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		<title>Die Kindheit wird abgeholzt</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 09:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Waldlauf zeigt den dramatischen, versteckten Preis unseres steigenden Bedarfs an nicht-erneuerbarer Energie - Ein weinerliches Bedauern von Tom Schaffer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gestehe, die Überschrift dramatisiert die Lage etwas. Aber es gibt da <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uGgNT22xx2s" target="_blank">diese gleichnamige Folge</a> von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wunderbare_Jahre" target="_blank">Wunderbare Jahre</a>&#8220;, in der der Spielplatz von Kevin &#038; Co. im Wald wegen der Errichtung eines Einkaufszentrums abgerissen wird. Einen ähnlichen Moment erlebte ich kürzlich. <span id="more-4780"></span></p>
<p>Als Student in Wien komme ich ja nicht mehr allzu oft nach hause in die Steiermark. Und so staunte ich nicht schlecht, als ich vor einigen Monaten von der Errichtung einer <a href="http://www.woche.at/obersteiermark/aktuell/1739/" target="_blank">Erdgas-Pipeline mitten durch unsere Gemeinde</a> erfuhr. Das Projekt geriet (bei mir) wieder in Vergessenheit, ehe es zu Pfingsten bei meinem Waldlauf mit brutaler Überraschung wieder auftauchte. 158 Höhenmeter hatte ich sportlich-heldenhaft überwunden, als mich in Erwartung einer Kurve im Waldweg die Erkenntnis traf, dass sowohl Kurve als auch Waldweg weg waren.</p>
<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/wald3.jpg" alt="" title="" width="630" height="354" class="alignleft size-full wp-image-4785" /></p>
<p>An dieser Stelle stand einst ein Bankerl, auf dem wir früher gern zu sitzen pflegten. Als kleines Kind bekam ich genau dort von meinem Opa die einzige &#8220;gsunde Watschn&#8221; meines Lebens (ich erinnere mich zugegeben mehr an die Erzählungen davon, als an die Aktion selbst), weil ich unbeirrbar in eine andere Richtung gehen wollte, als er. Zwar wird die umgegrabene Fläche <a href="http://www.woche.at/obersteiermark/aktuell/2091/" target="_blank">großteils wieder begrünt</a>, doch das Platzerl ist und bleibt in seiner gewohnten Form weg. </p>
<p>Nun bin ich kein Mensch, der seine Welt am liebsten in einem Museum konservieren möchte. Doch mit der ganzen Macht des schlechten Pathos gesagt: Ein Ort vermeintlich prägender Erlebnisse, zielstrebig ausgelöscht von einem insgesamt 200 Kilometer langen Rohr-Monster, das alleine in der Steiermark 90 Millionen Euro kostet (und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Energie_Steiermark" target="_blank">EStAG</a> anscheinend <a href="http://steiermark.orf.at/stories/210763">nur 80 kosten sollte</a>). Die vielleicht schlimmste Seite unseres steigenden Energiebedarfs. </p>
<p>Ach, wäre es doch wenigstens ein Windkraftwerk gewesen &#8230; <img src='http://zurpolitik.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/wald4.jpg" alt="" title="" width="630" height="354" class="alignleft size-full wp-image-4788" /></p>
<p><em><strong>PS: Ich würde mich sehr freuen, würdet ihr <a href="http://clickaboutit.net/entries/51502" target="_blank">meinen Beitrag zum Foto-Wettbewerb Click About It</a> mit einer schnellen Stimme unterstützen.</strong></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=4780&amp;md5=377da20c8c5de96ccbc64880a29e2b8e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>#unibrennt: Das Audimax ist leer</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/12/21/unibrennt-das-audimax-ist-leer/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 14:50:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[61 Tage lang war das Wiener Audimax besetzt. Jetzt räumte es das Rektorat knapp vor Weihnachten. Die ersten 1 bis 1,5 Monate war ich nahezu täglich viele Stunden dort. Am Tag der Räumung war ich erstmals seit drei Monaten nicht&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>61 Tage lang war das Wiener Audimax besetzt. Jetzt räumte es das Rektorat knapp vor Weihnachten. Die ersten 1 bis 1,5 Monate war ich nahezu täglich viele Stunden dort. Am Tag der Räumung war ich erstmals seit drei Monaten nicht mehr in Wien. Die Aktion des Rektorats war letztklassig. Kurz vor einer politischen Einigung, wie das Audimax ohnehin freigegeben würde, griff Rektor Winckler zu dieser Methode &#8211; bedrängt von den konservativen Parteien. Die Vorwürfe der schlechter werdenden Sicherheitslage sind natürlich reiner Humbug. Der Zeitpunkt ist einfach sehr geschickt gewählt. <span id="more-2777"></span></p>
<p>Heute sind nicht mehr viele Menschen in Wien. Die Ferien haben begonnen. Noch vor einer Woche wäre die Polizei bei einer Räumung vor 1000 Menschen gestanden. Neben den Ferien ging der Besetzung nach so langer Zeit natürlich auch die Luft aus. Die Regierungsparteien und auch die Unileitung haben den Aufschrei einer mitunter verzweifelten Studierendenschaft &#8220;erfolgreich&#8221; ausgesessen und so jegliches Vertrauen einer extrem aufgeschlossenen und pragmatischen Bewegung erst missbraucht und dann verspielt. </p>
<p>[ad#ad-1]<a href="http://zurpolitik.com/2009/11/27/unibrennt-auf-twitter/">#unibrennt</a> war für mich aber schon etwas davor zu Ende. Nach vielen Wochen in denen ich mit Studium, Arbeit, Leben und Protest enormem Stress ausgesetzt war, ging mit Mitte Dezember die Lust aus. Als ich da zum letzten Mal anwesend war war die Stimmung bereits im Eimer. Statt über wichtige Dinge zu diskutieren, starteten einige wieder Debatten über den Livestream, andere verweigerten sich der Diskussion um eine Exit-Strategie, bließen nur Platitüden hinaus. Es war zu diesem Zeitpunkt bereits länger absehbar, dass die Zeit der vernünftigen Kräfte vorbei war und mangels frischer Energiezufuhr auch nicht mehr kommen würde. Dass es anscheinend trotzdem zu einer politischen Lösung hätte kommen können, ist umso erstaunlicher.</p>
<p>Das Rektorat verzichtete aber darauf, so zu einem gemeinsamen Erfolg zu kommen. Nach all der Zeit in der man nicht genau wusste, wo es in der ganzen Sache überhaupt steht, ist der Schleier nun ab. Es wurde eben auf den richtigen Moment gewartet, um das lästige Problem los zu werden.</p>
<p>Ich war ob dieser Abwärtstendenz der Bewegung zeitweise frustriert, hab es ihr aber als Ganzes nicht übel genommen. Es war nicht anzunehmen, dass man dauerhaft und endlos gegen das verkrustete und rein abwehrende politische System durchhalten wird. Das sitzt am längeren Ast. Und obwohl es nun wahrscheinlich fürs Erste die Proteste hinter sich hat, ist es der größte Verlierer der Auseinandersetzung.</p>
<p>Denn dieses schlechte &#8220;offizielle&#8221; Ende (der C1 ist wie viele Hörsäle in Österreich und Europa noch besetzt) soll nicht darüber hinweg täuschen, dass es einige Erfolge zu verzeichnen gab. Viele betreffen einen leichten Shift in der politischen Kultur. Österreich galt als ein Land in dem jährliche Streiks in Minuten gezählt werden, wo kein Mensch den Arsch hoch bekommt und man mit einer progressiven Thematik die Medien wenn überhaupt berühren bestenfalls gegen sich bringen kann. Falsch. </p>
<p>Die Studierenden haben wie selten zuvor eine parteilose Gruppierung 5-6 Wochen lang die Schlagzeilen und Medien dominiert. Zeitweise sogar unterstützt vom Boulevard. Positive Kommentare reichten bis hinein ins Herz der Progressiven- und Intellektuellenfeindlichkeit, dessen Name nicht genannt werden muss. Die Berichterstattung war in vielen Fällen eine mittlere Katastrophe und ein realistisches Zeugnis des österreichischen Journalismus. Aber dass sie überhaupt da war, ist ein Erfolg, den noch nach dem ersten Wochenende der Besetzung ganz und gar niemand kommen sah. </p>
<p>Durch die permanente Thematisierung mussten sich Medien und PolitikerInnen zumindest positionieren. Dass in der ÖVP die breite Masse nach der Polizei ruft, wenn sie mit einer Situation nicht zurecht kommt, wissen wir jetzt. Dass die SPÖ zwar eh schön redet, aber jede noch so aufgelegte Chance verstreichen lässt, um ihre eigentlichen Themen in Schwung zu bekommen, ist nicht neu. Und wir erfuhren auch, dass die Presse <del>als Qualitätszeitung</del> sich nicht zu schade ist, friedliche Studierende auch mal <a href="http://diepresse.com/blog/dirtycampaigning/entry/die_freak_show_an_der">als &#8220;Freaks&#8221; zu beschimpfen</a> gegen die man &#8220;endlich einschreiten&#8221; soll (29. Oktober!). Da zeigt der Reaktionäre sein hübsches Gesicht. Ist doch auch schön, nicht wahr? </p>
<p>Aber lassen wir die schlechten Clowns beiseite und wenden wir uns wichtigerem zu. Es gab endlich ein demonstratives <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/27/es-ist-unsere-uni/">politisches Erwachen</a> einer Generation, die <a href="http://zurpolitik.com/2009/09/01/uber-meine-und-andere-generationen-sprechen-mit-ein-bisschen-wut/">seit Jahren von den Alten verunglimpft, beschimpft und gedemütigt wird</a>. Und um diese geistig Erstarrten besonders hart zu bestrafen, war <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/10/jugendliche-faul-und-uninteressiert/">dieses Erwachen</a> auch noch sympathisch. Dialogorientiert, friedlich, pragmatisch und obwohl äußerst inhomogen doch <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/02/ideologie-und-politik-im-audimax/">mit festen Werten</a> einer solidarischen Gesellschaft verwurzelt. Irgendwann griff der Spin und die Strategie der sündteuren Parteiapparate natürlich auch in der Öffentlichkeit, aber wer hätte bis dahin gedacht, dass die Besetzung eines Hörsaals durch protestierende Studierende in Österreich auf mehrheitliche Zustimmung trifft?</p>
<p>In Wien waren dann gar <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/29/uber-die-zahl-der-protesierenden/">40</a>-<a href="http://zurpolitik.com/2009/10/28/50-000-menschen-demonstrieren-in-wien-gegen-bildungsabbau-video/">50.000 Menschen</a> auf der Straße, in den größten Demonstrationen seit der Angelobung der rechtsrechten &#8220;Wenderegierung&#8221;, die den ganzen Schlamassel schlussendlich auch zu verantworten hat. </p>
<p>Von einzelnen PolitikerInnen über ganze Landtage bis zum ÖGB waren Solidaritätsbekundungen breit gestreut. Von SchülerInnen über Lehrende bis zu den KindergärtnerInnen. Endlich wurde <a href="http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/">der zerstreute Bildungs-Protest</a> ein Stückchen geeint. Irgendwo war da etwas von Erleichterung bei vielen zu spüren, dass Österreich <a href="http://zurpolitik.com/2009/06/23/2009-das-jahr-in-dem-osterreich-kippt/">eben nicht zwingend ins Reaktionäre kippt</a>, sondern dass sich dagegen auch Massen stemmen. </p>
<p>Auch die Bildung wurde angekurbelt. Nämlich jene der tausenden, die sich aktiv an den Protesten beteiligt haben. Jene die Zeitungen gegründet und geführt, Pressebüros aufgebaut, Veranstaltungen organisiert, koordinieren, debattieren und Twitter zu nutzen gelernt, die spannendende und hässliche Seite von Politik hautnah erlebt oder auch einfach ein paar neue Freunde gefunden haben. Alls das haben jene verpasst, die über die ganze Bewegung lieber schimpften, statt sie in ihrem Sinn mitzugestalten. Die AGler halt.</p>
<p>Am Ende erwähnt seien auch die Dinge, die sich in Bezug auf die Forderungen von #unibrennt verbessert haben. Nicht nur die läppischen 34 Millionen Euro Notgroschen, die unser Superwissenschaftsminister plötzlich doch für die Unis übrig hatte. (Der, der für das Auslösen <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/10/unsere-unis-eine-karte/">europaweiter Studierendenproteste</a> mit einem Job in Brüssel belohnt wurde.) Auch die Überprüfung der Curricula auf Universitätsebene wäre anders vermutlich nicht zustande gekommen. </p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a> Die junge Generation hat ihre Stärken so gnadenlos ausgespielt, dass die Politik davon überrannt und in all ihrer Erstarrtheit bloßgestellt wurde. Ein Politikwechsel und eine komplette Systemreform wurden in ihrer Dringlichkeit offensichtlich. Bis heute, zwei Monate nach dem ersten Schock der ausgebrochenen Besetzung, spricht niemand in der Politik über ein bildungspolitisches Ziel für Österreich. Da werden Nebenschauplätze eröffnet um abzulenken, da wird geschwiegen und gnadenlos gelogen um die #unibrennt-Bewegung anzupatzen. Aber wohin Österreich in der Bildung oder gar als Gesellschaft will? No comment!</p>
<p>Auch wenn man all diese Dinge die ich als Erfolg sehe, gar nicht als Erfolg akzeptiert. Man muss doch einsehen, dass auch die beste Protestbewegung nichts für die verkalkten PolitikerInnen kann, die sie ignorieren. </p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2777&amp;md5=03d43b451b20cb56df5e2a94231e5a12" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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wir+uns+wichtigerem+zu.+Es+gab+endlich+ein+demonstratives+politisches+Erwachen+einer+Generation%2C+die+seit+Jahren+von+den+Alten+verunglimpft%2C+beschimpft+und+gedem%C3%BCtigt+wird.+Und+um+diese+geistig+Erstarrten+besonders+hart+zu+bestrafen%2C+war+dieses+Erwachen+auch+noch+sympathisch.+Dialogorientiert%2C+friedlich%2C+pragmatisch+und+obwohl+%C3%A4u%C3%9Ferst+inhomogen+doch+mit+festen+Werten+einer+solidarischen+Gesellschaft+verwurzelt.+Irgendwann+griff+der+Spin+und+die+Strategie+der+s%C3%BCndteuren+Parteiapparate+nat%C3%BCrlich+auch+in+der+%C3%96ffentlichkeit%2C+aber+wer+h%C3%A4tte+bis+dahin+gedacht%2C+dass+die+Besetzung+eines+H%C3%B6rsaals+durch+protestierende+Studierende+in+%C3%96sterreich+auf+mehrheitliche+Zustimmung+trifft%3F%0D%0A%0D%0AIn+Wien+waren+dann+gar+40-50.000+Menschen+auf+der+Stra%C3%9Fe%2C+in+den+gr%C3%B6%C3%9Ften+Demonstrationen+seit+der+Angelobung+der+rechtsrechten+%22Wenderegierung%22%2C+die+den+ganzen+Schlamassel+schlussendlich+auch+zu+verantworten+hat.+%0D%0A%0D%0AVon+einzelnen+PolitikerInnen+%C3%BCber+ganze+Landtage+bis+zum+%C3%96GB+waren+Solidarit%C3%A4tsbekundungen+breit+gestreut.+Von+Sch%C3%BClerInnen+%C3%BCber+Lehrende+bis+zu+den+Kinderg%C3%A4rtnerInnen.+Endlich+wurde+der+zerstreute+Bildungs-Protest+ein+St%C3%BCckchen+geeint.+Irgendwo+war+da+etwas+von+Erleichterung+bei+vielen+zu+sp%C3%BCren%2C+dass+%C3%96sterreich+eben+nicht+zwingend+ins+Reaktion%C3%A4re+kippt%2C+sondern+dass+sich+dagegen+auch+Massen+stemmen.+%0D%0A%0D%0AAuch+die+Bildung+wurde+angekurbelt.+N%C3%A4mlich+jene+der+tausenden%2C+die+sich+aktiv+an+den+Protesten+beteiligt+haben.+Jene+die+Zeitungen+gegr%C3%BCndet+und+gef%C3%BChrt%2C+Presseb%C3%BCros+aufgebaut%2C+Veranstaltungen+organisiert%2C+koordinieren%2C+debattieren+und+Twitter+zu+nutzen+gelernt%2C+die+spannendende+und+h%C3%A4ssliche+Seite+von+Politik+hautnah+erlebt+oder+auch+einfach+ein+paar+neue+Freunde+gefunden+haben.+Alls+das+haben+jene+verpasst%2C+die+%C3%BCber+die+ganze+Bewegung+lieber+schimpften%2C+statt+sie+in+ihrem+Sinn+mitzugestalten.+Die+AGler+halt.%0D%0A%0D%0AAm+Ende+erw%C3%A4hnt+seien+auch+die+Dinge%2C+die+sich+in+Bezug+auf+die+Forderungen+von+%23unibrennt+verbessert+haben.+Nicht+nur+die+l%C3%A4ppischen+34+Millionen+Euro+Notgroschen%2C+die+unser+Superwissenschaftsminister+pl%C3%B6tzlich+doch+f%C3%BCr+die+Unis+%C3%BCbrig+hatte.+%28Der%2C+der+f%C3%BCr+das+Ausl%C3%B6sen+europaweiter+Studierendenproteste+mit+einem+Job+in+Br%C3%BCssel+belohnt+wurde.%29+Auch+die+%C3%9Cberpr%C3%BCfung+der+Curricula+auf+Universit%C3%A4tsebene+w%C3%A4re+anders+vermutlich+nicht+zustande+gekommen.+%0D%0A%0D%0A+Die+junge+Generation+hat+ihre+St%C3%A4rken+so+gnadenlos+ausgespielt%2C+dass+die+Politik+davon+%C3%BCberrannt+und+in+all+ihrer+Erstarrtheit+blo%C3%9Fgestellt+wurde.+Ein+Politikwechsel+und+eine+komplette+Systemreform+wurden+in+ihrer+Dringlichkeit+offensichtlich.+Bis+heute%2C+zwei+Monate+nach+dem+ersten+Schock+der+ausgebrochenen+Besetzung%2C+spricht+niemand+in+der+Politik+%C3%BCber+ein+bildungspolitisches+Ziel+f%C3%BCr+%C3%96sterreich.+Da+werden+Nebenschaupl%C3%A4tze+er%C3%B6ffnet+um+abzulenken%2C+da+wird+geschwiegen+und+gnadenlos+gelogen+um+die+%23unibrennt-Bewegung+anzupatzen.+Aber+wohin+%C3%96sterreich+in+der+Bildung+oder+gar+als+Gesellschaft+will%3F+No+comment%21%0D%0A%0D%0AAuch+wenn+man+all+diese+Dinge+die+ich+als+Erfolg+sehe%2C+gar+nicht+als+Erfolg+akzeptiert.+Man+muss+doch+einsehen%2C+dass+auch+die+beste+Protestbewegung+nichts+f%C3%BCr+die+verkalkten+PolitikerInnen+kann%2C+die+sie+ignorieren.+&amp;tags=Bildung%2CErlebnis%2CInnenpolitik%2CJugend%2CProtest%2CUni%2Cblog" 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		<title>ATV &#8220;Am Punkt&#8221; zum Thema Studierendenproteste</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/05/atv-am-punkt-zum-thema-studierendenproteste/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 23:58:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier der Mitschnitt der sehr gelungenen &#8220;ATV Am Punkt&#8221;-Sendung mit Liveeinstiegen aus dem Audimax. Ich habe mich auch zum Thema Studiengebühren zu Wort gemeldet (ab Minute 36:50). Kurzgehaltene Live-Statements zu einem komplexen Thema in einem emotional aufgeheizten Raum sind gar&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier der Mitschnitt der sehr gelungenen &#8220;ATV Am Punkt&#8221;-Sendung mit Liveeinstiegen aus dem Audimax. Ich habe mich auch zum Thema Studiengebühren zu Wort gemeldet (ab Minute 36:50). Kurzgehaltene Live-Statements zu einem komplexen Thema in einem emotional aufgeheizten Raum sind gar nicht so einfach.<span id="more-2634"></span></p>
<p><center><object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" id="EmbedPlayer" width="400" height="350" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab"><param name="movie" value="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="FlashVars" value="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=410627&amp;activeClipId=496791"><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="allowFullscreen" value="true" /><embed src="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" quality="high" bgcolor="#FFFFFF" width="400" height="350" name="EmbedPlayer" align="middle" play="true" loop="false" quality="high" allowScriptAccess="sameDomain" allowFullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" flashvars="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=410627&amp;activeClipId=496791" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer"></embed></object><br /><a href="http://atv.at/contentset/410627-Am%20Punkt/496791/0">Am Punkt</a> auf <a href="http://www.atv.at">ATV.at</a></center></p>
<p>(<a href="http://atv.at/contentset/410627-Am%20Punkt">Ganzes Video hier</a>)</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2634&amp;md5=dc3903f060aead743daf9b48257355ba" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Anti-Flag spielt &#8220;Should I Stay Or Should I Go&#8221; im Audimax (Videos)</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 22:07:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Justin Sane von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Flag">Anti-Flag&#8230;</a> spielte heute aus Solidarität mit den mittlerweile internationalen Bildungsprotesten im Audimax das The Clash-Lied &#8220;Should I Stay Or Should I Go&#8221;. Er brachte viel Klopapier mit, damit wir es auch noch lange aushalten. Wieder war der]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Justin Sane von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Flag">Anti-Flag</a> spielte heute aus Solidarität mit den mittlerweile internationalen Bildungsprotesten im Audimax das The Clash-Lied &#8220;Should I Stay Or Should I Go&#8221;. Er brachte viel Klopapier mit, damit wir es auch noch lange aushalten. Wieder war der Saal zum Bersten voll. Und die Antwort der berühmten Punk-Band aus den Vereinigten Staaten auf die im Song gestellte Frage war auch eindeutig: &#8220;Stay!&#8221;. <span id="more-2598"></span></p>
<p><center><object width="530" height="320"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Zv_4TxZmPrs&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Zv_4TxZmPrs&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="530" height="320"></embed></object></p>
<p><object width="530" height="320"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/TLHR78tqwr4&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/TLHR78tqwr4&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="530" height="320"></embed></object></center></p>
<p>Ein weiterer kultureller Höhepunkt der Proteste. Nachdem bereits gestern der Film &#8220;Bock for President&#8221; auf der improvisierten und offiziellen Erweiterung Viennale im völlig überlaufenen Audimax seine Weltpremiere feierte und Ja, Panik bei der Demo-Abschlusskundgebung am Mittwoch spielte. </p>
<p>Jetzt wird auf einen österreich- und deutschlandweiten Aktionstag am Donnerstag hingearbeitet. </p>
<p>PS: Ändern wir die offizielle Audimax-Sprache in Englisch. Klingt echt einfach immer besser. <img src='http://zurpolitik.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2598&amp;md5=9b623058b40c66abc50b284e14cb1441" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Über die Zahl der Protestierenden</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/10/29/uber-die-zahl-der-protesierenden/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 13:06:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In vielen Medien wird (teilweise ausschließlich) die irrwitzige Messung der Polizei wiedergegeben, es wären gestern nur &#8220;tausende&#8221; oder &#8220;zehntausend&#8221; Menschen auf der Straße gewesen. Das Organisationsteam der <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/28/50-000-menschen-demonstrieren-in-wien-gegen-bildungsabbau-video/">Demonstration</a> für &#8220;<a href="http://zurpolitik.com/2009/10/27/es-ist-unsere-uni/">Unsere Uni&#8230;</a>&#8221; spricht von 50.000 Menschen. Im Folgenden eine]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In vielen Medien wird (teilweise ausschließlich) die irrwitzige Messung der Polizei wiedergegeben, es wären gestern nur &#8220;tausende&#8221; oder &#8220;zehntausend&#8221; Menschen auf der Straße gewesen. Das Organisationsteam der <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/28/50-000-menschen-demonstrieren-in-wien-gegen-bildungsabbau-video/">Demonstration</a> für &#8220;<a href="http://zurpolitik.com/2009/10/27/es-ist-unsere-uni/">Unsere Uni</a>&#8221; spricht von 50.000 Menschen. Im Folgenden eine kleine Grafik, warum ich davon ausgehe, dass es zumindest über 40.000 waren. Als jemand, der den Abmarsch von etwa 50.000 aus dem Happel-Stadion, den von einem übervollen Frequency und den von etwa 10.000 aus dem Horr-Stadion erlebt und beobachtet hat, lasse ich mir übrigens den Vorwurf nicht gefallen, ich wüsste nicht, wie so etwas aussieht. Ersteres und zweiteres sind durchaus vergleichbar. <span id="more-2558"></span></p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Die <strong>blaue Linie</strong> ist der rekonstruierte Protestweg (4,5km). Die <strong>rote Linie</strong> die Strecke, über die sich die Demo an ihrem Höhepunkt und Abschluss hinzog (1,5km). Die <strong>grüne Linie</strong> ist der längste von mir überblickbare Bereich gewesen (650m), an dem sich die Demo über die komplette Breite des Rings erstreckte, ich aber <strong>NICHT</strong> den Anfang und das Ende des Zuges sehen konnte. Dies ist also die absolut sicher von mir überblickte Länge des Protests, die nicht seine gesamte Größe darstellt. Den Blick darauf sieht man auch in <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/28/50-000-menschen-demonstrieren-in-wien-gegen-bildungsabbau-video/">meinem kleinen Video von gestern</a> kurz. Der Zusammenschluss mit der Akademie der Bildenden Künste erfolgte übrigens erst später. Vor dem Bildungsministerium berichteten Leute, dass sich die Demo etwa 45 Minuten lang vorbeiwälzte.</p>
<p><center><iframe width="530" height="450" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=116283369278129786033.00047712447099454ad46&amp;ll=48.211605,16.367226&amp;spn=0.012869,0.022745&amp;z=15&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=116283369278129786033.00047712447099454ad46&amp;ll=48.211605,16.367226&amp;spn=0.012869,0.022745&amp;z=15&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">&#8220;Unsere Uni&#8221;-Demo</a> auf einer größeren Karte anzeigen</small></center></p>
<p>Auf diese Informationen und meine Erfahrungen zurückgreifend, halte ich die in den meisten Medien tatsächlich noch ernsthaft genannte Zahl von 10.000 für eine reine Desinformation.</p>
<p><strong>Update:</strong> <a href="http://nacaseven.wordpress.com/2009/10/30/die-gestreamte-revolution-und-die-demo/">Dominik Gubi hat ein super Video gepostet</a>, in dem beschleunigt der gesamte Protestzug (zu Beginn, ohne Akademie und andere später Dazugekommene!) vorbeiläuft. Alle die bisher von 10.000 sprachen, schulden mir hiermit ein Bier.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2558&amp;md5=52bb72838d0ef1bc3535999fd813f53b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>50.000 Menschen demonstrieren in Wien gegen Bildungsabbau (Video)</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 20:48:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Besetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Protest]]></category>
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		<description><![CDATA[Damit hätte niemand gerechnet. Am sechsten Tag der Besetzung des Audimax ging die organisierte Demonstration in Wien über die Bühne. Es kamen ohne eine dahinterstehende Organisation über 50.000 Menschen die sich am Ende der Demo nahezu komplett zwischen Uni (Schottentor&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damit hätte niemand gerechnet. Am sechsten Tag der Besetzung des Audimax ging die organisierte Demonstration in Wien über die Bühne. Es kamen ohne eine dahinterstehende Organisation über 50.000 Menschen die sich am Ende der Demo nahezu komplett zwischen Uni (Schottentor und Schwedenplatz) erstreckten und die vierspurige Straße füllten.  <span id="more-2556"></span></p>
<p><center><object width="530" height="320"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/rfdX6cPTC8I&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/rfdX6cPTC8I&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="530" height="320"></embed></object></center></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2556&amp;md5=c07cce264cc8fb3edc5032d619189ac8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Es ist unsere Uni</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/10/27/es-ist-unsere-uni/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 13:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
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		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon erstaunlich, was ein Kollektiv so alles leisten kann. Dass Basisdemokratie anstrengend sein kann, aber auch erstaunliche Ergebnisse hervorbringt ist, die größte Lehre der mittlerweile sechs Tage andauernden Befreiung des Audimax. Es wäre allein deshalb wichtig, dass Leute&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon erstaunlich, was ein Kollektiv so alles leisten kann. Dass Basisdemokratie anstrengend sein kann, aber auch erstaunliche Ergebnisse hervorbringt ist, die größte Lehre der mittlerweile sechs Tage andauernden Befreiung des Audimax. Es wäre allein deshalb wichtig, dass Leute die all dem skeptisch gegenüber stehen wenigstens hinkommen und es sich einmal wertfrei ansehen. Zu allen Bereichen des Zusammenlebens und des Protests bilden sich Gruppen die Lösungen erarbeiten und sie dann im großen Plenum zur Abstimmung stellen. Dort sitzen die Studierenden schonmal 5 Stunden um auch wirklich alles zu besprechen. Am langen Wochenende nach Mitternacht sitzen weit über tausend Leute im für achthundert Menschen ausgelegten Audimax &#8211; fast dreitausend weitere sitzen vor dem Livestream und sehen zu.<span id="more-2543"></span></p>
<p>[ad#ad-1]Eine solidarisch finanzierte Küche mit kochbegabten KollegInnen versorgt uns. Einzelne Versierte stellen eine technische Infrastruktur auf, an der sich die Uni seit Jahren nicht einmal versucht. Im Internet kann man live dabei sein, auf der Beamerwand werden Liveschaltungen in andere Unis gezeigt und Fragen per Twitter eingebracht. Leute reden mit den Wachleuten, in der Früh hilft man dem Reinigungspersonal, das nicht unter dem Protest leiden soll. Man sieht sich gemeinsam Dokumentationen an. Mittlerweile wird sogar in Gebärdensprache übersetzt. Es werden hochklassige Podiumsdiskussionen und Vorlesungen organisiert, gemeinsam an Dokumentationen und Zeitungen gearbeitet. Es wird gezittert, das niemand etwas Dummes macht. </p>
<p>Studierende mit entsprechender Erfahrung bieten Workshops zu vielerlei Themen an &#8211; etwa wie gewaltfreie Gespräche geführt werden können, oder wie eigentlich die medial mittlerweile völlig ignorierte Lage im Iran ist. Referate über die Geschichte der österreichischen Universitäten oder jene der Burschenschaften werden gehalten, ein Londoner Professor vom King&#8217;s College referiert über die Ökonomisierung der Bildung durch den Bologna-Prozess. Mit Klaus Werner-Lobo diskutiert ein angesehener Globalisierungskritk-Autor auf der Bühne neben Robert Menasse und Isolde Charim über soziale Bewegungen. Robert Misik trägt vor. Längst ist der Betrieb im Audimax besser als das Angebot an der Politikwissenschaft. Für diese Besetzung sollten allen Teilnehmern eigentlich eine Packung an ECTS-Punkten verliehen bekommen.</p>
<p>Studierende sind in der Praxis des Alltags nicht überlebensfähig, lautet die gängige Prämisse der Konservativen. Deshalb stricken sie die Bildung immer mehr zur Ausbildung um und engen den Raum für individuelle Entfaltung ein. Hier ist der Gegenbeweis &#8211; und das macht Hahn und seinen Verbündeten so viel Angst, dass er aus purer Sturheit nicht einmal hinkommen will &#8211; dieser neue von der SPÖ verbrochene EU-Kommissar. In wenigen Tagen ist hier alles so effizient und gesittet strukturiert und professionalisiert, dass es den meisten österreichischen Unternehmen in nichts nachsteht. </p>
<p>Ignoranten schreiben in Foren über linkslinke Blockierer und fühlen ihr längst gefälltes Urteil sich mit jeder kleinen Absurdität oder jedem Fehler bestätigt, dass da alles chaotische Spinner rumrennen und Party machen. Keine/r von ihnen hat bisher auf meine Einladung reagiert, dass ich ihm oder ihr in aller Ruhe zeige würde was wirklich los ist. Dass hier Großteils Linke unterschiedlichster Ausrichtung sind liegt in der Natur zweier Dinge: Zum Einen sind Studierende nach wie vor mehrheitlich links. Get over it! </p>
<p>Zum Anderen kriegen die Rechten ihren Arsch nicht hoch. Sie teilen die Ansicht, dass die Zustände an den Unis für den Hugo sind. Aber statt selbst ihren Beitrag zu leisten, selbst Lösungen zu erarbeiten, in einen Wettstreit der Ideen zu treten &#8211; wie es die tausenden im Audimax tun &#8211; gründen sie Facebookgruppen in denen die Vernünftigen unter ihnen von vorurteilsbeladenen KomplexlerInnen zugemüllt werden. Oder sie machen sich in Chats auf tiefste Weise über Feministinnen lustig. Eine größere geistige Kapitulation kann es nicht geben. </p>
<p>Alles Kommunisten seien da im Hörsaal, geifern die Schlimmsten unter ihnen &#8211; die dann schnell &#8220;linker Meinungsfaschismus&#8221; schreien, wenn man ihnen nahelegt, dass sie keine Ahnung haben und doch bitte herkommen oder die Klappe halten sollen. Und eingesperrt gehörten diese Kriminellen im Audimax! Und während dort völlig pragmatische politische Forderungen er- und ausgearbeitet werden, von Menschen von unterschiedlichsten politischen oder gar selbst als unpolitisch bezeichneten Strömungen, kapitulieren die Stänkerer vor dem Status Quo und pischeln neidisch noch die an, die für ihre Überzeugung arbeiten.</p>
<p>Es ist jetzt wirklich unsere Uni. Der Slogan mit dem vorgestellten &#8220;UNSERE&#8221; trägt eine emanzipative und positive Kraft in sich, die dem &#8220;We Can&#8221; und &#8220;Change&#8221; von Barack Obama um nichts nachsteht. Wenn diese Besetzung einmal vorbei sein wird, dann wird es seltsam sein nicht jeden Tag an diesen wunderbaren Ort gehen zu können und in dieser Form über das Zusammenleben, den Protest und die Gesellschaft nachzudenken.</p>
<p>Aber das muss und wird nicht so sein. Denn diese Form der studentischen Selbstorganisation &#8211; die die ÖVP mit der Entmachtung der Studierenden an den Unis im vergangenen Jahrzehnt so stark unterdrückt hat &#8211; hat Zukunft. Mit der kollektiven Intelligenz von allen Studierenden, Lehrenden und Menschen im Verwaltungsapparat ließe sich die Universität dauerhaft verbessern. Techniker könnten aus Vorlesungen Podcasts machen, sie ins Internet streamen oder einzelnen Lehrenden Nachhilfe im Umgang mit neuen Medien geben. Gut Vernetzte können Gastvorträge in Vorlesungen organisieren. Wenn Mangel herrscht, kann er gemeinsam in Angriff genommen werden. All das würde die Qualität der Lehre verbessern, es müsste nur auch gefördert und belohnt werden. Warum immer nur Lehrveranstaltungs-Scheine für Seminararbeiten und Prüfungen verteilen, statt für das Einrichten von hochwertigen Webseiten oder die Organisation einer Vortragsreihe?  </p>
<p>Es ist das Angebot von uns Studierenden, uns auch weiterhin derartig engagiert zu beteiligen. Die reine Existenz dieser Sache (neben einem detaillierten Katalog) macht bereits den Vorwurf absurd, wir hätten keinen Plan für Lösungen und nur diffuse Ansichten. Um all diese positiven Boosts für das studentische Leben und Lernen geht es, wenn wir mehr Mitsprache und mehr demokratische Teilhabe an der Erstellung von Veranstaltung und des Budgets fordern. Wir wollen gehört werden, weil wir Ideen haben &#8211; übrigens auch außerhalb der Uni. Das ist es, was wir im Audimax gerade vorleben &#8211; und was jetzt im Gegenzug zu so manchem ideologisch präparierten Qualitätsjournalisten sogar der Boulevard begriffen hat. Doch in den momentanen Uni-Strukturen haben wir kein Mitspracherecht </p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Aber man muss halt den Schneid haben, dass man sich das auch ansieht, um es zu begreifen und selbst zu lernen. (Und die Audimaxler müssen sich die Offenheit dafür bewahren.) Und diesen Mut hat in Wien weder das Rektorat, noch der Minister noch die meisten Gegner. Sie verstecken ihre Panik vor einem Wandel hinter zynischem Wahnwitz. Sie weigern sich mit Menschen zu reden, die darum betteln etwas zum Besseren für alle verändern zu dürfen. Diese Leute sind es, die die Universität blockieren, das Studium erschweren, die Stimmung versauen.</p>
<p>Die österreichischen Universitäten, geleitet von einer SHUT UP AND LERN AUSWENDIG-Philosophie ideenloser Politiker, verzichten auf das kreative Potential und Know-How ihrer 230.000 Studierenden. Deshalb wurde dieser Raum (und einer in Graz, an der Bildenden, in Linz und demnächst auch in anderen Unis) befreit und zu unserem gemacht. Wer all das &#8220;Blockieren&#8221; nennt, der beleidigt sich im Wesentlichen selbst.</p>
<p>An alle die aus dieser hasserfüllten Konfrontation ausbrechen wollen: Mein Angebot (und das der meisten Audimaxler), mit gegenseitigem Respekt vor Ort darüber zu sprechen, gilt weiterhin.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2543&amp;md5=44ee9ffe335936debe34ed9e54e606d0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was es mit dem Anruf aus Genua auf sich hatte</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/10/27/was-es-mit-dem-anruf-aus-genua-auf-sich-hatte/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2009/10/27/was-es-mit-dem-anruf-aus-genua-auf-sich-hatte/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 01:39:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie das Burschi im Plenum (Künstlergruppe) war auch <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/26/die-studierenden-weichen-nicht-video/">der Anruf aus Genua&#8230;</a> wie erwartet ein Fake. Ein Aktivistenduo wollte dazu mahnen, die neuen Medien mit der nötigen kritischen Distanz zu benutzen. Im Folgenden ihr &#8220;Bekennerschreiben&#8221; alias Stellungnahme.
Geschätzte Besetzerinnen und]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie das Burschi im Plenum (Künstlergruppe) war auch <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/26/die-studierenden-weichen-nicht-video/">der Anruf aus Genua</a> wie erwartet ein Fake. Ein Aktivistenduo wollte dazu mahnen, die neuen Medien mit der nötigen kritischen Distanz zu benutzen. Im Folgenden ihr &#8220;Bekennerschreiben&#8221; alias Stellungnahme.<span id="more-2538"></span></p>
<blockquote><p>Geschätzte Besetzerinnen und Besetzer, Freundinnen und Freunde!</p>
<p>Noch immer hallt der nächtliche Jubel taumelnder Begeisterung in unseren Ohren als wir, &#8220;Vertreter der Uni Genua&#8221;, uns gestern mit eurem Protest solidarisch erklärten. Allein das Aufblitzen der Zeichenkette &#8220;Università degli Studi di Genova&#8221; wurde für das Auditorium zur Quelle einer sich übersteigenden Zuversicht, die selbst durch den Anblick unserer, hinter Gasmasken und Uschankas verborgenen Gesichter nicht gedämpft, sondern weiter angefacht wurde. Heute haben wir unsere Verkleidung abgelegt, möchten unsere Unterstützung aber umso deutlicher unterstreichen und unseren Impuls gegen unkritisches Handeln in der Masse, insbesondere im unreflektierten Umgang mit neuen Medien, erneuern. Wir müssen uns im Klaren sein, dass die vermeintlich objektive Wirklichkeit mehr als jemals zuvor einer Fülle von höchst manipulierten und manipulativen Partikularwirklichkeiten gewichen ist. Diesem Umstand kann einzig dadurch begegnet werden, indem alles, am meisten jedoch das eigene Handeln und die eigenen Ziele kontinuierlich hinterfragt werden. Die Grossbildleinwand ist ebenso wenig Instanz absoluter Autorität wie das Aufgehen des Individuums in der Masse Absolution von Eigenverantwortung wäre. Für alle Interessierten stehen wir, Kurt Fleisch und Rudolph Hagen, auf Facebook (und vielleicht demnächst auch in einer eigenen AG) gern zur Diskussion und Planung weiterer Aktionen zur Verfügung.</p>
<p>Mit solidarischen Grüßen,<br />
Kurt Fleisch und Rudolph Hagen
</p></blockquote>
<p><center><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/FApU-tsD08E&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/FApU-tsD08E&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></center></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2538&amp;md5=56ba5a52ca2e9ab677c03bd9c44f8c5c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Studierenden weichen nicht (Video)</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 02:50:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den dritten Tag der Besetzung habe ich etwas angeschlagen nach zwei anstrengenden Tagen von zuhause aus erlebt. Dank <a href="http://twitter.com/luca">Luca</a> klappt es ja mit der Live-Übertragung aus dem Audimax schon fantastisch (eine <a href="http://unsereuni.at">neue Webseite&#8230;</a> hat er auch gezaubert), und so durfte]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den dritten Tag der Besetzung habe ich etwas angeschlagen nach zwei anstrengenden Tagen von zuhause aus erlebt. Dank <a href="http://twitter.com/luca">Luca</a> klappt es ja mit der Live-Übertragung aus dem Audimax schon fantastisch (eine <a href="http://unsereuni.at">neue Webseite</a> hat er auch gezaubert), und so durfte ich über das Internet eine enorme Verbesserung der Plenumsdiskussion erleben. Die dafür zuständige Arbeitsgruppe hat Hervorragendes geleistet. Von diesen AGs gibt es mittlerweile dann schon eine zu erkleckliche Anzahl, weshalb am vierten Tag die Abends-Plenumssitzung erst nach fast fünf Stunden zu Ende ging. Hier muss eindeutig Struktur gestrafft werden. Es war also außergewöhnliches Sitzfleisch gefordert. Und während so mancher vor dem langen Wochenende den Protest am Ende sah, war das Audimax auch am Ende dieser Marathonsitzung noch gestopft voll. Ätschibätsch.<span id="more-2531"></span></p>
<p>Mittlerweile gründet sich auf Facebook eine Gegeninitiative an Leuten, die zwar meistens die Sicht auf die Probleme einigermaßen teilen, die aber entweder andere Lösungen im Sinne konservativ-liberaler Ideen anstreben, oder die etwas gegen das Instrument der Besetzung haben. Ebenso wie die Besetzung als ziviler Ungehorsam legitim ist, ist auch diese Sichtweise zu respektieren. Es ist deshalb zu begrüßen, dass eine Abordnung dieser zwar deutlich kleineren aber doch beachtlich großen Gruppe in den nächsten Tagen ins Audimax kommt. Vielleicht findet man ja doch die ein oder andere Gemeinsamkeit. Ein respektvoller Umgang sollte dabei zumindest gewährleistet bleiben. Ein Burschenschafter der heute mit einem Gruß an die deutschen Völker ans Podium gestürmt ist, konnte diesen Respekt nicht genießen.</p>
<p>Spaßiges Detail am Rande. Als ich jenen Aufruf zum gegenseitigen Respekt (unter Leuten die immerhin im selben Boot sitzen) <a href="http://www.facebook.com/home.php#/TomSchaffer?v=feed&#038;story_fbid=162777322210&#038;ref=mf">im Facebook postete</a>, begann <a href="http://www.loub.at/">ÖVP-Fantast Loub</a> die Besetzung mit Diebstahl zu vergleichen. Friedlichen Widerstand also mit einem Verbrechen. Die ÖVP ist als Partei im momentanen Zustand leider nicht ernst zu nehmen.</p>
<p>Auch das Rektorat bleibt einige Erklärungen schuldig. Ohne dass die Studierenden einen Verantwortlichen bestimmen, will es anscheinend keine Liste an Sachbeschädigungen herausrücken. Im Plenum wurde das für einen Versuch gehalten, jemanden zu finden den man nach dem Ende der Aktion auch persönlich verantwortlich machen und anzeigen kann. Bis die Universität die Schäden nicht offenlegt, sind auch die Zahlen von angeblich 100.000€ Schaden nicht glaubwürdig. Es gab zwar vereinzelte Fälle von Vandalismus (die im Plenum auch eindeutig abgelehnt wurden), aber große Schäden waren nicht feststellbar.</p>
<p>Heute sprach Professor Alex Callinicos (Europäische Studien am King&#8217;s College in London) über die Ökonomisierung von Studien. Morgen werden im Plenum die bekannten Autoren Robert Menasse und <a href="http://klauswerner.com/">Klaus Werner-Lobo</a> (<a href="https://www.amazon.de/dp/3548368476?tag=rebellat-21&#038;camp=2906&#038;creative=19474&#038;linkCode=as4&#038;creativeASIN=3548368476&#038;adid=179TEHEB4B8S3KM3W25J&#038;">Das Neue Schwarzbuch Markenfirmen</a>, <a href="https://www.amazon.de/dp/3548369952?tag=rebellat-21&#038;camp=2906&#038;creative=19474&#038;linkCode=as4&#038;creativeASIN=3548369952&#038;adid=1ZQD2BZ8T0V34QE4NWE8&#038;">Schwarzbuch Öl</a>, <a href="https://www.amazon.de/dp/3446231005?tag=rebellat-21&#038;camp=2906&#038;creative=19474&#038;linkCode=as4&#038;creativeASIN=3446231005&#038;adid=1NJYJPRKFY7CA3EQGVF4&#038;">Uns gehört die Welt</a>), sowie Attac-Gründer und WU-Dozent Christian Felber sprechen. Am Dienstag schaut dann Kommentator <a href="http://misik.at">Robert Misik</a> vorbei. Wenn manche Medien da immer noch nur unpolitischen Party-Protest sehen, dann liegts daran was sie sehen wollen.</p>
<p>Währenddessen ist die Solidarisierung der Studierenden schon weit fortgeschritten. Nicht nur Institute in ganz Deutschland und Italien verfassten Erklärungen, und Vertreter von den Unis in Innsbruck, Graz und Klagenfurt, sowie Linz und Salzburg kündeten Protestunterstützung an. Auch an der BOKU und der TU entsteht etwas, von der Protestquelle an der Akademie der Bildenden Künste ganz zu schweigen. Wir stehen möglicherweise am Beginn eines internationalen Bildungsprotests, jedenfalls aber eines nationalen. Mit einem solchen im Buckel wird es für Gio Hahn vielleicht schwierig, in der EU-Kommission zu landen. SchülerInnenvertreter waren bereits anwesend. Lehrende ebenfalls. Die KindergärtnerInnen haben sich längst solidarisiert. Um den Schulterschluss mit LehrerInnen wird noch gebuhlt. Und dann gibt es noch die Hoffnung auf etwas ganz Breites. Gute Kontakte zu einer Gewerkschaft stehen bereits. </p>
<p>Welch skurrilen Blüten eine &#8220;Solidarisierung&#8221; (von zweifelhafter Echtheit) aber auch tragen kann, ist in meinem neusten Video zu erahnen. Plötzlich klingelte mitten im Plenum Skype und es wurde ein vermeintlicher Anruf der angeblichen Universität von Genua bejubelt &#8230; und dann halt ausgelacht.</p>
<p><center><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/FApU-tsD08E&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/FApU-tsD08E&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></center></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2531&amp;md5=cba4e953e97980c326ff589c8c5fe64b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Uni bleibt besetzt (Video + Livestream)</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 14:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Uni]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer noch besetzen tausende Studierende das Audimax und andere Teile der Universität Wien. Tag 2 liegt mittlerweile schon fast einen Tag hinter uns. Ich habe mein zweites Video leider erst etwas später fertig bekommen &#8211; noch eine Nachtsession ging sich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer noch besetzen tausende Studierende das Audimax und andere Teile der Universität Wien. Tag 2 liegt mittlerweile schon fast einen Tag hinter uns. Ich habe mein zweites Video leider erst etwas später fertig bekommen &#8211; noch eine Nachtsession ging sich gestern nicht ganz aus. Währenddessen haben die KollegInnen im Audimax die Forderungsliste erneuert. Das Ergebnis von zwei Tagen Diskussion und Gruppenarbeiten sieht jetzt so und deutlich praxisnäher aus, als das was zu Beginn eingebracht wurde.<span id="more-2521"></span></p>
<p>[ad#ad-1]- Ausfinanzierung der Unis<br />
- Demokratisierung der Unis und Stärkung der studentischen Mitbestimmung<br />
- Schluss mit prekären Dienstverhältnissen für Lehrende, Forschende und Arbeiterinnen<br />
- Freie Masterzugänge und keine verpflichtenden STEPS<br />
- Abschaffung der immer noch bestehenden Studiengebühren (auch für Migrantinnen)<br />
- Keine Studienbeschränkungen EU-weit<br />
- Weg mit fixen Erweiterungscurricula; für freie Wahlfächer<br />
- Weg mit Vorraussetzungsketten<br />
- Weg mit Punkte-Anmeldesystem<br />
- Schluss mit dem Bolognaprozess bzw. dem Bachelor-Master-System<br />
- Für die Einführung einer Frauenquote in der Universitätsverwaltung</p>
<p>Der Protest ist nach wie vor von einer enorm positiven Energie getragen. Nur einzelne Spinner tragen immer wieder zu Problemen bei. So wurden gestern im Innenhof der Uni Wände besprüht. Die Studierenden versuchen den Schaden wieder zu beseitigen. Es wird immer wieder dazu aufgerufen Schäden zu vermeiden und die Infrastruktur zu respektieren, bei manchem kommt das Logischste halt nicht an.</p>
<p>Was mich ärgert ist die immer wiederkehrende Feststellung, der Protest sei mehr Party als Politik. Es wirkt wie ein Vorwurf, dass die Studierenden nicht nur etwas gegen die Zustände tun, sondern sich dabei auch noch gut fühlen. Unpolitisch wie Studierende halt so sind, hat sich der Protest mittlerweile auf Graz und mindestens eine internationale Universität ausgebreitet &#8211; mit Klagenfurt und Innsbruck in der Warteschleife. Aber mehr dazu und zum Tagesablauf im Video. Was fehlt ist am Vormittag und frühen Nachmittag passiert, wo ich mich noch von der nächtlichen Besetzung erholte: Unter anderem wurde der Ring gesperrt.</p>
<p><center><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Lv75hDPApBs&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Lv75hDPApBs&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></center></p>
<p><center><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/smCdW2KdqNE&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/smCdW2KdqNE&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></center></p>
<p><strong>Livestream:</strong></p>
<p><center><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="320" id="utv344596"><param name="flashvars" value="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=1767433"/><param name="allowfullscreen" value="true"/><param name="allowscriptaccess" value="always"/><param name="movie" value="http://www.ustream.tv/flash/live/1/1767433"/><embed flashvars="autoplay=false&amp;brand=embed&amp;cid=1767433" width="400" height="320" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" id="utv344596" name="utv_n_201328" src="http://www.ustream.tv/flash/live/1/1767433" type="application/x-shockwave-flash" /></object><a href="http://www.ustream.tv/" style="padding: 2px 0px 4px; width: 400px; background: #ffffff; display: block; color: #000000; font-weight: normal; font-size: 10px; text-decoration: underline; text-align: center;" target="_blank">Webcam chat at Ustream</a></center></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2521&amp;md5=5cb89367618379f577d16056e650ee55" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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