Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag

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16/09/10

POLITIK: Frankreich unerfreut über Kritik an Roma-Deportierung, Fortschritt in Nahost-Gesprächen?, Sparstrategie der deutschen Regierung – GESELLSCHAFT: erster videoüberwachter Zebrastreifen, (vs.) Shared Space und der Kampf gegen den Schilderwald – MEDIEN: nicht jeder liebt McDonalds, deutscher Online-Werbemarkt fast so groß wie Print – WEB 2.0: New Twitter, bing in den USA vor Yahoo – TECHNIK: Internet Explorer 9 Beta veröffentlicht

POLITIK

Sowas kann man doch mit Frankreich nicht machen. So in etwa regt sich der französische Präsident Nicholas Sarkozy und Frankreichs Europa-Staatsekretär Pierre Lellouche über die Kritik an den Roma-Deportierungen auf. EU-Justizkommissarin Viviane Reding verglich sie mit dem Zweiten Weltkrieg, ruderte aber mit ihrer Aussage schon wieder zurück. (Der Standard)

Ich weiß nicht, wie oft ich schon von einer Annäherung im Nahost-Konflikt hörte. Auch diesmal scheinen sich die beiden Parteien, der palestinensische Präsident Mahmoud Abbas und Isreals Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, wieder anzunähern. Ein Indiz dafür ist, dass sie schon jetzt “Kernfragen” anpackten. (Kleine Zeitung)

Deutschland zeigt vor, wie man emsig spart, und den Aufruhr der Leute trotzdem klein hält: entweder sie betreffen nur Minderheiten oder werden mit aller Kraft gerechtfertigt. So wird für Empfänger des Arbeitslosengelds II künftig kein Rentenversicherungsbeitrag eingezahlt, was alleine schon 1,8 Milliarden Euro bringen soll. Auch das Elterngeld für Hartz-IV-Bezieher soll gestrichen werden, ebenso der Heizkostenzuschuss. (taz.de)

GESELLSCHAFT

Und nun stellen wir zwei neue System gegenüber: einerseits gibt es seit gestern in Wien-Döbling den ersten videoüberwachten Zebrastreifen in ganz Österreich. Drei Kameras filmen das Geschehen rund um den Zebrastreifen, nachdem ein Achtjähriger an dieser Stelle überfahren wurde. (Der Standard)

Die steirische Gemeinde Gleinstätten macht es vor: Shared Space nennt sich das Projekt, und das sieht ganz einfach vor, dass das Gemeindegebiet ein gemeinsam genutzter Platz von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern ist … es gibt keine Verkehrsschilder und auch keine Zebrastreifen. Deshalb diskutiert man auch in Oberösterreich, wie man sich an dieses Konzept wagen kann. (Oberösterreichische Nachrichten)

MEDIEN

Ronald McDonald wird sich wohl beinahe verschluckt haben, als er davon gehört hat. Ein Werbespot in den USA will nämlich die Langzeitfolgen der Fast-Food-Ernährung zeigen: mit einem toten Mann, der noch einen Hamburger in der Hand hält: “I was lovin’ it”. (Der Standard)

In Deutschland teilt sich der Werbemarkt inzwischen völlig neu auf: fünf Milliarden Euro werden nun schon in den Online-Werbemarkt gepumpt, das ergibt 18 Prozent des gesamten Werbekuchens. Print-Werbung nimmt 19,5 Prozent ein, TV ist immer noch der Spitzenreiter mit 38,8 Prozent. (Die Presse)

WEB 2.0

Twitter wird rundumerneuert: nachdem es bisher nur darum ging, Text, Link und Hashtag innerhalb von 140 Zeichen unterzubringen, so beginnt Twitter mit er neuen Version, die eingebundenen Bilder oder Videos anzuzeigen. Auch Tweets, die mit einem Geotag versehen wurden, werden nun mit einer Landkarte verbunden. (Die Presse)

Bing ist das Chrome unter den Suchmaschinen. Denn was Chrome am Browsermarkt schaffte, macht nun auch Bing vor: es mischt den Suchmaschinenmarkt auf. Zwar ist Google immer noch auf Platz 1, aber Bing hat nun schon den gefallenen Kollegen Yahoo überholt: In den USA nutzten 13,9 Prozent Bing, und 13,1 Prozent Yahoo. Google schaffte 65%. (Kurier)

TECHNIK

Und Microsoft? Die haben gestern (während Diaspora für Entwickler freigeschalten wurde) die Betaversion vom Internet Explorer 9 vorgestellt. Erste Meinung: Minimalismus rückt die Webseite selbst wieder mehr in den Vordergrund. Für XP-User gibts aber ein Problem: dieses OS wird nämlich nicht mehr unterstützt. (Der Standard)

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| 16. September 2010

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