Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag

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02/09/10

POLITIK: erneute Nahost-Friedensgespräche, UM Schmied sagt VP den Kampf an, Grasser vor dem Staatsanwalt – GESELLSCHAFT: Aufschrei der Schulärzte, Solariumverbot für Schulärzte – MEDIEN: Kurier mit iPad-App, “Bild” und Sarrazin – WEB 2.0: Ping – Ein Musik-Social-Network, Amazon und Sony mit eigenen Streamingdiensten – TECHNIK: iPod-Updates

Zuerst einmal was in ganz eigener Sache: Da ich (leider) nicht den ganzen Tag Zeit habe, mich quer durch das Internet zu forsten, um interessante Themen, Blogeinträge oder ähnliches zu finden, würde ich mich wirklich freuen, wenn ihr, liebe Leser, mir dabei helfen könntet. Falls ihr etwas Interessantes findet, schickt mir den Link bitte ganz einfach via Mail (dominik.leitner[@]zurpolitik.com) oder Twitter. Das wollt’ ich nur mal sagen, vielen lieben Dank!

POLITIK

Der Friedensnobelpreisträger macht sich wieder einmal daran, Frieden zu stiften. Und warum nicht ein so einfaches Terrain wie der Nahe Osten, wo bisher kaum jemand gescheitert ist. Barack Obama hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Streit endlich zu schlichten. Die Aussichten sind … erwartungsgemäß gering. (Die Presse)

Unterrichtsministerin Claudia Schmied nimmt endlich wieder das Ruder in die Hand, nachdem sowohl NÖ-Landeshauptmann Pröll, der Neffe (Finanzminister) und Bundeskanzler Faymann selbst wild herumfuchtelten. Sie will ihre Reformen im Bildungsbereich umsetzen und fordert vom Finanzminister endlich die dafür benötigte Unterstützung. (Kurier)

(Zur Vorsorge: Es gilt die Unschuldsvermutung) Karl-Heinz Grasser steht nun, ein Jahr nachdem die BUWOG-Affäre geplatzt ist, (endlich) vor dem Staatsanwalt. Mal sehen, was diesmal dabei rauskommt, und ob Herr Grasser seine lupenreine (gebleichte) Weste behalten kann. (Salzburger Nachrichten)

GESELLSCHAFT

PISA gibt unserem Schulsystem, die Schulärzte unseren Schülern schlechte Noten. Ist man früher erst etwas später an die ersten Suchtmittel wie Zigaretten o.ä. gekommen, haben die heutigen Schüler schon sehr früh mit Sucht zu tun: viele sind von Mobiltelefonen und Videospielen abhängig. Und auch bei der Ernährung hapert es bei so einigen. (Kleine Zeitung)

Ausweiskontrolle gibt es jetzt übrigens bei allen Solarien (sollte es zumindest). Denn seit gestern ist der Solariumbesuch für alle unter 18 verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit Geldstrafen rechnen. Tritt bald auch schon ein Verbot für BZÖ-Politiker ein, können wohl die meisten Solarien ganz zusperren. (OÖ Nachrichten)

MEDIEN

Gestern gestartet und auf Twitter teilweise schon hochgelobt: der Kurier hat seine iPad-App veröffentlicht. Diese bietet die Printausgabe mit vielen multimedialen Goodies. Und wer es jetzt noch nutzt, kann bis Dezember für angenehme 10 Euro jeden Tag den digitalen Kurier genießen. (Horizont)

Die “Bild” gehört ja zum Axel Springer Imperium. Und dieses hat fünf gesellschaftspolitische Unternehmensgrundsätze: die Aussöhnung zwischen Deutschen und Juden gehört eigentlich auch dazu. Und obwohl Sarrazin in Springers “Welt am Sonntag” von der genetischen Identität der Juden schwafelte, hört man bisher von der “Bild” nichs. Rein gar nichts. Überraschend ruhig für dieses Boulevardstück. (taz.de)

WEB 2.0

Ping heißt das neue “social network for music”: so hat es zumindest Steve Jobs auf der gestrigen Apple Keynote beschrieben. Ein “Facebook meets Twitter for music”. Das Problem für das Netzwerk? Dass es am Computer nur im sperrigen iTunes laufen wird, und ansonsten auf iPod Touch und iPhone. (Mashable)

Jobs hat übrigens auch AppleTV in einer runderneuerten Version vorgestellt. Dadurch soll der Film- und Serienvertrieb rund um iTunes erhöht werden. Amazon und Sony planen jedoch ebenso eigene Streamingseiten und brechen so (glücklicherweise) einen Konkurrenzkampf vom Damm. (basicthinking.de)

TECHNIK

Und nochmal Apple: der iPod Shuffle, der iPod nano und der iPod Touch wurden upgedated: der “nano” verlor an Gewicht und Tasten und wird nun nur mehr über einen Bildschirm bedient, der “Touch” bekam das Retina-Display des iPhone 4 verpasst und der “Shuffle” wurde … auch verbessert. (Der Standard)

Kontakt: mailto dominik.leitner [@] zurpolitik.com | twitter @just4ikarus

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| 2. September 2010

3 Reaktionen bisher

    Michael sagt:

    Dass sich die Bild darüber nicht aufregt, liegt daran, dass Sarrazin in dem Fall recht hat. Juden besitzen bestimmte genetische Eigenschaften, die sie (statistisch) von Nicht-Juden unterscheiden. Dass das so ist liegt daran, dass Juden eine endogame Gruppe darstellen (bzw. darstellten, heute ist das ja alles nicht mehr so streng).

    Eigentlich ist das auch nicht besonders kontrovers, wenn es jemand anders als der Sarrazin sagt:

    http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/world-war-2/7961211/Hitler-had-Jewish-and-African-roots-DNA-tests-show.html
    http://www.tagesspiegel.de/wissen/abrahams-kinder/1860976.html
    http://en.wikipedia.org/wiki/Genetic_studies_on_Jews
    http://www.welt.de/kultur/article9307900/Teilen-alle-Juden-wirklich-ein-bestimmtes-Gen.html

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    !!! | 2. September 2010 | 21:51
    Tom Schaffer sagt:

    Sarrazins These erschöpft sich aber nicht darin, dass er von einer kleinen genetischen Gemeinsamkeit von Teilen der Juden berichtet. Er behauptet ja, dass daraus eine besondere Form der Intelligenz und eine gemeinsame jüdische Identität und Kultur entstünde. Das ist neben komplett unwissenschaftlicher Dummheit einfach nur eine Form von Rassismus.

    Ebenso wie Sarrazin einen Unterschied zwischen einer “deutschen Kultur” und der “islamischen Migration” macht – was komplett außer acht lässt, dass der Islam eine Religion und Deutschland eine Nationalität ist. Beides ist in sich heterogen und steht nicht abgegrenzt zueinander. Auch das ist Rassismus.

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    3. September 2010 | 02:54
    Michael sagt:

    Ich hab ja geschrieben “in diesem Fall” – also im Fall der Äußerungen über das “jüdische Gen” (das ist natürlich auch vereinfacht, da es nicht nur ein Gen ist und außerdem selbstverständlich nur statistisch stimmt). Genau diese Äußerung scheint aber die größte Aufregung verursacht zu haben. Auch die TAZ bezieht sich in diesem Artikel nur auf diese Äußerung.

    Zu “deutscher Kultur” und “islamische Migration”: sicher ist beides heterogen und sind beides unterschiedliche Sachen. Aber trotzdem gibt es kulturelle Gemeinsamkeiten von Deutschen und kulturelle Gemeinsamkeiten von Moslems, und diese unterscheiden sich zum Teil.

    Allerdings hast Du schon recht: solche (http://www.zitty.de/magazin-berlin/63190/) Probleme kommen nicht daher, dass es sich um Moslems handelt, sondern haben was mit der sozialen Herkunft der Einwandererfamilien zu tun. Länder wie z.B. die USA haben sehr gute Erfahrungen mit moslemischen Einwanderern aus der Mittelschicht gemacht. Moslems haben (oder hatten – weiß nicht, ob das immer noch so ist) dort ein überdurchschnittlich hohes Einkommen und einen überdurchschnittlich hohen Bildungsgrad.

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    !!! | 3. September 2010 | 16:35

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