Kolumnen
Die Beiträge unserer KolumnistInnen
Blog - Kolumnen - Andersrum
Ihr seid gefragt: Medienkonsum im Online-Zeitalter
13 K., Andreas Sator, 21. September 2011
Ich lese täglich in mehr als zehn Zeitungen. Und bezahle für all das nichts. Ich kämpfe oft mit meinem Gewissen. Denn das System kann so nicht funktionieren. Die Gratismentalität zerstört den Qualitätsjournalismus. Und je länger der Status quo anhält, desto mehr Menschen gewöhnen sich daran, für Informationen nichts zu bezahlen. Und diese Entwicklung halte ich für eine gefährliche.
Wie seht ihr die Thematik? Wie konsumiert ihr Medien im Internetzeitalter? Welche Entwicklungen seht ihr auf uns zukommen? Wie lange werden wir noch die Printartikel von morgen früh am Vorabend gratis lesen können?
Ihr seid am Zug.
Blog - Kolumnen - Unser modernes Zeug
Google+ und die Anbieterkonzentration
12 K., Tom Schaffer, 4. July 2011
Mir gefällt Google+ am ersten Blick. Es ist aufgeräumt, lässt sich enorm flüssig bedienen, kommt (eh nur vorerst) ohne Kinderkram wie langweilige Flashgames aus und noch nervt mich auch niemand mit 200 Veranstaltungseinladungen am Tag. Ob Google damit der große Clou gelingt, um Facebook abzulösen? Möglich. Würde es den Social Network-Giganten aber nur zu einer gewissen Öffnung und einigen Verbesserungen zwingen, wäre das auch ein schöner Effekt. Aus einem speziellen Grund würde ich mir sogar wünschen, dass Google+ nicht der neue Platzhirsch wird. (more…)
Blog - Kolumnen - Gastbeitrag
Wie “Die Presse” mit ihrer Lehrredaktion Geld verdient
109 K., Gastautoren, 9. June 2011
Auch wenn “Die Presse” seit 1848 frei ist, die Freude zur Innovation ist geblieben – vor allem, wenn es um die eigenen wirtschaftlichen Belange geht. Da wird schon mal eine Sonntagsausgabe gestartet, die von derselben Redaktion gestaltet wird, welche schon die Montags- bis Samstagsausgaben verantwortet – gratis.
Nun ist es nicht neu, dass PraktikantInnen von Medienhäusern in Dienstverhältnisse gezwängt werden, die knapp an der Rechtswidrigkeit vorbeischrammen. Dieser Grundkonsens zieht sich quer durch die Medienlandschaft (wenn auch Ausnahmen die Regel bestätigen). Die Innovation nach dem Klick
Blog - Kolumnen - Gastbeitrag
Spanien: “Alle müssen gehen!”
5 K., Gastautoren, 19. May 2011
Spanien wird derzeit von der größten Protestwelle der letzten Jahre erfasst. Getragen wird sie von einer breiten Koalition derer, die von der verlautbarten wirtschaftlichen Erholung nichts spüren. Sie organisieren sich nach dem Vorbild der arabischen Revolutionen über Facebook und Twitter, besetzen öffentliche Plätze und verlangen Zukunft, Würde und „echte Demokratie“. (more…)
Blog - Kolumnen - Gastbeitrag
Der Feind meines Feindes
0 K., Gastautoren, 1. May 2011
Neue Bündnisse zwischen Iran und Südamerika
Das Handelsvolumen zwischen dem Iran und den Ländern Lateinamerikas hat sich von 2007 bis 2008 verdreifacht: Mittlerweile beläuft es sich auf insgesamt 2,9 Milliarden Dollar.(1) Diese Entwicklung fand in den Medien bislang kaum Beachtung. Die Steigerung ist um so bemerkenswerter, weil Handelsbeziehungen vor dem Amtsantritt von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im August 2005 praktisch nicht existierten. (more…)
Blog - Kolumnen - Gastbeitrag
Sechs gegen die Weltbank
3 K., Gastautoren, 24. April 2011
Die Bank des Südens als Alternative für Lateinamerika
Vor zwei Jahren nahm der junge ecuadorianische Wirtschaftsminister Rafael Correa die schwere politisch-soziale Krise in seinem Land zum Anlass, die Verwendung der Erdöleinnahmen zu überprüfen. Ab sofort sollte weniger Geld in die Schuldentilgung und mehr in Sozialprogramme fließen. (more…)
Blog - Kolumnen - Gastbeitrag
Fünf Jahre mit Evo
1 K., Gastautoren, 20. April 2011
Die Bolivianer erwarten jetzt vor allem spürbare Verbesserungen ihrer Lebensverhältnisse.
Amautas, weise Aymara, die mit Räucherwerk auf der Plaza Murillo umhergehen, um schlechte Schwingungen zu vertreiben, Opfergaben an die Pachamama, Indigene, Bauern, Beamte: Am 22. Januar 2011 wurde der fünfte Jahrestag des Regierungsantritts von Präsident Evo Morales gefeiert. Nach einer langen Reihe wirkungsvoller Massendemonstrationen war er mit dem Versprechen an die Macht gekommen, “Bolivien neu zu gründen”. (more…)
Blog - Kolumnen - Andersrum
Was sind Lebensversicherungen?
6 K., Tom Schaffer, 15. April 2011
Bisher dachte ich immer, eine Lebensversicherung sei ein Finanzkonstrukt, das ich abschließe, damit jemand Geld bekommt, wenn ich abnipple, der von mir abhängig ist. Diese Idee ist offensichtlich falsch, denn die Nationalbank sagt in ihrem Bericht vom wachsenden Geldvermögen der ÖsterreicherInnen anscheinend: “Genutzt werde die Lebensversicherung sowohl als Sparprodukt als auch als Tilgungsträger für endfällige Kredite, die vorwiegend auf Fremdwährungen lauteten”. Eine Lebensversicherung wird also in der Wirklichkeit oft zum Sparbuch umfunktioniert. Erscheint mir das nur absurd, oder ist es das auch? Wie geht das überhaupt? Und ist es vielleicht sogar ein wirtschaftliches Problem, wenn Finanzkonstrukte anders gebraucht werden, als ursprünglich gedacht? In unserer “Andersrum”-Kategorie seid ihr wieder einmal gefragt. (more…)
Blog - Kolumnen - Demokratie für Fortgeschrittene
Be sure you put your feet in the right place, then stand firm
5 K., Susanne Zoehrer, 13. April 2011
Dieses Zitat stammt von Abraham Lincoln, einem jener Menschen, die ich für ihre Zielstrebigkeit, Kompromisslosigkeit und Menschenfreundlichkeit im Bezug auf das Eintreten für die Demokratie am meisten bewundere. Gleichermaßen bildet es einen ausgezeichneten Abschluss für meine Demokratiekolumne.
Schließlich habe ich in den vergangenen Monaten, in denen ich fast immer regelmäßig meine Einträge hier veröffentlich habe, nach einem geeigneten Aufhänger gesucht, der gleichermaßen zum Ausdruck bringt, dass ich das Wichtigste als hier festgehalten betrachte, ich aber keineswegs davon ausgehe, dass das Ende meiner Kolumne, gleichzeitig auch das Ende meiner Bemühungen um die Demokratie bedeutet. (more…)
Blog - Kolumnen - Demokratie für Fortgeschrittene
Zehn kleine Politiker…
3 K., Susanne Zoehrer, 30. March 2011
saßen im Parlament, alle von ihnen mussten gehen, weil geschmiert, gekauft oder insolent.
Zugegeben, dieser Reim ist nicht besonders kreativ, trotz allem beschreibt er gut, was sich in den vergangenen Jahren und Monaten an Volksvertretern in den hohen Häusern angesammelt hat. Mehr noch er gipfelt in einer Hoffnung, die ich über die jüngste Welle von erzwungen Rücktritten, noch nicht aufgegeben habe, nämlich dass die Dreistigkeit, Engstirnigkeit und Visionslosigkeit mit der in unserem Land, über die Grenzen hinaus, Politik gemacht wird, früher oder später in einem krisenhaften Reinigungsprozess mündet. (more…)




