Beiträge von Georg Pichler
Hightech-Journalist, Stimmwunder und Meister des Spezialtiramisus. Trotz des österreichischen Irrsinns immer noch ein Homo Politicus.
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Suchbildrätsel für FOX-Seher
10 K., Georg Pichler, 14. December 2011
FOX News, der wohl nicht ganz zu Unrecht dem republikanisch-konservativen Lager zugerechente US-Nachrichtensender, hat sich jüngst mit den Arbeitslosenzahlen unter Präsident Obama beschäftigt. Und weil Diagramme bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, wurde natürlich auch eines geliefert. Wer findet die Fehler?
(Hinweis: Es sind mindestens drei Stück.)

Und hier die große Auflösung: (more…)
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Was Hausbesetzungen uns sagen sollten
10 K., Georg Pichler, 12. November 2011
Das “Epizentrum” in der Wiener Lindengasse ist vor wenigen Tagen geräumt worden. Nun ist die “Szene” nicht allzuweit entfernt wieder aktiv, diesmal in der Westbahnstraße. In diversen Kommentarforen wird eifrig diskutiert, leider am Kern der Sache vorbei. Die wichtige Frage ist meiner Meinung nach nicht, wie rechtens so eine Besetzung ist, wie viele Arbeitslose unter den Besetzern sind oder wie umfangreich ein polizeilicher Räumungseinsatz sein sollte. Die Frage ist: Was bedeuten solche Besetzungen und was könnte die Politik tun? Ein Gesetzesvorschlag folgt nach dem Klick
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ÖVP: Die Stadtpartei schlägt zurück
0 K., Georg Pichler, 10. September 2011
Es ist Tag 1 nach Christine Marek, ein Samstagmorgen. Ich wache auf, wage einmal mehr den lebensgefährlichen Abstieg aus meinem Hochbett. Just als ich beginne, mich über eine abklingende Erkältung zu freuen, irritiert mich ein Kratzen im Hals. Husten. Ich öffne das Fenster, um frische Luft hereinzulassen. Mich empfangen Jazzklänge vom nahe gelegenen Markt und entfernte Rhythmen eines Synthesizers. Ich mache mich auf gen Meidlinger Hauptstrasse, um mich beim Drogeriemarkt des Vertrauens mit Munition gegen die Verkühlung auszurüsten. Ein Ausflug, der letztlich zu einer politischen Bestandsaufnahme werden sollte. (more…)
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“Österreich”: Hunger verkauft Zeitung
2 K., Georg Pichler, 15. August 2011
„Das Wunder von Afrika“ prangt groß unter den Aufmachergeschichten von oe24.at, dem Onlineportal der Tageszeitung “Österreich”. Schwer emotional wird die Geschichte des sieben Monate alten Minhaj geschildert, der von seiner Mutter gegen widrigste Umstände in ein kenianisches Flüchtlingslager gebracht wurde. Er gibt, so der Artikel, der Hungerkatastrophe nun ein Gesicht.
Und das tut er auch im Artikel, sind doch drei Fotos von Minhajs eigens in einer Bildergalerie eingebunden. Seine Schwester hat den langen Marsch nicht überlebt, er selbst soll mittlerweile auf dem Weg der Besserung sein. Der Artikel schließt mit einer UNO-Statistik, die in Ziffern fasst, was kaum in Worte passen mag. (more…)
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OTS: Kabarett für Redakteure
5 K., Georg Pichler, 12. May 2011
Wer in einer Onlineredaktion sitzt, kennt das. Zu den tausenden Meldungen von Nachrichtenagenturen gesellen sich ähnlich viele Aussendungen diverser Einzelpersonen, Firmen, Institutionen und Parteien. In Kurzform “OTS” genannt. Besonders fleissig dabei: Die FPÖ – freilich nach meinem subjektiven Empfinden. Besonders heraus sticht der Pressedienst der FPÖ Wien, der scheinbar aus Langeweile Aussendungen zu prinzipiell allem schreibt, was sich so tut. Lieblingshobby der blauen Nachrichtenabteilung in der Hauptstadt ist freilich SPÖ-Bashing.
Das las sich heute Donnerstag um 12:03 mittags dann doch einigermassen boshaft. (more…)
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Von der Friedensbrücke zum Schwedenplatz
2 K., Georg Pichler, 18. February 2011
Es sind bunte Flecken, Texte und Bilder, die dort prangen wo sonst das schlichte Betongrau der Mauern den schwarzen Asphalt der Strassen flankieren würde. Dahinter stehen meist unbekannte Künstler, denen es oft um eine Botschaft, manchmal aber auch einfach nur ums Malen selbst geht. An jenen Stellen, an denen viele Städte einander gleichen würde, sind sie es, die den Unterschied machen.
Ein Spaziergang an der “Graffitimeile” entlang des Donau-Armes, von der Friedensbrücke bis zum Schwedenplatz.

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Die Polin und die alte Dame
0 K., Georg Pichler, 16. February 2011
Bis zu 80.000 ausländische HelferInnen (2008) arbeiten in Österreich und betreuen pflegebedürftige Menschen. In Deutschland nehmen schätzungsweise vier Millionen Haushalte (2006) ihre Dienste in Anspruch. Arte hat den Alltag einer polnische Pflegerin dokumentiert.
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Herr H. und sein Geschäftsmodell
2 K., Georg Pichler, 15. February 2011
Leichte Aufregung machte sich in mir breit. Nervös befühlte ich meine widerspenstige Frisur und trat aus der Strassenbahn 42. Zwei Blicke auf mein Smartphone. Ich bog in die Vinzenzgasse ab und begab mich von 18. in den 17. Wiener Gemeindebezirk. Ein kleiner Markt, ein Wettcafe, ein paar Imbissbuden, zwei Beisl. Viele verlassene Geschäftslokale. Hier, im Norden von Hernals residiert die Firma A. in einem Altbau. Ich sollte Herrn H. zu einem Bewerbungsgespräch treffen. (more…)
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Niki Lauda und die “Schwulen-Nummer”
5 K., Georg Pichler, 24. January 2011
Der ORF zerstört gute Traditionen, propagiert schwules Tanzen (was seine Kinder nicht im TV sehen sollen), verbreitet falsche Rollenbilder und irgendwann wird man sich als Heterosexueller für seine sexuelle Orientierung öffentlich entschuldigen müssen. Und überhaupt ist Alfons Haider mit seiner ‘Schwulen-Nummer’ einfach nur quotengeil. Die Quintessenz von Niki Laudas jüngstem Interview.
Dieses führte der Ex-Rennfahrer und Seitenblicke-Dauergast übrigens mit “Österreich”/oe24.at und dem Chef, Wolfgang Fellner, persönlich. Die Zeitung hatte laut ÖAK im Jahr 2008 eine Wochentagsauflage von 320.000 Stück exkl. Gratisexemplare und oe24.at rühmt sich mit einer Besucherstatistik (PDF) von 2,5 Millionen Unique Clients im Monat. Lauda heiratete vor wenigen Jahren eine Frau, die etwa halb so alt ist wie er und wurde als 60jähriger Vater zweier weiterer Kinder. Neben Haider und seinem Partner werden auch elf heterosexuelle Paare übers “Dancing Stars”-Parkett wirbeln.
Ich lasse das einfach mal so stehen.
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Über die schlechte Laune des gemeinen Österreichers
8 K., Georg Pichler, 17. January 2011
Österreich besteht aus gewachsenen Strukturen. Nein, nicht alles, aber speziell die Versorgung der Bevölkerung mit steuerfinanzierten, öffentlichen Dienstleistungen blickt auf eine lange Tradition des Verwaltet-werdens zurück. Und so gibt es für die verschiedensten Angelegenheiten mindestens eben so viele verschiedene Ämter, Magistrate, Bezirkshauptmannschaften oder anderweitige Institutionen. Diese sind der Hauptgrund, warum der gemeine Österreicher keinem besonders netten Klischee unterliegt. Mieselsüchtig, nörglerisch, zur Mißgunst neigend und permanent verfangen in einem Grundzustand leichter Todessehnsucht – das gängige Porträt des Homo Austriacus, gezeichnet von Kabarettisten und Künstlern. (more…)




