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	<title>zurPolitik.com &#187; Besetzung</title>
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		<title>Was Hausbesetzungen uns sagen sollten</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2011/11/12/was-hausbesetzungen-uns-sagen-sollten/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 21:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<description><![CDATA[Wieder ist ein Haus besetzt und erneut wird daran vorbeidiskutiert, welchen Hinweis Besetzungen geben - Ein Gesetzesvorschlag von Georg Pichler]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#8220;Epizentrum&#8221; in der Wiener Lindengasse ist vor wenigen Tagen geräumt worden. Nun ist die &#8220;Szene&#8221; nicht allzuweit entfernt wieder aktiv, diesmal in der Westbahnstraße. In diversen Kommentarforen wird eifrig diskutiert, leider am Kern der Sache vorbei. Die wichtige Frage ist meiner Meinung nach nicht, wie rechtens so eine Besetzung ist, wie viele Arbeitslose unter den Besetzern sind oder wie umfangreich ein polizeilicher Räumungseinsatz sein sollte. Die Frage ist: Was bedeuten solche Besetzungen und was könnte die Politik tun? Ein Gesetzesvorschlag<span id="more-9532"></span><!--more-->.</p>
<p></p>
<p>So ein Besetzertrupp ist sehr heterogen. Wer gerade in den Mauern eines besetzten Gebäudes anwesend ist, kann allein stark mit der Tageszeit variieren. Gepflegt wird dennoch meist eine alternative Kultur, die stark auf politische Diskussion mit normativer Ausrichtung, Vernetzung und zwangloses Beinandersein (vulgo &#8220;Socializing&#8221;) ausgerichtet ist. So jedenfalls meine Erfahrung aus verschiedenen Lokalaugenscheinen. Man redet über bevorstehende Räumungen, erörtert Möglichkeiten um auf positive Weise Öffentlichkeit zu schaffen und denkt darüber nach, wie das unbewohnte Gemäuer genutzt werden könnte.</p>
<p>Und da ist der springende Punkt. Jene Häuser, die in Wien besetzt werden, stehen davor in der Regel jahrelang ungenutzt und modern vor sich hin. Berichterstattung über die plötzliche Inanspruchnahme selbiger könnte dafür Aufmerksamkeit schaffen, tut das aber nur begrenzt, weil sich die &#8220;Szene&#8221; teilweise selbst im Weg steht* und der gelernte Österreicher scheinbar nicht Willens ist, mehr als nur genannte Punkte in den Fokus der Debatte zu stellen.</p>
<p>In Wien herrscht ein Mangel an (Jugend-)Kulturzentren, insbesondere solchen die nicht unter kirchlicher oder staatlicher Weisung stehen. Selbstorganisierte Freiräume sind rar. Gleichzeitig ist auch die Wohnsituation für Studenten, Berufseinsteiger und Niedrigverdiener eher problematisch. Will man nicht ins suburbane Nirvana ziehen benötigt man schon einen Glückstreffer oder erstaunliches Durchhaltevermögen um in halbwegs brauchbarer Lage trotz der fast geschwürartigen Herrschaft des Maklertums zumutbare Wohnräume zu einem zumutbaren Preis zu bekommen. In Anbetracht solcher und anderer Problematiken wirkt es wie Hohn, wenn große Gebäude wie jenes in der Lindengasse schlichtweg verrotten.</p>
<p>Aus genannten Gründen haben Besetzungen in den seltensten Fällen einen nachhaltigen Effekt. Die letzte mit messbarem Erfolg war wohl jene der Arena, die vor über 30 Jahren unter anderen Bedingungen stattfand.</p>
<p>An den plötzlichen Ausbruch großen zivilgesellschaftlichen Einsatzes glaube ich leider nicht, ich stelle aber hiermit einen Gesetzesvorschlag zur Diskussion, der darauf abzielt, ungenutzte Gebäude schneller wieder in Verwendung zu bringen &#8211; entweder durch den Eigentümer oder einen neuen Besitzer mit einer Projektidee. Ich bitte um Beachtung, dass ich kein Jurist bin und meine Formulierungen daher wohl nicht ganz &#8220;wasserdicht&#8221; sind und auch nicht alle Eventualitäten abdecken.</p>
<blockquote><p>&#8220;Wird ein Zinshaus, Gewerbebau oder ein anderes Gebäude nachweislich über einen Zeitraum von X nicht vom Eigentümer oder Pächter genutzt, so fällt der zuständigen Gemeinde das Recht zu, nach einem Ultimatum an den Eigentümer über den Zeitraum von Y dieses Gebäude inklusive dem zur Nutzung und Erreichbarkeit erforderlichen Anteil des Grundstückes zu einem per Gutachten festgestellten, marktüblichen Preis unter in Betrachtziehung des Zustandes des Gebäudes und Grundstückes zu erwerben, oder im Namen des Eigentümers an einen Dritten zum Kauf zu vermitteln.</p>
<p>Für die Vermittlung an einen Dritten ist das Gebäude nebst Teilgrundstück öffentlich zur solchen um den gutachterlich ermittelten Fixpreis über einen Zeitraum  von Z auszuschreiben. Interessierte Käufer haben einen zeitlich und rechtlich verbindlichen Gebäudenutzungs- bzw. Gebäudeerrichtungs- und Projektplan einzureichen. Der Käufer ist von der zuständigen Gemeinde nach den Kriterien der Langfristigkeit und Nachhaltigkeit der geplanten Nutzung sowie deren Kompatibilität mit dem Bezirks- oder Gemeindeentwicklungsplan auszuwählen und hat nach dem Zuschlag unverzüglich mit der Umsetzung zu beginnen.&#8221;</p>
<p>Diskussionsvorschlag X: 3-4 Jahre<br />
Diskussionsvorschlag Y: 6 Monate &#8211; 1 Jahr<br />
Diskussionsvorschlag Z: 3 Monate</p></blockquote>
<p>Eine weitere, möglicherweise nachahmenswerte Vorgehensweise in puncto Hausbesetzungen, wird von der Stadt Zürich gepflegt (<a href="http://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/stzh/pd/Deutsch/Stadtpolizei/Formulare%20und%20Merkblaetter/Merkblatt%20Hausbesetzungen%2006.pdf" target="_blank">Klick: Merkblatt als PDF</a>). Dank gebührt unserem Leser Jonas für den Hinweis.</p>
<p>Ihr seid am Wort.</p>
<p><small>* Die Mehrheit geht engagiert und konstruktiv zu Werke, ein Problem sind jedoch extrem langatmige Entscheidungsfindungsprozesse und ein gewisser, wenn auch kleiner Kern an Leuten, denen vor lauter Ideologie die Realität aus dem Blick geraten ist.</small></p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/agfreiburg/" target="_blank">agfreiburg via Flickr</a> / CC-BY-NC-SA 2.0</em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=9532&amp;md5=a572805706c8c048d6d6679a005dceb3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Spanien: &#8220;Alle müssen gehen!&#8221;</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2011/05/19/que-se-vayan-todos-alle-mussen-gehen/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 10:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautoren</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
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		<description><![CDATA[Spanien erlebt Proteste nach arabischem Vorbild. Menschen verlangen Zukunft, Würde und "echte Demokratie" - Ein Vor-Ort-Bericht von Fabian Unterberger und Viola Singer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spanien wird derzeit von der größten Protestwelle der letzten Jahre erfasst. Getragen wird sie von einer breiten Koalition derer, die von der verlautbarten wirtschaftlichen Erholung nichts spüren. Sie organisieren sich nach dem Vorbild der arabischen Revolutionen über Facebook und Twitter, besetzen öffentliche Plätze und verlangen Zukunft, Würde und „echte Demokratie“.<span id="more-8802"></span></p>
<p>„Que se vayan todos!“ – Alle müssen gehen! Mit dieser Botschaft drückt eine enttäuschte und frustrierte Generation auf unzähligen Plätzen in Spanien ihren Unwillen aus, der rasanten Verschlechterung ihrer Lebens- und Arbeitsverhältnisse weiterhin zuzuschauen. In mindestens 27 Städten des Landes besetzen AktivistInnen seit dem 15. Mai Hauptplätze und verwandeln sie in Protestcamps, in denen diskutiert, vernetzt und organisiert wird.</p>
<h2>Wir sind gekommen um zu bleiben</h2>
<p>In Barcelona lautet die Botschaft des Protestcamps am Plaza Catalunya: „Wir gehen erst, wenn die Dinge sich ändern“. Auch in Sevilla, Zaragoza und Bilbao gab es Besetzungen und Versammlungen. Nachdem in Madrid ein erster Versuch ein Camp am Platz Puerta de Sol zu errichten &#8211; das von der Polizei am Dienstagmorgen geräumt wurde &#8211; fehlschlug, fanden sich am Abend desselben Tages 10.000 Menschen am Platz ein. Sämtlichen Abriegelungsversuchen der Polizei zum Trotz. „Wir sind gekommen um zu bleiben“, klang es aus dem kleinen Lautsprecher, der hoch über die Köpfe der Versammlung gehalten wurde, um auch die hinteren Reihen zu erreichen. Der Sprecher der Besetzung in Sol, Pablo Gomez, erklärt: „Sie sind zu weit gegangen, haben uns alles genommen. Jetzt ist es Zeit aufzustehen und uns das zurückzuholen, was uns gehört.“</p>
<p>Spontan wurde eine improvisierte Infrastruktur organisiert, Zelte aufgezogen, Matratzen und Sofas auf den Platz gezerrt. Die Menschen, die sich hier versammeln um an Stelle ihrer individuellen Schicksale einen gemeinsamen Kampf zu führen, kommen aus allen sozialen Sektoren, deren Lebensumstände sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert haben. Eine Mobilisierung wie diese, schreibt die spanische Tageszeitung EL PUBLICO, „hat es in den letzten Jahren in Spanien nicht gegeben. Keine Gewerkschaft, keine Partei und keine große NGO scheint hinter diesen Protesten zu stecken.“ 2.000 Menschen verbrachten in Madrid dann auch tatsächlich die Nacht unter freiem Himmel, während die massiv mobilisierte Polizei dem Treiben tatenlos zusehen musste.</p>
<h2>Wir sind keine Ware in den Händen der Politiker und Banker</h2>
<p>Auftakt der vielfältigen Kampagne bildeten die Demonstrationen des 15. Mai, die unter dem Motto „Wir sind keine Ware in den Händen der Politiker und Banker“ in Spaniens Hauptstädten stattfanden. Mit 40.000 TeilnehmerInnen in Madrid und 20.000 in Barcelona stellen sie die größten Mobilisierungen seit den Protesten gegen den Irakkrieg 2003 dar. In ganz Spanien waren 130.000 Menschen auf den Straßen. Zwei Monate lang wurde mit einem breiten Aufruftext, beginnend mit den Sätzen „Wir sind normale Menschen.Wir sind wie du: Menschen, die jeden Morgen aufstehen, um zu studieren, zur Arbeit zu gehen oder einen Job zu finden.“, mobilisiert. Der Breite wurde allerdings inhaltliche Schärfe geopfert, Forderungen oder gar Alternativen zum herrschenden Zustand waren im Aufruf kaum zu finden. Vielmehr drückte er eine diffuses Unwohlsein und allgemeine Frustration aus.</p>
<p>Konkreter wurde es dann auf den Asambleas (Versammlungen mit beratendem Charakter),die anschließend an die Demonstrationen in den Protestcamps eingerichtet wurden und immer noch andauern. Urnen gingen die Runde um Vorschläge und Ideen zu sammeln, die dann von einer Arbeitsgruppe ausgewertet wurden. Forderungen, wie jene nach einer Aufteilung der Arbeit und einer Verkürzung der Arbeitszeit bis Vollbeschäftigung erreicht sei, oder jener nach einer „Partizipativen Demokratie“ waren das Ergebnis dieses demokratischen Austauschprozesses. Lydia Posada, Sprecherin des Camps am Platz Puerta del Sol in Madrid, meinte am Dienstagabend: „Unser Ziel ist es nun, eine Versammlung abzuhalten um zu sehen, wie es mit den Protesten und den Camps weitergehen soll“.</p>
<h2>Weiter gehen soll es zumindest bis zu den Wahlen am 22. Mai</h2>
<p>Weiter gehen zumindest soll es. Bis zu den Kommunalwahlen am 22. Mai wollen die AktivistInnen die Camps aufrechterhalten. „No nos representan – no les votas!“ – „Sie repräsentieren uns nicht, wählt sie nicht“ – lautet deren Botschaft. Mit einer Arbeitslosenrate von 20%, das sind fast 5 Millionen Betroffene, verzeichnet Spanien den höchsten Stand seit 1976. Die Jugendarbeitslosigkeit erreicht mit einer Rate über 40% nie gekannte Ausmaße. Die aktuellen Proteste bringen die Wut über die stark verbreitete Arbeitslosigkeit und damit einhergehende Perspektivlosigkeit, die Kürzungen im Sozialbereich, sowie das Parteiensystem zum Ausdruck. Den beiden Großparteien PP und PSOE werden Korruption und Veruntreuung vorgeworfen.</p>
<p>Unter Ministerpräsident Zapatero wurde Anfang September 2010 eine Arbeitsmarktreform verabschiedet, die die Arbeitsverhältnisse weitgehend flexibilisierte. Neben der faktischen Abschaffung des Kündigungsschutzes und der Ausweitung von Kurzarbeit wird es Arbeitslosen erschwert, Arbeits- oder Weiterbildungsangebote auszuschlagen. Wer diese ablehnt ist mit Leistungskürzungen konfrontiert. Mit einem Generalstreik am 29. September hatten die Gewerkschaften gegen die neue Reform protestiert. Doch das Land lahm zu legen und eine breite Mobilisierung zu erreichen gelang ihnen nicht. Laut aktuellen Umfragen stürzte die Regierungspartei PSOE auf 33,4% ab und wurde von der PP mit 43,8 % überholt. Von dieser wird allerdings erwartet, dass sie den unpopulären Sparkurs der Regierung Zapateros noch weiter verschärfen wird.</p>
<p>Die Ablehnung des Zweiparteiensystems drückt sich in Sprüchen wie: „Ni PP, ni PSOE“ -„Weder PP, noch PSOE“ oder „PP, PSOE la misma mierda es“ &#8211; „PP, PSOE ist die gleiche Scheiße“ aus. Es wird aufgerufen, keiner der beiden Parteien eine Stimme zu geben und/oder kleinere Parteien zu wählen. Die Abneigung gegen das politische System geht bei vielen der Protestierenden aber durchaus noch weiter. So meint Aguierre Such, Aktivist der Besetzung von Sol: „Wir wollen diese repräsentative Demokratie nicht mehr, die immer die gleichen gebrochenen Wahlversprechen zur Grundlage hat, mit Politikern, die machen was sie wollen anstatt dem Volk zu dienen und selbst knietief im Korruptionssumpf stecken.“</p>
<blockquote><p><strong>Fabian Unterberger</strong> studiert in Wien Internationale Entwicklung mit Schwerpunkt auf sozialen Bewegungen in Lateinamerika und befindet sich derzeit für einen Erasmusaufenthalt in Madrid.</p>
<p><strong>Viola Singer</strong> studiert Politik und TFM an der Universität Wien und absolviert derzeit einen Erasmusaufenthalt in Madrid.</p>
<p>Beide sind schon lange Zeit politisch aktiv und waren während der Uniproteste 2009/2010 v.a. in der Bolognaburns &#8211; Gruppe sehr engagiert.</p></blockquote>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=8802&amp;md5=4b3add35d73b312f5baff4a948f4e60d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Zwei Vollversammlungen und eine Besetzung</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/10/20/zwei-vollversammlungen-und-eine-besetzung/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 10:40:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob Arnim-Ellissen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Audimax]]></category>
		<category><![CDATA[Besetzung]]></category>
		<category><![CDATA[rektorat]]></category>
		<category><![CDATA[unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Vollversammlung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kluft zwischen Studierenden und Universitätsleitung scheint an der Universität Wien unüberbrückbar. Enttäuscht von konventionellen und alternativen Vollversammlungen ist Jakob Arnim-Ellissen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich nach den gestrigen Vollversammlungen mit Studierenden in Wien unterhalten hat, bekam je nach Universität sehr unterschiedliche Antworten. Auf der TU und der VetMed, der Medizinischen Universität und der BOKU schien alles sehr gut verlaufen zu sein und alle freuten sich über eine gemeinsame Front gegen die Politik. Anders ging es den Studierenden der Universität Wien.</p>
<p><span id="more-6519"></span><strong>Die Angst des Rektors vor den Studierenden</strong></p>
<p>Der 300-Personen Hörsaal U10 im Juridicum war, wie erwartet und von ÖH und Unibrennt im Vorfeld aufgezeigt, viel zu klein. Natürlich hätten die tausenden Studierenden auch nicht ins Audimax gepasst, doch die Botschaft, die das Rektorat über das U10 transportierte war klar: Wir haben kein Vertrauen in die Studierenden.</p>
<p>Die Angst des Rektors vor den Studierenden zeigte sich auch in der Informationspolitik der Universität Wien. Bis zuletzt gingen alle Mobilisierungsaktionen von ÖH und Unibrennt aus, von Seiten der Universität Wien gab es weder ein Einladungsemail an alle Studierenden (wie es bei Veranstaltungen wie z.b. UniSuccess absolut üblich ist), noch Plakate.</p>
<p>Die Vollversammlung selbst verstärkte die Frustration vieler Studierenden nur. Der Impulsvortrag eines WIFO-Experten, der zwar teilweise ganz amüsant war insgesamt aber wenig Neues aufzeigte, und Kurz-Statements von Vertretern der Unileitung und der ÖH, ließen 15-30min für eine „Diskussion“. Da konnten die Studierenden kurz Frust ablassen, der im abschließenden Statement des Rektors allerdings ignoriert oder zur Seite gewischt wurde. Den roten Teppich zur Versöhnung wollte Winckler nicht beschreiten, auf einen geforderten „Halbsatz, dass er im Vorjahr möglicherweise ein Momentum verpasst hätte“ warteten die Studierenden vergeblich. Auch die Einladung, doch an der Demonstration teilzunehmen, war ihm keine Antwort wert.</p>
<p>An anderen Universitäten wurde inhaltlich diskutiert und über Resolutionen abgestimmt, die Studierenden der Universität Wien bekamen zum Abschied einen Brief der Universitätsleitung an Wissenschaftsministerin Karl in die Hand gedrückt.</p>
<p>Als Studierender und Unibrennt-Aktivist verließ ich enttäuscht und frustriert den Hörsaal Richtung Demonstration.</p>
<p><strong>Die Alternative Vollversammlung</strong></p>
<p>Unter den Zaungästen, die vor dem Juridicum und in angrenzenden Hörsälen das Spektakel auf Videoleinwänden verfolgen und dadurch erst gar keine Möglichkeit hatten an der Mini-Diskussion teilzunehmen, war inzwischen der Plan zu einer „Alternativen Vollversammlung“ entstanden. Nach SMS- und Twitter-Einladungen versammelten sich einige Hundert Studierende in der Universität. Inhaltlich tat sich hier allerdings noch weniger als in der konventionellen Vollversammlung. Schließlich wurde das Audimax besetzt.</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Universität ähnlich enttäuscht verlassen, wie vorher das Juridicum. Über den gewohnt schnell eingerichteten Live-Stream, mit allerdings ungewohnt schlechter Tonqualität, konnte ich die Besetzung trotzdem verfolgen. Das Audimax war gut gefüllt, inhaltliche Diskussionen schienen aber nicht wirklich stattzufinden.  Auch die ersten Medien berichteten von der Besetzung, die APA-Meldung vom Aufbrechen einer Tür verbreitete sich rasch. Ebenso rasch verbreiteten sich aber die Dementis der BesetzerInnen, dass das Universitätspersonal eine Tür aufgesperrt hätte. Augenzeugen konnten in jedem Fall keine Beschädigungen an den Türen feststellen.</p>
<p><strong>Von Angst und fehlenden Strategien</strong></p>
<p>Auf dem gestrigen Aktionstag wollten Studierende, Mittelbau und Rektorat eine einheitliche Front gegen die Politik bilden. An vielen Universitäten hat das auch funktioniert. Doch (die Universität) Wien ist anders. Ein Rektor, der Angst vor engagierten Studierenden hat, und diese sichtlich widerwillig und dementsprechend halbherzig einbezieht, und Studierende, die in ihrer Frustration völlig planlos agieren und so die Reputation einer beispiellosen Protestbewegung gefährden und ihre eigenen Bemühungen untergraben, haben gestern gezeigt, wie groß die Kluft zwischen Universitätsleitung und Studierenden ist.</p>
<p><em>Fotos: Jakob Arnim-Ellissen</em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=6519&amp;md5=5acf98bac3e674c7e8608b63d4c346be" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Squat Barcelona &#8211; Ein erster Schritt im System</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/04/29/squat-barcelona-ein-erster-schritt-im-system/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/04/29/squat-barcelona-ein-erster-schritt-im-system/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 07:49:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob Arnim-Ellissen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Barcelona]]></category>
		<category><![CDATA[Besetzung]]></category>

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		<description><![CDATA[In Barcelona gibt es seit Jahren eine besonders aktive Szene von HausbesetzerInnen. Unzählige unbewohnte Gebäude und ihre Nachbarschaften werden dabei revitalisiert - eine Erfahrung von Jakob Arnim-Ellissen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Barcelona gibt es seit Jahren eine besonders aktive Szene von HausbesetzerInnen. Unzählige unbewohnte Gebäude werden als Veranstaltungsräume, Gemeinschaftszentren oder auch einfach Wohnräume revitalisiert.</p>
<p>In einem dieser Häuser durfte ich für zwei Wochen mitleben und habe eine andere Form der Besetzung kennengelernt, als ich von Audimax, C1 und den anderen Hörsälen in Österreich kannte: Verschlossene Türen statt offener Freiräume, Hausrenovierung statt stundenlanger politischer Diskussionen. Hinein kommt nur, wer gekannt wird und alle helfen mit.</p>
<p><span id="more-4314"></span>„La Guattla“ (die Wachtel) haben die 12 BewohnerInnen ihr neues Zuhause getauft. In drei Monaten haben sie in der kleinen, leerstehenden Holzfabrik, in unmittelbarer Nähe der berühmten Fuentes Mágicas, Zimmer gebaut, eine Küche eingerichtet und zu Leben begonnen. Manches ist fertig, vieles noch eine Baustelle.</p>
<p><img class="size-full wp-image-4322    alignright" style="border: 0pt none; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Kunst in der Besetzung" src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/laguattla_graffiti.jpg" alt="Kunst in der Besetzung" width="225" height="300" /></p>
<p>Die ersten 72 Stunden sind bei Besetzungen in Barcelona am kritischsten. Um sie zu überstehen, ist es üblich, bei Nacht einzusteigen und sich zu verbarrikadieren – Schlösser werden ausgetauscht und Fenster zugemauert. Danach müssen zumindest einmal die Gerichte eingeschaltet werden, ein Prozess, den die BesetzerInnen in die Länge zu ziehen wissen.</p>
<p>Strom und Wasser wurden in La Guattla illegal wieder angeschlossen, ein Boiler sorgt für Warmwasser und auf einem Gasherd wird gekocht. Zweimal im Monat besprechen sich die BewohnerInnen. Putz- und Koch-, Anwesenheits- und Dumpster-Pläne werden erstellt. Jeden Tag wird gemeinsam zu Mittag und zu Abend gegessen.</p>
<p>„Das System ermöglicht uns das Besetzen. Es produziert so viel im Überfluss, dass auch viel weggeschmissen werden muss. Squatting kann nur ein erster Schritt innerhalb des Systems sein“, sagt César, einer der BesetzerInnen.</p>
<p>Die BewohnerInnen von La Guattla kommen aus Spanien, Portugal, Frankreich und der Elfenbeinküste. Sie sind zwischen 17 und 35 Jahre alt. Einige studieren, andere arbeiten. Den oder die „typischeN BesetzerIn“ gibt es nicht.</p>
<p>La Guattla wurde aus einem sehr konkreten Grund besetzt. Die Stadt lässt die Nachbarschaft, in unmittelbarer Nähe zahlreicher Tourismusattraktionen, verwahrlosen, um die EinwohnerInnen zu vertreiben und Hotels bauen zu können, erzählt César.</p>
<p>Die BesetzerInnen wollen nicht tatenlos zusehen. Mit „El Niu de la Guattla“ – „Das Nest der Wachtel“ – einem sozialen Zentrum im Keller des Hauses, soll die Nachbarschaft revitalisiert und die NachbarInnen mobilisiert werden. Dazu wird tagelang Schutt geschaufelt, eine Bühne und eine Bar gebaut.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-4321    aligncenter" style="border: 0pt none;" title="Die Besetzer_innen beim Bau der Bühne" src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/laguattla_work.jpg" alt="Die Besetzer_innen beim Bau der Bühne" width="610" height="225" /></p>
<p>„Eine gute Beziehung zu den Nachbarn ist am Wichtigsten. Ohne geht es nicht,“ betont César. Sätze wie diese hört man immer wieder. Auch viele andere besetzte Häuser bieten Nachbarschaftszentren, Kostnix-Läden oder ähnliche Projekte.</p>
<p>Allgemein ist die Beziehung zwischen Besetzungen und der Stadt sehr positiv. Viele kleine „Supermercados“ und MarktverkäuferInnen geben freiwillig unverkaufbare Lebensmittel ab. Gedumpstert wird hier nicht direkt aus den Mülltonnen.</p>
<p>Von kleinen Wohnungen bis zu fünfstöckigen Häusern findet man Besetzungen in Barcelona in jeder Größe. Die BesetzerInnen teilen Know-How und Arbeitskräfte und treffen sich regelmäßig auf Partys oder einfach zum Abendessen.</p>
<p>Besetzt wird in Barcelona von den verschiedensten Menschen, aus den verschiedensten Gründen. Viele teilen aber einen gemeinsamen Anspruch, einen Anspruch der manchmal unerfüllbar scheint.</p>
<p>„Man will mit den Squats die Stadt verändern“, sagt César, während wir vom Dach des Hauses Barcelona überblicken, „und dann sitzt man hier oben und sieht auf die Stadt. So groß, es ist manchmal schon deprimierend.“</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=4314&amp;md5=6639a8f0ec683cb9e6e73007ddbb507e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>#unibrennt auf Twitter</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/27/unibrennt-auf-twitter/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 12:56:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine ausführliche, interessante Medienanalyse gibt es dazu passend wieder mal <a href="http://wissenbelastet.com/2009/11/27/unibrennt-auf-twitter-eine-analyse/">bei Max Kossatz&#8230;</a>.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="530" height="400"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/oWDSdvEE4a8&amp;ap=%2526fmt%223D&amp;ap=%2526fmt%3D22"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/oWDSdvEE4a8&amp;ap=%2526fmt%223D&amp;ap=%2526fmt%3D22" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="530" height="400"></embed></object></p>
<p>Eine ausführliche, interessante Medienanalyse gibt es dazu passend wieder mal <a href="http://wissenbelastet.com/2009/11/27/unibrennt-auf-twitter-eine-analyse/">bei Max Kossatz</a>. </p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2729&amp;md5=fe0012a93aa441312eede77869a3f965" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Karte für Unsere Unis/Map of Our Universities/Mapa de Nuestras Universidades</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/10/unsere-unis-eine-karte/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 16:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<strong>English:&#8230;</strong> It is getting a bit hard to keep a list on which university is occupied by its students and which is not. I am trying to map the international protests for a free and better education. Please feel free]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>English:</strong> It is getting a bit hard to keep a list on which university is occupied by its students and which is not. I am trying to map the international protests for a free and better education. Please feel free to comment on the blogpost if you have further information and I will update the map. You can also contact me on Twitter (<a href="http://twitter.com/schaffertom">@schaffertom</a>). <span id="more-2629"></span></p>
<p>[ad#ad-1]<strong>Deutsch:</strong> Weil es jetzt bald sehr unübersichtlich werden wird, versuche ich hier die besetzten Universitäten zu kartographieren. Wenn jemand helfen will, einfach anschreiben (per Twitter an <a href="http://twitter.com/schaffertom">@schaffertom</a>) &#8211; ich geb ihm/ihr dann Zugang zur Karte. Ansonsten übernehme ich natürlich auch Anmerkungen aus den Kommentaren.</p>
<p><strong>Francais:</strong> Pendant que le mouvement grandit, avoir un vue d’ensemble est plus facile. Ici, vous trouvez une carte géographique avec tous les universités. Nous avons besoin d&#8217;aide! Contact <a href="http://twitter.com/schaffertom">@schaffertom</a>) &#8211; On vais avoir access pour la carte. On vais aussi adopter suggestions et explications des commentaires.</p>
<p><strong>Espanol:</strong> Esto es una mapa de las universidades ocupadas en europa. Los estudiantes protestan para una educacíon libre, para condiciones mejores a los escuelas y universidades y para el afianzamiento de la democracia a los universidades. Contacta a <a href="http://twitter.com/schaffertom">@schaffertom</a> via Twitter o escribe un comentario antes del texto, cuando quieres contribuir algo a la carta.</p>
<p><strong>Italiano:</strong> Diviene sempre più difficile poter dire quali università sono occupate dagli studenti e quali no. Sto cercando di creare una mappa delle proteste studentesche a livello internazioanle per una educazione libera migliore. Sentitevi liberi di commentare il post e non esitate a mandare aggioramenti sulla situazione della vostra università potrò mantenere aggiornata la mappa! Contattatemi su Twitter (<a href="http://twitter.com/schaffertom">@schaffertom</a>).</p>
<p><iframe width="530" height="400" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=116283369278129786033.0004778dfa81fb402d565&amp;ll=49.21042,8.876953&amp;spn=23.014452,46.582031&amp;z=4&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=116283369278129786033.0004778dfa81fb402d565&amp;ll=49.21042,8.876953&amp;spn=23.014452,46.582031&amp;z=4&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Unsere Unis</a> auf einer größeren Karte anzeigen</small></p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Meanings | Legende:<br />
<strong>Red: </strong>Occupied |<strong> Rot:</strong> Besetzt<br />
<strong>Yellow:</strong> Removed by authorities | <strong>Gelb:</strong> Geräumt<br />
<strong>Green:</strong> Given up | <strong>Grün:</strong> Freigegeben<br />
<strong>Blue:</strong> Other forms of protests | <strong>Blau:</strong> Andere Proteste</p>
<p><em>There is a question mark, if I lack concrete information. | Bei unklarer Informationslage ist in der Beschreibung ein Fragezeichen.</em></p>
<p><em>Augmented-Reality-Layer for iPhone 3GS and Android Mobiles based on this map: <a href="http://ihrwebprofi.at/ar">HERE</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2629&amp;md5=b38599343dad73e24d3b3db99118b277" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Rauch, wenn die Uni brennt</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/07/der-rauch-wenn-die-uni-brennt/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 01:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br />
Es ist schon viel darüber geschrieben worden, wie respektvoll im Audimax miteinander umgegangen wird. Wie vernünftig zu Entscheidungen gefunden wird. Wie schnell selbst bei emotionalen Themen ganz einfache Kompromisse eingegangen werden. Der &#8220;Audimaxismus&#8221; untertags ist ein blühendes Beispiel für ein&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rauch.jpg" alt="Rauch" title="Rauch" width="530" height="200" class="alignnone size-full wp-image-2646" /><br />
Es ist schon viel darüber geschrieben worden, wie respektvoll im Audimax miteinander umgegangen wird. Wie vernünftig zu Entscheidungen gefunden wird. Wie schnell selbst bei emotionalen Themen ganz einfache Kompromisse eingegangen werden. Der &#8220;Audimaxismus&#8221; untertags ist ein blühendes Beispiel für ein menschliches Miteinander, das auf Vernunft und Freundschaft basiert. Sobald der Tag sich zu Ende neigt, ändert die Besetzung aber in Teilen ihre Form.<span id="more-2645"></span></p>
<p>[ad#ad-1]Die Engagierten gehen großteils müde heim, der Anteil der Vernünftigen wird kleiner, die PartybesetzerInnen treten ins gedämmte Licht des Hörsaals. Bis zum letzten Ton der jeweiligen Band füllen sie das Audimax. Dann gehen sie heim und lassen die letzten Engagierten über Nacht zurück. Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden. Natürlich sind auch GelegenheitsbesucherInnen herzlich Willkommen. Und das Vergnügen ist gar unser Trumpf, der immer wieder neue Leute hereinspült, die doch auch Freude am Ernst der Sache finden. </p>
<p>Was also ist das Problem? </p>
<p>Die Opfer. </p>
<p>Denn wenn am Ende der Acts die Leute gehen, bleibt der Müll zurück. Und die, die eh alles organisieren werden zu den Ärschen vom Dienst. Wer das zulässt, hat den &#8220;Audimaxismus&#8221; nicht verstanden und hier eigentlich auch nichts verloren.</p>
<p>Doch die ersten Prinzipien sterben schon früher. Kaum klingt die erste Note des Abends, glühen allerorts die Tschick vor den Gesichtern. Wie halt so das eine das andere ergibt, sind es eben Gesichter, die man großteils sonst nicht im Audimax sieht. Bei der Audimax-Besetzung trifft man hauptsächlich RaucherInnen, die sehr rücksichtsvoll sind, und sich mit ihren Zigaretten in gekennzeichnete Bereiche oder kurz raus begeben. Die Leute die dort sind, weil sie etwas erreichen wollen, die haben so gut wie alle das Hirn, um auch dieses Problem zu verstehen. </p>
<p>Danke an euch. Wann immer ich mich in meinem Leben über RaucherInnen beschwere oder aufrege. Wann immer ich ein Rauchverbot für notwenidg halte. Ihr seid dann nicht gemeint. Euch bräuchte man gar nichts zu verbieten.</p>
<p>Aber den anderen. Denn genau dann, wenn es viele der Party-RaucherInnen nicht schaffen, mal zwei Stunden nicht unbedingt direkt dort zu qualmen, wo sie gerade stehen, ist der &#8220;Audimaxismus&#8221; verraten. Kein Grundprinzip der Besetzung ließe es zu, so egoistisch zu sein: Respekt, Rücksichtnahme, Solidarität und Vernunft.</p>
<p>Die Rücksichtsnahme auf Mitmenschen, die sich in einem Raum voller Rauch (oder Sexismus/Rassismus&#8230;) nicht wohl oder gar diskriminiert fühlen -oder die Rauch gesundheitlich gar nicht ertragen (was dann genau genommen jeder Mensch wäre, aber natürlich manche ganz besonders betrifft). Wer will, dass das &#8220;unsere&#8221; Uni ist, muss auch wollen, dass sich dort alle wohl fühlen.<br />
Die Solidarität mit der Bewegung. Die hat sich nämlich völlig unaufgeregt und (der institutionalisierten österreichischen Politik um Jahre voraus) ihre eigenen Regeln gegeben. RaucherInnen haben ihren Raum, belästigen aber die passive Masse (und Mehrheit) der NichtraucherInnen nicht.<br />
Wer wirklich auch nur das geringste mit dem &#8220;Audimaxismus&#8221; am Hut hat, respektiert diese Regeln.</p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Wer das nicht tut, soll sich schleichen. Die Hack&#8217;n dürfen sie machen, oder was? Die Leute die einfach nicht wie Fabrikschlote stinken wollen, die NichtraucherInnen die Wert auf ihre Gesundheit legen, die AllergikerInnen und die Lungenkranken? Den ganzen Tag dürfen sie sich den Arsch aufreissen und mithelfen? Aber die Party und Entspannung, die bleibt dann den Rücksichtslosen übrig? Und wenn die dann gehen, sollen wieder die Vernünftigen im stinkenden Audimax bis zum Morgen ausharren und sich ihren Lungenkrebs holen?</p>
<p>Eigentlich kaum zu fassen nach all den positiven Erfahrungen der letzten beiden Wochen, dass manche Menschen diese einfache Sache nicht verstehen. Dass das nämlich inakzeptabel ist. </p>
<p>Und dann ist es doch wieder eine wichtige Erinnerung daran, dass eben nicht die ganze Welt das Audimax ist. Ein weiterer Grund das schade zu finden.</p>
<p><em>Fotocredits: <a href="http://www.flickr.com/photos/marfis75/3867466806/sizes/l/">Marfis75</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC2.0-BY-SA</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2645&amp;md5=9d9668acdd3e66ad51122540a9f6423f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ideologie und Politik im Audimax</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/02/ideologie-und-politik-im-audimax/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 02:16:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br />
Ideologie klingt verstaubt und unsexy. Viele im Audimax wehren sich gegen die Idee, sie würden diesem Protest aus ideologischen Gründen angehören &#8211; manche wollen ihn sogar unpolitisch begreifen. Dieses Selbstverständnis ist naiv, aber lässt sich nachvollziehen. Wer hinhört merkt auch&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/ideologie.jpg" alt="Ideologie" title="Ideologie" width="530" height="200" class="alignnone size-full wp-image-2612" /><br />
Ideologie klingt verstaubt und unsexy. Viele im Audimax wehren sich gegen die Idee, sie würden diesem Protest aus ideologischen Gründen angehören &#8211; manche wollen ihn sogar unpolitisch begreifen. Dieses Selbstverständnis ist naiv, aber lässt sich nachvollziehen. Wer hinhört merkt auch schnell. Es stammt nicht aus einer echten Ablehnung von Politik und Ideologie. Abgelehnt wird, was allgemein darunter verstanden wird. <span id="more-2583"></span></p>
<p>Politik als verknöcherte Apparate voller geistig alter Menschen &#8211; kalt berechnender, wendehalsiger PR-Plapperer, die immer dasselbe und doch nie etwas Interessantes sagen. PolitikerInnen werden als Menschen gesehen, die Macht (auch etwas, das böse klingt aber eigentlich ganz normal ist) als Selbstzweck begreifen. Und Ideologie? Die gilt immer als Fanatismus, der die Augen vor dem Sinnvollen verschließt &#8211; etwa das Gebahren verbissener, parolendreschender Extrem-Kommunisten. So werden diese Worte verstanden &#8211; und in diesem Sinne wäre auch ich unpolitisch und unideologisch.</p>
<p>[ad#ad-1]Doch man sollte sich diese wichtigen Begriffe einer Gesellschaft nicht so einfach aus der Hand nehmen lassen. Eine Ideologie ist im Grunde nichts anderes als ein Wertegerüst aus dem gewisse Forderungen entstehen. Eine Vorstellung, wie die Welt sein soll und wie sie das am besten werden kann. So etwas hat jeder Mensch, ob er es nun bewusst entwickelt oder es sich einfach aus dem Bauchgefühl heraus ergibt. Denkt man darüber nach, warum man nicht (oder eben schon) will, dass arme Menschen auf der Straße leben, stoßt man am Ende auf eine Begründung. Das ist eine Basis und der Kern der Ideologie, die sich dann weiterentwickelt. </p>
<p>Und Politik, das ist in Wirklichkeit alles, wo Fragen von Macht und Werten entschieden werden. Nicht nur in Parteien, Parlamenten, Regierungen und im Bürgermeisteramt. Erhebt man in der Straßenbahn das Wort gegen einen Rassisten, ist das politisch. Tut man das Gegenteil, natürlich auch. Im Allgemeinen wird Politik viel zu eng verstanden und deshalb auch abgelehnt. Doch überall dort wo wir unsere Vorstellungen von der Welt vertreten (oder nicht vertreten) betreiben wir Politik. </p>
<p>Wenn wir auf die Straße gehen um einen freien und kostenlosen Hochschulzugang zu fordern, dann ist das natürlich sowohl ideologisch als auch politisch. Dahinter steckt wohl meist der Wunsch, dass die staatliche Bildung für alle Menschen offenstehen soll, damit alle das Beste für sich und ihr Leben machen können. Andere mögen egoistischere Motive haben. Doch auch wer einfach nur selbst keine Studiengebühren zahlen will oder kann, drückt damit aus, dass er Bildung für etwas hält, für das man nicht zahlen müssen sollte. Dass das der Staat als kollektive Gemeinschaft finanzieren soll, damit niemand ausgeschlossen bleibt &#8211; zumindest nicht dadurch.</p>
<p><strong>Links oder so, whatever</strong></p>
<p>Diese solidarischen Begründungen sind Werte, die normalerweise der politischen Linken zugerechnet werden. Aber auch im konservativen Lager gibt es sie teilweise. Die in Österreich durch den Rechtsruck der ÖVP marginalisierte Gruppe der christlich-sozialen etwa, die aus ihrem Glauben heraus nicht ertragen können, dass Menschen &#8211; egal welcher Gruppe sie auch zugehören &#8211; sozial benachteiligt werden. Das ist ein anderes Motiv, eine andere Ideologie, führt aber zur selben politischen Forderung.</p>
<p>Im Audimax hat Ideologie noch eine symbolische Dimension. Wenn zu Beginn Fahnen der Kommunistischen Partei an den Wänden hingen, ist das an und für sich für viele im Raum sicher keine schlimme Sache &#8211; mögen sie auch selbst keine Kommunisten sein. Jedoch ist diese Fahne auch Teil eines Machtspiels. Sie vereinnahmt einen sehr vielfältigen Protest mit einem Label. Für Nicht-Kommunisten ergibt es ein schiefes Bild der Bewegung, wenn sie plötzlich unter kommunistischer Flagge protestieren sollen.</p>
<p>Aus diesem Dilemma gibt es zwei Auswege. Variante 1: Jeder hängt sein Symbol auf, und so wird die Vielfalt des Protests dargestellt. Das Problem daran: Viele Menschen im Raum gehören keiner so eindeutigen politischen Bewegung an, können sich deshalb gar nicht erst mit einem solch kräftigen Symbol wie Hammer und Sichel ausdrücken. Einige wollen sich kein Label verpassen lassen (hier!), andere wissen vielleicht auch gar nicht so genau über ihre eigenen politischen Werte bescheid. </p>
<p>Es liegt deshalb Variante 2 nahe: Keiner hängt sein Symbol auf, und man besinnt sich auf die gemeinsamen Werte und drückt die gemeinsamen Forderungen in den Vordergrund. Diese werden damit ideologisch auf eine viel breitere und weniger konkrete Basis gehievt, in der sich alle wiederfinden können. Es bleibt aber ideologisch &#8211; ein Wertebild von dem man nicht abweicht. Der Wunsch nach in Zugang und Kosten freier Bildung ist nicht mit jedem Weltbild vereinbar.</p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Das Audimax hat (ohne dass alle zu dieser Erkenntnis gekommen wären) komplett unaufgeregt die Variante 2 durchgesetzt. Die Symbole kleinerer Einzelgruppen sind weg und weichen den <a href="http://fm4.orf.at/stories/1630935/">gemeinsamen Plakaten und Icons</a>. Mobilisiert wird über das gemeinsame Programm, das sich in einem Forderungskatalog widerspiegelt, der noch lange nicht final ist.</p>
<p>Aus der Ideologie entwickelt sich Politik &#8211; was ohne verknöcherte Parolendrescher (die sich unter interessierten Menschen mit einer Wortmeldung eh selbst unglaubwürdig machen) so spannend ist, dass zehntausende Menschen es täglich sehen wollen. Die Audimaxismus-Bewegung trägt dazu bei, dass diese Begriffe aus dem Griff jener befreit werden, die die dahinterstehenden Prinzipien absurd verunstaltet haben.</p>
<p>Die Ideologie muss nicht raus aus dem Audimax, das geht überhaupt nicht. Es sollte vielmehr weiter gemeinsam daran gearbeitet werden.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2583&amp;md5=2277f26ebf449143b26cef34b6614808" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Anti-Flag spielt &#8220;Should I Stay Or Should I Go&#8221; im Audimax (Videos)</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/01/anti-flag-spielt-should-i-stay-or-should-i-go-im-audimax-video/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2009/11/01/anti-flag-spielt-should-i-stay-or-should-i-go-im-audimax-video/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 22:07:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Justin Sane von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Flag">Anti-Flag&#8230;</a> spielte heute aus Solidarität mit den mittlerweile internationalen Bildungsprotesten im Audimax das The Clash-Lied &#8220;Should I Stay Or Should I Go&#8221;. Er brachte viel Klopapier mit, damit wir es auch noch lange aushalten. Wieder war der]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Justin Sane von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Flag">Anti-Flag</a> spielte heute aus Solidarität mit den mittlerweile internationalen Bildungsprotesten im Audimax das The Clash-Lied &#8220;Should I Stay Or Should I Go&#8221;. Er brachte viel Klopapier mit, damit wir es auch noch lange aushalten. Wieder war der Saal zum Bersten voll. Und die Antwort der berühmten Punk-Band aus den Vereinigten Staaten auf die im Song gestellte Frage war auch eindeutig: &#8220;Stay!&#8221;. <span id="more-2598"></span></p>
<p><center><object width="530" height="320"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Zv_4TxZmPrs&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Zv_4TxZmPrs&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="530" height="320"></embed></object></p>
<p><object width="530" height="320"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/TLHR78tqwr4&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/TLHR78tqwr4&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="530" height="320"></embed></object></center></p>
<p>Ein weiterer kultureller Höhepunkt der Proteste. Nachdem bereits gestern der Film &#8220;Bock for President&#8221; auf der improvisierten und offiziellen Erweiterung Viennale im völlig überlaufenen Audimax seine Weltpremiere feierte und Ja, Panik bei der Demo-Abschlusskundgebung am Mittwoch spielte. </p>
<p>Jetzt wird auf einen österreich- und deutschlandweiten Aktionstag am Donnerstag hingearbeitet. </p>
<p>PS: Ändern wir die offizielle Audimax-Sprache in Englisch. Klingt echt einfach immer besser. <img src='http://zurpolitik.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2598&amp;md5=9b623058b40c66abc50b284e14cb1441" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zu den Livestream-Debatten im Audimax</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 23:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Besetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
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		<description><![CDATA[Weil es gerade so traurig aktuell ist, poste ich im Folgenden den Text der paar Plakate, die ich vor einigen Tagen als Reaktion auf <a href="http://nacaseven.wordpress.com/2009/10/30/die-gestreamte-revolution-und-die-demo/">dieses hier&#8230;</a> im Audimax aufhängte. Wenn ihn jemand noch ein paar mal ausdrucken und im Saal]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil es gerade so traurig aktuell ist, poste ich im Folgenden den Text der paar Plakate, die ich vor einigen Tagen als Reaktion auf <a href="http://nacaseven.wordpress.com/2009/10/30/die-gestreamte-revolution-und-die-demo/">dieses hier</a> im Audimax aufhängte. Wenn ihn jemand noch ein paar mal ausdrucken und im Saal sichtbarer machen möchte, hier ist ein <a href="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/twitterrevolution.pdf">PDF</a>.</p>
<p><strong>Die Revolution WIRD getwittert, gestreamt &#038; gefacebooked</strong><span id="more-2585"></span></p>
<p>Es haben sich in den letzten Tagen Stimmen gegen die Art der Internetnutzung erhoben, die nicht unwidersprochen bleiben sollen. Wichtig ist: Ohne diese Art der Nutzung wäre diese historische Mobilisierung von Studierenden nicht möglich.</p>
<p>Zehntausende Menschen in und außerhalb Wiens und Österreichs verfolgen unsere Aktion über das Internet. Sie werden über die Berichte in sozialen Netzwerken, Blogs, Videos und Streams informiert und motiviert sich auch zu erheben. <strong>Die neuen Technologien sind die Infrastruktur dieses dezentralen und mittlerweile international beachteten Bildungsprotests und stellen sicher, dass auch eine Zerschlagung nicht sein Ende wäre. </strong></p>
<p>Natürlich muss man den expliziten Wunsch von Leuten respektieren, nicht einzeln abgebildet zu werden. Aber dies ist ein öffentlicher Massenprotest und jede/n einzeln zu fragen ist nicht praktikabel. Viele große Medien tragen den Protest (noch) nicht mit. <strong>Erschweren wir nicht denen, die unsere eigene Massen-Öffentlichkeit herstellen die Arbeit.</strong></p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Es ist auch ohne Internetstream allen GegnerInnen dieses offenen Protests möglich, herzukommen und so an die notwendigen Informationen zu gelangen. Vielleicht sind zum Beispiel längst ZivilpolizistInnen unter uns. Das Internet schafft keine echten Zusatzmöglichkeiten für die GegnerInnen. <strong>Es stärkt die Vernetzung und Verständigung unter den Befürwortern.</strong></p>
<p>Wir neigen dazu Chancen zu unter- und Gefahren zu überschätzen. <strong>Keine Macht der Angst!</strong></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2585&amp;md5=5b5ae8344f892b84fe554d719d20aede" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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