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	<title>zurPolitik.com &#187; Generation</title>
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		<title>Wir panieren die Jugend, Teil 2011</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/10/24/wir-panieren-die-jugend-teil-2011/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/10/24/wir-panieren-die-jugend-teil-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 13:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Budget 2011]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dem Budget 2011 hat die Regierung eines bewiesen: Um nur keine Lobby zu ärgern, opfert man gerne auch die Jugend des Landes - Ein viel zu freundliches Schimpfwort von Tom Schaffer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die neue Politik&#8221;-Kampagne der SPÖ und das &#8220;Schwarz macht geil&#8221; der ÖVP waren Versuche der letzten Jahre, bei den jugendlichen WählerInnen wieder besser Fuß zu fassen. Die Parteien treiben sich in den Discos rum, zeichnen Comics, machen Hiphop-Raps. So verstehen Rot und Schwarz und Blau das Wort &#8220;Jugendpolitik&#8221;. Zahl ihnen vielleicht mal ein Bier, dann werdens dich schon mögen. Während das in unserer Landeshauptstadt wieder mal im Wahlkampf abging, schürten Faymann und Pröll ein Paket, das die Jugendlichen mit Füßen tritt.<span id="more-6534"></span></p>
<p>Die Analysen zur Budgetbekanntgabe strotzen vor Silben wie &#8220;sozial gerecht&#8221;, &#8220;moderat&#8221; oder &#8220;<a href="http://derstandard.at/1287099870545/Blog-Krisenfrey-Ein-lauwarmes-Budget" target="_blank">lauwarm</a>&#8220;. Das ist ein Hinweis dafür im Wirtschaftsjournalismus einfach zu wenig junge Menschen arbeiten. Denn das Budget mag vielleicht für Spitzenpensionisten, sonstige gut Betuchte und Banken <a href="http://www.zeit.de/2010/35/A-Schwarzbuch">die ohnehin keine Steuern zahlen</a> problemlos sein, aber mit Sicherheit nicht für Ärmere Menschen, Jugendliche und Familien. Von den etwa 1,6 Milliarden Euro an geplanten Einsparungen des Bundesbudgets von 2011 gehen 256 Millionen Euro direkt auf den Rücken der Jugend.</p>
<p>58 Millionen spart Österreich sich durch die Auszahlung der Familienbeihilfe bis 24 statt bisher 26 Jahre, <a href="http://derstandard.at/1287099884893/Sparkurs-Familienbeihilfe-kuenftig-fuer-35000-Menschen-weniger" target="_blank">35.000 Menschen weniger beziehen demnach Familienbeihilfe</a>. 3,6% der ausgabenseitigen Budgetkonsolidierung fällt damit auf 0,4% der Bevölkerung. Und das sind nicht etwa die Superreichen, denen man vielleicht im Krisenfall die 90. Million vom Konto zupft, sondern junge Studierende. Weitere 168 Millionen spart man sich, weil man 16 bis 24-jährigen künftig weniger zahlt. Also auch hauptsächlich SchülerInnen und Studierenden &#8211; und zwar nicht die mit gut betuchten Eltern, sondern pauschal alle. Die soziale Durchlässigkeit unseres Arme enorm benachteiligenden Bildungswesen ist damit sicher erleichtert.</p>
<p>Dabei ist der Titel &#8220;Familienbeihilfe&#8221; irreführend. Denn in Österreich mildert die Familienbeihilfe ein sehr großes Problem: Dass es kein funktionierendes Stipendiensystem gibt. Auch unter den derzeit bereits schwierigen Bedingungen müssen 45% der Studierenden <a href="http://ww2.sozialerhebung.at/Ergebnisse/" target="_blank">laut Studierenden-Sozialerhebung 2009</a> bereits durchgehend neben dem Studium arbeiten (also nicht nur in den Ferien). Während jüngere Studierende das weniger betrifft, liegt der Schnitt im Bereich 25- bis 26-Jährige bei über 50%. Diesen Menschen werden in den kommenden Jahren <a href="http://akweb.akwien.at/fambeire/" target="_blank">2.500 bis 3.000 im Jahr</a> fehlen. Dazu kommen wegfallende Vergünstigungen für Öffitickets (was in Wien weitere 160 Euro Belastung im Jahr bedeutet) und das Ende der Mitversicherung bei den Eltern, was im günstigsten Fall weitere 600 Euro kostet. </p>
<p>Dazu ist vielleicht noch zu sagen, dass diese Generation ohnehin bereits eine ist <del>, die einige Zeit lang Studiengebühren zahlen musste</del>, die ihren Weg auf den Arbeitsmarkt während einer Krise suchen muss. Jobs liegen also nicht gerade auf der Straße. Aber selbst wenn man einen findet, hat die Krise langfristig fatale Folgen: Wer während einer Krise zu arbeiten beginnt verdient fast 10 bis 15 Jahre lang deutlich weniger, als Leute die während einer guten Wirtschaftslage in den Job kommen. (<a href="http://castroller.com/podcasts/TheEconomyExplained/1740613-196%20Planet%20Money%20Grandmother%20vs%20Grandson,%20Steel-Cage%20Match" target="_blank">Planet Money Podcast #196, ab Minute 12</a>).</p>
<p>Übrigens, wer nicht studiert und zwischen 18 und 21 Arbeit sucht, bekommt künftig auch keine Familienbeihilfe mehr. Einsparungen dadurch: 30 Millionen Euro. Damit tragen arbeitslose Jugendliche gleich viel zum &#8220;ausgewogenen&#8221; Budget bei, wie die (angebliche) Besteuerung von Aktiengewinnen. Klingt sehr gerecht. Hätte man dieses Geld nicht auch bei der im internationalen Vergleich lächerlich hohen Parteienförderung einsparen können? Oder bei Strukturreformen? Oder bei einer Besteuerung von hohen Vermögen? Oder, oder, oder&#8230;?</p>
<p>Dass natürlich auch Jugendliche autofahren (vor allem die, die nicht studieren), Rauchen und von allen Weitergaben von Kosten der Wirtschaft an den Kunden betroffen sein werden &#8211; und damit auch von den anderen massiven Belastungen direkt betroffen sind &#8211; lässt sich schwer quantifizieren. Dass die ohnehin angeschlagene Jugend zwischen hoher Arbeitslosigkeit, schlechten Studienbedingungen und finanziellen Problemen auch noch einen viel zu großen Teil der Krise tragen muss, ist hingegen unbestreitbar. </p>
<p>Ein Dank an die Politik dafür! Ich bin gespannt, ob beim nächsten Rechtsruck (falls die Grünen jetzt nicht sehr gut reagieren, ist der vorprogrammiert) der Jugend wieder alle die Chuzpe haben zu behaupten, dass &#8220;endlich über die bösen AusländerInnen geredet werden muss&#8221;. Dorks! Verdammte Dorks!</p>
<p><small><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/stephaneginer/2494154243/sizes/o/in/photostream/" target="_blank">Stephane Giner</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank">CC2.0 BY-NC-SA</a></em></small></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=6534&amp;md5=d0068631721412660a406cf538c22b1b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unpolitische Generation? My ass!</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/10/14/unpolitische-generation-my-ass/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 10:53:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Generation]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>

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		<description><![CDATA[Die unpolitische Generation ist nicht die Jugend von heute. Es ist keine und jede Generation die es jemals gab - Ein Schimpfwort von Tom Schaffer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bisher bei zurPolitik.com</em>: Susannes Artikel über <a href="http://zurpolitik.com/2010/10/13/gewahlte-volksvertreter-%e2%80%93-feinde-der-demokratie/" target="_blank">PolitikerInnen als Demokratieproblem</a> stieß eine Diskussion über die Sage von der &#8220;unpolitischen Generation&#8221; an. Diese Phrase wird vor allem gern als diffamierender Vorwurf an die Jugend verwendet. Sie beklagt, dass die <em>Gschroppen</em> sich für nichts interessieren und den Arsch nicht hochkriegen. Ich habe sie <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/10/jugendliche-faul-und-uninteressiert/" target="_blank">schon</a> (fast) <a href="http://zurpolitik.com/2009/09/01/uber-meine-und-andere-generationen-sprechen-mit-ein-bisschen-wut/" target="_blank">immer</a> für ein saublödes Märchen gehalten. <span id="more-6480"></span></p>
<p><em>Fast</em> immer, weil ich mit 16 schon eine Phase hatte, als ich über meine Generation frustriert war. Entmutigt, weil sich im Freundeskreis wenige fanden mit denen man sich über die politischen Nachrichten unterhalten konnte. Sollte es einigen meiner jüngeren LeserInnen heute auch so gehen: Keine Angst! Das geht vorbei. Ihr werdet in den nächsten Jahren eure Gruppen finden, wo das anders ist. Und es werden euch auch solche bleiben, wo das so bleibt.</p>
<p><strong>Der Vorwurf der unpolitischen Generation könnte an jede Generation zu jeder Zeit gerichtet werden</strong>. Sieht man sich den &#8220;Durchschnittsmenschen&#8221; aller Generationen an, erblickt man immer eine unpolitische Person. Schön sichtbar ist das bei Familientreffen. Da verhängen Omis sogar explizite Sprechverbote über Politik, weil sie Streitigkeiten bei den seltenen intimen Treffen vermeiden wollen. (Das gelegentliche Schockzitat über Ausländer fehlt trotzdem wohl selten.) </p>
<p>Ein gesteigertes Politinteresse ist immer ein Minderheitenphänomen. Sich permanent für das Parteiengeschehen zu interessieren, der Weltpolitik zu folgen oder gar das Wissen für einen analytischen Zugang dazu haben, das ist was für eine kleine Menge an Freaks &#8211; Leute wie vermutlich euch oder mich. </p>
<p><strong>Jede Generation hat aber ihre Themen</strong>, bei denen die Masse mitmacht, weil sie einen zeitgeschichtlichen Nerv treffen. Im Kleinen ziehen tausend <a href="http://zurpolitik.com/2009/06/13/bilder-vom-museumsquartier-flashmob/">Menschen ins Museumsquartier</a>, wenn man ihnen dort einige Freiheiten verbieten will. Oder hunderte OrtsbewohnerInnen stehen auf, wenn man eine Aslywerberfamilie aus ihrer Mitte reißen möchte. </p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/tag/protest/" target="_blank">#unibrennt</a> und <a href="http://zurpolitik.com/2010/10/12/stuttgart21-und-widerstandsrecht/" target="_blank">#s21</a> sind zwei aktuelle Beispiele dafür, wenn großen Themen betroffen sind. Diese Bewegungen brachen los, weil Bildung seit Jahren verschlechtert und die Jugend allgemein verarscht wird und die Schnauze voll hat &#8211; und im anderen Fall, weil die Demokratie verwahrlost (die trotz aller meistgezeigten Uninteressiertheit <a href="http://zurpolitik.com/2009/06/23/2009-das-jahr-in-dem-osterreich-kippt/" target="_blank">niemand verlieren will</a>). Anfang des Jahrzehnts war der Pazifismus in Form der Gegnerschaft zum Irak-Krieg ein Thema. Zigtausende Schüler standen auf Europas Straßen und wünschten Bush jr. zum Teufel. </p>
<p>Ich erinnere mich gut an unsere ungenehmigte Demo von einigen hundert Leuten unseres Gymnasiums (an das einige hundert Leute gehen). Es war der Morgen der Invasion in den Irak und wir legten den Durchzugsverkehr im Stadtzentrum Kapfenbergs lahm, bis uns die Polizei nach einigen Stunden des Platzes verwies (wir erkannten, dass es in dieser globalen Frage keinen Zweck hätte, eine Anzeige hinzunehmen und das Zeichen war gesetzt). Da waren jene Leute mit dabei, von deren Polituninteressiertheit ich kurz davor noch so frustriert war.</p>
<p><strong>Es sind die Rahmenbedingungen, die eine Generation politisieren</strong>. Und damit greife ich gerne einen Kommentar von Martin Schimak zu Susannes Artikel auf: &#8220;<em>Die unpolitische Generation wird die politischste Generation aller Zeiten</em>&#8220;. Ich bin nicht sicher, ob das stimmt. Politik wird wohl ein Minderheiteninteresse bleiben. </p>
<p>Aber wenn man sich die heutigen Rahmenbedingungen ansieht, dann sind da viele potentielle Impulse für eine Politisierung von Massen. Vielleicht mehr als in vergangenen Jahrzehnten: Die Missachtung der Jugend, Integration und Zuwanderung, Globalisierungserscheinungen, Redemokratisierung, Bildung, Sozialabbau, das Verschwinden öffentlichen Raums und Güter, die Missachtung von bürgerlichen Freiheiten, Klimaschutz oder auch Umweltschutz sind und werden große Themen unserer Zeit sein. Wir haben uns mit all dem hier schon öfters beschäftigt. Vieles davon ist nicht neu, manches schon. Aber all das birgt immensen Zündstoff. Irgendwo im Hinterkopf und Herz hat auch der &#8220;unpolitischste&#8221; Mensch zu diesen Fragen seine Haltungen und Werte. Und in manchen Situationen werden sie zum Ausbruch kommen.</p>
<p><strong>Das Gerede von der unpolitischen Generation ist und war schon immer Geschwafel</strong> von Leuten, die nicht richtig hinsehen und -hören können. Auch von solchen die glauben, dass Raps, Comics, discobesuchende Politiker, von Parteien geschmissene Partys oder ein Facebook-Account allein das sind, was die Jungen wollen. Die, die denken, dass sie damit echte Jugendpolitik ersetzen können. (Dorks!) Manchmal ist es auch die Leier jener, die in ihrem Frust überhaupt nur noch das Schlechte sehen. </p>
<p>Eines jedenfalls ist mir heute wie schon (fast) immer klar: Mit der Wahrheit hat diese Phrase nicht das Geringste zu tun.</p>
<p><small><em>Fotocredits: <a href="http://www.flickr.com/photos/spliffx/183152671/sizes/o/">designer-wg.de</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank">CC2.0 BY-NC</a></em></small></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=6480&amp;md5=5fc6900ee7669669e7cdd1a0a41eb5e1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Jugendliche: Faul und uninteressiert</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 21:55:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Öffentlich gab es in vergangenen Jahren selten ein gutes Wort über die Jugend. Die einen sahen sie als faule Computerhocker, die anderen kritisierten sie dafür, uninteressiert zu sein. Atem- und ratlos wurde bei Wahlen auf ihren Rechtsruck geblickt. Planlos schimpften&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Öffentlich gab es in vergangenen Jahren selten ein gutes Wort über die Jugend. Die einen sahen sie als faule Computerhocker, die anderen kritisierten sie dafür, uninteressiert zu sein. Atem- und ratlos wurde bei Wahlen auf ihren Rechtsruck geblickt. Planlos schimpften Minister_innen wenn die Ergebnisse der PISA-Studie nicht passten: „Ihr denkt doch nur an Partys!“.<span id="more-2664"></span></p>
<p>Es gibt zu wenige Unter-30-Jährige, als dass sie für Parteien wichtig wären. Deshalb werden ihre Wünsche ignoriert, ihre Angewohnheiten und Hobbys gar verteufelt. Die neue Lebenswelt der Jungen wird nicht akzeptiert und verbessert. Als „gute“ Jugendpolitik gilt, sie mit Alibislogans und Disco-Besuchen zu ködern. </p>
<p>Meist machen die Umstände nötig, dass sich in der Gesellschaft etwas tut. Irgendwann haben Ignorierte und Unverstandene genug. Wie man auch politisch denkt, die alternden und unterfinanzierten Bildungsstätten (als wichtiger Teil des Jugendlebens) sind unübersehbar. Wer einen Blick dorthin wirft, wird auch erkennen: Das ist eine Generation die Anhand dieser Probleme gerade ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdeckt. Sie entwickelt eigene Polit- und Protestkulturen und formuliert ihre Vorstellungen.</p>
<p>Probleme und Fragen ändern sich ständig, grundlegende gesellschaftliche Streitfragen selten. Und so gibt es auch unter den Jugendlichen von heute wieder Konservative und Progressive, Linke und Rechte, Pragmatiker_innen und Idealist_innen. Aber uninteressiert und faul gelten als Etiketten nicht mehr.</p>
<blockquote><p>Dieser Text erscheint morgen in der U-Bahn-Zeitung &#8220;Morgen&#8221; der Audimax-Besetzung</p></blockquote>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2664&amp;md5=26cdb97e8a1314e22a6ac7c3f0d6cc59" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Über meine und andere Generationen sprechen (mit ein bisschen Wut)</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/09/01/uber-meine-und-andere-generationen-sprechen-mit-ein-bisschen-wut/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2009/09/01/uber-meine-und-andere-generationen-sprechen-mit-ein-bisschen-wut/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 21:44:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hab die Schnauze seit 10 Jahren voll. Seit der Veröffentlichung der ersten beiden PISA-Studien um genau zu sein. Da ging es gefühlt damit los, dass meine Generation kaputt geschrieben wird. Und was man da nicht immer alles hört: Zuviel&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab die Schnauze seit 10 Jahren voll. Seit der Veröffentlichung der ersten beiden PISA-Studien um genau zu sein. Da ging es gefühlt damit los, dass meine Generation kaputt geschrieben wird. Und was man da nicht immer alles hört: Zuviel Party, zuwenig interessiert, zuwenig aufmüpfig, orientierungslos, unpolitisch, <a href="http://derstandard.at/1250691762343/Armut-Alk-und-Alphabet">zuviel rauchen, zuviel saufen</a> (Na geh! Und das in einem Land das nicht ganz ohne Stolz bei Bier und Kaffee zu den Topp-Konsumländern gehört!). Es kommen jetzt einige Dinge dazu, die <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/30321">im Magazin der Süddeutschen Zeitung</a> von <a href="http://maedchenmannschaft.net/author/meredith/">Meredith Haaf</a> angeprangert wurden (und <a href="http://fm4.orf.at/stories/1625926/">vom Blumenau aufgegriffen und bekräftigt</a>): Kommunikationssüchtig, konfliktvermeidend, praktikumsliebend und ohne Subkultur sollen wir sein. Mein Lieblingsvorwurf: &#8220;Wir lieben unser geistig gestörtes Körperbild&#8221;. Ahja. Es ist genug des Unsinns. Sprechen wir mal ernsthaft über meine Generation.<span id="more-2341"></span></p>
<blockquote><p>People try to put us down</p></blockquote>
<p>Wer ist denn eigentlich diese Generation? Die Generation Krise, Generation Playstation, Generation Praktikum, Generation Komasäufer oder Generation Internet &#8211; wie auch immer sie irgendjemand gerade bezeichnen will. Sind es die Krocha, die sich in den Discos die Seele vom Leib shaken? Oder doch eher die Emos, die das ganze Gewicht der Welt auf ihren Schultern tragen? Die Metaller, die sich freundschaftlich am Wacken anbrüllen? Sind es die Skater, die eifrig ihre Tricks lernen? Die kriminalisierten Kiffer, die auf Festivals friedlich die Sau rauslassen? Die Computerspieler, die auf LAN-Parties den Wettkampf suchen? Die vielen Leute die in Wirklichkeit von allem ein bisschen was machen? Bin es ich? Seit jeher politikinteressiert, gut in Werte verwurzelt und als älterer Bruder gewohnt sich Rechte zu erarbeiten und einer der &#8220;Kommunikationssüchtler&#8221;? </p>
<p>Keine Subkultur sollen wir haben? Ihr Ahnungslosen! Unzählige haben wir.</p>
<p>Diese seit langem beobachtbare Differenzierung der Gesellschaft ist auch ein Grund, warum der große Generationenkonflikt fehlt. Es gab schon vor uns bei weitem keine homogene Generation die einen einfachen Gegner abgeben würde. Wir mögen unsere Eltern und Großeltern und dürfen das auch, weil sie keine verkappten Faschisten mehr sind. Natürlich gibt es vieles, wogegen wir uns kollektiv erheben könnten, doch das zu benennen ist gar nicht so einfach.</p>
<blockquote><p>Just because we get around </p></blockquote>
<p>Was ist denn &#8220;meine Generation&#8221;? Wir sind &#8211; ob es nun alle wissen oder nicht &#8211; Kinder der Globalisierung, aber wir dürfen sie noch nicht gestalten, weil Alte an den Hebeln und Geldhähnen sitzen. Das Weltbürgertum ist für uns so normal wie das &#8220;Friedensprojekt Europa&#8221; &#8211; wir können es gar nicht mehr wirklich wegdenken. Die Frauengleichberechtigung müssen wir nicht erarbeiten, sie ist unsere Realität. Die Benachteiligung und geistige Herabwürdigung findet bei den Alten statt. </p>
<p>Nie zuvor haben sich so viele junge Leute der Sozial- und Geisteswissenschaften zugetan um unsere Welt zu verstehen. Auch wenn die Idioten die PISA nicht lesen können meinen, wir wären dumm, so war nie zuvor eine Generation so gebildet. Der überlieferte Wohlstand kommt uns dafür zugute, das Potential das daraus entsteht muss sich jedoch erst entfalten. Aber das sind Zeichen, die jene nicht sehen, die lieber erklären, wie verloren wir sind.</p>
<p>Selektive Wahrnehmg kann man das nennen. Oder Fixierung.</p>
<blockquote><p>Things they do look awful cold</p></blockquote>
<p>Ja, unsere Umstände sind keine guten. Von den alten Generationen werden wir kaputtgeschrieben und -gesendet. Sie beherrschen ja auch die große gesellschaftliche Kommunikation, die wir mit unserer &#8220;Kommunikationssucht&#8221; Stück für Stück untergraben. Auch das ist Normalität für uns: Die Kommunikations- und Informationsgesellschaft. Blogs (längst nicht am Zenit ihrer Möglichkeiten angelangt) sind unsere Leistung, während die anderen noch das Zeitungssterben betrauern und die Wertigkeit eines Werkes am Papier festmachen auf dem es gedruckt sein soll. </p>
<p>Ein Beispiel? Im sicheren Schoß großer Medien oder einer abgeschlossenen Karriere sitzen Leute, <a href="http://www.fm5.at/Kritisch%20sein%20bedeutet%20brennen/">die immer wieder über junge JournalistInnen lästern</a>, denen angeblich Qualitäten und Kompetenzen abgehen. (Die früher wohl jeder hatte. Schaut nur welch blühende Medienwelt diese Genies hier geschaffen haben!) Sicher ist die Kritik nicht ganz unberechtigt, aber in der Pauschalität einfach ungerecht. Auch in unserer Generation gibt es Flaschen. Auch in unserer Generation gibt es talentierte, kompetente JournalistInnen. Bloß: Eine Anneliese Rohrer (so sehr ich ihre Kommentare sonst oft schätze) hat sich noch nie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9LQV6OjZ4OM">mit Alfred Dorfer ins TV</a> gesetzt und über die Talente geschwärmt, wohl aber pauschal die unkritischen FH-Studienabgänger beklagt.</p>
<p>Und unsere Welt sonst? Die Wirtschaft hinterlässt man uns in Scherben, das Klima zerstört, während die Ressourcen am Rand ihrer Kapazität sind. Die Gesellschaft haben die alten Generationen zur Ellbogenarena gemacht, in der die Menschen gegeneinander so aufgehetzt sind, dass sie den Wert eines gewissen Maßes an Kollektivität und der Solidarität erst wieder entdecken müssen. Die Wikipedia an sich weist auf die Bedeutung dieser Werte hin. Sie ist übrigens <a href="http://zurpolitik.com/2007/03/20/interview-christoph-breitler-uber-die-wikipedia/">vor allem unsere beispiellose Leistung</a> &#8211; die der kritisierten Generation. </p>
<p>Diese Alten, für die wir noch bezahlen müssen, was wir selbst angeblich nicht mehr bekommen sollen: Soziale Netze, staatliche Pensionen, sichere Arbeitsplätze. Wir flüchten in Praktika um keine Verantwortung übernehmen zu müssen? Glaubt ihr, un- oder schlecht bezahlte Arbeit suchen wir uns aus, weil das so toll ist? Wir jagen durch die Studien, die uns die Alten kaputtgespart haben und nebenher sammeln wir Berufserfahrung, weil du ohne Eifer und Berufserfahrung mit 25 der Legende nach fast schon unvermittelbar bist. </p>
<p>Es stimmt schon. Viele sind nicht sicher, was genau sie in der Welt machen wollen. Logisch, denn nichts erscheint sicher und nachhaltig, alles austauschbar. Wir wissen, dass wir uns wohl mehrmals im Leben umstellen werden müssen. Flüchten wir vor der Verantwortung, wie die Süddeutsche sagt, oder wir freunden uns mit dem an, was uns unweigerlich erwartet und machen für uns das Beste daraus? </p>
<blockquote><p>I hope I die before I get old</p></blockquote>
<p>Und was haben die Alten gemacht, dass es ihnen erlaubt darüber zu urteilen? Was ist schon eure Leistung? Uns Junge &#8211; so unterschiedlich wir sein mögen &#8211; wird eines einen müssen: Wir sind die Generation der Feuerwehrleute, die eure eingebrockte Suppe auslöffeln wird. Und es ist nicht sicher, ob wir viel dafür bekommen. </p>
<p>Aber anders gehts nicht, sonst geht die Welt zugrunde &#8211; weils die anderen wider besseren Wissens verschissen haben. Unser Credo ist vorgeschrieben: verzichten und umdenken. Wir können es uns wohl nicht aussuchen. Wer kann verlangen, dass wir von heute auf morgen all das ändern können, was angeblich normal und vorprogrammiert ist? In diesem Klima aus Angst und freudloser Perspektive muss erstmal jemand die Hoffnung aufbringen, um etwas besser machen zu wollen. Und doch: Wir werden das schon schaukeln. Und wenn ihr uns noch so oft runterputzt.</p>
<p>Eine Ideologie kann uns dabei (noch?) nicht einen, denn politisch hat uns die herrschende Generation aufgegeben, die noch einen ideologischen Kampf kannte. Niemand macht uns ein attraktives Angebot oder zeigt uns eine Vision. Selbst unsere Grünen, die mit uns erwachsen wurden, sprechen im Moment nicht mit uns sondern lieber über sich. Und der mächtige aber ideenlose Geriatriehaufen &#8211; der Sozialdemokratie, Konservative und Neoliberale mittlerweile geworden sind &#8211; der ist nicht einmal einen Lacher wert. Dem schließen sich überhaupt nur noch jene an, die sich davon persönliche Vorteile erhoffen.</p>
<p>All das ist so hoffnungslos verloren, dass eine kritische Auseinandersetzung sich salopp gesagt nicht wirklich auszahlt. Das landet alles im Mülleimer des Universums, wird ganz zwangsläufig überworfen werden. Und gegen diese geballte Ignoranz und Arroganz Widerstand zu leisten und sich das Angebot selbst schaffen &#8211; eine eigene Ideologie oder Vision &#8211; das dauert ein bisschen.Auch die 68er-Bewegungen (das große Beispiel einer angeblich ganzen Generation die sich ur was getraut hat) entstanden nicht über Nacht.  <a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a> </p>
<p>Aber es wird schon. <a href="http://piratenpartei.at/">Die Piratenpartei</a> ist der Vorbote eines neuen jungen Selbstbewusstseins. Sie hat kein komplettes Programm und bietet noch keine echte Alternative. Aber sie verkörpert neue Ideen, ein neues Selbstverständnis und ist die erste Partei, die unsere Lebenswelt verteidigt und propagiert. Gegen wen? Gegen die verkrusteten Alten, die diese unsere Realität verklagen, wann immer sie können. </p>
<p>Sie versagen als Generation einmal mehr auf unsere Kosten. </p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2341&amp;md5=36df83c139fdcd5ed4f639977233126c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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lt+diese+Genies+hier+geschaffen+haben%21%29+Sicher+ist+die+Kritik+nicht+ganz+unberechtigt%2C+aber+in+der+Pauschalit%C3%A4t+einfach+ungerecht.+Auch+in+unserer+Generation+gibt+es+Flaschen.+Auch+in+unserer+Generation+gibt+es+talentierte%2C+kompetente+JournalistInnen.+Blo%C3%9F%3A+Eine+Anneliese+Rohrer+%28so+sehr+ich+ihre+Kommentare+sonst+oft+sch%C3%A4tze%29+hat+sich+noch+nie+mit+Alfred+Dorfer+ins+TV+gesetzt+und+%C3%BCber+die+Talente+geschw%C3%A4rmt%2C+wohl+aber+pauschal+die+unkritischen+FH-Studienabg%C3%A4nger+beklagt.%0D%0A%0D%0AUnd+unsere+Welt+sonst%3F+Die+Wirtschaft+hinterl%C3%A4sst+man+uns+in+Scherben%2C+das+Klima+zerst%C3%B6rt%2C+w%C3%A4hrend+die+Ressourcen+am+Rand+ihrer+Kapazit%C3%A4t+sind.+Die+Gesellschaft+haben+die+alten+Generationen+zur+Ellbogenarena+gemacht%2C+in+der+die+Menschen+gegeneinander+so+aufgehetzt+sind%2C+dass+sie+den+Wert+eines+gewissen+Ma%C3%9Fes+an+Kollektivit%C3%A4t+und+der+Solidarit%C3%A4t+erst+wieder+entdecken+m%C3%BCssen.+Die+Wikipedia+an+sich+weist+auf+die+Bedeutung+dieser+Werte+hin.+Sie+ist+%C3%BCbrigens+vor+allem+unsere+beispiellose+Leistung+-+die+der+kritisierten+Generation.+%0D%0A%0D%0ADiese+Alten%2C+f%C3%BCr+die+wir+noch+bezahlen+m%C3%BCssen%2C+was+wir+selbst+angeblich+nicht+mehr+bekommen+sollen%3A+Soziale+Netze%2C+staatliche+Pensionen%2C+sichere+Arbeitspl%C3%A4tze.+Wir+fl%C3%BCchten+in+Praktika+um+keine+Verantwortung+%C3%BCbernehmen+zu+m%C3%BCssen%3F+Glaubt+ihr%2C+un-+oder+schlecht+bezahlte+Arbeit+suchen+wir+uns+aus%2C+weil+das+so+toll+ist%3F+Wir+jagen+durch+die+Studien%2C+die+uns+die+Alten+kaputtgespart+haben+und+nebenher+sammeln+wir+Berufserfahrung%2C+weil+du+ohne+Eifer+und+Berufserfahrung+mit+25+der+Legende+nach+fast+schon+unvermittelbar+bist.+%0D%0A%0D%0AEs+stimmt+schon.+Viele+sind+nicht+sicher%2C+was+genau+sie+in+der+Welt+machen+wollen.+Logisch%2C+denn+nichts+erscheint+sicher+und+nachhaltig%2C+alles+austauschbar.+Wir+wissen%2C+dass+wir+uns+wohl+mehrmals+im+Leben+umstellen+werden+m%C3%BCssen.+Fl%C3%BCchten+wir+vor+der+Verantwortung%2C+wie+die+S%C3%BCddeutsche+sagt%2C+oder+wir+freunden+uns+mit+dem+an%2C+was+uns+unweigerlich+erwartet+und+machen+f%C3%BCr+uns+das+Beste+daraus%3F+%0D%0A%0D%0AI+hope+I+die+before+I+get+old%0D%0A%0D%0AUnd+was+haben+die+Alten+gemacht%2C+dass+es+ihnen+erlaubt+dar%C3%BCber+zu+urteilen%3F+Was+ist+schon+eure+Leistung%3F+Uns+Junge+-+so+unterschiedlich+wir+sein+m%C3%B6gen+-+wird+eines+einen+m%C3%BCssen%3A+Wir+sind+die+Generation+der+Feuerwehrleute%2C+die+eure+eingebrockte+Suppe+ausl%C3%B6ffeln+wird.+Und+es+ist+nicht+sicher%2C+ob+wir+viel+daf%C3%BCr+bekommen.+%0D%0A%0D%0AAber+anders+gehts+nicht%2C+sonst+geht+die+Welt+zugrunde+-+weils+die+anderen+wider+besseren+Wissens+verschissen+haben.+Unser+Credo+ist+vorgeschrieben%3A+verzichten+und+umdenken.+Wir+k%C3%B6nnen+es+uns+wohl+nicht+aussuchen.+Wer+kann+verlangen%2C+dass+wir+von+heute+auf+morgen+all+das+%C3%A4ndern+k%C3%B6nnen%2C+was+angeblich+normal+und+vorprogrammiert+ist%3F+In+diesem+Klima+aus+Angst+und+freudloser+Perspektive+muss+erstmal+jemand+die+Hoffnung+aufbringen%2C+um+etwas+besser+machen+zu+wollen.+Und+doch%3A+Wir+werden+das+schon+schaukeln.+Und+wenn+ihr+uns+noch+so+oft+runterputzt.%0D%0A%0D%0AEine+Ideologie+kann+uns+dabei+%28noch%3F%29+nicht+einen%2C+denn+politisch+hat+uns+die+herrschende+Generation+aufgegeben%2C+die+noch+einen+ideologischen+Kampf+kannte.+Niemand+macht+uns+ein+attraktives+Angebot+oder+zeigt+uns+eine+Vision.+Selbst+unsere+Gr%C3%BCnen%2C+die+mit+uns+erwachsen+wurden%2C+sprechen+im+Moment+nicht+mit+uns+sondern+lieber+%C3%BCber+sich.+Und+der+m%C3%A4chtige+aber+ideenlose+Geriatriehaufen+-+der+Sozialdemokratie%2C+Konservative+und+Neoliberale+mittlerweile+geworden+sind+-+der+ist+nicht+einmal+einen+Lacher+wert.+Dem+schlie%C3%9Fen+sich+%C3%BCberhaupt+nur+noch+jene+an%2C+die+sich+davon+pers%C3%B6nliche+Vorteile+erhoffen.%0D%0A%0D%0AAll+das+ist+so+hoffnungslos+verloren%2C+dass+eine+kritische+Auseinandersetzung+sich+salopp+gesagt+nicht+wirklich+auszahlt.+Das+landet+alles+im+M%C3%BClleimer+des+Universums%2C+wird+ganz+zwangsl%C3%A4ufig+%C3%BCberworfen+werden.+Und+gegen+diese+geballte+Ignoranz+und+Arroganz+Widerstand+zu+leisten+und+sich+das+Angebot+selbst+schaffen+-+eine+eigene+Ideologie+oder+Vision+-+das+dauert+ein+bisschen.Auch+die+68er-Bewegungen+%28das+gro%C3%9Fe+Beispiel+einer+angeblich+ganzen+Generation+die+sich+ur+was+getraut+hat%29+entstanden+nicht+%C3%BCber+Nacht.+++%0D%0A%0D%0AAber+es+wird+schon.+Die+Piratenpartei+ist+der+Vorbote+eines+neuen+jungen+Selbstbewusstseins.+Sie+hat+kein+komplettes+Programm+und+bietet+noch+keine+echte+Alternative.+Aber+sie+verk%C3%B6rpert+neue+Ideen%2C+ein+neues+Selbstverst%C3%A4ndnis+und+ist+die+erste+Partei%2C+die+unsere+Lebenswelt+verteidigt+und+propagiert.+Gegen+wen%3F+Gegen+die+verkrusteten+Alten%2C+die+diese+unsere+Realit%C3%A4t+verklagen%2C+wann+immer+sie+k%C3%B6nnen.+%0D%0A%0D%0ASie+versagen+als+Generation+einmal+mehr+auf+unsere+Kosten.+&amp;tags=Generation%2CGenerationenkonflikt%2CIdeologie%2CJugend%2CMartin+Blumenau%2CPiratenpartei%2CRepliken%2CS%C3%BC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