender im Internet einsehbar sein. (Kleine Zeitung)
GESELLSCHAFT
Seit heute gibt es sie, und damit will man endlich die überfüllten Gefängnisse entlasten: die elektronische Fußfessel wird nun auch in Österreich genutzt. Häftlinge müssen 22 Euro am Tag bezahlen, damit sie die Fußfessel bekommen. Das ergibt pro Monat rund 650 Euro, was die Fußfessel wieder nur für wohlhabendere Häftlinge möglich sein wird. (Der Standard)
Und nach den 100-Watt-Glühbirnen geht es nun auch den 75-Watt-Glühbirnen an den Kragen: seit heute dürfen diese nicht mehr verkauft werden. Damit will die EU zum Umstieg auf Energiesparlampen anregen. Mal sehen, ob Hans-Peter Martin wieder einmal alle Restbestände aufkauft und sie im EU-Wahlkampf verschenkt. (Die Presse)
MEDIEN
Innnenministerin Maria Fekter sagt viel. Aber nicht alles was ihr in den Mund gelegt wird, sollen laut ihrer Aussage, auch wirklich so gesagt worden sein. Die Gratiszeitung “Österreich” soll gestern frei erfundene Passagen als Zitate gekennzeichnet haben. (Kurier)
USA Today hat 130 Mitarbeiter entlassen, und will in Zukunft den Schwerpunkt von der Printausgabe ins Internet verlagern. “Das macht uns fit für das nächste Vierteljahrhundert.” (Der Standard)
WEB 2.0
Mithilfe einer “Priority Inbox” soll Google Mail nun mithelfen, sinnvolle von unwichtigen Mails zu unterscheiden. Über verschiedene Parameter (z.B.: befindet sich der Kontakt im Adressbuch?) soll so eine überfüllter Posteingang übersichtlicher werden. In den kommenden Tagen soll es für alle Konten freigeschaltet werden, der Service muss vorher in den Einstellungen aktiviert werden. (Der Standard)
Facebook back to the roots. Als Studentenplattform wurde es geboren, und nun möchte man mit “Universities on Facebook” das Netzwerk wieder als Treffpunkt für Studenten platzieren. (Die Presse)
TECHNIK
Arcade Fire (das aktuelle Album ist großartig!), Google Chrome und HTML 5. Eine interessante Mischung. Ein Chrome-Experiment “The Wilderness Downtown” schafft aus der Eingabe eines Ortes, ein komplett personalisiertes Musikvideo zu “We Used To Wait” namens zu schaffen, inklusive Einbindung von Google Maps, Google Street View etc. (Der Standard)
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