
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
		xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
>

<channel>
	<title>zurPolitik.com &#187; Interview</title>
	<atom:link href="http://zurpolitik.com/tag/interview/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://zurpolitik.com</link>
	<description>Unabhängig über Politik, Gesellschaft und Medien. Österreich. EU. Global.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 03 May 2012 10:01:06 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-at</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<copyright>Copyright © zurPolitik.com 2010 </copyright>
	<managingEditor>bot@zurpolitik.com (zurPolitik.com)</managingEditor>
	<webMaster>bot@zurpolitik.com (zurPolitik.com)</webMaster>
	<category>News, Politik, Medien, Gesellschaft, Österreich, Europa, Zeitgeschehen</category>
	<ttl>1440</ttl>
	<image>
		<url>http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/podpress/images/podcast.jpg</url>
		<title>zurPolitik.com</title>
		<link>http://zurpolitik.com</link>
		<width>144</width>
		<height>144</height>
	</image>
	<itunes:subtitle>Geschichten zum Zeitgeschehen aus Politik, Medien und Gesellschaft.</itunes:subtitle>
	<itunes:summary>Unabhängig über Politik, Gesellschaft und Medien. Österreich. EU. Global.</itunes:summary>
	<itunes:keywords>Politik, Medien, Gesellschaft, Zeitgeschehen, Feuilleton, Österreich, Europa</itunes:keywords>
	<itunes:category text="News &#38; Politics" />
	<itunes:category text="Society &#38; Culture" />
	<itunes:author>zurPolitik.com</itunes:author>
	<itunes:owner>
		<itunes:name>zurPolitik.com</itunes:name>
		<itunes:email>bot@zurpolitik.com</itunes:email>
	</itunes:owner>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:explicit>no</itunes:explicit>
	<itunes:image href="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/podpress/images/podcast.jpg" />
		<item>
		<title>Niki Lauda und die &#8220;Schwulen-Nummer&#8221;</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2011/01/24/niki-und-die-schwulen-nummer/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2011/01/24/niki-und-die-schwulen-nummer/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 21:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[alfons haider]]></category>
		<category><![CDATA[dancing stars]]></category>
		<category><![CDATA[homophobie]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[niki lauda]]></category>
		<category><![CDATA[ORF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=7627</guid>
		<description><![CDATA[Der ORF zerstört gute Traditionen, propagiert schwules Tanzen (was seine Kinder nicht im TV sehen sollen), verbreitet falsche Rollenbilder und irgendwann wird man sich als Heterosexueller für seine sexuelle Orientierung öffentlich entschuldigen müssen. Und überhaupt ist Alfons Haider mit seiner&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der ORF zerstört gute Traditionen, propagiert schwules Tanzen (was seine Kinder nicht im TV sehen sollen), verbreitet falsche Rollenbilder und irgendwann wird man sich als Heterosexueller für seine sexuelle Orientierung öffentlich entschuldigen müssen. Und überhaupt ist Alfons Haider mit seiner &#8216;Schwulen-Nummer&#8217; einfach nur quotengeil. Die Quintessenz von Niki Laudas <a href="http://www.oe24.at/leute/oesterreich/Lauda-fordert-Stoppt-Haider/15871720" target="_blank">jüngstem Interview</a>.</p>
<p>Dieses führte der Ex-Rennfahrer und Seitenblicke-Dauergast übrigens mit &#8220;Österreich&#8221;/oe24.at und dem Chef, Wolfgang Fellner, persönlich. Die Zeitung hatte laut ÖAK im Jahr 2008 eine Wochentagsauflage von 320.000 Stück exkl. Gratisexemplare und oe24.at rühmt sich mit einer <a href="http://www.wetter.at/oe24_VORLAGE_2010_8x.pdf/11.489.414" target="_blank">Besucherstatistik (PDF)</a> von 2,5 Millionen Unique Clients im Monat. Lauda heiratete vor wenigen Jahren eine Frau, die etwa halb so alt ist wie er und wurde als 60jähriger Vater zweier weiterer Kinder. Neben Haider und seinem Partner werden auch elf heterosexuelle Paare übers &#8220;Dancing Stars&#8221;-Parkett wirbeln.</p>
<p>Ich lasse  das einfach mal so stehen.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=7627&amp;md5=2c4334dcbb44d6738aa541bc935c1469" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2011/01/24/niki-und-die-schwulen-nummer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=schaffertom&amp;url=http%3A%2F%2Fzurpolitik.com%2F2011%2F01%2F24%2Fniki-und-die-schwulen-nummer%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=Niki+Lauda+und+die+%26%238220%3BSchwulen-Nummer%26%238221%3B&amp;description=Der+ORF+zerst%C3%B6rt+gute+Traditionen%2C+propagiert+schwules+Tanzen+%28was+seine+Kinder+nicht+im+TV+sehen+sollen%29%2C+verbreitet+falsche+Rollenbilder+und+irgendwann+wird+man+sich+als+Heterosexueller+f%C3%BCr+seine+sexuelle+Orientierung+%C3%B6ffentlich+entschuldigen+m%C3%BCssen.+Und+%C3%BCberhaupt+ist+Alfons+Haider+mit+seiner+%27Schwulen-Nummer%27+einfach+nur+quotengeil.+Die+Quintessenz+von+Niki+Laudas+j%C3%BCngstem+Interview.%0D%0A%0D%0ADieses+f%C3%BChrte+der+Ex-Rennfahrer+und+Seitenblicke-Dauergast+%C3%BCbrigens+mit+%22%C3%96sterreich%22%2Foe24.at+und+dem+Chef%2C+Wolfgang+Fellner%2C+pers%C3%B6nlich.+Die+Zeitung+hatte+laut+%C3%96AK+im+Jahr+2008+eine+Wochentagsauflage+von+320.000+St%C3%BCck+exkl.+Gratisexemplare+und+oe24.at+r%C3%BChmt+sich+mit+einer+Besucherstatistik+%28PDF%29+von+2%2C5+Millionen+Unique+Clients+im+Monat.+Lauda+heiratete+vor+wenigen+Jahren+eine+Frau%2C+die+etwa+halb+so+alt+ist+wie+er+und+wurde+als+60j%C3%A4hriger+Vater+zweier+weiterer+Kinder.+Neben+Haider+und+seinem+Partner+werden+auch+elf+heterosexuelle+Paare+%C3%BCbers+%22Dancing+Stars%22-Parkett+wirbeln.%0D%0A%0D%0AIch+lasse%C2%A0+das+einfach+mal+so+stehen.&amp;tags=alfons+haider%2Cdancing+stars%2Chomophobie%2CHomosexualit%C3%A4t%2CInterview%2Cniki+lauda%2CORF%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Interview: Rauchverbot-Volksbegehren kommt im Herbst</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2011/01/07/interview-rauchverbot-volksbegehren-kommt-im-herbst/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2011/01/07/interview-rauchverbot-volksbegehren-kommt-im-herbst/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 00:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtraucher]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchverbot]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=7420</guid>
		<description><![CDATA[Die Initiative "Nicht Rauchen in Lokalen" hat genügend Unterschriften gesammelt. Organisator Franz Doppelhofer verrät Motive und Ziele - Ein Interview von Tom Schaffer ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Weihnachtsfeiertage besuchte ich meine Eltern in der Steiermark. Bei solchen Gelegenheiten geht man natürlich fort, um alte Freunde zu treffen. In Wien fand ich als Nichtraucher (neben all den verrauchten Topp-Lokalen) auch feine Lokale, die gut getrennte Räume anbieten. In Bruck/Kapfenberg gibt es hingegen schlicht kein Angebot an brauchbaren, rauchfreien Locations. Dabei sind die quasi zusammengewachsenen Mürztalmetropolen mit einem Einzugsgebiet von über 50.000 Menschen sicherlich nicht das, was man in Österreich als strukturell unterentwickelten, ländlichen Raum bezeichnet. </p>
<p>Da die Initiative &#8220;<a href="http://www.nichtraucheninlokalen.at/" target="_blank">Nichtrauchen in Lokalen</a>&#8221; fast zeitgleich auch unseren <a href="http://zurpolitik.com/2011/01/04/goldener-hut-das-polit-web-2010/" target="_blank">Goldenen Hut als beste politische Bewegung im Web</a> gewann, wollte ich mich zum Stand der Dinge erkundigen. 110.000 Mitglieder hat die <a href="http://www.facebook.com/#!/group.php?gid=207474724730" target="_blank">Facebook-Gruppe</a>, die Franz Doppelhofer im vergangenen Jahr gründete. Der in Wien lebende Steirer organisiert im Moment auch das Volksbegehren mit und gab uns ein ausführliches Interview.<span id="more-7420"></span></p>
<p>Er verriet darin, dass bereits genügend Unterstützungserklärungen gesammelt wurden, man mit dem Einreichen aber noch wartet. Im Herbst soll dann ein Rauchverbot begehrt werden. Ein Erfolg wären für Doppelhofer 500.000 Stimmen. Alles weitere lest ihr im Gespräch.</p>
<h2>&#8220;Da versagt das Gesetz einfach&#8221;</h2>
<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rauchverbot.jpg" alt="" title="Arbeitsloser Aschenbecher (Fotocredits beachten)" width="200" height="128" style="float:right; align:right; margin:3px;" /><strong>zurPolitik.com:</strong> Warum engagierst du dich persönlich für ein öffentliches Rauchverbot? </p>
<p><strong>Franz Doppelhofer:</strong> Es gibt mehrere Gründe. Der Wesentliche ist, dass Passivrauch ungesund ist und es stinkt . Besonders wenn man mit Familien, Kindern und Freunden weggeht. Das ist nicht mehr zeitgemäß, vor allem wenn man über die Grenze blickt. Es geht aber auch um die politische Komponente als mündiger, europäischer Bürger fühle ich mich verpflichtet bei Themen, die mich persönlich betreffen,  aktiv zu werden. Man kauft bei Wahlen eine Partei in Bausch und Bogen. Sachthemen bleiben dabei vielfach auf der Strecke. Es gäbe eine Reihe von Themen die durch direkte Bürgerbeteiligung besser gelöst werden könnten. Deshalb engagiere ich mich durchaus mit politischem Interesse. Und es ist drittens auch noch sehr spannend, Social Media realpolitisch zu verwenden.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Gegner des Rauchverbots würden einwenden, dass mit der Raumtrennung eh Platz für jeden ist. Warum ist dir das aktuelle Gesetz nicht genug?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Mir persönlich geht es zum Beispiel um öffentliche Veranstaltungen. Zum Beispiel Konzerte. Wenn ich heute zu einem Konzert gehe, findet das nicht einmal für Raucher und einmal für Nichtraucher statt. Wir sind jetzt wieder in der Ball-Saison, da gilt dasselbe. In der Hofburg oder in einem Rathaus, da gibt es keine räumliche Trennung. Da wird ein Rauchbereich definiert, an den halten sich die Raucher aber nicht. Ich habe das vergangenes Jahr selbst erlebt und bin gespannt, wie das heuer ist. Vielerorts funktioniert es einfach nicht. Es wird von ignoranten Rauchern und Wirten selbst ignoriert. Ich wurde auf prominente Beispiele aufmerksam gemacht, wo Lokale anscheinend über dem Gesetz stehen. Da ist nichts passiert, da versagt das Gesetz einfach. Auch dort wo es Abtrennungen gibt, stehen vielfach die Türen offen.</p>
<p>Es gibt keine Kontrollorgane. Das Gesetz selbst hat ja einen Kompetenzkonflikt eingebaut: der Gesundheitsschweigeminister Stöger darf nicht kontrollieren, die Bezirksverwaltungsbehörden oder Magistrate haben keinen klaren Auftrag dazu. Unter anderem ist es deshalb ein schlechtes Gesetz. Die Gesetzesübertretungen müssen von couragierten Bürgern erfolgen. Die Initiative <a href="http://rauchsheriff.at" target="_blank">Rauchsheriff</a> macht das zum Beispiel organisiert. Und wer es einmal gemacht hat, weiss wie kompliziert das ist; vor allem am Land: es gilt einmal den richtigen Ansprechpartner zu finden. Da wirst du mit deiner Anzeige zu Hinz und Kunz verwiesen.  </p>
<p>Und &#8211; wie wir es auch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1rWhzNHMYTc" target="_blank">in unserem Imagevideo</a> darstellen &#8211; Freundeskreise und Familie lassen sich auch nicht trennen. </p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Was sagen deine Raucherfreunde denn zu deinem Engagement?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Ich habe rauchende Freunde, aber wir treffen uns eigentlich immer in Nichtraucherlokalen. Die sagen: „Sehr gut, dass wir dort hingehen, weil dann rauch ich weniger.“</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Wirklich alle? Gibt es keine Konflikte?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> So viele Freunde die rauchen, habe ich in Wirklichkeit nicht. Aber die, die ich kenne haben dann auch kein Problem raus zu gehen. Das sind die sogenannten „respektvollen Raucher“, von denen es ja auch sehr viele gibt. </p>
<p>Im Bekanntenkreis stelle ich mich der Diskussion wenn es zu diesem Thema kommt. Es ist erstaunlich mit welchen Argumenten die Sucht verteitigt wird. Vielfach kommt das Argument der persönlichen Freiheit: nur die hört dort auf wo es die Gesundheit oder die Freiheit eines anderen berührt, wie es beim Passivrauchen halt der Fall ist. Und auch das Argument, dann sollte man das Trinken verbieten: es gibt kein Passivtrinken. Und als nicht vom Suchtgift Nikotin abhängiger Mensch ist es meine persönliche Freiheit in jedes Lokal und an jeden Veranstaltungsort gehen zu können ohne vom giftigen und stinkenen Rauch belästigt zu werden. </p>
<p>Es funktioniert ja auch anderswo in Europa. Spanien war ja das „Paradebeispiel“ für unser Gesetz – die haben seit 1. Jänner eines der schärfsten Gesetze. Früher oder später wird das generelle Rauchverbot sowieso kommen: wir arbeiten dafür, dass es früher kommt.</p>
<h2>&#8220;Viele sagen: &#8216;Ihr habt ja eh genug&#8217;&#8221;</h2>
<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rauchverbot2.jpg" alt="" title="Rauchverbot (Fotocredits beachten)" width="200" height="289" style="float:right; align:right; margin:3px;" /><strong>zurPolitik.com:</strong> Ich bin Befürworter eines Rauchverbots, aber wenn ich mir die Facebook-Seite ansehe, erscheinen mir viele Leute zu radikal und unversönlich. Ist diese Emotionalität mit scheinbar wenigen Moderaten auf beiden Seiten ein Problem für die Initiative?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> In gewisser Weise. Wir haben natürlich einerseits die Absicht ein Volksbegehren durchzuführen. Die Initiative soll aber auch dazu dienen, den Diskurs in Öffentlichkeit und Medien am Leben zu halten und das Bewusstsein zu stärken. Ich habe etliche, hunderte Mails gelesen, die gesagt haben „Ich habe es bis jetzt geduldet“. Wir wollen da auch auf die Notwendigkeit täglicher Zivilcourage hinweisen. Das ist ebenfalls wichtig. Wenn deswegen der ein oder andere zum Rauchen aus dem Lokal geht oder sich denkt „Na, die rauche ich jetzt aber nicht!“, dann haben wir etwas dazu beigetragen, die Situation zu verbessern. Mir persönlich ist es auch manchmal zu radikal. </p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Wie viele Leute helfen im Moment aktiv am Volksbegehren mit?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Das Gründungsteam der Initiative waren so sieben Leute. Ein paar haben aus beruflichen Gründen aufgehört, ein paar sind dazu gekommen. Wir sind also etwa auf demselben Stand.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Wie viele Unterstützungsunterzeichnungen wurden bis jetzt eingereicht?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong>  Rund 9.000. </p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Man findet diese Zahlen ja relativ schwierig. Haltet ihr die bewusst etwas zurück?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Nein. Jeder der etwas zum Volksbegehren wissen will, kann <a href="mailto:office@nichtraucheninlokalen.at" target="_blank">eine Mail</a> an uns schicken und wird diese auch beantwortet bekommen. </p>
<p>Tatsache ist, dass nach dem Ende der Übergangszeit des neuen Gesetzes das Interesse etwas abgeflaut ist – auch der Zulauf der Unterstützungserklärungen. Da hat sich etwas getan, aber es ist erschreckend, dass viele – auch renomierte Medien – dieses Inkrafttreten des Gesetzes mit der Initiative verwechseln. </p>
<p>Das hat auch damit zu tun, dass mit dem 9.000 Stimmen viele sagen: &#8220;Ihr habt ja eh genug&#8221;. Aber wir wollen eigentlich 100.000. Deshalb sammeln wir weiter Unterstützungserklärungen. [Anm.: Jede Unterstützungserklärung gilt später automatisch als Unterschrift zum Volksbegehren]. </p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Volksbegehren_in_Österreich" target="_blank">bisherigen Volksbegehren</a> in Österreich sind mit zwischen 8.000 und 760.000 Unterstützern gestartet. Das sagt erfahrungsgemäß nicht viel darüber aus, wie viele später noch in der Volksbegehrenswoche unterschreiben. Wann plant ihr denn, das Begehren auch wirklich durchzuführen?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Das hängt von der Unterstützung von unabhängigen Organisationen, Medien und Geldgebern ab. Da wird es jetzt im Jänner wieder Gespräche geben. Voraussichtlich wird es nicht mehr im Frühjahr sein. Ein Volksbegehren hat eine gewisse Vorlaufzeit. Würden wir im Frühjahr einreichen, hätte die Regierung Gelegenheit, die Eintragungswoche in den Sommer zu legen. </p>
<h2>&#8220;Alles über 500.000 wäre ein Erfolg&#8221;</h2>
<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rauchverbot3.jpg" alt="" title="Rauchen vor der Tür (Fotocredits beachten)" width="200" height="163"  style="float:right; align:right; margin:3px;" /> <strong>zurPolitik.com:</strong> Also kommt es im Herbst?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Ja, vorausgesetzt es gibt breitere Unterstützung.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Ihr sammelt ja auch Spenden. Wie viel Geld steht denn der Initiative schon zur Verfügung? </p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Es ist ein Betrag im vierstelligen Bereich.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Und wie viel wird eigentlich gebraucht?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Wenn man sich die Kampagne zum bayrischen Volksbegehren ansieht, dann wurde da wesentlich mehr Lobby gemacht. Für eine sinnvolle Kampagne braucht man wahrscheinlich nicht viel Geld, aber viel mediale, logistische und organisatorische Unterstützung.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> In der Vergangenheit wurden mehrere Volksbegehren oft gleichzeitig durchgeführt, um mehr Menschen zum Amt zu bewegen. Gibt es Kontakte mit Leuten die andere Begehren forcieren?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Ja, es gibt Gespräche diesbezüglich, jedoch ist noch nichts spruchreif.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Ihr wollt ja unabhängig sein, aber gibt es Parteien die euch unterstützen oder unterstützen wollen?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong>  Es ist ein parteiunabhängiges Volksbegehren, jedoch ist ein Volksbegehren politisch, da es im Nationalrat behandelt wird. Deshalb ist die Unterstützung durch Parteien nicht unwesentlich. Aber die Standpunkte kennen wir ja. Die Koalition ist nicht gewillt, etwas zu tun. Der Standpunkt der Grünen ist derzeit unklar. Im Herbst haben sie noch eine verbindliche Volksabstimmung gefordert, aber durch die Wahlen wurde es durchaus verständlich ruhiger. Auch die Freiheitlichen haben eine Volksbefragung gefordert, aber auch da ist es sehr ruhig geworden.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Nehmen wir an, es kommt zum Volksbegehren im Herbst. Was wäre ein Erfolg, was ein Handlungsauftrag zu einem Rauchverbot für die Regierung?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Vermutlich eine möglichst breite Unterstützung in der Bevölkerung. Je mehr desto besser. Als Erfolg werten würde ich &#8211; mit den gegebenen Ressourcen &#8211; alles was mehr als 500.000 Unterschriften sind.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Danke für das Interview!</p>
<blockquote><p><strong>Wissenswert:</strong></p>
<li>Ein Volksbegehren braucht 8.032 Unterstützer um eine Eintragungswoche zu erreichen. Bei dann erreichten 100.000 Unterschriften muss der Nationalrat sich mit dem Anliegen beschäftigen. Weiters hat es keinen verbindlichen Charakter.</li>
<li>Das Rauchverbot-Volksbegehren ist voraussichtlich das 33. in Österreich, das zehnte in diesem Jahrtausend </li>
<li>Das Stärkstunterstützte trug den sexy Titel &#8220;Konferenzzentrum-Einsparungsgesetz&#8221; und wurde 1982 von 1,36 Millionen Menschen unterzeichnet</li>
<li>Lediglich ein eingeleitetes Volksbegehren scheiterte an der 100.000er-Hürde: Nur 75.000 Menschen unterschrieben 1995 &#8220;Pro-Motorrad&#8221;</li>
<li>In den meisten Ländern Europas wurden in den letzten Jahren strenge öffentliche Rauchverbote eingeführt. Unter anderem in Großbritannien, Frankreich, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Schweden, Spanien und in zahlreichen deutschen Bundesländern.</li>
<li>Laut einer <a href="http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2009/smoke_free_laws_20091209/en/index.html" target="_blank">WHO-Studie</a> von 2009 sterben jährlich etwa 600.000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens</li>
<li>Wer über einen Zeitraum von 20 Jahren täglich eine Schachtel (=20 Zigaretten) raucht, nimmt mit seiner Lunge insgesamt 6 kg Rauchstaub auf und jährlich eine Tasse Teer („Kondensat“). Die Lebenserwartung sinkt – statistisch gesehen – um sechs Jahre (bzw. ≈22 Minuten pro Zigarette) (Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rauchen#Auswirkungen_auf_die_Gesundheit" target="_blank">Wikipedia</a>)</li>
</blockquote>
<p><small><em>Fotocredits:</em><br />
Titelbild: <a href="http://www.flickr.com/photos/die_gabel/" target="_blank">die_gabel</a> &#8211; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank">CC 2.0-BY-NC-SA</a><br />
1. Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/twicepix/4538077296/sizes/o/in/photostream/" target="_blank">twicepix</a> &#8211; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC 2.0-BY-SA</a><br />
2. Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/iso1987/2285097877/sizes/l/in/photostream/" target="_blank">ISO 1987</a> &#8211; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC 2.0-BY</a><br />
3. Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/janramroth/" target="_blank">jot.punkt</a> &#8211; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC 2.0-BY</a></small></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=7420&amp;md5=38a5a2a888094a399050231779253afb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2011/01/07/interview-rauchverbot-volksbegehren-kommt-im-herbst/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>31</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=schaffertom&amp;url=http%3A%2F%2Fzurpolitik.com%2F2011%2F01%2F07%2Finterview-rauchverbot-volksbegehren-kommt-im-herbst%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=Interview%3A+Rauchverbot-Volksbegehren+kommt+im+Herbst&amp;description=%C3%9Cber+die+Weihnachtsfeiertage+besuchte+ich+meine+Eltern+in+der+Steiermark.+Bei+solchen+Gelegenheiten+geht+man+nat%C3%BCrlich+fort%2C+um+alte+Freunde+zu+treffen.+In+Wien+fand+ich+als+Nichtraucher+%28neben+all+den+verrauchten+Topp-Lokalen%29+auch+feine+Lokale%2C+die+gut+getrennte+R%C3%A4ume+anbieten.+In+Bruck%2FKapfenberg+gibt+es+hingegen+schlicht+kein+Angebot+an+brauchbaren%2C+rauchfreien+Locations.+Dabei+sind+die+quasi+zusammengewachsenen+M%C3%BCrztalmetropolen+mit+einem+Einzugsgebiet+von+%C3%BCber+50.000+Menschen+sicherlich+nicht+das%2C+was+man+in+%C3%96sterreich+als+strukturell+unterentwickelten%2C+l%C3%A4ndlichen+Raum+bezeichnet.+%0D%0A%0D%0ADa+die+Initiative+%22Nichtrauchen+in+Lokalen%22+fast+zeitgleich+auch+unseren+Goldenen+Hut+als+beste+politische+Bewegung+im+Web+gewann%2C+wollte+ich+mich+zum+Stand+der+Dinge+erkundigen.+110.000+Mitglieder+hat+die+Facebook-Gruppe%2C+die+Franz+Doppelhofer+im+vergangenen+Jahr+gr%C3%BCndete.+Der+in+Wien+lebende+Steirer+organisiert+im+Moment+auch+das+Volksbegehren+mit+und+gab+uns+ein+ausf%C3%BChrliches+Interview.%0D%0A%0D%0AEr+verriet+darin%2C+dass+bereits+gen%C3%BCgend+Unterst%C3%BCtzungserkl%C3%A4rungen+gesammelt+wurden%2C+man+mit+dem+Einreichen+aber+noch+wartet.+Im+Herbst+soll+dann+ein+Rauchverbot+begehrt+werden.+Ein+Erfolg+w%C3%A4ren+f%C3%BCr+Doppelhofer+500.000+Stimmen.+Alles+weitere+lest+ihr+im+Gespr%C3%A4ch.%0D%0A%0D%0A%22Da+versagt+das+Gesetz+einfach%22%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Warum+engagierst+du+dich+pers%C3%B6nlich+f%C3%BCr+ein+%C3%B6ffentliches+Rauchverbot%3F+%0D%0A%0D%0AFranz+Doppelhofer%3A+Es+gibt+mehrere+Gr%C3%BCnde.+Der+Wesentliche+ist%2C+dass+Passivrauch+ungesund+ist+und+es+stinkt+.+Besonders+wenn+man+mit+Familien%2C+Kindern+und+Freunden+weggeht.+Das+ist+nicht+mehr+zeitgem%C3%A4%C3%9F%2C+vor+allem+wenn+man+%C3%BCber+die+Grenze+blickt.+Es+geht+aber+auch+um+die+politische+Komponente+als+m%C3%BCndiger%2C+europ%C3%A4ischer+B%C3%BCrger+f%C3%BChle+ich+mich+verpflichtet+bei+Themen%2C+die+mich+pers%C3%B6nlich+betreffen%2C++aktiv+zu+werden.+Man+kauft+bei+Wahlen+eine+Partei+in+Bausch+und+Bogen.+Sachthemen+bleiben+dabei+vielfach+auf+der+Strecke.+Es+g%C3%A4be+eine+Reihe+von+Themen+die+durch+direkte+B%C3%BCrgerbeteiligung+besser+gel%C3%B6st+werden+k%C3%B6nnten.+Deshalb+engagiere+ich+mich+durchaus+mit+politischem+Interesse.+Und+es+ist+drittens+auch+noch+sehr+spannend%2C+Social+Media+realpolitisch+zu+verwenden.%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Gegner+des+Rauchverbots+w%C3%BCrden+einwenden%2C+dass+mit+der+Raumtrennung+eh+Platz+f%C3%BCr+jeden+ist.+Warum+ist+dir+das+aktuelle+Gesetz+nicht+genug%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+Mir+pers%C3%B6nlich+geht+es+zum+Beispiel+um+%C3%B6ffentliche+Veranstaltungen.+Zum+Beispiel+Konzerte.+Wenn+ich+heute+zu+einem+Konzert+gehe%2C+findet+das+nicht+einmal+f%C3%BCr+Raucher+und+einmal+f%C3%BCr+Nichtraucher+statt.+Wir+sind+jetzt+wieder+in+der+Ball-Saison%2C+da+gilt+dasselbe.+In+der+Hofburg+oder+in+einem+Rathaus%2C+da+gibt+es+keine+r%C3%A4umliche+Trennung.+Da+wird+ein+Rauchbereich+definiert%2C+an+den+halten+sich+die+Raucher+aber+nicht.+Ich+habe+das+vergangenes+Jahr+selbst+erlebt+und+bin+gespannt%2C+wie+das+heuer+ist.+Vielerorts+funktioniert+es+einfach+nicht.+Es+wird+von+ignoranten+Rauchern+und+Wirten+selbst+ignoriert.+Ich+wurde+auf+prominente+Beispiele+aufmerksam+gemacht%2C+wo+Lokale+anscheinend+%C3%BCber+dem+Gesetz+stehen.+Da+ist+nichts+passiert%2C+da+versagt+das+Gesetz+einfach.+Auch+dort+wo+es+Abtrennungen+gibt%2C+stehen+vielfach+die+T%C3%BCren+offen.%0D%0A%0D%0AEs+gibt+keine+Kontrollorgane.+Das+Gesetz+selbst+hat+ja+einen+Kompetenzkonflikt+eingebaut%3A+der+Gesundheitsschweigeminister+St%C3%B6ger+darf+nicht+kontrollieren%2C+die+Bezirksverwaltungsbeh%C3%B6rden+oder+Magistrate+haben+keinen+klaren+Auftrag+dazu.+Unter+anderem+ist+es+deshalb+ein+schlechtes+Gesetz.+Die+Gesetzes%C3%BCbertretungen+m%C3%BCssen+von+couragierten+B%C3%BCrgern+erfolgen.+Die+Initiative+Rauchsheriff+macht+das+zum+Beispiel+organisiert.+Und+wer+es+einmal+gemacht+hat%2C+weiss+wie+kompliziert+das+ist%3B+vor+allem+am+Land%3A+es+gilt+einmal+den+richtigen+Ansprechpartner+zu+finden.+Da+wirst+du+mit+deiner+Anzeige+zu+Hinz+und+Kunz+verwiesen.++%0D%0A%0D%0AUnd+-+wie+wir+es+auch+in+unserem+Imagevideo+darstellen+-+Freundeskreise+und+Familie+lassen+sich+auch+nicht+trennen.+%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Was+sagen+deine+Raucherfreunde+denn+zu+deinem+Engagement%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+Ich+habe+rauchende+Freunde%2C+aber+wir+treffen+uns+eigentlich+immer+in+Nichtraucherlokalen.+Die+sagen%3A+%E2%80%9ESehr+gut%2C+dass+wir+dort+hingehen%2C+weil+dann+rauch+ich+weniger.%E2%80%9C%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Wirklich+alle%3F+Gibt+es+keine+Konflikte%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+So+viele+Freunde+die+rauchen%2C+habe+ich+in+Wirklichkeit+nicht.+Aber+die%2C+die+ich+kenne+haben+dann+auch+kein+Problem+raus+zu+gehen.+Das+sind+die+sogenannten+%E2%80%9Erespektvollen+Raucher%E2%80%9C%2C+von+denen+es+ja+auch+sehr+viele+gibt.+%0D%0A%0D%0AIm+Bekanntenkreis+stelle+ich+mich+der+Diskussion+wenn+es+zu+diesem+Thema+kommt.+Es+ist+erstaunlich+mit+welchen+Argumenten+die+Sucht+verteitigt+wird.+Vielfach+kommt+das+Argument+der+pers%C3%B6nlichen+Freiheit%3A+nur+die+h%C3%B6rt+dort+auf+wo+es+die+Gesundheit+oder+die+Freiheit+eines+anderen+ber%C3%BChrt%2C+wie+es+beim+Passivrauchen+halt+der+Fall+ist.+Und+auch+das+Argument%2C+dann+sollte+man+das+Trinken+verbieten%3A+es+gibt+kein+Passivtrinken.+Und+als+nicht+vom+Suchtgift+Nikotin+abh%C3%A4ngiger+Mensch+ist+es+meine+pers%C3%B6nliche+Freiheit+in+jedes+Lokal+und+an+jeden+Veranstaltungsort+gehen+zu+k%C3%B6nnen+ohne+vom+giftigen+und+stinkenen+Rauch+bel%C3%A4stigt+zu+werden.+%0D%0A%0D%0AEs+funktioniert+ja+auch+anderswo+in+Europa.+Spanien+war+ja+das+%E2%80%9EParadebeispiel%E2%80%9C+f%C3%BCr+unser+Gesetz+%E2%80%93+die+haben+seit+1.+J%C3%A4nner+eines+der+sch%C3%A4rfsten+Gesetze.+Fr%C3%BCher+oder+sp%C3%A4ter+wird+das+generelle+Rauchverbot+sowieso+kommen%3A+wir+arbeiten+daf%C3%BCr%2C+dass+es+fr%C3%BCher+kommt.%0D%0A%0D%0A%22Viele+sagen%3A+%27Ihr+habt+ja+eh+genug%27%22%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Ich+bin+Bef%C3%BCrworter+eines+Rauchverbots%2C+aber+wenn+ich+mir+die+Facebook-Seite+ansehe%2C+erscheinen+mir+viele+Leute+zu+radikal+und+unvers%C3%B6nlich.+Ist+diese+Emotionalit%C3%A4t+mit+scheinbar+wenigen+Moderaten+auf+beiden+Seiten+ein+Problem+f%C3%BCr+die+Initiative%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+In+gewisser+Weise.+Wir+haben+nat%C3%BCrlich+einerseits+die+Absicht+ein+Volksbegehren+durchzuf%C3%BChren.+Die+Initiative+soll+aber+auch+dazu+dienen%2C+den+Diskurs+in+%C3%96ffentlichkeit+und+Medien+am+Leben+zu+halten+und+das+Bewusstsein+zu+st%C3%A4rken.+Ich+habe+etliche%2C+hunderte+Mails+gelesen%2C+die+gesagt+haben+%E2%80%9EIch+habe+es+bis+jetzt+geduldet%E2%80%9C.+Wir+wollen+da+auch+auf+die+Notwendigkeit+t%C3%A4glicher+Zivilcourage+hinweisen.+Das+ist+ebenfalls+wichtig.+Wenn+deswegen+der+ein+oder+andere+zum+Rauchen+aus+dem+Lokal+geht+oder+sich+denkt+%E2%80%9ENa%2C+die+rauche+ich+jetzt+aber+nicht%21%E2%80%9C%2C+dann+haben+wir+etwas+dazu+beigetragen%2C+die+Situation+zu+verbessern.+Mir+pers%C3%B6nlich+ist+es+auch+manchmal+zu+radikal.+%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Wie+viele+Leute+helfen+im+Moment+aktiv+am+Volksbegehren+mit%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+Das+Gr%C3%BCndungsteam+der+Initiative+waren+so+sieben+Leute.+Ein+paar+haben+aus+beruflichen+Gr%C3%BCnden+aufgeh%C3%B6rt%2C+ein+paar+sind+dazu+gekommen.+Wir+sind+also+etwa+auf+demselben+Stand.%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Wie+viele+Unterst%C3%BCtzungsunterzeichnungen+wurden+bis+jetzt+eingereicht%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A++Rund+9.000.+%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Man+findet+diese+Zahlen+ja+relativ+schwierig.+Haltet+ihr+die+bewusst+etwas+zur%C3%BCck%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+Nein.+Jeder+der+etwas+zum+Volksbegehren+wissen+will%2C+kann+eine+Mail+an+uns+schicken+und+wird+diese+auch+beantwortet+bekommen.+%0D%0A%0D%0ATatsache+ist%2C+dass+nach+dem+Ende+der+%C3%9Cbergangszeit+des+neuen+Gesetzes+das+Interesse+etwas+abgeflaut+ist+%E2%80%93+auch+der+Zulauf+der+Unterst%C3%BCtzungserkl%C3%A4rungen.+Da+hat+sich+etwas+getan%2C+aber+es+ist+erschreckend%2C+dass+viele+%E2%80%93+auch+renomierte+Medien+%E2%80%93+dieses+Inkrafttreten+des+Gesetzes+mit+der+Initiative+verwechseln.+%0D%0A%0D%0ADas+hat+auch+damit+zu+tun%2C+dass+mit+dem+9.000+Stimmen+viele+sagen%3A+%22Ihr+habt+ja+eh+genug%22.+Aber+wir+wollen+eigentlich+100.000.+Deshalb+sammeln+wir+weiter+Unterst%C3%BCtzungserkl%C3%A4rungen.+%5BAnm.%3A+Jede+Unterst%C3%BCtzungserkl%C3%A4rung+gilt+sp%C3%A4ter+automatisch+als+Unterschrift+zum+Volksbegehren%5D.+%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Die+bisherigen+Volksbegehren+in+%C3%96sterreich+sind+mit+zwischen+8.000+und+760.000+Unterst%C3%BCtzern+gestartet.+Das+sagt+erfahrungsgem%C3%A4%C3%9F+nicht+viel+dar%C3%BCber+aus%2C+wie+viele+sp%C3%A4ter+noch+in+der+Volksbegehrenswoche+unterschreiben.+Wann+plant+ihr+denn%2C+das+Begehren+auch+wirklich+durchzuf%C3%BChren%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+Das+h%C3%A4ngt+von+der+Unterst%C3%BCtzung+von+unabh%C3%A4ngigen+Organisationen%2C+Medien+und+Geldgebern+ab.+Da+wird+es+jetzt+im+J%C3%A4nner+wieder+Gespr%C3%A4che+geben.+Voraussichtlich+wird+es+nicht+mehr+im+Fr%C3%BChjahr+sein.+Ein+Volksbegehren+hat+eine+gewisse+Vorlaufzeit.+W%C3%BCrden+wir+im+Fr%C3%BChjahr+einreichen%2C+h%C3%A4tte+die+Regierung+Gelegenheit%2C+die+Eintragungswoche+in+den+Sommer+zu+legen.+%0D%0A%0D%0A%22Alles+%C3%BCber+500.000+w%C3%A4re+ein+Erfolg%22%0D%0A%0D%0A+zurPolitik.com%3A+Also+kommt+es+im+Herbst%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+Ja%2C+vorausgesetzt+es+gibt+breitere+Unterst%C3%BCtzung.%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Ihr+sammelt+ja+auch+Spenden.+Wie+viel+Geld+steht+denn+der+Initiative+schon+zur+Verf%C3%BCgung%3F+%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+Es+ist+ein+Betrag+im+vierstelligen+Bereich.%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Und+wie+viel+wird+eigentlich+gebraucht%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+Wenn+man+sich+die+Kampagne+zum+bayrischen+Volksbegehren+ansieht%2C+dann+wurde+da+wesentlich+mehr+Lobby+gemacht.+F%C3%BCr+eine+sinnvolle+Kampagne+braucht+man+wahrscheinlich+nicht+viel+Geld%2C+aber+viel+mediale%2C+logistische+und+organisatorische+Unterst%C3%BCtzung.%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+In+der+Vergangenheit+wurden+mehrere+Volksbegehren+oft+gleichzeitig+durchgef%C3%BChrt%2C+um+mehr+Menschen+zum+Amt+zu+bewegen.+Gibt+es+Kontakte+mit+Leuten+die+andere+Begehren+forcieren%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+Ja%2C+es+gibt+Gespr%C3%A4che+diesbez%C3%BCglich%2C+jedoch+ist+noch+nichts+spruchreif.%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Ihr+wollt+ja+unabh%C3%A4ngig+sein%2C+aber+gibt+es+Parteien+die+euch+unterst%C3%BCtzen+oder+unterst%C3%BCtzen+wollen%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A++Es+ist+ein+parteiunabh%C3%A4ngiges+Volksbegehren%2C+jedoch+ist+ein+Volksbegehren+politisch%2C+da+es+im+Nationalrat+behandelt+wird.+Deshalb+ist+die+Unterst%C3%BCtzung+durch+Parteien+nicht+unwesentlich.+Aber+die+Standpunkte+kennen+wir+ja.+Die+Koalition+ist+nicht+gewillt%2C+etwas+zu+tun.+Der+Standpunkt+der+Gr%C3%BCnen+ist+derzeit+unklar.+Im+Herbst+haben+sie+noch+eine+verbindliche+Volksabstimmung+gefordert%2C+aber+durch+die+Wahlen+wurde+es+durchaus+verst%C3%A4ndlich+ruhiger.+Auch+die+Freiheitlichen+haben+eine+Volksbefragung+gefordert%2C+aber+auch+da+ist+es+sehr+ruhig+geworden.%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Nehmen+wir+an%2C+es+kommt+zum+Volksbegehren+im+Herbst.+Was+w%C3%A4re+ein+Erfolg%2C+was+ein+Handlungsauftrag+zu+einem+Rauchverbot+f%C3%BCr+die+Regierung%3F%0D%0A%0D%0ADoppelhofer%3A+Vermutlich+eine+m%C3%B6glichst+breite+Unterst%C3%BCtzung+in+der+Bev%C3%B6lkerung.+Je+mehr+desto+besser.+Als+Erfolg+werten+w%C3%BCrde+ich+-+mit+den+gegebenen+Ressourcen+-+alles+was+mehr+als+500.000+Unterschriften+sind.%0D%0A%0D%0AzurPolitik.com%3A+Danke+f%C3%BCr+das+Interview%21%0D%0A%0D%0AWissenswert%3A%0D%0A%09Ein+Volksbegehren+braucht+8.032+Unterst%C3%BCtzer+um+eine+Eintragungswoche+zu+erreichen.+Bei+dann+erreichten+100.000+Unterschriften+muss+der+Nationalrat+sich+mit+dem+Anliegen+besch%C3%A4ftigen.+Weiters+hat+es+keinen+verbindlichen+Charakter.%0D%0A%09Das+Rauchverbot-Volksbegehren+ist+voraussichtlich+das+33.+in+%C3%96sterreich%2C+das+zehnte+in+diesem+Jahrtausend+%0D%0A%09Das+St%C3%A4rkstunterst%C3%BCtzte+trug+den+sexy+Titel+%22Konferenzzentrum-Einsparungsgesetz%22+und+wurde+1982+von+1%2C36+Millionen+Menschen+unterzeichnet%0D%0A%09Lediglich+ein+eingeleitetes+Volksbegehren+scheiterte+an+der+100.000er-H%C3%BCrde%3A+Nur+75.000+Menschen+unterschrieben+1995+%22Pro-Motorrad%22%0D%0A%09In+den+meisten+L%C3%A4ndern+Europas+wurden+in+den+letzten+Jahren+strenge+%C3%B6ffentliche+Rauchverbote+eingef%C3%BChrt.+Unter+anderem+in+Gro%C3%9Fbritannien%2C+Frankreich%2C+Irland%2C+Island%2C+Italien%2C+Kroatien%2C+Lettland%2C+Luxemburg%2C+Niederlande%2C+Norwegen%2C+Schweden%2C+Spanien+und+in+zahlreichen+deutschen+Bundesl%C3%A4ndern.%0D%0A%09Laut+einer+WHO-Studie+von+2009+sterben+j%C3%A4hrlich+etwa+600.000+Menschen+an+den+Folgen+des+Passivrauchens%0D%0A%09Wer+%C3%BCber+einen+Zeitraum+von+20+Jahren+t%C3%A4glich+eine+Schachtel+%28%3D20+Zigaretten%29+raucht%2C+nimmt+mit+seiner+Lunge+insgesamt+6+kg+Rauchstaub+auf+und+j%C3%A4hrlich+eine+Tasse+Teer+%28%E2%80%9EKondensat%E2%80%9C%29.+Die+Lebenserwartung+sinkt+%E2%80%93+statistisch+gesehen+%E2%80%93+um+sechs+Jahre+%28bzw.+%E2%89%8822+Minuten+pro+Zigarette%29+%28Quelle%3A+Wikipedia%29%0D%0A%0D%0A%0D%0AFotocredits%3A%0D%0ATitelbild%3A+die_gabel+-+CC+2.0-BY-NC-SA%0D%0A1.+Bild%3A+twicepix+-+CC+2.0-BY-SA%0D%0A2.+Bild%3A+ISO+1987+-+CC+2.0-BY%0D%0A3.+Bild%3A+jot.punkt+-+CC+2.0-BY&amp;tags=Gesundheit%2CInterview%2CNichtraucher%2CRauchen%2CRauchverbot%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Empören statt Auseinandersetzen</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/11/11/emporen-statt-auseinandersetzen/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/11/11/emporen-statt-auseinandersetzen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 08:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jakob Arnim-Ellissen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Botschafter]]></category>
		<category><![CDATA[Empörung]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Tezcan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=6766</guid>
		<description><![CDATA[Ein Diplomat redet Klartext. Österreichs PolitikerInnen sind lieber empört, als sich mit Kritik auseinanderzusetzen - Empört über die Empörung ist Jakob Arnim-Ellissen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gesamte Regierungsriege echauffierte sich gestern über die <a title="Reaktionen zum Interview" href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/609127/Wirbel-um-BotschafterInterview_Eine-unglaubliche-Entgleisung?direct=609016&amp;_vl_backlink=/home/index.do&amp;selChannel=101" target="_blank">„inakzeptablen“ Aussagen (Faymann, Pröll, Spindelegger, Fekter)</a> des <a title="Interview mit dem Botschafter" href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/608981/Tezcan_Warum-habt-ihr-110000-Tuerken-eingebuergert?direct=609016&amp;_vl_backlink=/home/index.do&amp;selChannel=101" target="_blank">türkischen Botschafters Kadri Ecved Tezcan</a>. Der Übeltäter wurde ins Außenministerium zitiert und sein Chef in der Türkei angerufen. Strache forderte gleich eine Entschuldigung der türkischen Regierung und Josef Normalbürger geiferte in den Foren diverser Tageszeitungen.</p>
<p><span id="more-6766"></span>Zugegeben, der Botschafter teilt kräftig aus. Zumindest schont er dabei niemanden. Schwarz, Rot und Blau (Grün bleibt gewohnt unauffällig), ÖsterreicherInnen und TürkInnen, alle müssen sich Kritik gefallen lassen.  Nicht allem würde ich zustimmen, Empörendes ist aber nun wirklich nicht dabei.</p>
<p>Am unangenehmsten sind für ÖsterreicherInnen wohl noch die Aussagen zum Toleranzproblem in der  Hauptstadt. Doch wenn eine Partei, deren Chef als Comicfigur Kinder zum Steinewerfen auf Türken auffordert, fast 26% bekommt, dann kann man einem Türken wegen solchen Aussagen wohl nur schwer böse sein.</p>
<p>Sonst wiederholt Tezcan nur, was doch <a title="Experten für Türkisch als Maturasprache" href="http://diepresse.com/home/bildung/schule/608973/Experten-fuer-Tuerkisch-als-Maturasprache?from=suche.intern.portal" target="_blank">eigentlich sowieso alle wissen</a>: Wenn in Schulklassen die Mehrheit der Kinder keine Deutsch-Muttersprachler sind gibt es Probleme. Kinder, die ihre eigene Muttersprache nicht beherrschen fällt auch das Erlernen von Fremdsprachen schwerer. TürkInnen müssen Deutsch lernen. Fekter ist ein Problem. Der österreichischen Integrationspolitik fehlt es an „Koordination und Kooperation“. Wenn Frauen Kopftücher tragen wollen, sollen sie das dürfen, wenn sie gezwungen werden, muss der Staat einschreiten. Was ist daran empörend?</p>
<p>Ob ein Diplomat solche Dinge sagen darf oder nicht, weiß ich nicht. Ist mir eigentlich aber auch egal. Nicht egal ist mir, dass wieder einmal die gewohnten Verdrängungsmuster der österreichischen PolitikerInnen greifen. Der Grund die Inhalte der Kritik zu ignorieren ist hier besonders schnell gefunden, ein Diplomat darf so etwas nicht sagen. Punkt. Aus. Was hat er nochmal gesagt? Interessiert uns doch nicht.</p>
<p>Das Interview bietet viel Raum für Kritik. Unnötige Verallgemeinerungen über ÖsterreicherInnen (die bei vielen, die Tezcans Offenheit loben, in einem umgekehrten Fall wohl einen ordentlichen Beissreflex auslösen würden) und TürkInnen, oder seine Ansprüche als Vertreter von österreichischen StaatsbürgerInnen mit zwei oder drei Generationen zurückliegendem türkischem Migrationshintergrund.</p>
<p>Kritik an solchen Aussagen wäre berechtigt. Anstatt sich aber konstruktiv, mit der Sicht eines Türken, „der seit einem Jahr in Wien lebt und viele Kontakte zu den 250.000 Türken hier hat“, auseinanderzusetzen, verstecken sich österreichische VerantwortungsträgerInnen hinter einer kollektiven Empörung.</p>
<blockquote><p>* Um einen Beitrag zur Debatte zu leisten hat mein Kollege Tom Schaffer <a title="Haltet euch an die Regeln dieses Landes" href="http://zurpolitik.com/2010/11/10/haltet-euch-an-die-regeln-dieses-landes/" target="_self">drei Experten zum Gespräch geladen</a>.</p></blockquote>
<p><small><em>Foto Cover: <a href="http://clairephoenix.files.wordpress.com" target="_blank">clairephoenix.files.wordpress.com</a></em></small><br />
<small><em>Foto Beitrag: <a href="http://www.flickr.com/photos/arne-list/2583692042/sizes/o/in/photostream/" target="_blank">arne.list</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC2.0 BY-SA</a></em></small></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=6766&amp;md5=9cec458f0160e2d2d89ca8440ccb6b60" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/11/11/emporen-statt-auseinandersetzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>23</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=schaffertom&amp;url=http%3A%2F%2Fzurpolitik.com%2F2010%2F11%2F11%2Femporen-statt-auseinandersetzen%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=Emp%C3%B6ren+statt+Auseinandersetzen&amp;description=Die+gesamte+Regierungsriege+echauffierte+sich+gestern+%C3%BCber+die+%E2%80%9Einakzeptablen%E2%80%9C+Aussagen+%28Faymann%2C+Pr%C3%B6ll%2C+Spindelegger%2C+Fekter%29+des+t%C3%BCrkischen+Botschafters+Kadri+Ecved+Tezcan.+Der+%C3%9Cbelt%C3%A4ter+wurde+ins+Au%C3%9Fenministerium+zitiert+und+sein+Chef+in+der+T%C3%BCrkei+angerufen.+Strache+forderte+gleich+eine+Entschuldigung+der+t%C3%BCrkischen+Regierung+und+Josef+Normalb%C3%BCrger+geiferte+in+den+Foren+diverser+Tageszeitungen.%0D%0A%0D%0AZugegeben%2C+der+Botschafter+teilt+kr%C3%A4ftig+aus.+Zumindest+schont+er+dabei+niemanden.+Schwarz%2C+Rot+und+Blau+%28Gr%C3%BCn+bleibt+gewohnt+unauff%C3%A4llig%29%2C+%C3%96sterreicherInnen+und+T%C3%BCrkInnen%2C+alle+m%C3%BCssen+sich+Kritik+gefallen+lassen.%C2%A0+Nicht+allem+w%C3%BCrde+ich+zustimmen%2C+Emp%C3%B6rendes+ist+aber+nun+wirklich+nicht+dabei.%0D%0A%0D%0AAm+unangenehmsten+sind+f%C3%BCr+%C3%96sterreicherInnen+wohl+noch+die+Aussagen+zum+Toleranzproblem+in+der%C2%A0+Hauptstadt.+Doch+wenn+eine+Partei%2C+deren+Chef+als+Comicfigur+Kinder+zum+Steinewerfen+auf+T%C3%BCrken+auffordert%2C+fast+26%25+bekommt%2C+dann+kann+man+einem+T%C3%BCrken+wegen+solchen+Aussagen+wohl+nur+schwer+b%C3%B6se+sein.%0D%0A%0D%0ASonst+wiederholt+Tezcan+nur%2C+was+doch+eigentlich+sowieso+alle+wissen%3A+Wenn+in+Schulklassen+die+Mehrheit+der+Kinder+keine+Deutsch-Muttersprachler+sind+gibt+es+Probleme.+Kinder%2C+die+ihre+eigene+Muttersprache+nicht+beherrschen+f%C3%A4llt+auch+das+Erlernen+von+Fremdsprachen+schwerer.+T%C3%BCrkInnen+m%C3%BCssen+Deutsch+lernen.+Fekter+ist+ein+Problem.+Der+%C3%B6sterreichischen+Integrationspolitik+fehlt+es+an+%E2%80%9EKoordination+und+Kooperation%E2%80%9C.+Wenn+Frauen+Kopft%C3%BCcher+tragen+wollen%2C+sollen+sie+das+d%C3%BCrfen%2C+wenn+sie+gezwungen+werden%2C+muss+der+Staat+einschreiten.+Was+ist+daran+emp%C3%B6rend%3F%0D%0A%0D%0AOb+ein+Diplomat+solche+Dinge+sagen+darf+oder+nicht%2C+wei%C3%9F+ich+nicht.+Ist+mir+eigentlich+aber+auch+egal.+Nicht+egal+ist+mir%2C+dass+wieder+einmal+die+gewohnten+Verdr%C3%A4ngungsmuster+der+%C3%B6sterreichischen+PolitikerInnen+greifen.+Der+Grund+die+Inhalte+der+Kritik+zu+ignorieren+ist+hier+besonders+schnell+gefunden%2C+ein+Diplomat+darf+so+etwas+nicht+sagen.+Punkt.+Aus.+Was+hat+er+nochmal+gesagt%3F+Interessiert+uns+doch+nicht.%0D%0A%0D%0ADas+Interview+bietet+viel+Raum+f%C3%BCr+Kritik.+Unn%C3%B6tige+Verallgemeinerungen+%C3%BCber+%C3%96sterreicherInnen+%28die+bei+vielen%2C+die+Tezcans+Offenheit+loben%2C+in+einem+umgekehrten+Fall+wohl+einen+ordentlichen+Beissreflex+ausl%C3%B6sen+w%C3%BCrden%29+und+T%C3%BCrkInnen%2C+oder+seine+Anspr%C3%BCche+als+Vertreter+von+%C3%B6sterreichischen+Staatsb%C3%BCrgerInnen+mit+zwei+oder+drei+Generationen+zur%C3%BCckliegendem+t%C3%BCrkischem+Migrationshintergrund.%0D%0A%0D%0AKritik+an+solchen+Aussagen+w%C3%A4re+berechtigt.+Anstatt+sich+aber+konstruktiv%2C+mit+der+Sicht+eines+T%C3%BCrken%2C+%E2%80%9Eder+seit+einem+Jahr+in+Wien+lebt+und+viele+Kontakte+zu+den+250.000+T%C3%BCrken+hier+hat%E2%80%9C%2C+auseinanderzusetzen%2C+verstecken+sich+%C3%B6sterreichische+Verantwortungstr%C3%A4gerInnen+hinter+einer+kollektiven+Emp%C3%B6rung.%0D%0A%2A+Um+einen+Beitrag+zur+Debatte+zu+leisten+hat+mein+Kollege+Tom+Schaffer+drei+Experten+zum+Gespr%C3%A4ch+geladen.%0D%0AFoto+Cover%3A+clairephoenix.files.wordpress.com%0D%0AFoto+Beitrag%3A+arne.list%2C+CC2.0+BY-SA&amp;tags=%C3%96sterreich%2CBotschafter%2CEmp%C3%B6rung%2CIntegration%2CInterview%2CT%C3%BCrkei%2CTezcan%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Haltet euch an die Regeln dieses Landes!&#8221;</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/11/10/haltet-euch-an-die-regeln-dieses-landes/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/11/10/haltet-euch-an-die-regeln-dieses-landes/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 21:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Tezcan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=6732</guid>
		<description><![CDATA[Der türkische Botschafter in Wien sorgt in einem Interview für Aufregung. Wir reden lieber über die Inhalte - Ein Gespräch mit drei Experten von Tom Schaffer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Interview der &#8220;<a href="http://diepresse.com" target="_blank">Presse</a>&#8221; mit dem türkischen Botschafter <a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/608981/Tezcan_Warum-habt-ihr-110000-Tuerken-eingebuergert?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/609016/index.do&#038;direct=609016" target="_blank"><strong>Kadri Ecved Tezcan über Integration</strong></a> sorgt für Aufregung in Österreich. In der <a href="http://zurpolitik.com/2010/11/03/die-neuen-politisch-korrekten/" target="_blank"><strong>politisch korrekten</strong></a> Hysterie wird viel über den Absender und die Hülle der Nachricht diskutiert, währenddessen gehen die Inhalte wieder einmal völlig unter. Wir wollen uns mit der Sache auseinandersetzen, sind in einem spontanen redaktionellen Kraftakt losgezogen und baten drei Experten zum Gespräch*.<span id="more-6732"></span></p>
<p><strong>Ich danke Ihnen allen, dass Sie sich so kurzfristig Zeit genommen haben. Würden Sie sich kurz vorstellen?</strong><br />
<em>Gerald Kadringer:</em> Ich bin Wiener, arbeite aber seit fünf Jahren in Ankara am Institut für anatolische Migration und bin im Moment zur Vorbereitung einer Konferenz zur Annäherung der Türkei an die EU in Wien.<br />
<em>Goran Ecvedinovic:</em> Ich bin Soziologe in der freien Forschung und beschäftige mich allgemein mit Integrationsprozessen in westlichen Staaten.<br />
<em>Narges Salitezcan:</em> Mein Gebiet ist die Islamwissenschaft. Ich bin ursprünglich aus der Türkei, lebe aber seit 20 Jahren in Wien.</p>
<p><strong>Wo gibt es denn Probleme mit Türken in Österreich?</strong><br />
<em>Ecvedinovic:</em> Es gibt Schulen, in denen türkische Kinder mit 60, 70 Prozent die Mehrheit stellen. Viele türkische Eltern glauben, dass ihre Kinder perfekt Deutsch und Türkisch sprechen. Aber mit 500 Wörtern beherrscht man noch keine Sprache und die Kinder sprechen weder Deutsch noch Türkisch gut.<br />
<em>Salitezcan:</em> Ob Eltern, Kinder oder Jugendliche, sie sollten alle Deutsch können. Ich sage meinen Leuten immer: Lernt Deutsch und haltet euch an die Regeln dieses Landes! </p>
<p><strong>Wie lässt sich das lösen?</strong><br />
<em>Ecvedinovic:</em> Wenn Kinder ihre Muttersprache nicht korrekt lernen, werden sie auch eine andere Sprache nicht gut erfassen. Türkisch sollte an den Schulen gelehrt, die Lehrer dafür an den österreichischen Universitäten ausgebildet weden. Dazu bräuchte es an existierenden Orientalistik-Institutien nur einen Pädagogik Lehrgang. Bis dort Leute ausgebildet sind, kann man einige hundert Lehrer aus der Türkei holen. </p>
<p><strong>Ein viel plakativerer Streitpunkt ist das Kopftuch, das viele Österreicher aufregt&#8230;</strong><br />
<em>Ecvedinovic: </em>Die Leute wollen hier keine Frauen mit Kopftüchern sehen. Aber ist das denn gegen das Gesetz? Nein.<br />
<em>Kadringer: </em>Es steht jedem frei, was er auf dem Kopf trägt. Wenn es hier die Freiheit gibt, nackt zu baden, sollte es auch die Freiheit geben, Kopftücher zu tragen.<br />
<em>Salitezcan:</em> Ja, aber wenn jemand die Leute zwingt, Kopftücher zu tragen, dann sollte der Rechtsstaat intervenieren. Dasselbe muss für jene gelten, die sich weigern, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Wir haben ein Problem mit Mädchen, die mit 13 nicht mehr in die Schule gehen.<br />
<em>Ecvedinovic:</em> Und wir wollen auch nicht, dass unsere Töchter zwangsverheiratet werden.  </p>
<p><strong>Wieviel Schuld trägt Österreich als Staat an den Integrationsproblemen?</strong><br />
<em>Salitezcab: </em>Wenn Türken in Wien Wohnungen beantragen, werden sie immer in dieselbe Gegend geschickt, gleichzeitig wirft man ihnen vor, Ghettos zu formen.<br />
<em>Kadringer:</em> Integration ist ein kulturelles und soziales Problem. Aber in Österreich ist das Innenministerium für Integration verantwortlich. Das ist unglaublich. Die letzten fünf türkischen Botschafter wurden nie um Zusammenarbeit in Integrationsfragen gebeten.<br />
<em>Ecvendinovic:</em> Die Innenministerin sollte aufhören, in den Integrationsprozess zu intervenieren. Wenn man dem Innenministerium ein Problem gibt, wird dabei eine Polizeilösung rauskommen.<br />
<em>Kadringer: </em>Das Gleiche gilt übrigens auch für Angela Merkel. Ich war so überrascht, als sie vor zwei Wochen sagte, Multikulturalismus habe versagt und Deutschland sei eine christliche Gesellschaft. Was für eine Mentalität ist das? Ich kann nicht glauben, dass ich das im Jahr 2010 in Europa hören muss, das angeblich das Zentrum der Toleranz und Menschenrechte ist. Diese Werte haben andere von uns gelernt, und jetzt kehren wir diesen Werten den Rücken. Trotzdem will ich nicht sagen, dass die Migranten keine Fehler gemacht haben.</p>
<p><strong>Und handelt die Gesellschaft hierzulande auch falsch?</strong><br />
<em>Ecvedinovic: </em>Österreichische Familie schicken ihre Kinder nicht an Schulen, in denen ethnische Minderheiten die Mehrheit stellen. So werden Türken in die Ecke gedrängt.<br />
<em>Salitezcan:</em> Ich werde nicht nur den Österreichern Vorwürfe machen. Türken haben auch Probleme, mit anderen Leuten in Kontakt zu treten.<br />
<em>Kadringer:</em> Aber ein Beispiel, was nicht gut ist: Jedes Jahr bekommen die Türken in Wien einen öffentlichen Ort, einen Park etwa, zugeteilt, um ihr Kermes-Fest zu feiern. Sie kochen, spielen, tanzen, zeigen ihre eigene Kultur. Die einzigen Österreicher, die Kermes besuchen, sind Politiker auf der Jagd nach Wählerstimmen.</p>
<p><strong>Was könnte man tun, um das zu ändern?</strong><br />
<em>Ecvedinovic:</em> Die Türken sind glücklich, sie wollen nichts von uns. Sie wollen nur nicht wie ein Virus behandelt werden. Die Gesellschaft sollte sie integrieren und von ihnen profitieren. Österreich war ein Imperium mit verschiedenen ethnischen Gruppen. Es sollte gewohnt sein, mit Ausländern zu leben.<br />
<em>Salitezcan:</em> Jedes Kind sollte den Kindergarten besuchen. Ab drei oder vier, wie in den österreichischen Familien.</p>
<p><strong>Verbessert sich die Lage auch?</strong><br />
<em>Kadringer:</em> Es gibt viele Menschen guten Willens. In vielen Rathäusern gibt es Integrationssektionen. Aber sie warten in ihren Büros, bis die Leute zu ihnen kommen. Sie haben keine Vision.<br />
<em>Salitezcan</em>: Es gibt hierzulande heute ungefähr 2000 türkischstämmige Studenten, die hier geboren wurden, plus 20.000 türkische Gymnasiasten. Es gibt mehr als 3500 türkische Unternehmer hier, 110 Ärzte. Die Medien sollten mehr über diese Erfolgsgeschichten sprechen.</p>
<p><strong>Noch eine kurze Frage an Herrn Kadringer, funktioniert Integration von Türken anders, als die von anderen Gruppen?</strong><br />
<em>Kadringer:</em> Anders als Griechen oder Italiener begannen die Türken erst vor 35, 40 Jahren zu emigrieren. Auch die Einwanderer in den USA hatten ihre Probleme. Aber diese Probleme sind nun vergessen. Integration ist ein Prozess.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>
<blockquote><p>* Alle Antworten (außer die der Vorstellungsrunde) der drei fiktiven Personen aus diesem fiktiven Gespräch sind in Wahrheit direkte oder sinngemäße Zitate von den Aussagen des türkischen Botschafters im Gespräch mit der Presse. Sie wurden im Sinne des Textes teilweise leicht modifiziert, inhaltlich sind sie aber nachprüfbar ident. </p>
<p>Zweck dieser Aktion ist es, losgelöst von der umstrittenen Person und einiger provokanter Äußerungen über die Inhalte zu diskutieren, von denen wir viele wichtig finden.</p>
<p>Ein herzlicher Dank für die Erlaubnis zum ausschweifenden Zitieren geht an &#8220;Die Presse&#8221;!</p></blockquote>
<p><small><em>Fotocredit: <a href="http://www.flickr.com/photos/arne-list/2583692042/sizes/o/in/photostream/" target="_blank">arne.list</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC2.0 BY-SA</a></em></small></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=6732&amp;md5=5ac3804b467253138d020dc862d89ae6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/11/10/haltet-euch-an-die-regeln-dieses-landes/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=schaffertom&amp;url=http%3A%2F%2Fzurpolitik.com%2F2010%2F11%2F10%2Fhaltet-euch-an-die-regeln-dieses-landes%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=%26%238220%3BHaltet+euch+an+die+Regeln+dieses+Landes%21%26%238221%3B&amp;description=Ein+Interview+der+%22Presse%22+mit+dem+t%C3%BCrkischen+Botschafter+Kadri+Ecved+Tezcan+%C3%BCber+Integration+sorgt+f%C3%BCr+Aufregung+in+%C3%96sterreich.+In+der+politisch+korrekten+Hysterie+wird+viel+%C3%BCber+den+Absender+und+die+H%C3%BClle+der+Nachricht+diskutiert%2C+w%C3%A4hrenddessen+gehen+die+Inhalte+wieder+einmal+v%C3%B6llig+unter.+Wir+wollen+uns+mit+der+Sache+auseinandersetzen%2C+sind+in+einem+spontanen+redaktionellen+Kraftakt+losgezogen+und+baten+drei+Experten+zum+Gespr%C3%A4ch%2A.%0D%0A%0D%0AIch+danke+Ihnen+allen%2C+dass+Sie+sich+so+kurzfristig+Zeit+genommen+haben.+W%C3%BCrden+Sie+sich+kurz+vorstellen%3F%0D%0AGerald+Kadringer%3A+Ich+bin+Wiener%2C+arbeite+aber+seit+f%C3%BCnf+Jahren+in+Ankara+am+Institut+f%C3%BCr+anatolische+Migration+und+bin+im+Moment+zur+Vorbereitung+einer+Konferenz+zur+Ann%C3%A4herung+der+T%C3%BCrkei+an+die+EU+in+Wien.%0D%0AGoran+Ecvedinovic%3A+Ich+bin+Soziologe+in+der+freien+Forschung+und+besch%C3%A4ftige+mich+allgemein+mit+Integrationsprozessen+in+westlichen+Staaten.%0D%0ANarges+Salitezcan%3A+Mein+Gebiet+ist+die+Islamwissenschaft.+Ich+bin+urspr%C3%BCnglich+aus+der+T%C3%BCrkei%2C+lebe+aber+seit+20+Jahren+in+Wien.%0D%0A%0D%0AWo+gibt+es+denn+Probleme+mit+T%C3%BCrken+in+%C3%96sterreich%3F%0D%0AEcvedinovic%3A+Es+gibt+Schulen%2C+in+denen+t%C3%BCrkische+Kinder+mit+60%2C+70+Prozent+die+Mehrheit+stellen.+Viele+t%C3%BCrkische+Eltern+glauben%2C+dass+ihre+Kinder+perfekt+Deutsch+und+T%C3%BCrkisch+sprechen.+Aber+mit+500+W%C3%B6rtern+beherrscht+man+noch+keine+Sprache+und+die+Kinder+sprechen+weder+Deutsch+noch+T%C3%BCrkisch+gut.+%0D%0ASalitezcan%3A+Ob+Eltern%2C+Kinder+oder+Jugendliche%2C+sie+sollten+alle+Deutsch+k%C3%B6nnen.+Ich+sage+meinen+Leuten+immer%3A+Lernt+Deutsch+und+haltet+euch+an+die+Regeln+dieses+Landes%21+%0D%0A%0D%0AWie+l%C3%A4sst+sich+das+l%C3%B6sen%3F%0D%0AEcvedinovic%3A+Wenn+Kinder+ihre+Muttersprache+nicht+korrekt+lernen%2C+werden+sie+auch+eine+andere+Sprache+nicht+gut+erfassen.+T%C3%BCrkisch+sollte+an+den+Schulen+gelehrt%2C+die+Lehrer+daf%C3%BCr+an+den+%C3%B6sterreichischen+Universit%C3%A4ten+ausgebildet+weden.+Dazu+br%C3%A4uchte+es+an+existierenden+Orientalistik-Institutien+nur+einen+P%C3%A4dagogik+Lehrgang.+Bis+dort+Leute+ausgebildet+sind%2C+kann+man+einige+hundert+Lehrer+aus+der+T%C3%BCrkei+holen.+%0D%0A%0D%0AEin+viel+plakativerer+Streitpunkt+ist+das+Kopftuch%2C+das+viele+%C3%96sterreicher+aufregt...%0D%0AEcvedinovic%3A+Die+Leute+wollen+hier+keine+Frauen+mit+Kopft%C3%BCchern+sehen.+Aber+ist+das+denn+gegen+das+Gesetz%3F+Nein.%0D%0AKadringer%3A+Es+steht+jedem+frei%2C+was+er+auf+dem+Kopf+tr%C3%A4gt.+Wenn+es+hier+die+Freiheit+gibt%2C+nackt+zu+baden%2C+sollte+es+auch+die+Freiheit+geben%2C+Kopft%C3%BCcher+zu+tragen.+%0D%0ASalitezcan%3A+Ja%2C+aber+wenn+jemand+die+Leute+zwingt%2C+Kopft%C3%BCcher+zu+tragen%2C+dann+sollte+der+Rechtsstaat+intervenieren.+Dasselbe+muss+f%C3%BCr+jene+gelten%2C+die+sich+weigern%2C+ihre+Kinder+in+die+Schule+zu+schicken.+Wir+haben+ein+Problem+mit+M%C3%A4dchen%2C+die+mit+13+nicht+mehr+in+die+Schule+gehen.+%0D%0AEcvedinovic%3A+Und+wir+wollen+auch+nicht%2C+dass+unsere+T%C3%B6chter+zwangsverheiratet+werden.++%0D%0A%0D%0AWieviel+Schuld+tr%C3%A4gt+%C3%96sterreich+als+Staat+an+den+Integrationsproblemen%3F%0D%0ASalitezcab%3A+Wenn+T%C3%BCrken+in+Wien+Wohnungen+beantragen%2C+werden+sie+immer+in+dieselbe+Gegend+geschickt%2C+gleichzeitig+wirft+man+ihnen+vor%2C+Ghettos+zu+formen.%0D%0AKadringer%3A+Integration+ist+ein+kulturelles+und+soziales+Problem.+Aber+in+%C3%96sterreich+ist+das+Innenministerium+f%C3%BCr+Integration+verantwortlich.+Das+ist+unglaublich.+Die+letzten+f%C3%BCnf+t%C3%BCrkischen+Botschafter+wurden+nie+um+Zusammenarbeit+in+Integrationsfragen+gebeten.%0D%0AEcvendinovic%3A+Die+Innenministerin+sollte+aufh%C3%B6ren%2C+in+den+Integrationsprozess+zu+intervenieren.+Wenn+man+dem+Innenministerium+ein+Problem+gibt%2C+wird+dabei+eine+Polizeil%C3%B6sung+rauskommen.%0D%0AKadringer%3A+Das+Gleiche+gilt+%C3%BCbrigens+auch+f%C3%BCr+Angela+Merkel.+Ich+war+so+%C3%BCberrascht%2C+als+sie+vor+zwei+Wochen+sagte%2C+Multikulturalismus+habe+versagt+und+Deutschland+sei+eine+christliche+Gesellschaft.+Was+f%C3%BCr+eine+Mentalit%C3%A4t+ist+das%3F+Ich+kann+nicht+glauben%2C+dass+ich+das+im+Jahr+2010+in+Europa+h%C3%B6ren+muss%2C+das+angeblich+das+Zentrum+der+Toleranz+und+Menschenrechte+ist.+Diese+Werte+haben+andere+von+uns+gelernt%2C+und+jetzt+kehren+wir+diesen+Werten+den+R%C3%BCcken.+Trotzdem+will+ich+nicht+sagen%2C+dass+die+Migranten+keine+Fehler+gemacht+haben.%0D%0A%0D%0AUnd+handelt+die+Gesellschaft+hierzulande+auch+falsch%3F%0D%0AEcvedinovic%3A+%C3%96sterreichische+Familie+schicken+ihre+Kinder+nicht+an+Schulen%2C+in+denen+ethnische+Minderheiten+die+Mehrheit+stellen.+So+werden+T%C3%BCrken+in+die+Ecke+gedr%C3%A4ngt.%0D%0ASalitezcan%3A+Ich+werde+nicht+nur+den+%C3%96sterreichern+Vorw%C3%BCrfe+machen.+T%C3%BCrken+haben+auch+Probleme%2C+mit+anderen+Leuten+in+Kontakt+zu+treten.%0D%0AKadringer%3A+Aber+ein+Beispiel%2C+was+nicht+gut+ist%3A+Jedes+Jahr+bekommen+die+T%C3%BCrken+in+Wien+einen+%C3%B6ffentlichen+Ort%2C+einen+Park+etwa%2C+zugeteilt%2C+um+ihr+Kermes-Fest+zu+feiern.+Sie+kochen%2C+spielen%2C+tanzen%2C+zeigen+ihre+eigene+Kultur.+Die+einzigen+%C3%96sterreicher%2C+die+Kermes+besuchen%2C+sind+Politiker+auf+der+Jagd+nach+W%C3%A4hlerstimmen.%0D%0A%0D%0AWas+k%C3%B6nnte+man+tun%2C+um+das+zu+%C3%A4ndern%3F%0D%0AEcvedinovic%3A+Die+T%C3%BCrken+sind+gl%C3%BCcklich%2C+sie+wollen+nichts+von+uns.+Sie+wollen+nur+nicht+wie+ein+Virus+behandelt+werden.+Die+Gesellschaft+sollte+sie+integrieren+und+von+ihnen+profitieren.+%C3%96sterreich+war+ein+Imperium+mit+verschiedenen+ethnischen+Gruppen.+Es+sollte+gewohnt+sein%2C+mit+Ausl%C3%A4ndern+zu+leben.+%0D%0ASalitezcan%3A+Jedes+Kind+sollte+den+Kindergarten+besuchen.+Ab+drei+oder+vier%2C+wie+in+den+%C3%B6sterreichischen+Familien.%0D%0A%0D%0AVerbessert+sich+die+Lage+auch%3F%0D%0AKadringer%3A+Es+gibt+viele+Menschen+guten+Willens.+In+vielen+Rath%C3%A4usern+gibt+es+Integrationssektionen.+Aber+sie+warten+in+ihren+B%C3%BCros%2C+bis+die+Leute+zu+ihnen+kommen.+Sie+haben+keine+Vision.%0D%0ASalitezcan%3A+Es+gibt+hierzulande+heute+ungef%C3%A4hr+2000+t%C3%BCrkischst%C3%A4mmige+Studenten%2C+die+hier+geboren+wurden%2C+plus+20.000+t%C3%BCrkische+Gymnasiasten.+Es+gibt+mehr+als+3500+t%C3%BCrkische+Unternehmer+hier%2C+110+%C3%84rzte.+Die+Medien+sollten+mehr+%C3%BCber+diese+Erfolgsgeschichten+sprechen.%0D%0A%0D%0ANoch+eine+kurze+Frage+an+Herrn+Kadringer%2C+funktioniert+Integration+von+T%C3%BCrken+anders%2C+als+die+von+anderen+Gruppen%3F%0D%0AKadringer%3A+Anders+als+Griechen+oder+Italiener+begannen+die+T%C3%BCrken+erst+vor+35%2C+40+Jahren+zu+emigrieren.+Auch+die+Einwanderer+in+den+USA+hatten+ihre+Probleme.+Aber+diese+Probleme+sind+nun+vergessen.+Integration+ist+ein+Prozess.%0D%0A%0D%0AVielen+Dank+f%C3%BCr+das+Gespr%C3%A4ch%21%0D%0A%0D%0A%2A+Alle+Antworten+%28au%C3%9Fer+die+der+Vorstellungsrunde%29+der+drei+fiktiven+Personen+aus+diesem+fiktiven+Gespr%C3%A4ch+sind+in+Wahrheit+direkte+oder+sinngem%C3%A4%C3%9Fe+Zitate+von+den+Aussagen+des+t%C3%BCrkischen+Botschafters+im+Gespr%C3%A4ch+mit+der+Presse.+Sie+wurden+im+Sinne+des+Textes+teilweise+leicht+modifiziert%2C+inhaltlich+sind+sie+aber+nachpr%C3%BCfbar+ident.+%0D%0A%0D%0AZweck+dieser+Aktion+ist+es%2C+losgel%C3%B6st+von+der+umstrittenen+Person+und+einiger+provokanter+%C3%84u%C3%9Ferungen+%C3%BCber+die+Inhalte+zu+diskutieren%2C+von+denen+wir+viele+wichtig+finden.%0D%0A%0D%0AEin+herzlicher+Dank+f%C3%BCr+die+Erlaubnis+zum+ausschweifenden+Zitieren+geht+an+%22Die+Presse%22%21%0D%0A%0D%0AFotocredit%3A+arne.list%2C+CC2.0+BY-SA&amp;tags=%C3%96sterreich%2CIntegration%2CInterview%2CT%C3%BCrkei%2CTezcan%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Obamas Designer im Interview</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/04/23/obamas-designer-im-interview/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/04/23/obamas-designer-im-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 11:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[scott thomas]]></category>
		<category><![CDATA[super-fi]]></category>
		<category><![CDATA[the gap]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=4230</guid>
		<description><![CDATA[Für meinen Arbeitgeber <a href="http://www.super-fi.eu" target="_blank">Super-Fi</a> und im Namen des <a href="http://www.thegap.at" target="_blank">The Gap Magazins&#8230;</a> war ich gestern am &#8220;Creative Printing Event&#8221; im Wiener Museum of Young Art. Allerdings weniger um mir die (mehr oder weniger brauchbaren) Ideen der Printbranche für ihre Zukunft anzuhören,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für meinen Arbeitgeber <a href="http://www.super-fi.eu" target="_blank">Super-Fi</a> und im Namen des <a href="http://www.thegap.at" target="_blank">The Gap Magazins</a> war ich gestern am &#8220;Creative Printing Event&#8221; im Wiener Museum of Young Art. Allerdings weniger um mir die (mehr oder weniger brauchbaren) Ideen der Printbranche für ihre Zukunft anzuhören, sondern um Scott Thomas zu interviewen.</p>
<p>Der Mann war Chefdesigner der unglaublich erfolgreichen Online-Wahlkampagne von Barack Obama 2008 und hat kürzlich das Buch &#8220;Designing Obama&#8221; veröffentlicht. Er hat mir allerlei Interessantes über seine Arbeit, die Kampagne sowie das Heute und die Zukunft der Politik im Internet erzählt.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="550" height="309" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=11160633&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=c9ff23&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="550" height="309" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=11160633&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=c9ff23&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/11160633">Super-Fi Interview mit Scott Thomas, Onlinedesigner Obama Campaign</a> auf <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=4230&amp;md5=076473bfc34021d5e595494a2ef50932" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/04/23/obamas-designer-im-interview/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=schaffertom&amp;url=http%3A%2F%2Fzurpolitik.com%2F2010%2F04%2F23%2Fobamas-designer-im-interview%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=Obamas+Designer+im+Interview&amp;description=F%C3%BCr+meinen+Arbeitgeber+Super-Fi+und+im+Namen+des+The+Gap+Magazins+war+ich+gestern+am+%22Creative+Printing+Event%22+im+Wiener+Museum+of+Young+Art.+Allerdings+weniger+um+mir+die+%28mehr+oder+weniger+brauchbaren%29+Ideen+der+Printbranche+f%C3%BCr+ihre+Zukunft+anzuh%C3%B6ren%2C+sondern+um+Scott+Thomas+zu+interviewen.%0D%0A%0D%0ADer+Mann+war+Chefdesigner+der+unglaublich+erfolgreichen+Online-Wahlkampagne+von+Barack+Obama+2008+und+hat+k%C3%BCrzlich+das+Buch+%22Designing+Obama%22+ver%C3%B6ffentlicht.+Er+hat+mir+allerlei+Interessantes+%C3%BCber+seine+Arbeit%2C+die+Kampagne+sowie+das+Heute+und+die+Zukunft+der+Politik+im+Internet+erz%C3%A4hlt.%0D%0A%0D%0A%0D%0A%0D%0ASuper-Fi+Interview+mit+Scott+Thomas%2C+Onlinedesigner+Obama+Campaign+auf+Vimeo.&amp;tags=Interview%2CObama%2Cscott+thomas%2Csuper-fi%2Cthe+gap%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Es geht nicht allzu sehr um Inhalte&#8221;</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/04/20/es-geht-nicht-allzu-sehr-um-inhalte/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/04/20/es-geht-nicht-allzu-sehr-um-inhalte/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 18:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Rosenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[FM4]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Präsident]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=4200</guid>
		<description><![CDATA[Heute bat mich <a href="http://fm4.orf.at/rolandgratzer" target="_blank">Roland Gratzer von FM4&#8230;</a> relativ spontan um ein Interview über den Web-Teil des Präsidentschaftswahlkampf. Der etwa dreieinhalb Minuten lange Beitrag, der aus dem geschätzt 20-30 Minuten langen Gespräch entstanden ist, wurde in der Sendung Connected ausgestrahlt. Der]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute bat mich <a href="http://fm4.orf.at/rolandgratzer" target="_blank">Roland Gratzer von FM4</a> relativ spontan um ein Interview über den Web-Teil des Präsidentschaftswahlkampf. Der etwa dreieinhalb Minuten lange Beitrag, der aus dem geschätzt 20-30 Minuten langen Gespräch entstanden ist, wurde in der Sendung Connected ausgestrahlt. Der Mitschnitt ist bei uns nachzuhören. Der Neonazi, den der ORF engagiert hat um mich zu diskreditieren, wurde vom Staatsfunk selbstverständlich gelöscht.</p>
<p></p>
<p>PS: Jetzt auch <a href="http://fm4.orf.at/stories/1645479/" target="_blank">als Webstory</a>.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=4200&amp;md5=d29e617e5097df2b229d2e85a9429865" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/04/20/es-geht-nicht-allzu-sehr-um-inhalte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=schaffertom&amp;url=http%3A%2F%2Fzurpolitik.com%2F2010%2F04%2F20%2Fes-geht-nicht-allzu-sehr-um-inhalte%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=%26%238220%3BEs+geht+nicht+allzu+sehr+um+Inhalte%26%238221%3B&amp;description=Heute+bat+mich+Roland+Gratzer+von+FM4+relativ+spontan+um+ein+Interview+%C3%BCber+den+Web-Teil+des+Pr%C3%A4sidentschaftswahlkampf.+Der+etwa+dreieinhalb+Minuten+lange+Beitrag%2C+der+aus+dem+gesch%C3%A4tzt+20-30+Minuten+langen+Gespr%C3%A4ch+entstanden+ist%2C+wurde+in+der+Sendung+Connected+ausgestrahlt.+Der+Mitschnitt+ist+bei+uns+nachzuh%C3%B6ren.+Der+Neonazi%2C+den+der+ORF+engagiert+hat+um+mich+zu+diskreditieren%2C+wurde+vom+Staatsfunk+selbstverst%C3%A4ndlich+gel%C3%B6scht.%0D%0A%0D%0A%5Bdisplay_podcast%5D%0D%0A%0D%0APS%3A+Jetzt+auch+als+Webstory.&amp;tags=%C3%96sterreich%2CBarbara+Rosenkranz%2CFM4%2CHeinz+Fischer%2CInterview%2CPr%C3%A4sident%2CRadio%2CWahlen%2Cblog" type="text/html" />
<!-- Media File exists for this post, but its not enabled for this feed -->
	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Man müsste darüber lachen&#8221;</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/03/31/man-musste-daruber-lachen/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/03/31/man-musste-daruber-lachen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 09:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Hofburg]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Millenium Goals]]></category>
		<category><![CDATA[Nordkorea]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Ortstafeln]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=3894</guid>
		<description><![CDATA[Der zweite Teil unseres großen Heinz Fischer-Interviews über österreichischen Irrsinn, Nordkorea und Ortstafeln - Eine Verlängerung von Tom Schaffer, Pezi Köstinger und Georg Pichler]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im zweiten Teil unseres Interviews mit Bundespräsident Heinz Fischer sind unter anderem der österreichische Irrsinn, Freundschaft mit Nordkorea und Kärntner Ortstafeln die Themen. Außerdem verleihen wir Heinz Fischer ein Ehrenzeichen.<span id="more-3894"></span></p>
<p><em>Die Fragen stellen immer noch Tom Schaffer und Pezi Köstinger. Die Fotos sind immer noch von Georg Pichler. Die Titelfotos (Startseite und oben) sind von Andreas Wenzel und Urheberrechts-geschützt.</p>
<p>Den ersten Teil <a href="http://zurpolitik.com/2010/03/30/es-ist-kein-parteipolitisches-amt/" target="_blank">findet ihr hier</a>.</em></p>
<p><strong>Pezi: Die politische Kultur in Österreich wirkt generell etwas verwahrlost. Immer wieder gibt es Korruptionsvorwürfe, Dinge werden vertuscht oder bleiben ohne Konsequenzen, während Studierendenprotesten schafft die Regierung zum Beispiel monatelang das zuständige Ministerium ab. Ist das nicht Irrsinn, was da momentan in Österreich passiert?</strong><br />
Mit dem Wort Irrsinn müssen wir vorsichtig sein. Mein Blick auf die Dinge ist kombiniert mit der Frage: Wie steht Österreich im Vergleich mit anderen Ländern da? Und da stehen wir gar nicht so schlecht da.</p>
<p>Aber dass man einzelne Dinge kritisiert ist für die Demokratie lebensnotwendig. Eine Demokratie ohne Kritik kann nicht existieren.</p>
<p>Wenn Sie sagen &#8220;<em>die Regierung schafft für einige Monate das Wissenschaftsministerium ab</em>&#8221; &#8230; Es gab jede Minute einen rechtlich und politisch voll verantwortlichen Minister und der gesamte Apparat war ja in Existenz. Das ist die eine Seite.</p>
<p>Wo Sie recht haben: Dass ein Wissenschaftsminister der in Kürze Mitglied der EU-Kommission werden soll, auch dieser bevorstehenden Aufgabe und dem sogenannten Hearing eine gewisse Aufmerksamkeit widmen muss. Aber das ist in allen Ländern so. Österreich ist ja nicht das einzige Land, das ein Regierungsmitglied als EU-Kommissar nominiert hat.</p>
<p>Ich glaube diese beiden Seiten müssen Sie in Betracht ziehen. Jetzt gibt es wieder eine gut eingearbeitete, weil schon vorher an der Universität tätige Wissenschaftsministerin. Wir werden sehen wie es weiter geht. Ich habe kürzlich mit ihr ein langes Arbeitsgespräch geführt, werde weiter auch ein Anwalt der Universitäten sein. Ich habe eine gute Beziehung zur Hochschülerschaft und auch zu den Rektoren.</p>
<p><strong>Generell hat man den Eindruck, die Politik gerät zunehmend zum Geschäft. Es zählt nur noch, was öffentlichkeitswirksam ist. Glauben Sie noch an die Funktionsfähigkeit der Politik?</strong><br />
Politik findet auf jeden Fall statt und funktioniert auf jeden Fall. Es gibt kein Land ohne Politik. Politik ist die Beschäftigung mit den Angelegenheiten der Gesellschaft. Worauf es ankommt ist, dass möglichst viele positive Impulse einfließen, und dass Menschen politisch tätig sind, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen.</p>
<p>Ich habe gerade in diesen Tagen darüber diskutiert, dass sich die Formen der Politik ändern. Heute wird weniger Politik über die Parteien transportiert, dafür mehr über NGOs – oder über Blogger! Aber sie findet in jedem Fall statt.</p>
<p><strong>Tom: In Ihrer Auftaktrede im MAK haben Sie gesagt: &#8220;<em>Ich habe keine Angst vor Ortstafeln, auch nicht vor zweisprachigen</em>&#8220;. Ich bin kein Jurist, aber meines Wissens haben Sie ein Weisungsrecht an Bundesorgane bezüglich der Umsetzung von Verfassungsgerichtshofs-Erkenntnissen? Sie könnten anordnen Ortstafeln in Kärnten aufstellen zu lassen?</strong><br />
Nein, das ist nicht so. In der Verfassung steht, der Bundespräsident kann die Exekution von Verfassungsgerichtshofs-Urteilen anordnen, sofern dieser einen diesbezüglichen Antrag stellt. Und das hat er nicht gemacht, weil sich hier der Gegenstand der Exekution auf etwas bezieht, was mit Weisung nicht erledigt werden kann. Es gibt also die Voraussetzung für eine Weisung derzeit nicht, weil es keinen Antrag des Verfassungsgerichtshofes gibt.</p>
<p><strong>Wenn der Verfassungsgerichtshof Sie darum ersucht, könnten Sie das anordnen?</strong><br />
<em>(Fischer steht plötzlich auf und geht zu seinem Arbeitsplatz. &#8220;Jetzt holt er die Verfassung&#8221;, flüstert die Pressesprecherin lachend. Er kommt zurück und blättert.)</em></p>
<p>Ich suche es Ihnen später heraus.</p>
<p><em>(später nach dem offiziellen Ende des Interviews zeigt und erklärt er uns tatsächlich noch einmal den <a href="http://www.wienerzeitung.at/linkmap/recht/verfassung1.htm" target="_blank">Gesetzestext (Artikel 146 (2))</a>)</em></p>
<p><strong>Und würden Sie das umsetzen?</strong><br />
Wenn der Antrag gestellt wird, muss man sich damit beschäftigen. Da kann man dann nicht sagen &#8220;<em>Das freut mich nicht</em>&#8220;. Aber im Moment geht es nicht. Das braucht einen Antrag des Verfassungsgerichtshofs.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3886" title="Heinz Fischer holt die Verfassung raus" src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/heifi3.jpg" alt="" width="630" height="250" /></p>
<p><strong>Wir folgen naturgemäß im Internet Diskussionen zu Ihrer Person und dem Wahlkampf. Man kann sich zwar denken, woher das kommt, aber man stoßt immer wieder auf das Argument, dass sie als ehemaliges Präsidiumsmitglied der Gesellschaft für nordkoreanisch-österreichische Freundschaft zu wenig Abstand zur dortigen Diktatur hätten. Was war Ihre Aufgabe damals und warum haben Sie diese Funktion ausgeübt?</strong><br />
Das erkläre ich Ihnen gerne, obwohl es eine Lappalie ist, die 30 Jahre zurückliegt.</p>
<p>Österreich hat nicht zu allen Staaten diplomatische Beziehungen. Wenn wir solche aufnehmen, dann wollen wir, dass die Beziehungen funktionieren – auch wenn es ein Land ist das ganz andere politische Systeme hat. Auch zu Rumänien unter Ceauşescu oder Südafrika zur Zeit der Apartheid hatten wir diplomatische Beziehungen.</p>
<p>Anfang der 70er haben wir unter Außenminister Kirchschläger beschlossen, diplomatische Beziehungen zu China und Nordkorea aufzunehmen. Dazu wurden auch im Vereinsregister eingetragene Gesellschaften zur Förderung der Zusammenarbeit gegründet – wie vorher schon zu Dutzenden anderen Staaten.</p>
<p>Diese Gesellschaften waren auf überparteilicher Basis organisiert. In der österreich-nordkoreanischen waren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Klecatsky" target="_blank">ÖVP-Justizminister Klecatsky</a>, die Abgeordneten Heinz-Fischer (SPÖ), Johann Gassner (ÖVP) und  und  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hilde_Hawlicek" target="_blank">Hilde Hawlicek</a> (SPÖ, später Kulturministerin), und Leute aus der Wirtschaft, Bürgermeister und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Holaubek" target="_blank">Polizeipräsident Holaubek</a> &#8230; Die waren völlig frei vom Verdacht mit dem kommunistischen Regime zu sympathisieren. Aber der Staat Nordkorea wurde durch diplomatische Beziehungen mit Österreich verbunden.</p>
<p>Weil &#8220;manche&#8221; darauf spekulieren, dass die Österreicherinnen und Österreicher diese Details nicht kennen, sagen sie &#8220;<em>Der Heinz Fischer macht sich verdächtig</em>&#8220;. Sie haben das nie über ÖVP-Justizminister Klecatsky oder die anderen gesagt. Das kommt aus rein parteipolitischen Gründen immer in Wahlkampfzeiten &#8211; mittlerweile schon zum fünften Mal. In Wirklichkeit müsste man darüber einfach lachen. Für mich ist das ein Beweis, dass &#8220;ihnen&#8221; sonst nichts einfallt.</p>
<p>Ich habe meine Anti-Diktatur- und Anti-Kommunismus-Haltung bei vielen Gelegenheiten bewiesen. Schon bei der ungarischen Revolution 1956 und 68 beim Prager Frühling habe ich gegen die sowjetischen Panzer demonstriert. Mich in die Nähe des Kommunismus zu rücken wird niemandem gelingen.</p>
<p><strong>Pezi: Von Nordkorea zum Wahlkampf: Die Meinungsumfragen bescheinigen Ihnen 70 bis 80 Prozent. Fühlen Sie sich da nicht schon wie der sichere Sieger?</strong><br />
Das darf man nie bei einer Wahl. Man muss die Entscheidung der Bevölkerung ernst nehmen. Die steht erst am Abend des 25. April fest. Ich weiß nicht was bis dahin passiert. Ich gehe mit Zuversicht in diese Wahl, aber das ist schon das Äußerste was ich sagen kann.</p>
<p><strong>Tom: Finden Sie es schade, dass es keine ernsthaften GegenkandidatInnen gibt (im doppelten Sinne von herausfordernd und seriös)?</strong><br />
Diese Frage dürfen Sie nicht an mich richten. Ich bin einer der Bewerber und kann mir die anderen nicht aussuchen. Ich hoffe auf eine vernünftige und seriöse Wahlbeteiligung.</p>
<p><strong>Pezi: Kritiker bezeichnen sie hart gesagt als &#8220;konturlose Schlaftablette&#8221;. Was entgegnen Sie dem?</strong><br />
Dass mich die ordentlich unterschätzen.</p>
<p><strong>Haben Sie nicht Angst, dass Frau Rosenkranz mit ihrem &#8220;Ohne Mut keine Werte&#8221;-Slogan genau solche Kritiker anspricht?</strong><br />
<em>(überlegt)</em> Die Frau Rosenkranz wird sicher manche Leute ansprechen. Wie viele das sind, was deren Position und politische Intentionen sind, wird sich herausstellen. Angst habe ich keine.</p>
<p><strong>Tom: Angesichts dessen, dass sie der einzige moderate Kandidat sind: Sind Sie enttäuscht, dass es noch keine Wahlempfehlung von den Grünen und der ÖVP gibt?</strong><br />
Von der Haltung der Grünen kann ich wirklich in keinster Weise enttäuscht sein. Die Umfragen zeigen auch, dass die Wählerschaft der Grünen eine sehr positive Einstellung zu meiner Kandidatur hat. Es wird auch noch <a href="http://www.gruene.at/fischer_nachgefragt/" target="_blank">ein Hearing mit den Grünen</a> geben, vielleicht wird die Zahl derer mit einer positiven Entscheidung sich dadurch noch vergrößern.</p>
<p>Was die ÖVP betrifft bin ich auch nicht &#8220;enttäuscht&#8221;. Ich bemühe mich um ein gutes Resultat für mich, und dass Österreich einen herzeigbaren Bundespräsidenten hat. Auf die anderen Parteien reagiere ich weder mit Enttäuschung noch Begeisterung. Jede Partei ist in einer Demokratie für sich selbst verantwortlich.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3888" title="Fischer: &quot;Jede Partei ist in einer Demokratie für sich selbst verantwortlich.&quot;" src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/heifi6.jpg" alt="Fischer: &quot;Jede Partei ist in einer Demokratie für sich selbst verantwortlich.&quot;" width="630" height="235" /></p>
<p><strong>Einige unserer LeserInnen wollten wissen: Sie sind Zeit Ihres Lebens aktiv und werden mit Ende der zweiten Amtszeit 77 sein. Haben Sie nie das Bedürfnis in Pension zu gehen? Anders gefragt: Warum tun Sie sich das noch einmal an?</strong><br />
Weil es mir Freude macht. Wenn ich mich entscheide zwischen sechs Jahren als Pensionist und sechs Jahren als jemand der für das Land das ich liebe arbeitet, nehme ich die zweite Variante.</p>
<p><strong>Pezi: Eine andere Leserfrage: Wird sich der neue Präsident Fischer vom alten unterscheiden?</strong><br />
Falls ich das Vertrauen bekommen wird es ein beträchtliches Maß an Kontinuität geben, aber man kann auch etwas dazu lernen und sich manche Kritik und Anregung zu Herzen nehmen. Man merkt ja worauf die Menschen positiv reagieren (Anständigkeit, Seriosität, Verlässlichkeit,..) und wo sie einem zu überlegen geben, etwas innovativ anzugehen.</p>
<p><strong>Tom: Als Präsident bewegen Sie sich ja auch am internationalen politischen Parkett. Was erhoffen Sie sich in Ihrem Leben realistischerweise noch für eine Veränderung in der Welt zu sehen?</strong><br />
<em>(Schaut ernst und schnauft kurz durch)</em> Ganz, ganz wichtig wäre, dass der Nahost-Konflikt einer Lösung zugeführt wird &#8211; auf Basis zweier selbstständiger und in geordneten Verhältnissen friedlich nebeneinander lebender Staaten.</p>
<p>Das Zweite wäre, dass die Europäische Union sich bewährt und mit allen Krisen fertig wird. Sie ist ein wirklich positives Projekt für Frieden und die Rolle Europas und seiner Werte in der Welt.</p>
<p>Das Dritte ist, dass der Abrüstungsgedanke … <em>(lange Pause)</em> … Erfolge erzielen kann. Dass das wofür Obama im Voraus den Friedensnobelpreis bekommen hat, auch wirklich eingelöst werden kann.</p>
<p>Ich würde noch etwas Viertes hinzufügen: Die globalen Unterschiede zwischen Reich und Arm sollen geringer werden, Fortschritte bei den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Millennium_Development_Goals" target="_blank">Millenium Goals der Vereinten Nationen</a> wären ganz wichtig.</p>
<p>Das sind Aufgaben die natürlich über die nächsten sechs Jahre hinausreichen, aber mit denen wir uns auch in diesen sechs Jahren ernsthaft beschäftigen müssen.</p>
<p><strong>Weil Sie gerade Obama erwähnt haben, passt unsere Schlussfrage ganz gut: Würden Sie ihn bei einem Treffen bitten, dass er uns auch ein Interview gibt?</strong><br />
<em>(lacht)</em> Ich glaube, er ist schon ein Blogger, ihr müsst ihn nur überreden.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3885" title="Heinz Fischer bekommt von zurPolitik.com das &quot;Ungoldene Ehrenzeichen für besondere Verdienste um die Blogosphäre&quot;" src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/heifi4.jpg" alt="Heinz Fischer bekommt von zurPolitik.com das &quot;Ungoldene Ehrenzeichen für besondere Verdienste um die Blogosphäre&quot;" width="630" height="250" /></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3894&amp;md5=81f9844175aa8dd79956f4c618830590" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/03/31/man-musste-daruber-lachen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>14</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=schaffertom&amp;url=http%3A%2F%2Fzurpolitik.com%2F2010%2F03%2F31%2Fman-musste-daruber-lachen%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=%26%238220%3BMan+m%C3%BCsste+dar%C3%BCber+lachen%26%238221%3B&amp;description=Im+zweiten+Teil+unseres+Interviews+mit+Bundespr%C3%A4sident+Heinz+Fischer+sind+unter+anderem+der+%C3%B6sterreichische+Irrsinn%2C+Freundschaft+mit+Nordkorea+und+K%C3%A4rntner+Ortstafeln+die+Themen.+Au%C3%9Ferdem+verleihen+wir+Heinz+Fischer+ein+Ehrenzeichen.%0D%0A%0D%0ADie+Fragen+stellen+immer+noch+Tom+Schaffer+und+Pezi+K%C3%B6stinger.+Die+Fotos+sind+immer+noch+von+Georg+Pichler.+Die+Titelfotos+%28Startseite+und+oben%29+sind+von+Andreas+Wenzel+und+Urheberrechts-gesch%C3%BCtzt.%0D%0A%0D%0ADen+ersten+Teil+findet+ihr+hier.%0D%0A%0D%0APezi%3A+Die+politische+Kultur+in+%C3%96sterreich+wirkt+generell+etwas+verwahrlost.+Immer+wieder+gibt+es+Korruptionsvorw%C3%BCrfe%2C+Dinge+werden+vertuscht+oder+bleiben+ohne+Konsequenzen%2C+w%C3%A4hrend+Studierendenprotesten+schafft+die+Regierung+zum+Beispiel+monatelang+das+zust%C3%A4ndige+Ministerium+ab.+Ist+das+nicht+Irrsinn%2C+was+da+momentan+in+%C3%96sterreich+passiert%3F%0D%0AMit+dem+Wort+Irrsinn+m%C3%BCssen+wir+vorsichtig+sein.+Mein+Blick+auf+die+Dinge+ist+kombiniert+mit+der+Frage%3A+Wie+steht+%C3%96sterreich+im+Vergleich+mit+anderen+L%C3%A4ndern+da%3F+Und+da+stehen+wir+gar+nicht+so+schlecht+da.%0D%0A%0D%0AAber+dass+man+einzelne+Dinge+kritisiert+ist+f%C3%BCr+die+Demokratie+lebensnotwendig.+Eine+Demokratie+ohne+Kritik+kann+nicht+existieren.%0D%0A%0D%0AWenn+Sie+sagen+%22die+Regierung+schafft+f%C3%BCr+einige+Monate+das+Wissenschaftsministerium+ab%22+...+Es+gab+jede+Minute+einen+rechtlich+und+politisch+voll+verantwortlichen+Minister+und+der+gesamte+Apparat+war+ja+in+Existenz.+Das+ist+die+eine+Seite.%0D%0A%0D%0AWo+Sie+recht+haben%3A+Dass+ein+Wissenschaftsminister+der+in+K%C3%BCrze+Mitglied+der+EU-Kommission+werden+soll%2C+auch+dieser+bevorstehenden+Aufgabe+und+dem+sogenannten+Hearing+eine+gewisse+Aufmerksamkeit+widmen+muss.+Aber+das+ist+in+allen+L%C3%A4ndern+so.+%C3%96sterreich+ist+ja+nicht+das+einzige+Land%2C+das+ein+Regierungsmitglied+als+EU-Kommissar+nominiert+hat.%0D%0A%0D%0AIch+glaube+diese+beiden+Seiten+m%C3%BCssen+Sie+in+Betracht+ziehen.+Jetzt+gibt+es+wieder+eine+gut+eingearbeitete%2C+weil+schon+vorher+an+der+Universit%C3%A4t+t%C3%A4tige+Wissenschaftsministerin.+Wir+werden+sehen+wie+es+weiter+geht.+Ich+habe+k%C3%BCrzlich+mit+ihr+ein+langes+Arbeitsgespr%C3%A4ch+gef%C3%BChrt%2C+werde+weiter+auch+ein+Anwalt+der+Universit%C3%A4ten+sein.+Ich+habe+eine+gute+Beziehung+zur+Hochsch%C3%BClerschaft+und+auch+zu+den+Rektoren.%0D%0A%0D%0AGenerell+hat+man+den+Eindruck%2C+die+Politik+ger%C3%A4t+zunehmend+zum+Gesch%C3%A4ft.+Es+z%C3%A4hlt+nur+noch%2C+was+%C3%B6ffentlichkeitswirksam+ist.+Glauben+Sie+noch+an+die+Funktionsf%C3%A4higkeit+der+Politik%3F%0D%0APolitik+findet+auf+jeden+Fall+statt+und+funktioniert+auf+jeden+Fall.+Es+gibt+kein+Land+ohne+Politik.+Politik+ist+die+Besch%C3%A4ftigung+mit+den+Angelegenheiten+der+Gesellschaft.+Worauf+es+ankommt+ist%2C+dass+m%C3%B6glichst+viele+positive+Impulse+einflie%C3%9Fen%2C+und+dass+Menschen+politisch+t%C3%A4tig+sind%2C+die+sich+dem+Gemeinwohl+verpflichtet+f%C3%BChlen.%0D%0A%0D%0AIch+habe+gerade+in+diesen+Tagen+dar%C3%BCber+diskutiert%2C+dass+sich+die+Formen+der+Politik+%C3%A4ndern.+Heute+wird+weniger+Politik+%C3%BCber+die+Parteien+transportiert%2C+daf%C3%BCr+mehr+%C3%BCber+NGOs+%E2%80%93+oder+%C3%BCber+Blogger%21+Aber+sie+findet+in+jedem+Fall+statt.%0D%0A%0D%0ATom%3A+In+Ihrer+Auftaktrede+im+MAK+haben+Sie+gesagt%3A+%22Ich+habe+keine+Angst+vor+Ortstafeln%2C+auch+nicht+vor+zweisprachigen%22.+Ich+bin+kein+Jurist%2C+aber+meines+Wissens+haben+Sie+ein+Weisungsrecht+an+Bundesorgane+bez%C3%BCglich+der+Umsetzung+von+Verfassungsgerichtshofs-Erkenntnissen%3F+Sie+k%C3%B6nnten+anordnen+Ortstafeln+in+K%C3%A4rnten+aufstellen+zu+lassen%3F%0D%0ANein%2C+das+ist+nicht+so.+In+der+Verfassung+steht%2C+der+Bundespr%C3%A4sident+kann+die+Exekution+von+Verfassungsgerichtshofs-Urteilen+anordnen%2C+sofern+dieser+einen+diesbez%C3%BCglichen+Antrag+stellt.+Und+das+hat+er+nicht+gemacht%2C+weil+sich+hier+der+Gegenstand+der+Exekution+auf+etwas+bezieht%2C+was+mit+Weisung+nicht+erledigt+werden+kann.+Es+gibt+also+die+Voraussetzung+f%C3%BCr+eine+Weisung+derzeit+nicht%2C+weil+es+keinen+Antrag+des+Verfassungsgerichtshofes+gibt.%0D%0A%0D%0AWenn+der+Verfassungsgerichtshof+Sie+darum+ersucht%2C+k%C3%B6nnten+Sie+das+anordnen%3F%0D%0A%28Fischer+steht+pl%C3%B6tzlich+auf+und+geht+zu+seinem+Arbeitsplatz.+%22Jetzt+holt+er+die+Verfassung%22%2C+fl%C3%BCstert+die+Pressesprecherin+lachend.+Er+kommt+zur%C3%BCck+und+bl%C3%A4ttert.%29%0D%0A%0D%0AIch+suche+es+Ihnen+sp%C3%A4ter+heraus.%0D%0A%0D%0A%28sp%C3%A4ter+nach+dem+offiziellen+Ende+des+Interviews+zeigt+und+erkl%C3%A4rt+er+uns+tats%C3%A4chlich+noch+einmal+den+Gesetzestext+%28Artikel+146+%282%29%29%29%0D%0A%0D%0AUnd+w%C3%BCrden+Sie+das+umsetzen%3F%0D%0AWenn+der+Antrag+gestellt+wird%2C+muss+man+sich+damit+besch%C3%A4ftigen.+Da+kann+man+dann+nicht+sagen+%22Das+freut+mich+nicht%22.+Aber+im+Moment+geht+es+nicht.+Das+braucht+einen+Antrag+des+Verfassungsgerichtshofs.%0D%0A%0D%0A%0D%0A%0D%0AWir+folgen+naturgem%C3%A4%C3%9F+im+Internet+Diskussionen+zu+Ihrer+Person+und+dem+Wahlkampf.+Man+kann+sich+zwar+denken%2C+woher+das+kommt%2C+aber+man+sto%C3%9Ft+immer+wieder+auf+das+Argument%2C+dass+sie+als+ehemaliges+Pr%C3%A4sidiumsmitglied+der+Gesellschaft+f%C3%BCr+nordkoreanisch-%C3%B6sterreichische+Freundschaft+zu+wenig+Abstand+zur+dortigen+Diktatur+h%C3%A4tten.+Was+war+Ihre+Aufgabe+damals+und+warum+haben+Sie+diese+Funktion+ausge%C3%BCbt%3F%0D%0ADas+erkl%C3%A4re+ich+Ihnen+gerne%2C+obwohl+es+eine+Lappalie+ist%2C+die+30+Jahre+zur%C3%BCckliegt.%0D%0A%0D%0A%C3%96sterreich+hat+nicht+zu+allen+Staaten+diplomatische+Beziehungen.+Wenn+wir+solche+aufnehmen%2C+dann+wollen+wir%2C+dass+die+Beziehungen+funktionieren+%E2%80%93+auch+wenn+es+ein+Land+ist+das+ganz+andere+politische+Systeme+hat.+Auch+zu+Rum%C3%A4nien+unter+Ceau%C5%9Fescu+oder+S%C3%BCdafrika+zur+Zeit+der+Apartheid+hatten+wir+diplomatische+Beziehungen.%0D%0A%0D%0AAnfang+der+70er+haben+wir+unter+Au%C3%9Fenminister+Kirchschl%C3%A4ger+beschlossen%2C+diplomatische+Beziehungen+zu+China+und+Nordkorea+aufzunehmen.+Dazu+wurden+auch+im+Vereinsregister+eingetragene+Gesellschaften+zur+F%C3%B6rderung+der+Zusammenarbeit+gegr%C3%BCndet+%E2%80%93+wie+vorher+schon+zu+Dutzenden+anderen+Staaten.%0D%0A%0D%0ADiese+Gesellschaften+waren+auf+%C3%BCberparteilicher+Basis+organisiert.+In+der+%C3%B6sterreich-nordkoreanischen+waren+%C3%96VP-Justizminister+Klecatsky%2C+die+Abgeordneten+Heinz-Fischer+%28SP%C3%96%29%2C+Johann+Gassner+%28%C3%96VP%29+und++und++Hilde+Hawlicek+%28SP%C3%96%2C+sp%C3%A4ter+Kulturministerin%29%2C+und+Leute+aus+der+Wirtschaft%2C+B%C3%BCrgermeister+und+der+Polizeipr%C3%A4sident+Holaubek+...+Die+waren+v%C3%B6llig+frei+vom+Verdacht+mit+dem+kommunistischen+Regime+zu+sympathisieren.+Aber+der+Staat+Nordkorea+wurde+durch+diplomatische+Beziehungen+mit+%C3%96sterreich+verbunden.%0D%0A%0D%0AWeil+%22manche%22+darauf+spekulieren%2C+dass+die+%C3%96sterreicherinnen+und+%C3%96sterreicher+diese+Details+nicht+kennen%2C+sagen+sie+%22Der+Heinz+Fischer+macht+sich+verd%C3%A4chtig%22.+Sie+haben+das+nie+%C3%BCber+%C3%96VP-Justizminister+Klecatsky+oder+die+anderen+gesagt.+Das+kommt+aus+rein+parteipolitischen+Gr%C3%BCnden+immer+in+Wahlkampfzeiten+-+mittlerweile+schon+zum+f%C3%BCnften+Mal.+In+Wirklichkeit+m%C3%BCsste+man+dar%C3%BCber+einfach+lachen.+F%C3%BCr+mich+ist+das+ein+Beweis%2C+dass+%22ihnen%22+sonst+nichts+einfallt.%0D%0A%0D%0AIch+habe+meine+Anti-Diktatur-+und+Anti-Kommunismus-Haltung+bei+vielen+Gelegenheiten+bewiesen.+Schon+bei+der+ungarischen+Revolution+1956+und+68+beim+Prager+Fr%C3%BChling+habe+ich+gegen+die+sowjetischen+Panzer+demonstriert.+Mich+in+die+N%C3%A4he+des+Kommunismus+zu+r%C3%BCcken+wird+niemandem+gelingen.%0D%0A%0D%0APezi%3A+Von+Nordkorea+zum+Wahlkampf%3A+Die+Meinungsumfragen+bescheinigen+Ihnen+70+bis+80+Prozent.+F%C3%BChlen+Sie+sich+da+nicht+schon+wie+der+sichere+Sieger%3F%0D%0ADas+darf+man+nie+bei+einer+Wahl.+Man+muss+die+Entscheidung+der+Bev%C3%B6lkerung+ernst+nehmen.+Die+steht+erst+am+Abend+des+25.+April+fest.+Ich+wei%C3%9F+nicht+was+bis+dahin+passiert.+Ich+gehe+mit+Zuversicht+in+diese+Wahl%2C+aber+das+ist+schon+das+%C3%84u%C3%9Ferste+was+ich+sagen+kann.%0D%0A%0D%0ATom%3A+Finden+Sie+es+schade%2C+dass+es+keine+ernsthaften+GegenkandidatInnen+gibt+%28im+doppelten+Sinne+von+herausfordernd+und+seri%C3%B6s%29%3F%0D%0ADiese+Frage+d%C3%BCrfen+Sie+nicht+an+mich+richten.+Ich+bin+einer+der+Bewerber+und+kann+mir+die+anderen+nicht+aussuchen.+Ich+hoffe+auf+eine+vern%C3%BCnftige+und+seri%C3%B6se+Wahlbeteiligung.%0D%0A%0D%0APezi%3A+Kritiker+bezeichnen+sie+hart+gesagt+als+%22konturlose+Schlaftablette%22.+Was+entgegnen+Sie+dem%3F%0D%0ADass+mich+die+ordentlich+untersch%C3%A4tzen.%0D%0A%0D%0AHaben+Sie+nicht+Angst%2C+dass+Frau+Rosenkranz+mit+ihrem+%22Ohne+Mut+keine+Werte%22-Slogan+genau+solche+Kritiker+anspricht%3F%0D%0A%28%C3%BCberlegt%29+Die+Frau+Rosenkranz+wird+sicher+manche+Leute+ansprechen.+Wie+viele+das+sind%2C+was+deren+Position+und+politische+Intentionen+sind%2C+wird+sich+herausstellen.+Angst+habe+ich+keine.%0D%0A%0D%0ATom%3A+Angesichts+dessen%2C+dass+sie+der+einzige+moderate+Kandidat+sind%3A+Sind+Sie+entt%C3%A4uscht%2C+dass+es+noch+keine+Wahlempfehlung+von+den+Gr%C3%BCnen+und+der+%C3%96VP+gibt%3F%0D%0AVon+der+Haltung+der+Gr%C3%BCnen+kann+ich+wirklich+in+keinster+Weise+entt%C3%A4uscht+sein.+Die+Umfragen+zeigen+auch%2C+dass+die+W%C3%A4hlerschaft+der+Gr%C3%BCnen+eine+sehr+positive+Einstellung+zu+meiner+Kandidatur+hat.+Es+wird+auch+noch+ein+Hearing+mit+den+Gr%C3%BCnen+geben%2C+vielleicht+wird+die+Zahl+derer+mit+einer+positiven+Entscheidung+sich+dadurch+noch+vergr%C3%B6%C3%9Fern.%0D%0A%0D%0AWas+die+%C3%96VP+betrifft+bin+ich+auch+nicht+%22entt%C3%A4uscht%22.+Ich+bem%C3%BChe+mich+um+ein+gutes+Resultat+f%C3%BCr+mich%2C+und+dass+%C3%96sterreich+einen+herzeigbaren+Bundespr%C3%A4sidenten+hat.+Auf+die+anderen+Parteien+reagiere+ich+weder+mit+Entt%C3%A4uschung+noch+Begeisterung.+Jede+Partei+ist+in+einer+Demokratie+f%C3%BCr+sich+selbst+verantwortlich.%0D%0A%0D%0A%0D%0A%0D%0AEinige+unserer+LeserInnen+wollten+wissen%3A+Sie+sind+Zeit+Ihres+Lebens+aktiv+und+werden+mit+Ende+der+zweiten+Amtszeit+77+sein.+Haben+Sie+nie+das+Bed%C3%BCrfnis+in+Pension+zu+gehen%3F+Anders+gefragt%3A+Warum+tun+Sie+sich+das+noch+einmal+an%3F%0D%0AWeil+es+mir+Freude+macht.+Wenn+ich+mich+entscheide+zwischen+sechs+Jahren+als+Pensionist+und+sechs+Jahren+als+jemand+der+f%C3%BCr+das+Land+das+ich+liebe+arbeitet%2C+nehme+ich+die+zweite+Variante.%0D%0A%0D%0APezi%3A+Eine+andere+Leserfrage%3A+Wird+sich+der+neue+Pr%C3%A4sident+Fischer+vom+alten+unterscheiden%3F%0D%0AFalls+ich+das+Vertrauen+bekommen+wird+es+ein+betr%C3%A4chtliches+Ma%C3%9F+an+Kontinuit%C3%A4t+geben%2C+aber+man+kann+auch+etwas+dazu+lernen+und+sich+manche+Kritik+und+Anregung+zu+Herzen+nehmen.+Man+merkt+ja+worauf+die+Menschen+positiv+reagieren+%28Anst%C3%A4ndigkeit%2C+Seriosit%C3%A4t%2C+Verl%C3%A4sslichkeit%2C..%29+und+wo+sie+einem+zu+%C3%BCberlegen+geben%2C+etwas+innovativ+anzugehen.%0D%0A%0D%0ATom%3A+Als+Pr%C3%A4sident+bewegen+Sie+sich+ja+auch+am+internationalen+politischen+Parkett.+Was+erhoffen+Sie+sich+in+Ihrem+Leben+realistischerweise+noch+f%C3%BCr+eine+Ver%C3%A4nderung+in+der+Welt+zu+sehen%3F%0D%0A%28Schaut+ernst+und+schnauft+kurz+durch%29+Ganz%2C+ganz+wichtig+w%C3%A4re%2C+dass+der+Nahost-Konflikt+einer+L%C3%B6sung+zugef%C3%BChrt+wird+-+auf+Basis+zweier+selbstst%C3%A4ndiger+und+in+geordneten+Verh%C3%A4ltnissen+friedlich+nebeneinander+lebender+Staaten.%0D%0A%0D%0ADas+Zweite+w%C3%A4re%2C+dass+die+Europ%C3%A4ische+Union+sich+bew%C3%A4hrt+und+mit+allen+Krisen+fertig+wird.+Sie+ist+ein+wirklich+positives+Projekt+f%C3%BCr+Frieden+und+die+Rolle+Europas+und+seiner+Werte+in+der+Welt.%0D%0A%0D%0ADas+Dritte+ist%2C+dass+der+Abr%C3%BCstungsgedanke+%E2%80%A6+%28lange+Pause%29+%E2%80%A6+Erfolge+erzielen+kann.+Dass+das+wof%C3%BCr+Obama+im+Voraus+den+Friedensnobelpreis+bekommen+hat%2C+auch+wirklich+eingel%C3%B6st+werden+kann.%0D%0A%0D%0AIch+w%C3%BCrde+noch+etwas+Viertes+hinzuf%C3%BCgen%3A+Die+globalen+Unterschiede+zwischen+Reich+und+Arm+sollen+geringer+werden%2C+Fortschritte+bei+den+Millenium+Goals+der+Vereinten+Nationen+w%C3%A4ren+ganz+wichtig.%0D%0A%0D%0ADas+sind+Aufgaben+die+nat%C3%BCrlich+%C3%BCber+die+n%C3%A4chsten+sechs+Jahre+hinausreichen%2C+aber+mit+denen+wir+uns+auch+in+diesen+sechs+Jahren+ernsthaft+besch%C3%A4ftigen+m%C3%BCssen.%0D%0A%0D%0AWeil+Sie+gerade+Obama+erw%C3%A4hnt+haben%2C+passt+unsere+Schlussfrage+ganz+gut%3A+W%C3%BCrden+Sie+ihn+bei+einem+Treffen+bitten%2C+dass+er+uns+auch+ein+Interview+gibt%3F%0D%0A%28lacht%29+Ich+glaube%2C+er+ist+schon+ein+Blogger%2C+ihr+m%C3%BCsst+ihn+nur+%C3%BCberreden.%0D%0A%0D%0A&amp;tags=Blogs%2CHeinz+Fischer%2CHofburg%2CInterview%2CMillenium+Goals%2CNordkorea%2CObama%2COrtstafeln%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Es ist kein parteipolitisches Amt&#8221;</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/03/30/es-ist-kein-parteipolitisches-amt/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/03/30/es-ist-kein-parteipolitisches-amt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 07:06:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Hein Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Hofburg]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Haider]]></category>
		<category><![CDATA[Kronen Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=3877</guid>
		<description><![CDATA[Der erste Teil unseres großen Heinz Fischer-Interviews über Medien, Studierendenproteste, sein Amt und Jörg Haider - Eine Weltpremiere von Tom Schaffer, Pezi Köstinger und Georg Pichler]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Montag in aller Früh. Unsere kleine zurPolitik.com-Abordnung klopfte an die Tore der Hofburg. &#8220;<em>Ist der HeiFi da?</em>&#8220;, fragten die düsteren Bloggergestalten den Polizisten am Eingangstor, &#8220;<em>Die Medienmacht begehrt mit ihm zu sprechen</em>&#8220;. Als der Portier bemerkte, mit wem er es zu tun hatte, strich er alle Termine des Präsidenten, rollte den roten Teppich aus und führte uns ins <a href="http://www.hofburg.at/show_content2.php?s2id=41" target="_blank">Maria-Theresien-Zimmer</a>. Hier, wo die Kaiserin einst schlief, hörten wir hinter der Wand Heinz Fischer noch eilig wichtige Staatsverträge unterzeichnen. Das Team der Pro 7 News ist uns auf den Fersen, die Kamera nie von den sensationellen Bloggern abgewandt. Nachdem der Präsident die unscheinbare Tür zum <a href="http://www.hofburg.at/show_content2.php?s2id=40" target="_blank">Arbeitszimmer</a> öffnete, in dem schon Josef II. gewirkt hatte, gewährte er außer für einen kurzen Moment nur uns Einlass. In den nächsten 40 Minuten hatte er bloß eines im Sinn: Die brutalen Fragen dieser Blogger zu überstehen.<span id="more-3877"></span></p>
<p><em>Das vermutlich erste Interview eines amtierenden Staatsoberhauptes mit nicht-professionellen Bloggern führten Tom Schaffer und Pezi Köstinger. Die Fotos schoss Georg Pichler. Die Titelfotos (Startseite und oben) sind von Andreas Wenzel und Urheberrechts-geschützt.</em></p>
<p><strong>Tom: Dass wir hier als Staatsoberhaupt und Blogger sitzen ist bemerkenswert. Das hat es international noch nicht so oft gegeben.</strong><br />
Heinz Fischer: Ich habe gesehen, dass Sie das <a href="http://zurpolitik.com/2010/03/26/wir-bitten-zum-interview-heinz-fischer/" target="_blank">hervorgehoben</a> haben.</p>
<p><strong>Woher kommt Ihr Interesse für so etwas?</strong><br />
Ich glaube wir haben ein gemeinsames Interesse. Sie haben ein Interesse an neuen Kommunikationsformen, und ich will Menschen erreichen, die sich für Politik interessieren – oder solche die sich noch nicht interessieren, um ihnen zu zeigen, dass Politik doch etwas Wertvolles und Vernünftiges sein kann.</p>
<p><strong>Das bringt uns auch gleich zu den alten Medien. Die Krone kampagnisiert sehr stark gegen Sie bzw. für Ihre MitbewerberInnen. Was passt dem Hans Dichand an Ihnen nicht?</strong><br />
Das müssen Sie Hans Dichand fragen.</p>
<p><strong>Wenn er uns auch ein Interview gibt.</strong> <em>(Gelächter) </em></p>
<p><img class="size-full wp-image-3880" title="zurPolitik.com zu Gast bei Heinz Fischer" src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/heifi2.jpg" alt="" width="630" height="250" /></p>
<p><strong>Pezi: Wie sehen Sie generell das Verhältnis von Politik und Medien? Wer instrumentalisiert da eher wen?</strong><br />
Ich versuche das Verhältnis von Politik und Medien sehr professionell und cool zu sehen. Damit habe ich auch gute Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Die Medien haben ihre in der Demokratie unersetzbare Aufgabe, Kommunikation zu fördern. Das muss unbedingt pluralistisch sein, es muss Meinungspluralismus herrschen.</p>
<p>Die Politik soll mit den Medien vernünftig und sachlich zusammenarbeiten. Man soll sich nicht selber den Medien ausliefern, aber auch nicht umgekehrt glauben, dass man sie wie ein Werkzeug behandeln kann. Wenn jeder seine Rolle ehrlich und fair wahrnimmt ist es am Besten für beide Seiten.</p>
<p><strong>Tom: Es gibt immer wieder Diskussionen um das Bundespräsidentenamt: Ob das noch zeitgemäß ist, ob das noch Sinn ergibt. Wie stehen Sie dazu? Ist die Trennung von Repräsentation und Exekutive im Staat eine gute Sache?</strong><br />
Für mich ist das Amt nicht dadurch bestimmt, dass man sagt, das sei die Trennung von Politik und Repräsentation. Ich gehe da anders heran. Es gibt etwa 190 Mitgliedsstaaten in den Vereinten Nationen. Alle haben ein Staatsoberhaupt.</p>
<p>Es gibt Diktaturen und Demokratien. Ich stehe auf der Seite der Demokratien.<br />
Darunter gibt es Republiken und Monarchien. Ich stehe auf Seiten der <em>(verspricht sich)</em> Monarch&#8230; Pardon! <em>(lacht)</em> der Republiken.<br />
Darunter gibt es wieder solche, wo der Präsident vom Volk gewählt wird und solche wo er zum Beispiel von einer Bundesversammlung gewählt wird. Ich stehe auf der Seite der Volkswahl.</p>
<p>Ich finde das vernünftig und demokratisch. Ein österreichischer Bundespräsident bekommt von der Verfassung eine Fülle von Rechten und Pflichten übertragen.</p>
<p><strong>Nichts desto trotz: In Österreich kommen die Präsidenten immer aus den Parteien, sind meistens Leute die sehr lange in der Politik sind und da auch klare Werte und Standpunkte vertreten haben. Dann werden sie dafür gewählt und im Endeffekt haben sie dann ein repräsentatives Amt, wo diese Werte nicht mehr so zum Vorschein kommen. Ist das nicht irgendwie absurd?</strong><br />
Eine Bundesregierung zu ernennen und eine Regierungsbildung zu managen ist nichts Repräsentatives. Nach China zu fahren, mit der dortigen Staatsführung zu verhandeln und österreichische Interessen zu vertreten ist viel mehr als nur Repräsentation. Auch die österreichischen Gesetze auf ihr verfassungsmäßiges Zustandekommen zu prüfen (und nötigenfalls <a href="http://derstandard.at/3182945?_seite=5&amp;sap=2" target="_blank">ein Gesetz an den Nationalrat zurückzuschicken</a>) ist viel mehr als nur Repräsentation. Jedes Jahr hunderte Personalentscheidungen zu fällen – Oberstaatsanwälte und Präsidenten von Gerichtshöfen zu ernennen – ist auch mehr als Repräsentation. Ich glaube, es ist ein sehr politisches, aber kein parteipolitisches Amt.</p>
<p>Und die Repräsentation soll auch nicht unterschätzt werden. Jede Bürgerin und jeder Bürger will haben, dass das Staatsoberhaupt das eigene Land im In- und Ausland so vertritt, dass man stolz sein kann und sich nicht genieren muss. Es wäre schrecklich peinlich einen Bundespräsidenten zu haben, bei dem man nicht stolz sein kann, wie die rot-weiß-rote Fahne vertreten wird.</p>
<p><strong>Pezi: In Ihrer Biographie sagen Sie, dass Sie das Amt möglichst unparteiisch und objektiv anlegen möchten. Wie schwierig ist das als Mann mit klaren Überzeugungen und Haltungen?</strong><br />
Objektivität steht ja nicht im Gegensatz zu bestimmten Haltungen und Werten. Wenn ich einen Personalakt vorgelegt bekomme, wo der Beste an erster, der Zweitbeste an zweiter und der Drittbeste an dritter Stelle steht, werde ich als objektiv Entscheidender natürlich den Besten nehmen. Das ist Ausdruck einer über den Parteien stehenden Wertung und widerspricht nicht sondern entspricht meinen Werten. Denn dazu gehören Gerechtigkeit, Fairness, demokratische Kultur und Einhaltung der Verfassung ganz besonders. Also ich habe kein Problem Objektivität und Grundwerten auf einen Nenner zu bringen.</p>
<p><strong>Tom: Wenn man sagt, dass das ein repräsentatives und unpolitisches Amt ist, dann eher deshalb, weil es wenig in der Tagespolitik in Erscheinung tritt. Es gibt Themen, die die Parteilandschaft spalten, zum Beispiel die Studierendenproteste. Erlaubt das Amt, dass man sich da zu Wort meldet? Und wenn ja, warum ist zum Beispiel dieses Thema in Ihrer Neujahrsrede nicht vorgekommen?</strong><br />
Ich glaube, dass vor allem junge Menschen eine Sehnsucht haben, dass der Begriff &#8220;politisch&#8221; nicht immer als &#8220;parteipolitisch&#8221; missverstanden wird. Die Demokratie braucht Parteien, das steht außer Zweifel. Aber ebenso braucht sie die Fähigkeit zu einer grundsätzlichen Haltung die nicht nur von parteipolitischen Interessen geprägt ist.</p>
<p>Sie haben schon Recht, dass der Bundespräsident in erster Linie zu Fragen Stellung nehmen wird, die von staatspolitischer Relevanz sind (Verfassung, Außenpolitik, Neutralität, Menschenrechte und so weiter).</p>
<p>Aber auch zu den Fragen der Studentenproteste habe ich mich nicht verschwiegen. Ich bin unlängst <a href="http://heifi2010.at/2010/03/18/taras-borodajkewycz-rechtfertigte-sich-mit-freier-meinungsauserung/" target="_blank">bei einer großen Studentenversammlung</a> gewesen. Ich habe dort gesagt: &#8220;<em>Ich war ein sehr aktiver Studentenfunktionär während meiner Hochschulzeit, und natürlich wäre ich damals – und heute wenn ich noch entsprechend jünger wäre – auf Seite der Studenten gestanden</em>&#8220;.</p>
<p>Das heißt nicht, dass die in allem recht haben. Aber dass die Studierenden das Recht haben, sich zu artikulieren, dafür muss jeder Verständnis haben, der sich hinein versetzen kann in die gar nicht so einfache Lage der Studierenden von heute.</p>
<p><strong>Pezi: Sie sehen es also nicht als Ihre Aufgabe, auf Themen draufzudrücken, über die sich die Politik weigert zu diskutieren?</strong><br />
Meine Aufgabe ist nicht in der Tagespolitik bei einer Parlamentssitzung zu sagen &#8220;<em>Die Partei A hat recht und die Partei B ist eine böse Partei</em>&#8220;. Aber natürlich können auch Grundsatzthemen Themen der Tagespolitik sein &#8211; und dann muss man dazu Stellung nehmen. Das tue ich auch &#8211; im Bemühen die besondere Rolle des Bundespräsidenten nicht aus den Augen zu verlieren.</p>
<p>Der Bundespräsident ist das von allen Österreicherinnen und Österreichern mit absoluter Mehrheit gewählte Staatsoberhaupt. Daraus ergeben sich gewisse Aufgaben, die auch Rudolf Kirchschläger, den ich sehr geschätzt habe, und andere Präsidenten wahrgenommen haben. Ich bin kein parteiischer Präsident.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3884" title="Heinz Fischer im Interview mit zurPolitik.com" src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/heifi5.jpg" alt="" width="630" height="235" /></p>
<p><strong>Tom: Im Gegensatz zu unserer Kritik hat Jörg Haider Sie &#8211; am Anfang Ihrer Amtszeit &#8211; der &#8220;sozialistischen Parteipolitik&#8221; bezichtigt. Das hat möglicherweise damit zu tun, dass Sie sich am Anfang eher häufiger zu solchen Themen geäußert haben. Wie kommt das?</strong><br />
Das hat nichts mit meiner Tätigkeit zu tun, sondern das hat mit Jörg Haider zu tun.</p>
<p><strong>Das Gefühl, dass Sie sich am Anfang Ihrer Tätigkeit öfter geäußert haben, ist mir allerdings auch gekommen. Da ist nichts dran?</strong><br />
Da ist nichts dran &#8211; gerade weil ich mein Amt sehr vorsichtig angegangen bin. Im Laufe der Jahre habe ich an Sicherheit gewonnen. Das können Sie auch an den Interviews die ich in den letzten Monaten gegeben habe feststellen.</p>
<p><em>Im <a href="http://zurpolitik.com/2010/03/31/man-musste-daruber-lachen/">zweiten Teil des Interviews</a> geht es um Heinz Fischers Verhältnis zu Nordkorea, zweisprachige Ortstafeln, die Millenium Goals und Barack Obama. Außerdem verleihen wir ihm ein Ehrenabzeichen.</em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3877&amp;md5=5c217ccb3634cab88b0c9a3a3e3aeee8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/03/30/es-ist-kein-parteipolitisches-amt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>34</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=schaffertom&amp;url=http%3A%2F%2Fzurpolitik.com%2F2010%2F03%2F30%2Fes-ist-kein-parteipolitisches-amt%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=%26%238220%3BEs+ist+kein+parteipolitisches+Amt%26%238221%3B&amp;description=Montag+in+aller+Fr%C3%BCh.+Unsere+kleine+zurPolitik.com-Abordnung+klopfte+an+die+Tore+der+Hofburg.+%22Ist+der+HeiFi+da%3F%22%2C+fragten+die+d%C3%BCsteren+Bloggergestalten+den+Polizisten+am+Eingangstor%2C+%22Die+Medienmacht+begehrt+mit+ihm+zu+sprechen%22.+Als+der+Portier+bemerkte%2C+mit+wem+er+es+zu+tun+hatte%2C+strich+er+alle+Termine+des+Pr%C3%A4sidenten%2C+rollte+den+roten+Teppich+aus+und+f%C3%BChrte+uns+ins+Maria-Theresien-Zimmer.+Hier%2C+wo+die+Kaiserin+einst+schlief%2C+h%C3%B6rten+wir+hinter+der+Wand+Heinz+Fischer+noch+eilig+wichtige+Staatsvertr%C3%A4ge+unterzeichnen.+Das+Team+der+Pro+7+News+ist+uns+auf+den+Fersen%2C+die+Kamera+nie+von+den+sensationellen+Bloggern+abgewandt.+Nachdem+der+Pr%C3%A4sident+die+unscheinbare+T%C3%BCr+zum+Arbeitszimmer+%C3%B6ffnete%2C+in+dem+schon+Josef+II.+gewirkt+hatte%2C+gew%C3%A4hrte+er+au%C3%9Fer+f%C3%BCr+einen+kurzen+Moment+nur+uns+Einlass.+In+den+n%C3%A4chsten+40+Minuten+hatte+er+blo%C3%9F+eines+im+Sinn%3A+Die+brutalen+Fragen+dieser+Blogger+zu+%C3%BCberstehen.%0D%0A%0D%0ADas+vermutlich+erste+Interview+eines+amtierenden+Staatsoberhauptes+mit+nicht-professionellen+Bloggern+f%C3%BChrten+Tom+Schaffer+und+Pezi+K%C3%B6stinger.+Die+Fotos+schoss+Georg+Pichler.+Die+Titelfotos+%28Startseite+und+oben%29+sind+von+Andreas+Wenzel+und+Urheberrechts-gesch%C3%BCtzt.%0D%0A%0D%0ATom%3A+Dass+wir+hier+als+Staatsoberhaupt+und+Blogger+sitzen+ist+bemerkenswert.+Das+hat+es+international+noch+nicht+so+oft+gegeben.%0D%0AHeinz+Fischer%3A+Ich+habe+gesehen%2C+dass+Sie+das+hervorgehoben+haben.%0D%0A%0D%0AWoher+kommt+Ihr+Interesse+f%C3%BCr+so+etwas%3F%0D%0AIch+glaube+wir+haben+ein+gemeinsames+Interesse.+Sie+haben+ein+Interesse+an+neuen+Kommunikationsformen%2C+und+ich+will+Menschen+erreichen%2C+die+sich+f%C3%BCr+Politik+interessieren+%E2%80%93+oder+solche+die+sich+noch+nicht+interessieren%2C+um+ihnen+zu+zeigen%2C+dass+Politik+doch+etwas+Wertvolles+und+Vern%C3%BCnftiges+sein+kann.%0D%0A%0D%0ADas+bringt+uns+auch+gleich+zu+den+alten+Medien.+Die+Krone+kampagnisiert+sehr+stark+gegen+Sie+bzw.+f%C3%BCr+Ihre+MitbewerberInnen.+Was+passt+dem+Hans+Dichand+an+Ihnen+nicht%3F%0D%0ADas+m%C3%BCssen+Sie+Hans+Dichand+fragen.%0D%0A%0D%0AWenn+er+uns+auch+ein+Interview+gibt.+%28Gel%C3%A4chter%29+%0D%0A%0D%0A%0D%0A%0D%0APezi%3A+Wie+sehen+Sie+generell+das+Verh%C3%A4ltnis+von+Politik+und+Medien%3F+Wer+instrumentalisiert+da+eher+wen%3F%0D%0AIch+versuche+das+Verh%C3%A4ltnis+von+Politik+und+Medien+sehr+professionell+und+cool+zu+sehen.+Damit+habe+ich+auch+gute+Erfahrungen+gemacht.%0D%0A%0D%0ADie+Medien+haben+ihre+in+der+Demokratie+unersetzbare+Aufgabe%2C+Kommunikation+zu+f%C3%B6rdern.+Das+muss+unbedingt+pluralistisch+sein%2C+es+muss+Meinungspluralismus+herrschen.%0D%0A%0D%0ADie+Politik+soll+mit+den+Medien+vern%C3%BCnftig+und+sachlich+zusammenarbeiten.+Man+soll+sich+nicht+selber+den+Medien+ausliefern%2C+aber+auch+nicht+umgekehrt+glauben%2C+dass+man+sie+wie+ein+Werkzeug+behandeln+kann.+Wenn+jeder+seine+Rolle+ehrlich+und+fair+wahrnimmt+ist+es+am+Besten+f%C3%BCr+beide+Seiten.%0D%0A%0D%0ATom%3A+Es+gibt+immer+wieder+Diskussionen+um+das+Bundespr%C3%A4sidentenamt%3A+Ob+das+noch+zeitgem%C3%A4%C3%9F+ist%2C+ob+das+noch+Sinn+ergibt.+Wie+stehen+Sie+dazu%3F+Ist+die+Trennung+von+Repr%C3%A4sentation+und+Exekutive+im+Staat+eine+gute+Sache%3F%0D%0AF%C3%BCr+mich+ist+das+Amt+nicht+dadurch+bestimmt%2C+dass+man+sagt%2C+das+sei+die+Trennung+von+Politik+und+Repr%C3%A4sentation.+Ich+gehe+da+anders+heran.+Es+gibt+etwa+190+Mitgliedsstaaten+in+den+Vereinten+Nationen.+Alle+haben+ein+Staatsoberhaupt.%0D%0A%0D%0AEs+gibt+Diktaturen+und+Demokratien.+Ich+stehe+auf+der+Seite+der+Demokratien.%0D%0ADarunter+gibt+es+Republiken+und+Monarchien.+Ich+stehe+auf+Seiten+der+%28verspricht+sich%29+Monarch...+Pardon%21+%28lacht%29+der+Republiken.%0D%0ADarunter+gibt+es+wieder+solche%2C+wo+der+Pr%C3%A4sident+vom+Volk+gew%C3%A4hlt+wird+und+solche+wo+er+zum+Beispiel+von+einer+Bundesversammlung+gew%C3%A4hlt+wird.+Ich+stehe+auf+der+Seite+der+Volkswahl.%0D%0A%0D%0AIch+finde+das+vern%C3%BCnftig+und+demokratisch.+Ein+%C3%B6sterreichischer+Bundespr%C3%A4sident+bekommt+von+der+Verfassung+eine+F%C3%BClle+von+Rechten+und+Pflichten+%C3%BCbertragen.%0D%0A%0D%0ANichts+desto+trotz%3A+In+%C3%96sterreich+kommen+die+Pr%C3%A4sidenten+immer+aus+den+Parteien%2C+sind+meistens+Leute+die+sehr+lange+in+der+Politik+sind+und+da+auch+klare+Werte+und+Standpunkte+vertreten+haben.+Dann+werden+sie+daf%C3%BCr+gew%C3%A4hlt+und+im+Endeffekt+haben+sie+dann+ein+repr%C3%A4sentatives+Amt%2C+wo+diese+Werte+nicht+mehr+so+zum+Vorschein+kommen.+Ist+das+nicht+irgendwie+absurd%3F%0D%0AEine+Bundesregierung+zu+ernennen+und+eine+Regierungsbildung+zu+managen+ist+nichts+Repr%C3%A4sentatives.+Nach+China+zu+fahren%2C+mit+der+dortigen+Staatsf%C3%BChrung+zu+verhandeln+und+%C3%B6sterreichische+Interessen+zu+vertreten+ist+viel+mehr+als+nur+Repr%C3%A4sentation.+Auch+die+%C3%B6sterreichischen+Gesetze+auf+ihr+verfassungsm%C3%A4%C3%9Figes+Zustandekommen+zu+pr%C3%BCfen+%28und+n%C3%B6tigenfalls+ein+Gesetz+an+den+Nationalrat+zur%C3%BCckzuschicken%29+ist+viel+mehr+als+nur+Repr%C3%A4sentation.+Jedes+Jahr+hunderte+Personalentscheidungen+zu+f%C3%A4llen+%E2%80%93+Oberstaatsanw%C3%A4lte+und+Pr%C3%A4sidenten+von+Gerichtsh%C3%B6fen+zu+ernennen+%E2%80%93+ist+auch+mehr+als+Repr%C3%A4sentation.+Ich+glaube%2C+es+ist+ein+sehr+politisches%2C+aber+kein+parteipolitisches+Amt.%0D%0A%0D%0AUnd+die+Repr%C3%A4sentation+soll+auch+nicht+untersch%C3%A4tzt+werden.+Jede+B%C3%BCrgerin+und+jeder+B%C3%BCrger+will+haben%2C+dass+das+Staatsoberhaupt+das+eigene+Land+im+In-+und+Ausland+so+vertritt%2C+dass+man+stolz+sein+kann+und+sich+nicht+genieren+muss.+Es+w%C3%A4re+schrecklich+peinlich+einen+Bundespr%C3%A4sidenten+zu+haben%2C+bei+dem+man+nicht+stolz+sein+kann%2C+wie+die+rot-wei%C3%9F-rote+Fahne+vertreten+wird.%0D%0A%0D%0APezi%3A+In+Ihrer+Biographie+sagen+Sie%2C+dass+Sie+das+Amt+m%C3%B6glichst+unparteiisch+und+objektiv+anlegen+m%C3%B6chten.+Wie+schwierig+ist+das+als+Mann+mit+klaren+%C3%9Cberzeugungen+und+Haltungen%3F%0D%0AObjektivit%C3%A4t+steht+ja+nicht+im+Gegensatz+zu+bestimmten+Haltungen+und+Werten.+Wenn+ich+einen+Personalakt+vorgelegt+bekomme%2C+wo+der+Beste+an+erster%2C+der+Zweitbeste+an+zweiter+und+der+Drittbeste+an+dritter+Stelle+steht%2C+werde+ich+als+objektiv+Entscheidender+nat%C3%BCrlich+den+Besten+nehmen.+Das+ist+Ausdruck+einer+%C3%BCber+den+Parteien+stehenden+Wertung+und+widerspricht+nicht+sondern+entspricht+meinen+Werten.+Denn+dazu+geh%C3%B6ren+Gerechtigkeit%2C+Fairness%2C+demokratische+Kultur+und+Einhaltung+der+Verfassung+ganz+besonders.+Also+ich+habe+kein+Problem+Objektivit%C3%A4t+und+Grundwerten+auf+einen+Nenner+zu+bringen.%0D%0A%0D%0ATom%3A+Wenn+man+sagt%2C+dass+das+ein+repr%C3%A4sentatives+und+unpolitisches+Amt+ist%2C+dann+eher+deshalb%2C+weil+es+wenig+in+der+Tagespolitik+in+Erscheinung+tritt.+Es+gibt+Themen%2C+die+die+Parteilandschaft+spalten%2C+zum+Beispiel+die+Studierendenproteste.+Erlaubt+das+Amt%2C+dass+man+sich+da+zu+Wort+meldet%3F+Und+wenn+ja%2C+warum+ist+zum+Beispiel+dieses+Thema+in+Ihrer+Neujahrsrede+nicht+vorgekommen%3F%0D%0AIch+glaube%2C+dass+vor+allem+junge+Menschen+eine+Sehnsucht+haben%2C+dass+der+Begriff+%22politisch%22+nicht+immer+als+%22parteipolitisch%22+missverstanden+wird.+Die+Demokratie+braucht+Parteien%2C+das+steht+au%C3%9Fer+Zweifel.+Aber+ebenso+braucht+sie+die+F%C3%A4higkeit+zu+einer+grunds%C3%A4tzlichen+Haltung+die+nicht+nur+von+parteipolitischen+Interessen+gepr%C3%A4gt+ist.%0D%0A%0D%0ASie+haben+schon+Recht%2C+dass+der+Bundespr%C3%A4sident+in+erster+Linie+zu+Fragen+Stellung+nehmen+wird%2C+die+von+staatspolitischer+Relevanz+sind+%28Verfassung%2C+Au%C3%9Fenpolitik%2C+Neutralit%C3%A4t%2C+Menschenrechte+und+so+weiter%29.%0D%0A%0D%0AAber+auch+zu+den+Fragen+der+Studentenproteste+habe+ich+mich+nicht+verschwiegen.+Ich+bin+unl%C3%A4ngst+bei+einer+gro%C3%9Fen+Studentenversammlung+gewesen.+Ich+habe+dort+gesagt%3A+%22Ich+war+ein+sehr+aktiver+Studentenfunktion%C3%A4r+w%C3%A4hrend+meiner+Hochschulzeit%2C+und+nat%C3%BCrlich+w%C3%A4re+ich+damals+%E2%80%93+und+heute+wenn+ich+noch+entsprechend+j%C3%BCnger+w%C3%A4re+%E2%80%93+auf+Seite+der+Studenten+gestanden%22.%0D%0A%0D%0ADas+hei%C3%9Ft+nicht%2C+dass+die+in+allem+recht+haben.+Aber+dass+die+Studierenden+das+Recht+haben%2C+sich+zu+artikulieren%2C+daf%C3%BCr+muss+jeder+Verst%C3%A4ndnis+haben%2C+der+sich+hinein+versetzen+kann+in+die+gar+nicht+so+einfache+Lage+der+Studierenden+von+heute.%0D%0A%0D%0APezi%3A+Sie+sehen+es+also+nicht+als+Ihre+Aufgabe%2C+auf+Themen+draufzudr%C3%BCcken%2C+%C3%BCber+die+sich+die+Politik+weigert+zu+diskutieren%3F%0D%0AMeine+Aufgabe+ist+nicht+in+der+Tagespolitik+bei+einer+Parlamentssitzung+zu+sagen+%22Die+Partei+A+hat+recht+und+die+Partei+B+ist+eine+b%C3%B6se+Partei%22.+Aber+nat%C3%BCrlich+k%C3%B6nnen+auch+Grundsatzthemen+Themen+der+Tagespolitik+sein+-+und+dann+muss+man+dazu+Stellung+nehmen.+Das+tue+ich+auch+-+im+Bem%C3%BChen+die+besondere+Rolle+des+Bundespr%C3%A4sidenten+nicht+aus+den+Augen+zu+verlieren.%0D%0A%0D%0ADer+Bundespr%C3%A4sident+ist+das+von+allen+%C3%96sterreicherinnen+und+%C3%96sterreichern+mit+absoluter+Mehrheit+gew%C3%A4hlte+Staatsoberhaupt.+Daraus+ergeben+sich+gewisse+Aufgaben%2C+die+auch+Rudolf+Kirchschl%C3%A4ger%2C+den+ich+sehr+gesch%C3%A4tzt+habe%2C+und+andere+Pr%C3%A4sidenten+wahrgenommen+haben.+Ich+bin+kein+parteiischer+Pr%C3%A4sident.%0D%0A%0D%0A%0D%0A%0D%0ATom%3A+Im+Gegensatz+zu+unserer+Kritik+hat+J%C3%B6rg+Haider+Sie+-+am+Anfang+Ihrer+Amtszeit+-+der+%22sozialistischen+Parteipolitik%22+bezichtigt.+Das+hat+m%C3%B6glicherweise+damit+zu+tun%2C+dass+Sie+sich+am+Anfang+eher+h%C3%A4ufiger+zu+solchen+Themen+ge%C3%A4u%C3%9Fert+haben.+Wie+kommt+das%3F%0D%0ADas+hat+nichts+mit+meiner+T%C3%A4tigkeit+zu+tun%2C+sondern+das+hat+mit+J%C3%B6rg+Haider+zu+tun.%0D%0A%0D%0ADas+Gef%C3%BChl%2C+dass+Sie+sich+am+Anfang+Ihrer+T%C3%A4tigkeit+%C3%B6fter+ge%C3%A4u%C3%9Fert+haben%2C+ist+mir+allerdings+auch+gekommen.+Da+ist+nichts+dran%3F%0D%0ADa+ist+nichts+dran+-+gerade+weil+ich+mein+Amt+sehr+vorsichtig+angegangen+bin.+Im+Laufe+der+Jahre+habe+ich+an+Sicherheit+gewonnen.+Das+k%C3%B6nnen+Sie+auch+an+den+Interviews+die+ich+in+den+letzten+Monaten+gegeben+habe+feststellen.%0D%0A%0D%0AIm+zweiten+Teil+des+Interviews+geht+es+um+Heinz+Fischers+Verh%C3%A4ltnis+zu+Nordkorea%2C+zweisprachige+Ortstafeln%2C+die+Millenium+Goals+und+Barack+Obama.+Au%C3%9Ferdem+verleihen+wir+ihm+ein+Ehrenabzeichen.&amp;tags=Blogs%2CHein+Fischer%2CHofburg%2CInterview%2CJ%C3%B6rg+Haider%2CKronen+Zeitung%2CMedien%2Cunibrennt%2CWahlen%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Wir interviewen Heinz Fischer</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/03/26/wir-bitten-zum-interview-heinz-fischer/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/03/26/wir-bitten-zum-interview-heinz-fischer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 13:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=3870</guid>
		<description><![CDATA[zurPolitik.com feiert Weltpremiere: Erstmals stellt sich ein amtierendes Staatsoberhaupt für ein Blog zum ausführlichen Interview. Wir bitten zur Mithilfe - Eine prahlende Fragensammlung von Tom Schaffer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stolz darf man da schon sein, deshalb muss ich jetzt doch kurz prahlen: zurPolitik.com war unter den ersten Blogs, die in Österreich bei einer Parteiveranstaltung akkreditiert wurden. Wir waren kürzlich vermutlich das erste europäische Blog, das ein journalistisches Projekt erfolgreich von den LeserInnen finanzieren ließ. Jetzt setzen wir eine Weltpremiere drauf. Unseres Wissens gab es noch kein ausführliches Interview eines amtierenden Staatsoberhauptes auf einem Blog. Bis jetzt. Denn am Montag werden Pezi und ich in der Hofburg den Bundespräsidenten Heinz Fischer ausfragen. <span id="more-3870"></span></p>
<p>Das ist ein großer Schritt für die neuen Medien in unseren Breitengraden. Wir wollen den neuen Bedingungen dieser Medienwelt auch Rechnung tragen. Neben eigenen möchten wir deshalb auch <strong>eure Fragen</strong> an den aktuellen und vermutlich zukünftigen Präsidenten von Österreich herantragen. Ihr könnt sie uns wie immer über das folgende Formular schicken. Falls der Sachverhalt komplexer ist und Nachfragen nötig machen könnte, bitten wir auch um weiterführende Links oder Hinweise.</p>
<p><strong>Danke für die vielen Einsendungen. Einige konnten wir verwenden. das Interview ist mittlerweile hier finden: <a href="http://zurpolitik.com/2010/03/30/es-ist-kein-parteipolitisches-amt/">Teil 1</a>, <a href="http://zurpolitik.com/2010/03/31/man-musste-daruber-lachen/">Teil 2</a></strong></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3870&amp;md5=3c0d64e78a6f27bb3a7c8e259baff54a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/03/26/wir-bitten-zum-interview-heinz-fischer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=schaffertom&amp;url=http%3A%2F%2Fzurpolitik.com%2F2010%2F03%2F26%2Fwir-bitten-zum-interview-heinz-fischer%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=Wir+interviewen+Heinz+Fischer&amp;description=Stolz+darf+man+da+schon+sein%2C+deshalb+muss+ich+jetzt+doch+kurz+prahlen%3A+zurPolitik.com+war+unter+den+ersten+Blogs%2C+die+in+%C3%96sterreich+bei+einer+Parteiveranstaltung+akkreditiert+wurden.+Wir+waren+k%C3%BCrzlich+vermutlich+das+erste+europ%C3%A4ische+Blog%2C+das+ein+journalistisches+Projekt+erfolgreich+von+den+LeserInnen+finanzieren+lie%C3%9F.+Jetzt+setzen+wir+eine+Weltpremiere+drauf.+Unseres+Wissens+gab+es+noch+kein+ausf%C3%BChrliches+Interview+eines+amtierenden+Staatsoberhauptes+auf+einem+Blog.+Bis+jetzt.+Denn+am+Montag+werden+Pezi+und+ich+in+der+Hofburg+den+Bundespr%C3%A4sidenten+Heinz+Fischer+ausfragen.+%0D%0A%0D%0ADas+ist+ein+gro%C3%9Fer+Schritt+f%C3%BCr+die+neuen+Medien+in+unseren+Breitengraden.+Wir+wollen+den+neuen+Bedingungen+dieser+Medienwelt+auch+Rechnung+tragen.+Neben+eigenen+m%C3%B6chten+wir+deshalb+auch+eure+Fragen+an+den+aktuellen+und+vermutlich+zuk%C3%BCnftigen+Pr%C3%A4sidenten+von+%C3%96sterreich+herantragen.+Ihr+k%C3%B6nnt+sie+uns+wie+immer+%C3%BCber+das+folgende+Formular+schicken.+Falls+der+Sachverhalt+komplexer+ist+und+Nachfragen+n%C3%B6tig+machen+k%C3%B6nnte%2C+bitten+wir+auch+um+weiterf%C3%BChrende+Links+oder+Hinweise.%0D%0A%0D%0ADanke+f%C3%BCr+die+vielen+Einsendungen.+Einige+konnten+wir+verwenden.+das+Interview+ist+mittlerweile+hier+finden%3A+Teil+1%2C+Teil+2&amp;tags=Heinz+Fischer%2CInterview%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Mein #unibrennt-Interview für Progress</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/01/12/mein-unibrennt-interview-fur-progress/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/01/12/mein-unibrennt-interview-fur-progress/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 14:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Audimax]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=2798</guid>
		<description><![CDATA[Eine Journalistin von <a href="http://www.progress-online.at/">Progress</a>, dem Magazin der ÖH, hat mich kürzlich kontaktiert um ein kurzes Interview zu den Studierendenprotesten gebeten. Meine ungekürzten Antworten findet ihr (wie gewohnt?) hier.
<strong>Progress:</strong> Wann hast du <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/10/unsere-unis-eine-karte/">die Karte &#8220;unsere unis&#8221;&#8230;</a> entworfen? Wie viele]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Journalistin von <a href="http://www.progress-online.at/">Progress</a>, dem Magazin der ÖH, hat mich kürzlich kontaktiert um ein kurzes Interview zu den Studierendenprotesten gebeten. Meine ungekürzten Antworten findet ihr (wie gewohnt?) hier.<span id="more-2798"></span></p>
<p><strong>Progress:</strong> Wann hast du <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/10/unsere-unis-eine-karte/">die Karte &#8220;unsere unis&#8221;</a> entworfen? Wie viele Zugriffe auf die Karte hat es bisher gegeben?<br />
<strong>Tom:</strong> Ich habe die Karte begonnen als sich abzeichnete, dass der Protest international wird. Ich wollte eine Übersicht im absehbaren Chaos schaffen. Anfangs suchte ich aktiv selbst über Twitter nach verifizierbaren Nachrichten über Besetzungen. Mit der Zeit haben mir dabei zwei, drei andere Studenten die ich vorher nicht kannte geholfen, weil sie das Projekt interessant fanden. Nach etwa einem Monat war die Karte dann so ziemlich überall bekannt und die BesetzerInnen von neu dazugekommenen Universitäten begannen selbstständig mich anzuschreiben. Die Karte steht im Moment bei 2,4 Millionen Zugriffen.</p>
<p><strong>Progress:</strong> Inwieweit hat sich die Studierenden-Protestkultur deiner Meinung nach durch das Web 2.0 verändert?<br />
<strong>Tom:</strong> Die Studierenden-Proteste wären meiner Einschätzung nach <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/31/die-debatte-zum-livestream-im-audimax/">ohne das Internet bzw. insbesondere das Web 2.0 nicht möglich</a> gewesen. Punkt. </p>
<p>Nicht nur, weil die Kommunikation und Organisation auf so ziemlich allen Ebenen darüber stattfand, sondern auch, weil über diese eigenen Medienkanäle auch die traditionellen Medien erreicht wurden. Halbe Redaktionen saßen da staunend vor dem <a href="http://www.ustream.tv/channel/unsereuni">Livestream</a> oder verfolgten die Sache über Twitter. Nicht zu vergessen: So konnten die Studierenden auch immer ihre Sichtweise einer ziemlich großen Öffentlichkeit präsentieren und dem grausamen Nonsense entgegenwirken der in vielen Medien zu lesen war.</p>
<p>Am zweiten Tag des Protests habe ich einen Freund mitgenommen, der selbst kein Student mehr ist. Damals war die ganze Sache hauptsächlich noch Party. Etwa drei Wochen später schrieb er mir eine SMS, dass er den Protest mal wieder über den Livestream beobachtet hat und begeistert ist, wie sich die Sache entwickelt hat. Für mich waren die Leute die den Livestream abdrehen wollten und Angst vor unserer eigenen Öffentlichkeit hatten lange Zeit über die größte Gefahr für den Protest.</p>
<p>Ohne das Nutzen des Webs hätte der Protest das erste Wochenende oder die erste Woche glaube ich nur sehr unwahrscheinlich überlebt &#8211; jedenfalls ganz sicher nicht mit dieser Stärke. </p>
<p><strong>Progress:</strong> Wie groß war den der Anteil der Studierenden, die gegen den Livestream waren &#8211; und ist das von einer bestimmten Gruppe ausgegangen?<br />
<strong>Tom:</strong> Der Anteil war an sich nicht groß. Das wurde immer wieder von einer kleinen Gruppe thematisiert. Zwischendurch hätte die aber beinahe Erfolg gehabt. Eine Abstimmung darüber, ob der Stream eingeschränkt werden sollte konnte nur mit Stimmengleichheit im Plenum abgelehnt werden.</p>
<p><strong>Progress:</strong> Mit welchen Argumenten kamen die Livestream-Gegner? Und wann war die Abstimmung im Plenum?<br />
<strong>Tom:</strong> Ich weiß nicht mehr, wann die war. Die Argumente liefen darauf hinaus, dass das ja alles wie Big Brother sei.</p>
<p><strong>Progress:</strong> Wer ist federführend für <a href="http://unsereuni.at/">die österreichische Seite</a>? Wer strukturiert das und wer hat den Überblick über die Zugriffe? Kannst du mir da einen Ansprechpartner empfehlen?<br />
<strong>Tom:</strong> Wer die momentane Website entworfen hat weiß ich nicht. Die technische Wartung übernimmt eine eigene Arbeitsgruppe. Für die erste Version der Seite war <a href="http://www.2-blog.net/2009/unsereuni-und-das-social-web/">Luca Hammer</a> zuständig, der überhaupt viel  in dem Bereichauf die Beine gestellt hat (u.a. den Livestream eingerichtet). Die aktuellen Inhalte werden von der AG Presse eingespeist. Ansprechpersonen und E-Mailadressen solltest du <a href="http://unsereuni.at/wiki">im Wiki</a>.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2798&amp;md5=a9c0219afa6e4016f27a2d765f6b26b1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/01/12/mein-unibrennt-interview-fur-progress/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=schaffertom&amp;url=http%3A%2F%2Fzurpolitik.com%2F2010%2F01%2F12%2Fmein-unibrennt-interview-fur-progress%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=Mein+%23unibrennt-Interview+f%C3%BCr+Progress&amp;description=Eine+Journalistin+von+Progress%2C+dem+Magazin+der+%C3%96H%2C+hat+mich+k%C3%BCrzlich+kontaktiert+um+ein+kurzes+Interview+zu+den+Studierendenprotesten+gebeten.+Meine+ungek%C3%BCrzten+Antworten+findet+ihr+%28wie+gewohnt%3F%29+hier.%0D%0A%0D%0AProgress%3A+Wann+hast+du+die+Karte+%22unsere+unis%22+entworfen%3F+Wie+viele+Zugriffe+auf+die+Karte+hat+es+bisher+gegeben%3F%0D%0ATom%3A+Ich+habe+die+Karte+begonnen+als+sich+abzeichnete%2C+dass+der+Protest+international+wird.+Ich+wollte+eine+%C3%9Cbersicht+im+absehbaren+Chaos+schaffen.+Anfangs+suchte+ich+aktiv+selbst+%C3%BCber+Twitter+nach+verifizierbaren+Nachrichten+%C3%BCber+Besetzungen.+Mit+der+Zeit+haben+mir+dabei+zwei%2C+drei+andere+Studenten+die+ich+vorher+nicht+kannte+geholfen%2C+weil+sie+das+Projekt+interessant+fanden.+Nach+etwa+einem+Monat+war+die+Karte+dann+so+ziemlich+%C3%BCberall+bekannt+und+die+BesetzerInnen+von+neu+dazugekommenen+Universit%C3%A4ten+begannen+selbstst%C3%A4ndig+mich+anzuschreiben.+Die+Karte+steht+im+Moment+bei+2%2C4+Millionen+Zugriffen.%0D%0A%0D%0AProgress%3A+Inwieweit+hat+sich+die+Studierenden-Protestkultur+deiner+Meinung+nach+durch+das+Web+2.0+ver%C3%A4ndert%3F%0D%0ATom%3A+Die+Studierenden-Proteste+w%C3%A4ren+meiner+Einsch%C3%A4tzung+nach+ohne+das+Internet+bzw.+insbesondere+das+Web+2.0+nicht+m%C3%B6glich+gewesen.+Punkt.+%0D%0A%0D%0ANicht+nur%2C+weil+die+Kommunikation+und+Organisation+auf+so+ziemlich+allen+Ebenen+dar%C3%BCber+stattfand%2C+sondern+auch%2C+weil+%C3%BCber+diese+eigenen+Medienkan%C3%A4le+auch+die+traditionellen+Medien+erreicht+wurden.+Halbe+Redaktionen+sa%C3%9Fen+da+staunend+vor+dem+Livestream+oder+verfolgten+die+Sache+%C3%BCber+Twitter.+Nicht+zu+vergessen%3A+So+konnten+die+Studierenden+auch+immer+ihre+Sichtweise+einer+ziemlich+gro%C3%9Fen+%C3%96ffentlichkeit+pr%C3%A4sentieren+und+dem+grausamen+Nonsense+entgegenwirken+der+in+vielen+Medien+zu+lesen+war.%0D%0A%0D%0AAm+zweiten+Tag+des+Protests+habe+ich+einen+Freund+mitgenommen%2C+der+selbst+kein+Student+mehr+ist.+Damals+war+die+ganze+Sache+haupts%C3%A4chlich+noch+Party.+Etwa+drei+Wochen+sp%C3%A4ter+schrieb+er+mir+eine+SMS%2C+dass+er+den+Protest+mal+wieder+%C3%BCber+den+Livestream+beobachtet+hat+und+begeistert+ist%2C+wie+sich+die+Sache+entwickelt+hat.+F%C3%BCr+mich+waren+die+Leute+die+den+Livestream+abdrehen+wollten+und+Angst+vor+unserer+eigenen+%C3%96ffentlichkeit+hatten+lange+Zeit+%C3%BCber+die+gr%C3%B6%C3%9Fte+Gefahr+f%C3%BCr+den+Protest.%0D%0A%0D%0AOhne+das+Nutzen+des+Webs+h%C3%A4tte+der+Protest+das+erste+Wochenende+oder+die+erste+Woche+glaube+ich+nur+sehr+unwahrscheinlich+%C3%BCberlebt+-+jedenfalls+ganz+sicher+nicht+mit+dieser+St%C3%A4rke.+%0D%0A%0D%0AProgress%3A+Wie+gro%C3%9F+war+den+der+Anteil+der+Studierenden%2C+die+gegen+den+Livestream+waren+-+und+ist+das+von+einer+bestimmten+Gruppe+ausgegangen%3F%0D%0ATom%3A+Der+Anteil+war+an+sich+nicht+gro%C3%9F.+Das+wurde+immer+wieder+von+einer+kleinen+Gruppe+thematisiert.+Zwischendurch+h%C3%A4tte+die+aber+beinahe+Erfolg+gehabt.+Eine+Abstimmung+dar%C3%BCber%2C+ob+der+Stream+eingeschr%C3%A4nkt+werden+sollte+konnte+nur+mit+Stimmengleichheit+im+Plenum+abgelehnt+werden.%0D%0A%0D%0AProgress%3A+Mit+welchen+Argumenten+kamen+die+Livestream-Gegner%3F+Und+wann+war+die+Abstimmung+im+Plenum%3F+%0D%0ATom%3A+Ich+wei%C3%9F+nicht+mehr%2C+wann+die+war.+Die+Argumente+liefen+darauf+hinaus%2C+dass+das+ja+alles+wie+Big+Brother+sei.%0D%0A%0D%0AProgress%3A+Wer+ist+federf%C3%BChrend+f%C3%BCr+die+%C3%B6sterreichische+Seite%3F+Wer+strukturiert+das+und+wer+hat+den+%C3%9Cberblick+%C3%BCber+die+Zugriffe%3F+Kannst+du+mir+da+einen+Ansprechpartner+empfehlen%3F%0D%0ATom%3A+Wer+die+momentane+Website+entworfen+hat+wei%C3%9F+ich+nicht.+Die+technische+Wartung+%C3%BCbernimmt+eine+eigene+Arbeitsgruppe.+F%C3%BCr+die+erste+Version+der+Seite+war+Luca+Hammer+zust%C3%A4ndig%2C+der+%C3%BCberhaupt+viel++in+dem+Bereichauf+die+Beine+gestellt+hat+%28u.a.+den+Livestream+eingerichtet%29.+Die+aktuellen+Inhalte+werden+von+der+AG+Presse+eingespeist.+Ansprechpersonen+und+E-Mailadressen+solltest+du+im+Wiki.&amp;tags=Audimax%2CBildung%2CDigitales%2CInterview%2CProtest%2CUni%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
	</channel>
</rss>

