Beiträge zu "Deutschland"
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Das Ende einer Debatte: Die Deutschen überschwemmen “uns” nicht
33 K., Tom Schaffer, 3. November 2009
Im Wintersemester 2008 studierten in Österreich 15.295 ordentliche Studierende aus Deutschland. An deutschen Universitäten und Fachhochschulen studierten insgesamt 7.014 Österreicher. (Quelle) Das bedeutet: 0,018% der Deutschen studieren in Österreich, jedoch studieren 0,084% der ÖsterreicherInnen in Deutschland.
Verhältnismäßig studieren also 4,6 Mal mehr ÖsterreicherInnen in Deutschland als umgekehrt. Die absolute Differenz (weil Deutschland ja zehn Mal größer ist) sind läppische 8.000 Studierende. Würde Deutschland die Studiengebühren dieser Menschen überweisen, würde das das österreichische Budget um hammermäßige 3 Millionen Euro auffetten. Das sind 0,0008% des BIP. Wo ist das verdammte Problem?
P.S.: Mit der Uni Heidelberg hat sich jetzt erstmals eine deutsche Uni mit Aktionen an #unibrennt beteiligt. Zwei Hörsäle sind zur Stunde besetzt.
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Umgang der deutschen Piratenpartei-Anhänger mit Geschichtsrevisionismus [Update]
28 K., Tom Schaffer, 20. July 2009

Update, 20.7.: Die deutsche Piratenpartei enthob Bodo Thiesen nun seiner Ämter und leitete ein Ausschlussverfahren gegen ihn ein. (Quelle)
Original, 5.7.: Bodo Thiesen, laut @berlinintern Ex-Vorstand der deutschen Piratenpartei und heute “einflussreiches Mitglied”, ist ein Revisionist. Das stellt die junge Partei natürlich vor ein Problem, die seit kurzem auch im deutschen Bundestag sitzt (mit einem im Bezug auf Internetsperren und Kinderpornographie umstrittenen Ex-SPD-Mandatar), im Herbst auch antreten will um über Wahlen in diese Institution zu kommen und mittlerweile fast 2.500 Mitglieder hat. (more…)
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Berlin – Kleine Geschichten der Globalisierung #1
4 K., Tom Schaffer, 17. November 2008

Seit Freitag verweile ich in Berlin zu Besuch bei Pezi. Neben dem obligaten Sightseeing und der Erkundung einiger Lokale (Moses Hell Fire BBQ Burger im White Trash mit Fucking Fries) nutze ich die Zeit vor allem um ein wenig zu entspannen und Eindrücke zu sammeln. Wenn man zu lange von einem Ort nicht weg kommt, verliert man logischerweise den Blick von außen. Demnach war ich zuletzt vielleicht etwas zu lange in Wien. (more…)
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Kommerz verdrängt Alternativszene in Berlin
15 K., Petra Köstinger, 14. October 2008

Berlin ist eine Stadt der Gegensätze. Berlin ist aber auch eine Stadt mitten im Wandel. Auf einer Free Alternative Tour dieses Wochenende wurde mir dies noch um einiges deutlicher. All die heute noch/wieder besetzen Häusern etwa (manche legal, manche illegal – jedoch überall unter extremen Lebensbedingungen), wie der schwarze Kanal, das Köpi- sowie das RAW-Areal, werden in den nächsten Jahren zunehmend verschwinden – teilweise paradoxerweise durch Nobel-Suiten oder Unterhaltungs-Zentren ersetzt werden. Nichts soll mehr darin erinnern. (more…)
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Wütender Marcel Reich-Ranicki weist Fernsehpreis von sich
13 K., Tom Schaffer, 13. October 2008
Warum gibt es so einen Helden in Österreich nicht?
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Hamburg – Unaufgeregte Todesnähe
9 K., Tom Schaffer, 6. April 2008
Hamburg ist cool, aber seine Bevölkerung dürfte ein Problem mit Erektionsstörungen haben. Zumindest habe ich auffällig viel Werbung dafür in der Stadt ausgehängt gesehen, als ich die letzten fünf Tage dort war. Ansonsten würde ich jedem raten, nur 3-4 Tage dort zu verbringen. Dann gehen einem nämlich die Sehenswürdigkeiten aus (zumindest, wenn man nicht in die Museen gehen will). Einen Regenschutz solte man auch dabei haben, und besser etwas mehr in der Mitte des Jahres fahren. Anfang April ist es in Hamburg nass und kalt. (more…)
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Militärische Normalität
4 K., Tom Schaffer, 21. March 2008
In Deutschland wird im Moment darüber diskutiert, ob das Eiserne Kreuz als Ehrenmedaillie zurückkehren soll. Doch das wird nie geschehen. Und das ist gut so. Klar: Die Auszeichnung gab es bereits lange vor Hitler. Doch jene Traditionalisten die sich vom militärischen Ruhm früherer Jahrhunderte noch nicht ganz erholt haben und fordern, das Kreuz deshalb wieder zurück zu holen – es symbolisch von Hitler zu lösen – zeigen nur den alten Verdrängungseffekt, der am liebsten die Jahre des Dritten Reichs ausblenden möchte. Verständlich, aber nicht zulässig. (more…)
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Afghanistan und die deutschen Parteien
0 K., Tom Schaffer, 26. September 2007
Die Grünen haben sich in Deutschland mit ihrer Abstimmung zum Afghanistan-Einsatz in eine schwere Bredoullie gebracht, die ich persönlich sehr bedauerlich finde. Vernünftig ist das nicht. Ganz interessant fand ich aber einen Artikel aus der letztwöchigen Zeit, der mir gerade erst vorhin aufgefallen ist. Er präsentiert eine Umfrage zur Ablehnung der Mission in Afghanistan unter den Wählern einzelnen Parteien:
CDU – 52%
SPD – 64%
Grüne – 52%
FDP – 67%
Eine interventionistische Außenpolitik ist also – wenig verwunderlich – quer durch alle Farben unbeliebt, kurioserweise bei den grünen Wählern am Geringsten. Die Grünen fallen im Vergleich zu den anderen Parteien in diesem Fall wegen ihrer basisdemokratischeren Ausrichtung aus der Reihe. Was ist daraus zu folgern?
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Patriotismus in Deutschland und Österreich
0 K., Tom Schaffer, 18. September 2007
Nach der Hysterie im letzten Sommer rund ums deutsche Fußballnationalteam ist Fahnenschwenken wie der “In” in unserem großen Nachbarland. Mein konservativer Bloggerkollege Frederic Schneider hat deshalb die Seite “Neuer Patriotismus” gestartet und ausgerechnet mich alten Nationalskeptiker um einen Beitrag aus Österreich gebeten. Ihr findet ihn hier.
Nach dem Ersten Weltkrieg glaubte niemand an dieses kleine Land an der Donau. Der großteils deutschsprachige Rest eines einmal großen Vielvölkerreichs stummelte ohne große Perspektiven vor sich hin. Die Sehnsucht nach einen Anschluss an Deutschland war allerorts spürbar. Aber bald sollten jene, die ihn erst herbeigesehnt haben (unter anderem die Sozialdemokraten), ihn verteufeln und ablehnen. Nach einer relativ kurzen Zeit eines selbsterzeugten Faschismus, kam es trotzdem dazu – Hitler annektierte ein Land, das von den Austrofaschisten bereits ganz gut Nazi-kompatibel gemacht wurde. Später sollten die österreichischen Geschichtsschreiber das Land als erstes Opfer des deutschen Aggressors verklären – die jubelnden Massen, die mordenden Pöbel, die Pogrome und die begeisterten Nazis wurden aus dem Gedächtnis gestrichen.
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G8 erwägen Rettung der Welt
1 K., Tom Schaffer, 8. June 2007
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Im Wintersemester 2008 studierten in Österreich 15.295 ordentliche Studierende aus Deutschland. An deutschen Universitäten und Fachhochschulen studierten insgesamt 7.014 Österreicher. (Quelle) Das bedeutet: 0,018% der Deutschen studieren in Österreich, jedoch studieren 0,084% der ÖsterreicherInnen in Deutschland.
Verhältnismäßig studieren also 4,6 Mal mehr ÖsterreicherInnen in Deutschland als umgekehrt. Die absolute Differenz (weil Deutschland ja zehn Mal größer ist) sind läppische 8.000 Studierende. Würde Deutschland die Studiengebühren dieser Menschen überweisen, würde das das österreichische Budget um hammermäßige 3 Millionen Euro auffetten. Das sind 0,0008% des BIP. Wo ist das verdammte Problem?
P.S.: Mit der Uni Heidelberg hat sich jetzt erstmals eine deutsche Uni mit Aktionen an #unibrennt beteiligt. Zwei Hörsäle sind zur Stunde besetzt.

Update, 20.7.: Die deutsche Piratenpartei enthob Bodo Thiesen nun seiner Ämter und leitete ein Ausschlussverfahren gegen ihn ein. (Quelle)
Original, 5.7.: Bodo Thiesen, laut @berlinintern Ex-Vorstand der deutschen Piratenpartei und heute “einflussreiches Mitglied”, ist ein Revisionist. Das stellt die junge Partei natürlich vor ein Problem, die seit kurzem auch im deutschen Bundestag sitzt (mit einem im Bezug auf Internetsperren und Kinderpornographie umstrittenen Ex-SPD-Mandatar), im Herbst auch antreten will um über Wahlen in diese Institution zu kommen und mittlerweile fast 2.500 Mitglieder hat. (more…)

Seit Freitag verweile ich in Berlin zu Besuch bei Pezi. Neben dem obligaten Sightseeing und der Erkundung einiger Lokale (Moses Hell Fire BBQ Burger im White Trash mit Fucking Fries) nutze ich die Zeit vor allem um ein wenig zu entspannen und Eindrücke zu sammeln. Wenn man zu lange von einem Ort nicht weg kommt, verliert man logischerweise den Blick von außen. Demnach war ich zuletzt vielleicht etwas zu lange in Wien. (more…)

Berlin ist eine Stadt der Gegensätze. Berlin ist aber auch eine Stadt mitten im Wandel. Auf einer Free Alternative Tour dieses Wochenende wurde mir dies noch um einiges deutlicher. All die heute noch/wieder besetzen Häusern etwa (manche legal, manche illegal – jedoch überall unter extremen Lebensbedingungen), wie der schwarze Kanal, das Köpi- sowie das RAW-Areal, werden in den nächsten Jahren zunehmend verschwinden – teilweise paradoxerweise durch Nobel-Suiten oder Unterhaltungs-Zentren ersetzt werden. Nichts soll mehr darin erinnern. (more…)
Warum gibt es so einen Helden in Österreich nicht?
Hamburg ist cool, aber seine Bevölkerung dürfte ein Problem mit Erektionsstörungen haben. Zumindest habe ich auffällig viel Werbung dafür in der Stadt ausgehängt gesehen, als ich die letzten fünf Tage dort war. Ansonsten würde ich jedem raten, nur 3-4 Tage dort zu verbringen. Dann gehen einem nämlich die Sehenswürdigkeiten aus (zumindest, wenn man nicht in die Museen gehen will). Einen Regenschutz solte man auch dabei haben, und besser etwas mehr in der Mitte des Jahres fahren. Anfang April ist es in Hamburg nass und kalt. (more…)
In Deutschland wird im Moment darüber diskutiert, ob das Eiserne Kreuz als Ehrenmedaillie zurückkehren soll. Doch das wird nie geschehen. Und das ist gut so. Klar: Die Auszeichnung gab es bereits lange vor Hitler. Doch jene Traditionalisten die sich vom militärischen Ruhm früherer Jahrhunderte noch nicht ganz erholt haben und fordern, das Kreuz deshalb wieder zurück zu holen – es symbolisch von Hitler zu lösen – zeigen nur den alten Verdrängungseffekt, der am liebsten die Jahre des Dritten Reichs ausblenden möchte. Verständlich, aber nicht zulässig. (more…)
Die Grünen haben sich in Deutschland mit ihrer Abstimmung zum Afghanistan-Einsatz in eine schwere Bredoullie gebracht, die ich persönlich sehr bedauerlich finde. Vernünftig ist das nicht. Ganz interessant fand ich aber einen Artikel aus der letztwöchigen Zeit, der mir gerade erst vorhin aufgefallen ist. Er präsentiert eine Umfrage zur Ablehnung der Mission in Afghanistan unter den Wählern einzelnen Parteien:
CDU – 52%
SPD – 64%
Grüne – 52%
FDP – 67%
Eine interventionistische Außenpolitik ist also – wenig verwunderlich – quer durch alle Farben unbeliebt, kurioserweise bei den grünen Wählern am Geringsten. Die Grünen fallen im Vergleich zu den anderen Parteien in diesem Fall wegen ihrer basisdemokratischeren Ausrichtung aus der Reihe. Was ist daraus zu folgern?
Nach der Hysterie im letzten Sommer rund ums deutsche Fußballnationalteam ist Fahnenschwenken wie der “In” in unserem großen Nachbarland. Mein konservativer Bloggerkollege Frederic Schneider hat deshalb die Seite “Neuer Patriotismus” gestartet und ausgerechnet mich alten Nationalskeptiker um einen Beitrag aus Österreich gebeten. Ihr findet ihn hier.
Nach dem Ersten Weltkrieg glaubte niemand an dieses kleine Land an der Donau. Der großteils deutschsprachige Rest eines einmal großen Vielvölkerreichs stummelte ohne große Perspektiven vor sich hin. Die Sehnsucht nach einen Anschluss an Deutschland war allerorts spürbar. Aber bald sollten jene, die ihn erst herbeigesehnt haben (unter anderem die Sozialdemokraten), ihn verteufeln und ablehnen. Nach einer relativ kurzen Zeit eines selbsterzeugten Faschismus, kam es trotzdem dazu – Hitler annektierte ein Land, das von den Austrofaschisten bereits ganz gut Nazi-kompatibel gemacht wurde. Später sollten die österreichischen Geschichtsschreiber das Land als erstes Opfer des deutschen Aggressors verklären – die jubelnden Massen, die mordenden Pöbel, die Pogrome und die begeisterten Nazis wurden aus dem Gedächtnis gestrichen.

