Beiträge zu "Medien"
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Parkgebühren sinken, Autofahrer schäumen
1 K., Tom Schaffer, 8. February 2012
In Wien hat sich 2011 Erstaunliches ergeben. Von den 69 Millionen Euro, die die Stadt über die Parkraumbewirtschaftung eingenommen hat, gab sie 95 Prozent nicht für das Auto aus. “Autofahrer-Abzocke” betitelt “Österreich” diese Zahlen, um keinen Zweifel daran zu lassen, was es davon hält.

Quelle der ÖSTERREICH-Grafik laut ÖSTERREICH: “Verwendung Einnahmen Parkometerabgabe”
Bei Betrachtung aller Fakten tut man sich schwer, diese Umschichtung der Mittel vom Auto auf den öffentlichen Verkehr als eine logische und legitime Folge des Regierungseintritts der Grünen zu interpretieren. Noch dazu wurde dafür nicht einmal ein Gesetz verändert, sondern einfach bestehender Spielraum ausgenützt. “Österreich” deutet diese Umschichtung allerdings so, dass die rot-grüne Regierung in Wien davon abgerückt ist, die Gebühren “wie ursprünglich zweckgebunden vereinbart” zu verwenden. In Wahrheit zwingt die Verordnung (2006 erlassen) absolut nicht dazu, diese Einnahmen für Auto-bezogene Projekte zu verwenden. Ordnungspolitische Maßnahmen sind sogar ausdrücklich vorgesehen. (more…)
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Suchbildrätsel für FOX-Seher
10 K., Georg Pichler, 14. December 2011
FOX News, der wohl nicht ganz zu Unrecht dem republikanisch-konservativen Lager zugerechente US-Nachrichtensender, hat sich jüngst mit den Arbeitslosenzahlen unter Präsident Obama beschäftigt. Und weil Diagramme bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, wurde natürlich auch eines geliefert. Wer findet die Fehler?
(Hinweis: Es sind mindestens drei Stück.)

Und hier die große Auflösung: (more…)
Blog - Kolumnen - Andersrum
Ihr seid gefragt: Medienkonsum im Online-Zeitalter
13 K., Andreas Sator, 21. September 2011
Ich lese täglich in mehr als zehn Zeitungen. Und bezahle für all das nichts. Ich kämpfe oft mit meinem Gewissen. Denn das System kann so nicht funktionieren. Die Gratismentalität zerstört den Qualitätsjournalismus. Und je länger der Status quo anhält, desto mehr Menschen gewöhnen sich daran, für Informationen nichts zu bezahlen. Und diese Entwicklung halte ich für eine gefährliche.
Wie seht ihr die Thematik? Wie konsumiert ihr Medien im Internetzeitalter? Welche Entwicklungen seht ihr auf uns zukommen? Wie lange werden wir noch die Printartikel von morgen früh am Vorabend gratis lesen können?
Ihr seid am Zug.
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“Österreich”: Hunger verkauft Zeitung
2 K., Georg Pichler, 15. August 2011
„Das Wunder von Afrika“ prangt groß unter den Aufmachergeschichten von oe24.at, dem Onlineportal der Tageszeitung “Österreich”. Schwer emotional wird die Geschichte des sieben Monate alten Minhaj geschildert, der von seiner Mutter gegen widrigste Umstände in ein kenianisches Flüchtlingslager gebracht wurde. Er gibt, so der Artikel, der Hungerkatastrophe nun ein Gesicht.
Und das tut er auch im Artikel, sind doch drei Fotos von Minhajs eigens in einer Bildergalerie eingebunden. Seine Schwester hat den langen Marsch nicht überlebt, er selbst soll mittlerweile auf dem Weg der Besserung sein. Der Artikel schließt mit einer UNO-Statistik, die in Ziffern fasst, was kaum in Worte passen mag. (more…)
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Oslo und das System des schnellen Bauchgefühls
17 K., Tom Schaffer, 23. July 2011
Noch bevor am Freitag in Oslo klar war, ob die Explosion in der Innenstadt eine Gasexplosion oder ein Terroranschlag war, fiel auf diversen Nachrichtenstationen bereits unzählige Male das Schlagwort “Al Qaida”. Auf CNN und in der BBC waren dutzende dahin tendierende Terrorexperten am Wort (von deutschsprachigen Medien fangen wir hier gleich gar nicht erst an) und in Onlineforen jubelten nicht nur Jihadisten über die westlichen Toten sondern geiferten auch bereits die Rechtsextremen über die verabscheuten Moslems. (more…)
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Rohrers Unmöglichkeiten sind nicht genug
16 K., Tom Schaffer, 11. July 2011
Falls jemand noch nie einen Kommentar von Anneliese Rohrer gelesen hat, sei ihm hiermit eine rasche Zusammenfassung vieler davon geliefert: “Österreichs Junge sind viel zu brav und egoistisch angepasst (und die duckmäuserischen Alten sind als schlechte Vorbilder schuld daran)“. Ich habe dieses Lamento jetzt schon einige Male zu oft gelesen. Obwohl ein großer, wahrer Kern darin steckt, teile ich den Befund so nicht mehr. (more…)
Blog - Kolumnen - Gastbeitrag
Wie “Die Presse” mit ihrer Lehrredaktion Geld verdient
109 K., Gastautoren, 9. June 2011
Auch wenn “Die Presse” seit 1848 frei ist, die Freude zur Innovation ist geblieben – vor allem, wenn es um die eigenen wirtschaftlichen Belange geht. Da wird schon mal eine Sonntagsausgabe gestartet, die von derselben Redaktion gestaltet wird, welche schon die Montags- bis Samstagsausgaben verantwortet – gratis.
Nun ist es nicht neu, dass PraktikantInnen von Medienhäusern in Dienstverhältnisse gezwängt werden, die knapp an der Rechtswidrigkeit vorbeischrammen. Dieser Grundkonsens zieht sich quer durch die Medienlandschaft (wenn auch Ausnahmen die Regel bestätigen). Die Innovation nach dem Klick
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Dilbert über Paywalls
0 K., Tom Schaffer, 7. June 2011
Der gute Wally aus dem Comic “Dilbert” hat eine fantastische Möglichkeit gefunden, eine Paywall weniger unlukrativ zu machen.
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“Ostarbeiter”: Was es dagegen jedenfalls zu sagen gibt
14 K., Tom Schaffer, 4. May 2011
Auf Kobuk läuft gerade eine interessante Debatte zum Begriff “Ostarbeiter”, der zuletzt von manchen politischen Parteien und einigen Medien verwendet wurde. Yilmaz Gülüm erklärt im Beitrag, dass dieses Wort direkt aus dem Jargon Hitler-Deutschlands stammt. Das hätte ich ehrlich gesagt gar nicht mehr gewusst. (more…)
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Was der Fall Strasser über Murdochs Paywall sagt
43 K., Tom Schaffer, 20. March 2011
Undercover-JournalistInnen der Sunday Times filmten den ehemaligen österreichischen Innenminister und ÖVP-Europaparlamentarier Ernst Strasser bei einer sehr offenherzigen Diskussion über den Preis seiner Meinung im EU-Parlament. Da das ja mittlerweile in allen Medien ausführlich diskutiert wird, widme ich mich hier kurz einem Nebenaspekt der Causa: Der Bedeutung für Journalismus im Internet. Die Causa Strasser zeigt nämlich, was Rupert Murdochs Paywall mit tollem Journalismus anrichtet. (more…)
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In Wien hat sich 2011 Erstaunliches ergeben. Von den 69 Millionen Euro, die die Stadt über die Parkraumbewirtschaftung eingenommen hat, gab sie 95 Prozent nicht für das Auto aus. “Autofahrer-Abzocke” betitelt “Österreich” diese Zahlen, um keinen Zweifel daran zu lassen, was es davon hält.

Quelle der ÖSTERREICH-Grafik laut ÖSTERREICH: “Verwendung Einnahmen Parkometerabgabe”
Bei Betrachtung aller Fakten tut man sich schwer, diese Umschichtung der Mittel vom Auto auf den öffentlichen Verkehr als eine logische und legitime Folge des Regierungseintritts der Grünen zu interpretieren. Noch dazu wurde dafür nicht einmal ein Gesetz verändert, sondern einfach bestehender Spielraum ausgenützt. “Österreich” deutet diese Umschichtung allerdings so, dass die rot-grüne Regierung in Wien davon abgerückt ist, die Gebühren “wie ursprünglich zweckgebunden vereinbart” zu verwenden. In Wahrheit zwingt die Verordnung (2006 erlassen) absolut nicht dazu, diese Einnahmen für Auto-bezogene Projekte zu verwenden. Ordnungspolitische Maßnahmen sind sogar ausdrücklich vorgesehen. (more…)
FOX News, der wohl nicht ganz zu Unrecht dem republikanisch-konservativen Lager zugerechente US-Nachrichtensender, hat sich jüngst mit den Arbeitslosenzahlen unter Präsident Obama beschäftigt. Und weil Diagramme bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, wurde natürlich auch eines geliefert. Wer findet die Fehler?
(Hinweis: Es sind mindestens drei Stück.)

Und hier die große Auflösung: (more…)
Ich lese täglich in mehr als zehn Zeitungen. Und bezahle für all das nichts. Ich kämpfe oft mit meinem Gewissen. Denn das System kann so nicht funktionieren. Die Gratismentalität zerstört den Qualitätsjournalismus. Und je länger der Status quo anhält, desto mehr Menschen gewöhnen sich daran, für Informationen nichts zu bezahlen. Und diese Entwicklung halte ich für eine gefährliche.
Wie seht ihr die Thematik? Wie konsumiert ihr Medien im Internetzeitalter? Welche Entwicklungen seht ihr auf uns zukommen? Wie lange werden wir noch die Printartikel von morgen früh am Vorabend gratis lesen können?
Ihr seid am Zug.
„Das Wunder von Afrika“ prangt groß unter den Aufmachergeschichten von oe24.at, dem Onlineportal der Tageszeitung “Österreich”. Schwer emotional wird die Geschichte des sieben Monate alten Minhaj geschildert, der von seiner Mutter gegen widrigste Umstände in ein kenianisches Flüchtlingslager gebracht wurde. Er gibt, so der Artikel, der Hungerkatastrophe nun ein Gesicht.
Und das tut er auch im Artikel, sind doch drei Fotos von Minhajs eigens in einer Bildergalerie eingebunden. Seine Schwester hat den langen Marsch nicht überlebt, er selbst soll mittlerweile auf dem Weg der Besserung sein. Der Artikel schließt mit einer UNO-Statistik, die in Ziffern fasst, was kaum in Worte passen mag. (more…)
Noch bevor am Freitag in Oslo klar war, ob die Explosion in der Innenstadt eine Gasexplosion oder ein Terroranschlag war, fiel auf diversen Nachrichtenstationen bereits unzählige Male das Schlagwort “Al Qaida”. Auf CNN und in der BBC waren dutzende dahin tendierende Terrorexperten am Wort (von deutschsprachigen Medien fangen wir hier gleich gar nicht erst an) und in Onlineforen jubelten nicht nur Jihadisten über die westlichen Toten sondern geiferten auch bereits die Rechtsextremen über die verabscheuten Moslems. (more…)
Falls jemand noch nie einen Kommentar von Anneliese Rohrer gelesen hat, sei ihm hiermit eine rasche Zusammenfassung vieler davon geliefert: “Österreichs Junge sind viel zu brav und egoistisch angepasst (und die duckmäuserischen Alten sind als schlechte Vorbilder schuld daran)“. Ich habe dieses Lamento jetzt schon einige Male zu oft gelesen. Obwohl ein großer, wahrer Kern darin steckt, teile ich den Befund so nicht mehr. (more…)
Auch wenn “Die Presse” seit 1848 frei ist, die Freude zur Innovation ist geblieben – vor allem, wenn es um die eigenen wirtschaftlichen Belange geht. Da wird schon mal eine Sonntagsausgabe gestartet, die von derselben Redaktion gestaltet wird, welche schon die Montags- bis Samstagsausgaben verantwortet – gratis.
Nun ist es nicht neu, dass PraktikantInnen von Medienhäusern in Dienstverhältnisse gezwängt werden, die knapp an der Rechtswidrigkeit vorbeischrammen. Dieser Grundkonsens zieht sich quer durch die Medienlandschaft (wenn auch Ausnahmen die Regel bestätigen). Die Innovation nach dem Klick
Der gute Wally aus dem Comic “Dilbert” hat eine fantastische Möglichkeit gefunden, eine Paywall weniger unlukrativ zu machen.
Auf Kobuk läuft gerade eine interessante Debatte zum Begriff “Ostarbeiter”, der zuletzt von manchen politischen Parteien und einigen Medien verwendet wurde. Yilmaz Gülüm erklärt im Beitrag, dass dieses Wort direkt aus dem Jargon Hitler-Deutschlands stammt. Das hätte ich ehrlich gesagt gar nicht mehr gewusst. (more…)
Undercover-JournalistInnen der Sunday Times filmten den ehemaligen österreichischen Innenminister und ÖVP-Europaparlamentarier Ernst Strasser bei einer sehr offenherzigen Diskussion über den Preis seiner Meinung im EU-Parlament. Da das ja mittlerweile in allen Medien ausführlich diskutiert wird, widme ich mich hier kurz einem Nebenaspekt der Causa: Der Bedeutung für Journalismus im Internet. Die Causa Strasser zeigt nämlich, was Rupert Murdochs Paywall mit tollem Journalismus anrichtet. (more…)





