Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag
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21/09/10
POLITIK: Eltern und Schüler gegen Lehrerkompetenzen bei den Ländern, Merkel und Sarkozy versöhnen sich im “Roma-Streit”, Verkleinerung des Nationalrats? – GESELLSCHAFT: steigende Jugendkriminalität, Lebensmittelkonzerne haben Verträge mit Lohndumping-Firmen – MEDIEN: Medienforscherin Miriam Meckel im Gespräch, eine Hassliebe: Google und die Verleger – WEB 2.0: Netzsperren im Kampf gegen Piraterie nicht sinnvoll, neuer Skype-Konkurrent namens “Fringe” – TECHNIK: arbeitet Facebook an einem FB-Handy?
POLITIK
Schüler- und Elternvertreter sagen es ganz eindeutig: sie sind gegen den Vorschlag des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll, alle Lehrerkompetenzen an die Länder zu übertragen. Sie warnen vor 9 möglichen unterschiedlichen Schulsystemen. (Der Standard)
Der arme Nicolas bekommt jetzt endlich seine verdiente Rückendeckung: nachdem die böse EU so furchtbar über ihn geredet hat, hat er zumindest eine Mitstreiterin: die Angela. Zwar hat sie erst beleidigt, als er meinte, dass deutsche Roma-Lager geräumt werden würden. Jetzt schimpfen die beiden, Angela und Nicolas gemeinsam über die “polemische Berichterstattung” zu diesem Thema. (Die Presse)
Und bis in alle Ewigkeit! So ungefähr kehrt die Diskussion um eine Verkleinerung des Nationalrats auf. Der NÖ-LH Erwin Pröll (und auch der VP-Spitzenkandidat für die Steiermark, Schützenhöfer) fordern, dass man vor allem zuerst da sparen sollte, bevor man auch nur daran denke, den Landtag anzugreifen. Nationalratspräsidentin Prammer und SPÖ-Klubobmann Cap winken ab. (Kurier)
GESELLSCHAFT
Zwar gehen die Anzeigen gegen Jugendliche (10-18 Jahre) zurück, aber die Gewaltdelikte selbst steigen massiv. Der Standard hat die ganzen Zahlen, und das Innenministerium will auch hier verstärkt die Wissenschaft einbinden um mit Gewaltprävention entgegenzuwirken. (Der Standard)
Die deutschen Lebensmittelketten Rewe, Netto und Edeka haben, so zeigt eine ARD Reportage, mit einem Personaldienstleister zusammengearbeitet, der massives Lohndumping betrieb. Ein Mitarbeiter habe trotz Vollzeitarbeit am Monatsende nur 380 Euro erhalten. (Kleine Zeitung)
MEDIEN
Anlässlich der Medientage in Wien hat die Medienforscherin Miriam Meckel der Presse ein Interview gegeben. Und beschreibt darin, was sie nach ihrem Blackout für das Wichtigste halte: die Verweigerung der ständigen Erreichbarkeit. (Die Presse)
Und noch einmal die Medientage: auch Google präsentiert sich dort und jetzt kommt natürlich wieder einmal die Frage auf, in welchem Verhältnis Verleger zu Google stehen. Zwar kommt 50 Prozent des Traffics über Suchmaschinen (und dank der Marktführerschaft der Großteil von Google), und trotzdem wird Google zuweilen noch als Feind angesehen. (Der Standard)
WEB 2.0
Weil in weniger entwickelten Ländern die Piraterierate höher ist, könnte man fast glauben, die Software für diese Länder zu teuer. Georg Herrnleben, ein “Software-Piratenjäger” sieht darin aber auch ein Distributionsproblem. Und erklärt außerdem im Interview mit der Presse, dass er Netzsperren für wenig sinnvoll halte. (Die Presse)
Im Juli 2010 brachte der 2007 gegründete Instant-Messaging-Dienst Fring eine Applikation fürs iPhone 4 heraus, mit welcher man unbegrenzte Videotelefonate ermöglichte. Irgendwann sperrte man aber die Verbindung zu Skype, und Skype schloss Fring aus. Jetzt gibt es einen eigenen Service, um kostengünstig weltweit in Kontakt zu bleiben. Ob es sich bei der Konkurrenz durchsetzen wird, bleibt fraglich. (Kurier)
TECHNIK
Angeblich soll ein Smartphone in Entwicklung sein, das von Facebook itself in Auftrag gegeben wurde. Zwar bestreitet man die Entwicklung, aber Cnet will trotzdem davon gehört haben. (Der Standard)
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