Blog - Kolumnen - An jedem verdammten Wochentag
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24/09/10
POLITIK: zu alt zum Wählen, dubiose Parteifinanzierung des BZÖ, Steiermark-Wahl am Sonntag – GESELLSCHAFT: Familie trotz laufendem Bleiberechtsantrag abgeschoben, Hintermänner bei Ebenseer Neonazi-Störaktion? – MEDIEN: Schauplatz für Justiz NS-”Propagandamaterial”, ORF-Onlinechef warnt vor Beschränkungen – WEB 2.0: ORF will TVthek auf den Fernseher bringen, Foursquare massentauglich – TECHNIK: WeTab kein ernstzunehmender iPad-Konkurrent
POLITIK
Peter Hayek, Politologe, schlägt vor, dass Österreicher zehn Jahre nach dem Pensionsantritt nicht mehr wählen dürfen. Um die “Rentnerdiktatur” zu bekämpfen und die Leute länger im Job zu halten. (Der Standard) Thomas Knapp hingegen fordert, dass Peter Hayek umgehend entmündigt wird. (thomasknapp.at)
Im Wahlkampf 2006 konnte das BZÖ auf 300.000 Euro zurückgreifen. Erhalten haben sie es für ein 9-seitiges Gutachten von den Casinos Austria. Unter Verdacht steht dabei auch Leo Wallner (und auch: Karl-Heinz Grasser [Unschuldsvermutung!] und Walter Maischberger). (Kurier)
Und diesen Sonntag wird übrigens gewählt (das letzte Mal für Langzeitpensionisten?): die Steiermark wählt einen neuen Landtag. Wer alle Informationen, eine Mitverfolgung des Wahlkampfs, Interviews und aktuelle Wahlumfragen sucht, dem empfehle ich, auf neuwal vorbeizuschauen. (neuwal)
GESELLSCHAFT
Obwohl ihr Bleiberechtsantrag noch läuft, wurde in Kärnten eine Familie festgenommen und ins Polizeianhaltezentrum Klagenfurt eingeliefert. Gestern früh wurden sie schließlich nach Mazedonien abgeschoben. Diese Fälle häufen sich, da seit der neuesten Fremdenrechtsnovelle (1. 1. 2010) ein Antrag auf humanitäres Bleiberecht keine aufschiebende Wirkung mehr hat. (Der Standard)
Der Anwalt des Opfers von der Ebenseer Neonazi-Störaktion meint, dass dies kein “Lausbubenstreich” junger Burschen gewesen ist, sondern geplant war. Er vermutet Hintermänner, Ermittlungen in diese Richtung wurden aber schon eingestellt. (Die Presse)
MEDIEN
Der ORF händigt der Staatsanwaltschaft die gewünschten Bänder der “Schauplatz”-Reportage aus. Für diese sind die Aufnahmen ein “Verbrechensprodukt” und NS-”Propagandamaterial” nach dem Verbotsgesetz. Durch das Aufzeichnen neonazistischer Vorfälle (Nazi-Sprüche im Hof einer Wohnhausanlage) macht man sich als ORF-Redakteur scheinbar strafbar. (Der Standard)
Beinahe sah es so aus, als würde der ORF die Beschneidung seines Onlineangebots (Futurezone, …) einfach so hinnehmen. Bei den Medientagen meldete sich aber der ORF-Onlinechef Thomas Prantner zu Wort: “Wenn der Marktführer beschnitten wird, leiden alle.” Er glaubt zudem nicht, dass Werbegelder nun automatisch zu anderen Online-Portalen wandern werden. (Die Presse)
WEB 2.0
Und noch einmal ORF: Herr Prantner kündigte an, dass die TVthek schon bald mittels “HbbTV” auch auf Fernsehern genutzt werden kann. Diese Technologie ist ein erweiterer Teletext; Geräte, die mit dieser Technologie ausgerüstet sind, könnten diese also vielleicht schon bald nutzen. (Der Standard)
Weil Facebook scheinbar mit “Facebook Places” im Bereich der Location Based Services durchstarten möchte (der Österreichstart lässt immer noch auf sich warten), hat sich Foursquare als App erneuert. Damit hat es sich vom Early-Adopter-Produkt zum massentauglichen Programm entwickelt. (Die Presse)
TECHNIK
Das “WeTab” hätte eine Alternative zum iPad werden sollen. Zuerst verhaute man die erste Pressekonferenz und konnte auch beim zweiten Versuch kaum überzeugen. Jetzt soll das Tablet erscheinen. Doch leider fehlen hier oder funktionieren viele Funktionen ganz einfach nicht. (taz.de)
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